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Aufgeklappte Tunnelstationen

Pilatus

Disteghil Sar (7885m)
Mir ist aufgefallen dass gerade bei Leitneranlagen mit Tunnelstationen meistens ein paar Elemente geöffnet sind. Gibt es dafür einen technischen Grund.
 
Hier mal zu sehen wie eng es unter so einer "Haube" ist. Hier die Übertragungsroolen vom Seil zu den Reifenförderern der 4-KSB Ladurner Alm. Dort ist auch gleich die Kuppelstelle.


^^so allgemein von oben


^^die Übertragungsstelle (da sollte klar sein das es schnell warm wird!)
 
Merci. Naja, das müsste man aber scho so konstruieren können das das nicht passiert? Ist ja voll mühsam für den Betreiber... Bei Doppelmayranlagen habe ich das noch nie gesehen. Haben die dort eine andere Fördertechnik.
 
Bei Doppelmayr ist es glaube ich fast genau so aber die verbauen nicht so viele Tunnelstationen.

Diesen Sommer war bei der Hitze der Lüfter in einer UNI-G lauter als der Motor :biggrin: .

Hier das Bild ( leider ohne Ton dazu :lach: ) :



Dazu waren noch die Fenster geöffnet, aber in der Bergstation wo die Abspannung ist waren gar keine Fenster offen.
 
Und dazu werden bei der Uni G noch die Schiebefenster aufgemacht. Die Uni GV hat aber keine Schiebefenster mehr - also müssen die Lüfter wesentlich leistungsfähiger sein!?

MFG Dachstein
 
Dachstein schrieb:
Und dazu werden bei der Uni G noch die Schiebefenster aufgemacht. Die Uni GV hat aber keine Schiebefenster mehr - also müssen die Lüfter wesentlich leistungsfähiger sein!?
^^ Kann gut sein, allerdings können bei den UNI-G-V´s dann zwei Seitenfenster geöffnet werden; also im Grunde das Selbe, wie bei den "alten" UNI-G´s auch :ja: .

Hier auch ein Bild dazu:


Edit: Bild hinzugefügt

-----------
Grüße, ETT
________________________________________________
Seilbahnen - eines der sichersten Verkehrsmittel der Welt
 
citta dei sassi schrieb:
Wirds ziemlich warm drunter, besonders die Kuppelrollen. Nach acht stunden ist nichts mehr mit ohne Handschuhe anfassen.

Also ich habe noch nie gesehen oder gehört, dass die Reibräder richtig heiß geworden sind, das hört sich schon fast nach einem Lagerschaden an, oder die Riemen sind bis aufs äußerste Maximal gespannt.
Und wenn einaml die Kuppelrollen an einer Bahn heiß werden ist sowieso etwas faul, die werden ja pro Runde des Fahrzeuges nur 4 mal betätigt.
Unser Seilbahner kennt sich ja mit Leitnerbahnen aus, vlt. kann er ja das Gegenteil behaupten.

krimmler schrieb:
Diesen Sommer war bei der Hitze der Lüfter in einer UNI-G lauter als der Motor :biggrin: .
Also das kommt einerseits auf den Antrieb an, wenn man eine richtig schwere Bahn hat braucht es schon eine ordentliche Motorlüftung.
Ist aber im Winter eigentlich nicht so Tragisch, eine UNI, UNI-G oder UNI-GV ist ja so gut wie nicht isoliert, da wird schon einiges an Wärme über das Blechdach/Verkleidung abgestrahlt.

Das Problemliegt eher in den heißen Sommermonaten. Wer schon mal im Sommer bei hochstehender Sonne Revision in einer UNI-G gmeacht hat, weiß dass es da drinn gewaltig heiß wird, ohne dass da irgendein E-Motor läuft. Da macht es durchaus Sinn, die Fenster vorne und hinte zu öffnen

Dachstein schrieb:
Und dazu werden bei der Uni G noch die Schiebefenster aufgemacht. Die Uni GV hat aber keine Schiebefenster mehr - also müssen die Lüfter wesentlich leistungsfähiger sein!?
Dafür het eine UNI-GV seitlich 2 gewölbte Fenster, die man öffnen kann. Aber an die Riesen Schiebefenster der Standart UNI-G Kommen die nicht ran.
Siehe Dorfbahn Brand:

dorfbahn-35855.jpg


edit: ETT war wieder schneller
 
jack90 schrieb:
citta dei sassi schrieb:
Wirds ziemlich warm drunter, besonders die Kuppelrollen. Nach acht stunden ist nichts mehr mit ohne Handschuhe anfassen.

Also ich habe noch nie gesehen oder gehört, dass die Reibräder richtig heiß geworden sind, das hört sich schon fast nach einem Lagerschaden an, oder die Riemen sind bis aufs äußerste Maximal gespannt.
Und wenn einaml die Kuppelrollen an einer Bahn heiß werden ist sowieso etwas faul, die werden ja pro Runde des Fahrzeuges nur 4 mal betätigt.
Unser Seilbahner kennt sich ja mit Leitnerbahnen aus, vlt. kann er ja das Gegenteil behaupten.
Und ich mich nicht? Weist Du wie oft ich mir an Schneekanonen (die sind auch beheizt!), diesen Kuppelrollen (nicht die Keilriemenscheiben! Sind die an denen das Seil in der Station abgelenkt wird! DAS IST EIN UNTERSCHIED!) sowie an teilen des Getriebes die Finger ein wenig überwärmt habe? Das Eingangslager vom Motor her an den Leitnergetrieben hat eine normale Betriebstemperatur von 65 Grad. Und wenn dann noch auf die schönen Blechverkleidungen die Sonne Steht sinds da oben drin ganz schnell 30 Grad trotz 10 Grad frost draußen.

Und wenn Du das mal am realen Beispiel testen willst wie warm so ein Gummi werden kann fass mal bei Dir am Auto auf den Reifen nach 100 km Autobahn.
 
@ ETT und Jack_90: ok, die seitlichen Kippfenster sind mir noch nicht aufgefallen.

@ citta: wegen den Reibrädern: ein Autoreifen ist im Betrieb dauernd belastet, aber ein Reibrad bei einer Seilbahn?

Weiters bin ich der Auffassung, dass zwischen Tunnelstation und einer hohen Stationsverkleidung ein erheblicher Unterschied besteht. In einer Tunnelverkleidung ist das Luftvolumen, welches zur Kühlung herangezogen werden kann, erheblich kleiner, die Zirkulation der Luft ist ebenso eher unterbunden als in einer Station mit hohem Dach. In einer UNI G müsste die Luft besser aufgrund der Raumhöhe zirkulieren können und damit die entstandene Wärme ableiten als in einer Tunnelstation. Oder denke ich da falsch?

MFG Dachstein
 
@ Dachstein. Man nehme das Beispiel einer 4V Station wo du nen maximalen Seilzug von 410 KN hast. Ich möchte mal sagen. Bei 6m/s werden die Reibräder gewaltig warm. Vor allem wenn da noch ne UNIG-XL hinter ist. Du siehst es ja schon wie warm die Laufrollen einer PB werden. Wenn da den ganzen Tag die Sonne scheint und du deine Buladungen hoch und runter karrst dann werden die auch verdammt warm....
 
Wie oft läuft den jetzt so eine Bahn mit 6m/s? Bestimmt nicht den ganzen Tag.

Eigentlich könnte man ja die Motorabwärme zum Beheizen des Liftlerhäuschens verwenden.
:-) ^^ Hehe. Hab ne Marktlücke gefunden. Gleich Patentieren lassen. ;-)
 
Ram-Brand schrieb:
Eigentlich könnte man ja die Motorabwärme zum Beheizen des Liftlerhäuschens verwenden.
:-) ^^ Hehe. Hab ne Marktlücke gefunden. Gleich Patentieren lassen. ;-)

^^ Da hast du dich zu früh gefreut :lach: .

Bei der Choralmbahn und SkiWeltbahn in der SkiWelt wird die Abwärme als Heizung des Restaurants genutzt:

Das Bergrestaurant wird
umweltfreundlich mit der Abwärme der
beiden Gondelbahn-Antriebe beheizt.

Quelle: Doppelmayr WIR januar 09
 
citta dei sassi schrieb:
diesen Kuppelrollen (nicht die Keilriemenscheiben! Sind die an denen das Seil in der Station abgelenkt wird! DAS IST EIN UNTERSCHIED!)

Ok, Dachstein hat es eh mittlerweile gesagt, diese ominösen Rollen heißen Stationsrollen, und jene, die die Reifenförderer antreiben nennt man bei uns Reibrolle.
Aber in der Station selbst gibt es mit Sicherheit keine Kuppelrolle, außer man hat eine VR102-Bahn, so heißen nur die Rollen am Kuppelhebel auf der Klemme.

Das ein Getriebe durchaus heiß wird ist klar, davon war aber auch nicht die Rede!
Aber lassen wir das, das führt eh zu nichts!
 
@ Jack, mir ist der Begriff Kuppelrollen auch nur bekannt als Kuppelrolle an der Klemme.
Ich habe bei Leitner gelernt, dass die Rollen Stationsrollen sowie Reibrollen heißen. Da hast Du absolut recht. Ich kenne das auch nicht anders.

Durch den recht hohen Seildruck auf den Reibrollen entsteht bei Leitner vor allem in den alten Compact und auch Standart stationen mit einem Betonzentralsteher (4m/s Station und 5m/s Station) eine große Wärmeentwicklung. Aber auch die Antriebskeilriemen werden ziemlich warm, das stimmt auch.

Sehr starke Belastung haben die Ablenkrollen auf die Antriebsscheiben bei obengenannten Stationen. Dort treten auch oft Hitzeschäden an den Rolleneinlagen auf. Vor allem an den offenen Gummis vor Bj. 2000.
Aber diese Rollen sind bei den Tunnelverkleidungen eh im Freien.

Dass die schnelle Welle heiß wird ist eigentlich bei jedem Getriebe normal, denn das Lager der schnellen Welle ist enormen Beanspruchungen ausgesetzt, sowie einer recht hohen Drehzahl. Da ist es komplett egal, ob es ein KSS Blockgetriebe von Leitner oder ein Planetengetriebe von Costamanaga ist.
Auch bei den lohmann Getrieben von DM oder Kisslinggetrieben ist das genau so.

Aber wie vom jack schon gesagt; Das ist OT.
 
jack90 schrieb:
citta dei sassi schrieb:
diesen Kuppelrollen (nicht die Keilriemenscheiben! Sind die an denen das Seil in der Station abgelenkt wird! DAS IST EIN UNTERSCHIED!)

Ok, Dachstein hat es eh mittlerweile gesagt, diese ominösen Rollen heißen Stationsrollen, und jene, die die Reifenförderer antreiben nennt man bei uns Reibrolle.
Aber in der Station selbst gibt es mit Sicherheit keine Kuppelrolle, außer man hat eine VR102-Bahn, so heißen nur die Rollen am Kuppelhebel auf der Klemme.

Das ein Getriebe durchaus heiß wird ist klar, davon war aber auch nicht die Rede!
Aber lassen wir das, das führt eh zu nichts!
Deutsche Sprache schwere Sprache.

Wir nennen das Ding bei uns in den Breitengraden Kuppelrollen oder Kraftabnahmerollen. Kann aber sein das das im Pustertal schon wieder ganz anders ist. Die Sitzen ja auch genau an der Stelle an der die Klemme ganz offen ist. (Kann aber auch den Ursprung darin haben das die Firma hier viersprachig ist => ladin, italienisch, deutsch und teilweise englisch.)
Reibrollen ist jetzt mir neu. Das ist aber wahrscheinlich das Gleiche wie mit der Notbremse, dank Brüssel heißt das ja jetzt Sicherheitsbremse warum auch immer. Dafür sind sie jetzt ja ganz schnell mit Notabschaltungen auf dem Weg.......

Ich glaub eher da ist beim Amtsschimmel mal der Notaus zu hauen und ein Reset zu machen.
 
seilbahner schrieb:
Sehr starke Belastung haben die Ablenkrollen auf die Antriebsscheiben bei obengenannten Stationen. Dort treten auch oft Hitzeschäden an den Rolleneinlagen auf. Vor allem an den offenen Gummis vor Bj. 2000.
Danke an Seilbahner für die professionelle Aussage. Also diesen Umstand wird man wohl in neueren Baureihen berücksichtigt haben und vlt. eine Stationsrolle mit Ablenkungsfunktion mehr eingeplant haben. Und von dem System mit den offenen Rollengummis ist man sowieso wieder abgekommen.
An Doppelmayr-Bahnen ist mir so eine extreme Erhitzung (dass der Gummi zerstört wird) aber nicht bekannt, ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
Wie ist das eigentlich an der Girak-Bahn?

citta dei sassi schrieb:
Die Sitzen ja auch genau an der Stelle an der die Klemme ganz offen ist.
Also wir sprechen jetzt vom gleichen.
Ist halt Klemmenabhängig, bei Klemmen mit offen liegenden Schraubenfedern ist das mit Sicherheit richtig, aber Totpunktklemmen sind ja im gesamten Stationsumlauf offen. Sagen wir am Seilkreuzundpunkt, dann ist alles klar.


citta dei sassi schrieb:
Das ist aber wahrscheinlich das Gleiche wie mit der Notbremse, dank Brüssel heißt das ja jetzt Sicherheitsbremse warum auch immer. Dafür sind sie jetzt ja ganz schnell mit Notabschaltungen auf dem Weg.......
Ich glaub eher da ist beim Amtsschimmel mal der Notaus zu hauen und ein Reset zu machen.
:lol: , aber ih kann dich beruhigen, den NOTAUS gibt es seit dem neuen Seilbahngesetzt 2003 nicht mehr, das heißt jetzt elektr. Nothalt.
 
Mit dem Kuppelvorgang hat die Belastung sowieso nicht allzuviel zu tun, da die Klemme ja beim Kuppeln in der Laufschiene fährt.
Wenn dort die Reibrolle falsch eingestellt ist hat man natürlich einen extremen Druck drauf, aber die Rollen müssen so eingestellt sein, dass die Klemme nicht das Seil nach unten drückt oder anhebt.
Die offenen Gummis wurden nur Verwendet, weil man so einen Kompletten Rollenkörper mit Bord hatte und es absolut unmöglich war, eine Bordscheibe (Tröglbahnunglück... etc PP) zu verlieren. Leider hatten die offenen Gummis dann andere nicht zu Verleugnende nachteile. Erhitzung wegen Drehenden Gummis auf dem Rollenkörper, ansammelnde Gummireste unter den Gummis, oval Laufende Gummis, bei Großer Belastung sterke Erhitzung und extremer Verschleiß, starke Geräuschbildung(das damalig Leitner Typische QuietschQuietschQuitsch...)
Dehalb hat Leitner auch den Rollenkörper mit einer demontierbaren Bordscheibe eingeführt. Ist Sicherheitstechnisch immer noch besser als 2 lösbare Bordscheiben finde ich.

Bei Girak gibt es mehrere verschiedene Ausführungen, wobei ich an meiner Anlage pro Seite eine 700er Rolle als Reibrad habe, die über 3 lange Keilriemen die Beschleuniger bzw. verzögerer Antreibt.
Da gibt es dann noch die 700er Rolle mit Getriebe und Kardan, und ich glaube auch einen Beschleunigerantrieb über Umlenkscheibe.

Der Antrieb bei der Rossalm ist die letzte Generation und ich habe die in diesem jahre mit Spannsätzen noch verbessert. Wärmeentwicklung habe ich überhaupt keine. Nicht an den Beschleunigern, Verzögerern, nicht an den Zahnriemen, nicht an den langen Antriebskeilriemen, nirgends. Nicht bei 4m/s und auch nicht bei vollbelastung.
Ich glaube zu den verzögerern und zu den 700er Rollen haben wir eh ein Video in Liftworld gemacht.
Dafür habe ich genug andere Zipperlein, das ist aber wieder OT.
 
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