Passemd zum Thema ein Satz aus einem Kanada-Bericht:
Zitat:
"...Tree-Skiing fühlt sich ein bisschen an wie Rodeo, da tickt das Leben plötzlich in einem neuen Takt. Aber, sagt Ruedi, während er den Lawinenpieper auf Empfang stellt, ihr müsst immer genug Sicherheitsabstand zu den Bäumen halten. Ruedi ist mindestens zwei Meter zehn, er spricht seine langsamen, schwyzerdütsch knarrenden Sätze mit Bedacht, er bewegt sich im Dunst dieses wetterwendischen Morgens wie einer, der auch am Steilhang immer verlässlich die Spur hält – vielleicht kommt deshalb niemand auf den Gedanken, wie absurd es ist, ausgerechnet durch einen Wald zu fahren, wenn man den Bäumen ausweichen soll. In den Selkirk Mountains fallen in einem normalen Winter zehn Meter Schnee, oft schauen nur die Wipfel der Bäume heraus, und unter den schweren, vereisten Fächern der Äste bilden sich tiefe Löcher. Wer seinen Slalomschwung zu nah an einer Tanne ansetzt, ist plötzlich weg. Ein kurzes Krachen, bevor man absackt, ein weißes Rauschen, wenn eine Ladung Schnee nachkommt. Und dann die frostige, unermessliche Stille. Dort wollen wir letzten Endes hin, mithilfe der Technik zurück zur Natur. Wie weit trägt eigentlich ein Hilfeschrei? Theoretisch, sagt Ruedi, kann man mit dem Lawinenpieper leicht gefunden werden. Man muss das nur mal geübt haben: Schallquelle systematisch einkreisen, Suchlämpchen beobachten, bei Rot losgraben... ""