• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Auslastung von Sesselliften

Bocky

Großer Müggelberg (115m)
Registriert
27. Jan. 2014
Beiträge
356
Reaktionspunkte
95
Da die Diskussion immer wieder beim Skifahren aufkommt und auch in diesem Thread Was mich beim Skifahren am meisten nervt schon mehrfach erwähnt wurde wollte ich das Thema mal eröffnen.
Es fällt immer wieder auf, zumindest in den Skigebieten wo ich verkehre, wie ineffizient Sessellifte befüllt werden und sich deshalb unnötige Warteschlangen bilden.
Ich muss aber dazu sagen, dass ich eher selten am Wochenende oder in der Ferienzeit unterwegs bin. Eventuell besteht das Problem weniger, wenn genug "Druck" von außen herrscht.

Ein gutes Beispiel war gestern wieder Leogang wo mit der neuen Asitzkogelbahn (Bj 2022) und Muldenbahn (Bj 2018) zwei topmoderne schnelle 8er Sessel hingebaut wurden.
Am Ende nützt die modernste Technik aber nix, wenn im Schnitt nur 4er Gruppen damit fahren.
Einerseits würde ich gerne wissen ob es Statistiken von Skigebieten gibt, wieviel Sitzplätze im Durchschnitt in Sesselliften befüllt werden.
Ich bin nämlich der Meinung, dass es ohne intelligente Einweisung eine Art Sweetspot beim Befüllungsgrad gibt. D.h alles über 6er Sessel hinaus wird im Schnitt nicht mehr effizient befüllt. Mehr Plätze bedeutet dann nicht automatisch mehr beförderte Fahrgäste.
Bei Gondelbahnen hab ich schon beobachtet wie Einweiser versuchen die Leute zu koordinieren. Selbiges ist bei großen Sesselbahnen wohl schwieriger und wird selten gemacht.
Ein Problem ist eventuell das Nadelöhr am Einstiegsbereich, wenn es weniger Drehkreuze als Sitzplätze gibt. Asitzkogelbahn hat z.b. 5 Drehkreuze.
Zwischen dem Drehkreuz und dem Einstieg gibt es dann keine Koordinierung. Leute füllen nicht die Lücken auf, bleiben stehen oder entscheiden sich spontan erst mit dem nächsten Lift zu fahren.
Einzelpersonen oder Paare die möglichst schnell nach oben wollen, wird es schwer gemacht. Die müssen sich an den nörgelnden Fahrgästen vorbei drängeln.
Bin jetzt grad nicht sicher ob oder wann ich das letzte Mal Drehkreuze für Einzelfahrer bei Sesselbahnen gesehen habe. Sowas sollte es mMn aber ab 4er Sessel immer geben und ab 6er doppelt.
Was gibt es noch? Förderbänder zwischen Drehkreuz und Einstieg, würde das Problem wahrscheinlich auch nicht lösen.
 
Und Zusatz Frage: Wozu braucht es eigentlich diese oftmals verbauten kleinen zusätzlichen „Einlasstore“ kurz vorm Einstieg, also viele Meter nach dem Drehkreuz nochmal eine Art Dosierung / Drosselung, obwohl man bereits „in Reihe“ steht??

In der Schweiz genieße ich vielerorts dass da eben keine mehr stehen und man direkt in den Einstieg zum Sessel fahren kann. Das ermöglich effizientes Auffüllen (man erwischt oft noch Sessel die fast schon ums Eck sind); und was ganz oft nervt ist dass ein leerer Sessel durch fährt, diese Tore sich aber nicht öffnen weil man zu spät in die Lichtschranke ist. Das senkt die Effizienz der Befüllung massiv. Wären die gleich ganz weg, ging’s keinen Wartepunkt mehr?!

Ich sehe also in diesen kleinen extra Toren keinerlei Nutzen, außer vielleicht an Liften wie der Thaya wo Leute in ihrem Zustand nicht mehr bis 4 zählen können :) und offenbar geht es ja ohne, es gibt zig Beispiele wo es ohne diese Tore prima funktioniert.
 
Tore sind nervig und vermindern die Kapazität.
Tore mit Lichtschranken sind noch viel nerviger und vermindern die Kapazität weiter.
Dabei wäre es doch so einfach: Bewirtschaftete Singlelines. St.Moritz zeigt es vor. Sie erreichen praktisch 100% Füllegrad an allen Liften. Und der Tag der Mitarbeiter geht auch schneller rum, als wenn sie im Kontrollhäuschen gegen den Schlaf kämpfen.
Ist übrigens im Arosa-Topic auch grad die Diskussion.
 
Mich nervt das Phänomen der mangelnden Auslastung vor allem bei den EUB-Gondeln. Die Leute wären dort dank ausgezogener Ski und langer Einsteigestrecken gut in der Lage zuzusteigen, während es bei den Sesselbahnen ohne Singleline schwierig ist, alle Sessel ganz zu befüllen.
Geschickte Führung der Besucher und motivierte Mitarbeiter könn(t)en viel tun. Oftmals ist es ihnen aber offensichtlich schlicht egal.
Negativbeispiel war die Schiferbahn/ Parsenn vor einigen Wochen: nur zweite Sektion in Betrieb, lange Schlange, nur ein Türflügel und ein Drehkreuz (von je zwei) geöffnet, Leute quasi in Einerreihe, kaum in einer Gondel mehr als 4 Fahrgäste. Ich spreche die Mitarbeiterin (die ja den Rest der Saison, wenn beide Sektionen in Betrieb sind und bei ihr in der Mittelstation kaum mehr jemand zusteigt getrost eine ruhige Kugel schieben darf), darauf an: Es sei die Schlange lang, ob sie nicht schauen könne, dass immer 6 Gäste je Gondel zusteigen? Sie meinte, sie könne da leider nichts tun. ich sagte: doch, sagen können sie es den Leuten (und man hätte die zweite Türhälfte öffnen können, sodass auch das zweite Drehkreuz genutzt worden wäre....) Hat sie, glaube ich, nicht interessiert. An der Talstation Schifer kenne ich es durchaus von anderen Jahren so, dass ein Mitarbeiter dort steht und Leute auffordert, zuzusteigen (Hier noch jemand,.... noch zwei, bitte...., ....)
Auch in Flims sind die Gondeln Plaun-Nagens und die Sialagondeln häufig trotz langer Warteschlangen nicht gut gefüllt. Nur in der Talstation in Flims habe ich es schon erlebt, dass ein Mitarbeiter sich aktiv um volle Gondeln bemüht hat.
Im übrigen sehe ich auch bei den grossen Pendelbahnen erhebliche Unterschiede: An der Gotschnabahn in Klosters fährt die Kabine ein, ein Mitarbeiter auf dem Bahnsteig treibt die Leute von hinten an, der Mitarbeiter in der Bahn fordert die Gäste auf zusammenzurücken, ruck zuck ist die Bahn voll, der Mitarbeiter aussen gibt ein Handzeichen, sein Kollege in der Bahn schliesst die Türe und ab geht es.
In Laax kommt die Gondel an, der Mitarbeiter verlässt die Bahn, zottelt davon, einige schlendern gemütlich in die Kabine, andere warten noch etwas vor der Gondel, der Mitarbeiter kommt gemächlich zurück, wartet geduldig bis jeder sich dazu bequemt hat die Kabine zu besteigen, steigt dann auch ein, schliesst die Kabine.
Die Aufenthaltsdauer in der Station von Ankunft der Kabine bis zur nächsten Abfahrt ist um vieles länger als in Klosters.
 
Auch bei der LaSiala-Bahn kommt es auf die Mitarbeiter an. Es kommt durchaus vor, dass am Ende des normalen Einstiegsbereichs ein Mitarbeiter steht und den Leuten in der Singleline mit Handzeichen mitteilt, wieviele Plätze es noch hat. Aber das sollte, wie ich heute grad in meinem Bericht aus Laax erwähnt hatte, eigentlich auch ohne Mitarbeiter gehen, wenn die Singles denn wüssten, wieviele Plätze die Gondeln aufweisen und zählen könnten. Tun sie aber leider nicht und drum gehören an solche Stellen eben aktive Mitarbeiter. Aber sind wir ehrlich: Wenn es der Chef nicht befiehlt, ist es viel bequemer im warmen Kontrollraum zu sitzen. Ist also eigentlich eine Sache der Chefetage.

Plaun-Scansinas ist zusätzlich ärgerlich, weil sie so depperte Gitter hinstellen, damit der auffüllwillige auch ja gar keine Chance hat, noch einzusteigen. Während von Flims volle Gondeln kommen (da klappt es gut), fahren die ab Plaun jeweils mit 4-6 Personen.
 
In diesem Zusammenhang bin ich gespannt, wie sich dies dann beim neuen/neuartigen FlemXpress verhält.
Fahren die stehenden Gondeln erst ab, wenn sie voll/gefüllt sind zum gewünschten Zielort… oder nach gewisser Zeit?
Wird interessant sein, wie es in der Praxis abläuft, wenn viele Personen in der Talstation am Warten sind.
 
Man bräuchte einfach eine Person, wie es in den USA üblich ist, die sich um die 100 % Auslastung kümmert. Aber die Skifahrer kümmern sich hier auch selbst um die 100% Auslastung indem man einfach miteinander kommuniziert. Freie Plätze werden effektiv durch die Singleline aufgefüllt. Der Anstehbereich ist dort aber auch deutlich strukrierter Aufgebaut und hat mehrere Korridore damit sich das alles gleich besser sortiert.

Wäre so einfach, aber wir Europäer sind dazu einfach nicht fähig. Da wird lieber gedrängelt, ist dort völlig unüblich und verpönt.

Hilft aber auch nicht immer wenn man zu viele Skipässe verkauft
https://youtu.be/03oI6A-u1uk
 
Noch kurz meine Erfahrung vom gestrigen Besuch auf der Hochwurzen/Reiteralm:

4KSB Hochwurzen 2: Wartezeiten etwa 3min, konnte dank Single Spur meist in einen der nächsten Sessel einsteigen. Gut gelöst.
10Mgd Gipfelbahn Hochwurzen: Hier gäbe es nach den Drehkreuzen eine "Abkürzung" um die Kabinen mit Einzelpersonen zu füllen, leider warteten dort auch Gruppen bzw besetzten die Personen oft die Kabinen nicht von hinten nach vorne sondern blieben gleich bei den Türen sitzen, sodass man dann auch eher nicht mehr zusteigt. Hier wäre etwas Luft nach oben.
6KSB Gasselhöhe: Auch Singlespur, man konnte auch in einen der nächsten 2-3 Sessel rein. Auch gut gelöst.
4KSB Seppn Jet: Hier auch Singlespur, allerdings war man oft schneller über den normalen Weg da die Sessel meist komplett besetzt waren.

An den restlichen Anlagen leider keine Einzelspuren, war gestern vom Andrang her noch ok aber wenn wirklich die Hölle los ist wäre es schon effektiver. Schoberbahn zB nur 3 Drehkreuze knapp vor 6 Schranken. Kann nicht wirklich funktionieren....

Mitarbeiter mussten meist nicht groß eingreifen, funktionierte gestern auch so gut.
 
Um da eine verlässliche Statistik zu machen bräuchte man Bahnen wo regelmässig mindestens über zwei bis drei Stunden am Stück mit Volllast und Vollgas laufen.
Die höchsten Werte wo ich erreichte sind bei 75% Bestückung 1180p/h von möglichen 1350p/h und bei 100% Bestückung 1650p/h von möglichen 1800p/h.
Das was da einige vom Personal erwarten ist so eine Sache. Wenn da 6 Personen an der Schranke bereit stehen und dann nur drei durchfahren ist da eigentlich keine Reaktionszeit und vorher erkennen wer da mit wem ist schwierig.
Ob es die Schranken braucht? Ich hab sie am Abend wenn wir den Aufstieg machen offen damit wir mehr Bewegungsfreiheit haben. Der Stressfaktor ist um einiges höher, den lasse ich dann lieber nicht messen sonst wir mir noch schlecht.
Ich habe bei der alten Gondelbahn teilweise Dosiersystem gespielt indem ich mich nach 4 Personen in den Weg stellte, ohne Rückenprotektor war das aber nicht gut für die Gesundheit.
Ja, man kann auch Ski einladen bei einer Gondelbahn, es ist aber dann auch keine unerwartete Sensation wenn da manche Gäste anstatt einzusteigen die Ski wieder rausnehmen.
Falls es die Zeit erlaubte habe ich in den Jahren bei der PB wenn es mir zu bunt wurde am Berg für die ersten 15 Sekunden auch mal nur die Aussenseite aufgemacht, da waren dann die Langsameinsteiger ganz schnell mal auf 180.

Fazit: Die Menschheit verhält sich in den Ferien auch nicht besser als den Rest vom Jahr. Versuche zur kurzfristigen Umerziehung sind zwecklos.
 
Am schlimmsten sind Gruppen, die noch auf irgendeinen Hansel warten und dabei auch den Einstieg blockieren. Gerade wieder erst gestern erlebt.

Bei der Saisoneröffnung in Villars-Diablerets hat sich der neue 8er Sessel auch ohne Single Line gut gefüllt. Aber zur Saisoneröffnung kommen auch hauptsächlich Leute, die auf Skifahren bock haben und nicht auf Anstehen.
 
Mal ein positives Beispiel:

Wir waren vor vielleictht 15-18 Jahren einmalig in St. Anton. Dort gab es ziemlich weit oben einen 3er Sessellift. Als wir dort ankamen war ein ziemlicher Pulk. Der Liftler hat jedoch jeden Sessel voll besetzt. Auch gegen den Willen manchen (ich will aber mit dem fahren...). Im Endergebnis war ich überrascht, wie schnell wir im Sessel saßen - ich hatte damals mit einer viiiiel längeren Wartezeit gerechnet.

Aber wir hier schon sheridan schrieb - am schlimmsten sind Gruppen... Nehme mich da auch nicht ganz von aus, wobei es meist klar ist, dass nicht alle in einen Sessel passen und wir dann zumindest zu zweit drin sitzen. Oftmals ergeben sich auch interessante Gespräche. Oftmals aber auch nur fremdschämen...
 
Ja die Situation wie sheridan sie beschreibt, das ist genau das was mich aufregt. Warum kann man sich nicht vor den Drehkreuzen verabreden oder am Rand (Absperrband) warten und den anderen Platz machen?
Oder auch gut: Jemand steht schon an der Schranke, entscheidet sich dann doch zu warten und der Lift bleibt komplett leer. Woher dieser Zwang kommt immer zusammenfahren zu müssen erschließt mich mir nicht. Man sieht sich doch eh gleich wieder.
Wäre ich Familienvater, würden mir die Drängler wahrscheinlich genauso auf den Sack gehen. Ist vielleicht auch eine Sache der Perspektive. War auch schon in Gruppen unterwegs aber da hab ich zumindest immer versucht Platz zu machen.
Ich sehe nur keine Verbesserung. Alles wird effizienter, Lifte werden größer und schneller aber der Einstiegsbereich ist immer noch genauso chaotisch wie früher. Erwarte auch nicht dass bei 6 oder 8er Sessel jedesmal noch das Personal regeln muss.
Und Menschen untereinander schon gleich gar nicht. Die werden nur zunehmend aggressiver wenn man ihnen versucht einen freundlichen Rat zu geben.
 
Theo schrieb:
Um da eine verlässliche Statistik zu machen bräuchte man Bahnen wo regelmässig mindestens über zwei bis drei Stunden am Stück mit Volllast und Vollgas laufen.
Die höchsten Werte wo ich erreichte sind bei 75% Bestückung 1180p/h von möglichen 1350p/h und bei 100% Bestückung 1650p/h von möglichen 1800p/h.
Das was da einige vom Personal erwarten ist so eine Sache. Wenn da 6 Personen an der Schranke bereit stehen und dann nur drei durchfahren ist da eigentlich keine Reaktionszeit und vorher erkennen wer da mit wem ist schwierig.
Ob es die Schranken braucht? Ich hab sie am Abend wenn wir den Aufstieg machen offen damit wir mehr Bewegungsfreiheit haben. Der Stressfaktor ist um einiges höher, den lasse ich dann lieber nicht messen sonst wir mir noch schlecht.
Ich habe bei der alten Gondelbahn teilweise Dosiersystem gespielt indem ich mich nach 4 Personen in den Weg stellte, ohne Rückenprotektor war das aber nicht gut für die Gesundheit.
Ja, man kann auch Ski einladen bei einer Gondelbahn, es ist aber dann auch keine unerwartete Sensation wenn da manche Gäste anstatt einzusteigen die Ski wieder rausnehmen.
Falls es die Zeit erlaubte habe ich in den Jahren bei der PB wenn es mir zu bunt wurde am Berg für die ersten 15 Sekunden auch mal nur die Aussenseite aufgemacht, da waren dann die Langsameinsteiger ganz schnell mal auf 180.

Fazit: Die Menschheit verhält sich in den Ferien auch nicht besser als den Rest vom Jahr. Versuche zur kurzfristigen Umerziehung sind zwecklos.
Das interessiert mich jetzt schon warum der Stress Faktor da höher ist? Es gibt ja wie gesagt viele KSB Anlagen wo es ohne Schranken prima funktioniert. Oder man denke sogar zB an den Wixi mit seitlichem Einstieg; da kann man einfach rein schieben und wer stehen bleibt wird eben gesetzt :)
 
M. E. funktioniert bei vielen Leuten das seitliche Einschieben (Däpp Einstieg) wie oben erwähnt am besten, sofern das Drehkreuz nicht zu weit vorne beim Einstieg positioniert ist.
 
Ich habe da eine etwas andere Sichtweise:
Mit Aufkommen der kapazitätsstarken Sesseln und Gondeln wurden die Pisten in der Regel nicht entsprechend erweitert - das Verhältnis Skifahrer pro Pisten-Fläche wird also immer schlechter.
Wo früher vielleicht ein 2er Sessel eine Piste bedient hat, steht jetzt ein 6er oder 8er Sessel mit doppelter oder dreifacher Kapazität.
Beispiel Ischgl:
Flimjochbahn und Idjochbahn sind jetzt kuppelbare 8er - früher war dort ein 4er und ein 3er und ganz früher noch ein Schlepper.
Die Pistenfläche ist aber die gleiche...

Sprich: Die Kapazitäten der Bahnen sind oftmals eigentlich völlig überdimensioniert oder andersherum gesagt:
Es ist gar nicht so schlecht, das die Kapazitäten nicht voll ausgenutzt werden, so werden die Pisten wenigstens nicht ganz so überfüllt...
Früher waren halt die Lifte der limitierende Faktor und haben dafür gesorgt, das es auf den Pisten wenigstens erträglich war - mittlerweile ist es in vielen Gebieten so, das teilweise sogar mehrere leistungsstarke Lifte ein oder zwei Pisten bedienen, so das die Pisten bei voller Liftauslastung unerträglich voll werden.

Ich weiß es jetzt natürlich nicht, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, das bereits bei der Planung berücksichtig wird, das die Lifte eben idR. nicht 100% gefüllt sind und so eine entsprechend höhere Brutto-Kapazität geplant wird
 
Ja, so ähnlich ist es wohl🤷‍♂️
 
Zwei Kommentare von mir dazu:

A) Auch Gondelbahnen kann man effektiv füllen, wahrscheinlich sogar einfacher als Sesselbahnen. Mit entsprechendem Personal-Einsatz. Ein gutes Beispiel, wo das gut funktioniert, ist die Umlaufbahn von St. Ulrich hoch auf die Seiser Alm. Hier ist natürlich morgens / vormittags der Andrang groß, wenn alle auf die Seiser Alm hoch wollen. Die Gondeln werden aber von Mitarbeitern effektiv gefüllt, gleichzeitig werden noch die Skischulen koordiniert, die auch mit den Kids irgendwie hoch müssen. Man hat aber hier natürlich kein Interesse, dass die Leute alle unten in langen Schlangen rumstehen. Ich habe hier noch nie länger warten müssen.

B) Wenn ich alleine oder mit meinem Sohn unterwegs bin, und schon viele Leute am Einstieg stehen, und dann sich z.B. eine Sechser-Gruppe über die ganze Breite auf einen 8er Sessel verteilt, dann quetschen wir uns auch durchaus einfach dazwischen. Ist dann immer ziemlich bekloppt, wenn die Leute über unsere Köpfe hinweg ihre Privat-Geschichten austauschen. Zum Beispiel letztens in der Skiwelt die Getränke-Planung für die nächste Geburtstags-Party ...
 
Die Kernfrage wurde ja tatsächlich noch garnicht beantwortet:

@Bocky

Tatsächlich werden bei hohem Andrang (also schon mehr als 1min Anstehen) die größten Sesselbahnen am besten Ausgelastet.
Der Grund ist realtiv einfach:

Annahme Befüllung von Sesselliften:
a) es gibt verschieden große Gruppen an Menschen, wobei Gruppen über 10 Leuten schon sehr selten sind.
b) Gruppen wollen zusammensitzen
c) Europäische zustände; also weder ein Einordner, noch absprachen zwischen den Leuten. Neben Fremden sitzen ist aber prinzipiell o.k.

Stell dir da jetzt mal vor, ein 2er Sessel wird besetzt:
entweder man sitzt allein, mit einem Bekannten oder mit einem Fremden.
Wenn sich bei 2er Sesseln niemand trauen würde mit einem Fremden zu fahren, so wäre die Auslastung dort bei ca. 75%. (Gleichviele ungerade, wie gerade große Skigruppen...)

4er Sessel:
Wenn man allein fährt, kann hier natürlich ein anderer Einzelfahrer bzw. ein Pärchen den Sessel noch weiter füllen& das "trauen" sich auch mehr Leute, als beim 2er. ABER; es bleibt eben oft 1 Platzübrig! Das 2 fremde "Pärchen" sich zusammen in nen 4er quetschen ist eher selten. Auch große Gruppen - 5,6,7 Leute die als Gruppe fahren - gibt es häufiger beim Skifahren. Die teilen sich dann auch wieder in z.B. 2 3er Gruppen inkl. freiem Platz auf ...

6er Sessel:
Hier passen zum einen größere Gruppen im ganzen drauf, zum andern bleibt die 1 Platz bleibt bei gemischten Sesseln mind. frei "Regel" bestehen. ABER eine 2er + 3er Gruppe ergibt eine Füllungsqoute von 83%. Eine 3er Gruppe im 4er Sessel ergibt nur 75% Füllung!

8er Sessel:
Gleiches Prinzip wie 6er, nur das dort noch größere Gruppen ganz draufpassen + selbst wenn 2Plätze frei bleiben = gleicher Füllungsgrad, wie EIN freier Platz beim 4er!

Aus dem Grund brauchen 6er und 8er nach dem Drehkreuz eigentlich nur ein vernümftiges, grades Stück zum sortieren & einreihen der Leute bei viel Betrieb. Für Einzelfahrspuren oder ordentlich sortierte Schlangen (wie in den USA) sind die Sessel schon zu breit.
Da bin ich auch eher bei @jens.f: die Kapazitäten wurden extra etwas zu groß gebaut, sodass man sich ohne Stress einordnen kann. Wenn trotzdem Schlangen sind, dann in der Regel zurecht. Alle Sessel 100% voll zu machen (inkl. Mitarbeiter), würde nur zu übervollen Pisten + höheren Kosten für die BB führen.

4er sind interessant, denn dort machen Einzelfahrspuren extrem Sinn!
1. Sind 4 Plätze übersichtlich genug, dass man immer noch schnell (ohne durchdrängeln etc.) den freien Platz vom der Seite füllen kann.
2. Da der 4er Sessel nurnoch 75% Kapazität hat, selbst wenn nur 1 Platz frei ist.

Ordner wie in den USA fänd ich quatsch. Wir haben weder das Personal dafür, noch die Notwendigkeit. Bessere Anstehbereiche (Einzelfahrspuren + einfache & gerade Sortierstrecken nach dem Drehkreuz) reichen aus. Keep it Simple.
 
Die 180° Einstiege empfinde ich als sehr effizient. Da hat jeder genug Zeit sich zu sortieren und es können dann oftmals mehrer Singles aus der Singleline auffüllen. So zum Beispiel am Metschmaad in Adelboden wo noch viel Platz nach den Drehkreuzen ist.
 
Zurück
Oben