Tage der Entscheidung
Skizentrum Pfronten Ende der Woche soll feststehen, wie es weiter geht
Pfronten | mar | In dieser Woche entscheidet sich die Zukunft des Skizentrums Pfronten-Steinach. Bis spätestens Sonntag sollen alle betroffenen Grundstückseigentümer Pachtverträge unterzeichnet oder zumindest Absichtserklärungen abgegeben haben, ihre Flächen für den Skibetrieb zur Verfügung zu stellen. Sonst, so beschloss der Gemeinderat am Montag hinter verschlossenen Türen, fehlt der Gemeinde die nötige Grundlage für Investitionen. Rund eine Million Euro sind laut Bürgermeister Beppo Zeislmeier nötig, um in der bevorstehenden Wintersaison den Skibetrieb in gewohntem Umfang aufrecht zu erhalten. Unter anderem sollen neue Schneemaschinen und eine Pistenwalze angeschafft werden und müssen neue Leitungen gelegt werden.
Wie berichtet, übernimmt die gemeindeeigene Skizentrum Pfronten Verwaltungs-GmbH den Geschäftsbetrieb von den bisherigen Betreibern. Geschäftsführer ist nun der erste Bürgermeister. Mit der Geschäftsbesorgung soll die Breitenbergbahn beauftragt werden, wovon sich die Gemeinde Synergieeffekte etwa beim Austausch von Mitarbeitern und Geräten verspricht.
An den Pachtbedingungen soll sich nichts ändern
Zunächst muss jedoch mit neuen Pachtverträgen ein solides Fundament geschaffen werden. Bei einer Versammlung am Freitagabend habe sich eine Mehrzahl der Grundstückseigentümer bereit erklärt, ihre Flächen zu den bisherigen Bedingungen, sprich einer Vergütung in Form von Skipässen für das Skizentrum, zur Verfügung zu stellen, so Zeislmeier. Zugesichert wurde ihnen eine jährliche Zusammenkunft, in der sie vom Skizentrum über alles Wichtige informiert werden. Mangelnde Information war eine der Ursachen von Missstimmungen zwischen Skizentrum und Grundstückseigentümern.
"Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das hinbekommen", so Bürgermeister Zeislmeier zur Frist für die Einigung mit den Grundstücksbesitzern. Schließlich sei sich die weit überwiegende Mehrheit bewusst, wie wichtig das Skizentrum für den Tourismus in Pfronten sei, wo ein Drittel der Gäste im Winter komme. Die Zeit dränge, weil die Vorbereitung der Skisaison mit Revisions- und Reparaturarbeiten nun dringend beginnen müsse. Das Hauptaugenmerk der Gemeinde gelte dabei dem Betrieb des Familienlifts. Der Standardlift, der in höhere und steilere Regionen führt, werde nur bei entsprechender Schneelage betrieben, so Zeislmeier. Über größere Investitionen werde frühestens im kommenden Jahr beraten.