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Atomausstieg

Pilatus schrieb:
Wenn man auf den Mann spielen muss, dann disqualifiziert man sich eigentlich selber. Egal wie gut jetzt die tatsächlichen Arugmente des Gegenübers sind. Ich teile z.B. j-d-s Aussage betreffend Umweltschutz überhaupt nicht, im Gegenteil. Aber genau darum bin ich ja auch für AKW :lach:

Die Diskussion hier hat sich dank ihrer Teilnehmer disqualifiziert. Argumente werden hier jedenfalls keine ausgetauscht, wozu also damit anfangen?
 
br403 schrieb:
Seit ich denken kann sehe ich die Türme, schön wenn die bald weg sind. Denn die werden als erstes beim Rückbau abgerissen. 8)

Ich glaube, die Türme wirst du noch eine zeit sehen, auch wenn sie als erstes nicht mehr gebraucht werden.
Gibt es schon einen genehmigten Rückbauplan?
Ich vermute auch sie werden noch benötigt, um die Restwärme abzuführen und später um das Abklingbecken zu kühlen.

MIch würde mal interessieren, wie hoch der Eigenstromverbrauch eines AKW's a) im Betrieb ist, b) wenn es abgeschaltet ist.
 
noisi schrieb:
Pilatus schrieb:
Wenn man auf den Mann spielen muss, dann disqualifiziert man sich eigentlich selber. Egal wie gut jetzt die tatsächlichen Arugmente des Gegenübers sind. Ich teile z.B. j-d-s Aussage betreffend Umweltschutz überhaupt nicht, im Gegenteil. Aber genau darum bin ich ja auch für AKW :lach:

Die Diskussion hier hat sich dank ihrer Teilnehmer disqualifiziert. Argumente werden hier jedenfalls keine ausgetauscht, wozu also damit anfangen?

Natürlich sind immer die anderen schuld, schon klar...
 
tigerfishli schrieb:
MIch würde mal interessieren, wie hoch der Eigenstromverbrauch eines AKW's a) im Betrieb ist, b) wenn es abgeschaltet ist.
Wenn ich mich an meine zwei Führungen im KKW Leibstadt richtig erinnere (Siedewasserreaktor, 3600 MW thermisch):
1275 MWel Gesamtproduktion bei Volllast, knapp über 1200 MWel zur Netzeinspeisung. Das Meiste davon geht wahrscheinlich in die Hauptspeisewasser- und Kühlwasserpumpen, die im cold shutdown dann nicht mehr benötigt werden. Da dürfte nicht mehr viel Energie benötigt werden - Abklingbeckenkühlung halt, aber die Leistung dort ist minimal im Vergleich zum kritischen Reaktor. Die Notstromaggregate haben eine Leistung von 3x 5 MW plus 2x 2.2 MW, also denke ich dass direkt nach dem Einfahren der Steuerstäbe der Stromverbrauch bei irgendwo zwischen 5 und 10 MW liegen wird, nach Abfuhr der grössten Nachzerfallswärme (zwei, drei Tage nach shutdown command) wohl deutlich unter 5 MW.
 
Wenn ich sehe was jenseits der Grenze in Cattenom abgeht (fast wöchentlich brennt da irgendwas) fürchte ich erleben wir den nächsten GAU a la Fukushima noch 8O :rolleyes:
 
Spezialwidde schrieb:
Wenn ich sehe was jenseits der Grenze in Cattenom abgeht (fast wöchentlich brennt da irgendwas) fürchte ich erleben wir den nächsten GAU a la Fukushima noch 8O :rolleyes:
Hast du dazu Quellen? Wundert mich jetzt doch etwas, auch wenn es sicherlich nicht gerade ein Vorzeige-AKW ist.
 
Man liest es im Saartext den ich mir jeden Abend anschaue. Außerdem bekommt man als THW-ler die amtlichen Katastrophenschutzmeldungen auch mit, wo alle meldepflichtigen Störfälle eingesehen werden können, die ich natürlich hier aus verständlichen Gründen nicht veröffentlichen kann und darf. Es kommen wöchentlich durchschnittlich um die 3 Störfälle vor, von denen natürlich nicht jeder gravierender Art ist aber wenn man nichtmal 40 km davon entfernt lebt stimmt einen das nicht gerade fröhlich. Alleine dieses Jahr gab es schon 3 Brände mit Feuerwehreinsatz auf dem Gelände. Das Ding ist nicht nur kein Vorzeige-AKW, das ist ein Schrotthaufen! Nicht umsonst kann man sich hier in der Ecke schon Jodtabletten bunkern...
 
Mag sein aber Fakt ist dass sowas hierzulande schon längst stillgelegt worden wäre, die Franzosen sehen das mit den Sicherheitsbestimmungen halt nicht so eng. Nicht eng genug zumindest wie es notwendig wäre meine ich. man bekommt dort auch sein Auto mit 3 gebrochenen von 4 Radschrauben durch den, ich nenns mal Tüv, das hätt ich auch nie für möglich gehalten wenn ich nicht selber dabei gewesen wäre, da fällt mir sowieso nichts mehr zu ein...Von daher sei mir ein gewisses Maß an Sorge erlaubt.
 
Auch wenn das sicherlich nicht der aktuellste Reaktor ist, finde ich deine Aussage sehr übertrieben. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass im Rahmen eines Atomreaktors ganz andere Meldepflichten bestehen als z. B. in einem nicht Atom-Kraftwerk oder in einem Industriebetrieb. Die vielen "Störfälle" sind ja nur deshalb da, weil jede Kleinigkeit gemeldet werden muss. Selbst wenn sich ein Mitarbeiter beim Schuhe binden einen Fingernagel einreist, wird das als Störfall angesehen. Oder wenn an der Bushaltestelle vor dem Kraftwerk ein Mülleimer raucht weil ein Mitarbeiter eine Zigarette reingeworfen hat, wird das als Brand im AKW deklariert.
 
Mit Verlaub, ich sehe ja welcher Art der Störfall war. Wegen eines brennenden Mülleimers, kokelnden Aktenvernichters oder qualmenden Verwaltungschefs würd ich bestimmt keinen Aufstand machen. Nee da kommen schon Sachen vor wie ausgefallene Notkühlpumpen (die schon länger festgefressen waren, ist halt zufällig mal aufgefallen), nicht funktionsfähige Notstromdiesel etc. Sowas sieht man nicht in den Nachrichten. Man will ja keine Panik schieben. Aber egal, mehr als ansprechen wollt ich die Sache ja nicht...
 
Spezialwidde schrieb:
rower2000 schrieb:
Vor einem GAU muss man sich nicht fürchten.
Hast scho Recht...Auf eine strahlende Zukunft :rolleyes:
Bei einem GAU gibt's auch keine strahlende Zukunft. GAU bedeutet größter anzunehmender Unfall, i.e., eine Fehlfunktion die innerhalb der Anlagenauslegung beherrschbar sein muss. Ergo gibt es bei einem GAU keine Auswirkung auf die Außenwelt.
 
Ja, das Wort kommt wohl aus einer Zeit, als man sich die Unfälle in Tschernobyl und Fukuschima noch nicht vorstellen konnte und solche Unfälle daher nicht anzunehmen waren. Heutzutage sollte man als GAU aber mindestens dies als Messlatte nehmen - oder die Terminologie im Deutschen ändern. z.B. GKU - "größter, kontrollierbarer Unfall" oder so ..
 
starli schrieb:
Ja, das Wort kommt wohl aus einer Zeit, als man sich die Unfälle in Tschernobyl und Fukuschima noch nicht vorstellen konnte und solche Unfälle daher nicht anzunehmen waren. Heutzutage sollte man als GAU aber mindestens dies als Messlatte nehmen - oder die Terminologie im Deutschen ändern. z.B. GKU - "größter, kontrollierbarer Unfall" oder so ..
GAU wird in der Fachsprache eh schon seit Urzeiten nicht mehr benutzt. Heutzutage redet man da vom Auslegungsstörfall (außerdem wurde der GAU durch ein ganzes Spektrum von Auslegungsstörfällen ersetzt - war in der Ursprungszeit des KKW-Baus der GAU immer der doppelseitige Bruch einer Hauptspeisewasserleitung gibt es da heute viel mehr Unglücksannahmen; welche das sind weiß ich aber auch nicht da kein Experte auf dem Gebiet).
 
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