eMGee schrieb:
albe schrieb:
Negativerfahrung diesbezueglich:
E 200 T Blue Efficiency:
Herstellerangabe: 6,3-6,1 l /100 km (ausserorts)
realer Verbrauch: 17,8 l / 100 km (Goettingen -> Freiburg)
Der Benziner wird auch erst noch erfunden werden müssen, der phasenweise fast Anschlag nur ca. 6 L braucht.
Btw. kann man mit dem 200er in der Region (6-7L) fahren aber logischerweise nicht mit 200 km/h und ggf. vollbepackt.
Dass die Angaben eh bei jedem beschönigt sind, darüber brauchen wir nicht reden.
Bei dem verlinkten T-Online Artikel würde mich mal interessieren auf welchem Markt der 3er den Wettbewerb so alt aussehen lässt? Die echten Zahlen sprechen da z.T. eine etwas andere Sprache, aber gut
@ beschönigte Angaben:
Da muss ich widersprechen. Die Werte werden gemäß Norm ermittelt und sind von Seiten der Automobilhersteller nicht beschönigt. Allenfalls darf man auf die Norm schimpfen und sie als nicht praxisnah bezeichnen. Die Hersteller optimieren ihre Fahrzeuge natürlich dahingehend, einen möglichst geringen Verbrauch nach Norm zu erzielen. Bei der Verbrauchsermittlung wird nicht schneller als 120 km/h gefahren. Von dem her darf man die Normverbräuche nicht heranziehen, wenn man auf deutschen Autobahnen mit deutlich höherem Tempo unterwegs ist. Da es sich um den NEFZ (Neuer EUROPÄISCHER Fahrzyklus) handelt, macht es durchaus Sinn, nicht schneller als 120 km/h zu fahren, da alle Länder (außer D.) über Tempolimits auf Autobahnen verfügen. Ob man als Obergrenze nun 120 oder 130 wählt, darüber lässt sich natürlich streiten.
Fakt ist aber, dass es sich um Vergleichswerte handelt und es dabei egal ist, wie die Norm aussieht. Es wird immer Fahrer geben, die die angegebenen Werte über-/unterbieten. Neben dem Fahrer selbst beeinflussen Sonderausstattungen (->Gewicht), Reifen, Verkehr, Streckenprofil und Streckenlänge den Verbrauch des Fahrzeugs. Diese Varianz in einer einzelnen Norm abzubilden, ist schwierig.
@ hoher Verbrauch bei kleinen Motoren und hohem Autobahntempo:
Downsizing-Motoren bieten zwar ein hohes Drehmoment, somit guten Druchzug und ermöglichen natürlich auch gleich hohe Geschwindigkeiten wie leistungsgleiche größere Motoren, jedoch sind sie für diese Betriebspunkte nicht ausgelegt. Sie sparen an Gewicht und Reibung. Durch ihre geringere Größe arbeiten sie zudem in effizienteren Betriebspunkten (im Teillastbetrieb). Bei Volllast müssen Sie jedoch in etwa dieselbe Energiemenge wie ein großer Motor umsetzen, um beispielsweise einen E200T bei 220 km/h zu bewegen. Bei der Verbrennung entsteht viel Wärme, die nun von einem kleineren Aggregat und kleineren Anbauteilen aufgenommen und abgeführt werden muss. Zum Bauteilschutz wird daher das zündfähige Gemisch angefettet, d.h. dass mehr Kraftstoff eingespritzt wird, als für eine saubere Verbrennung notwendig ist. Dies hat in erster Linie zur Folge, dass die Verbrennungs- und Abgastemperaturen sinken., jedoch der Kraftstoffverbrauch ansteigt.
Es ist schade, dass so wenige die Hintergründe zu oben angesprochenen Themen kennen und sich stattdessen stets darüber ärgern, aber dabei nicht sehen, dass sich auch die Hersteller innerhalb von Regelungen und Gesetze bewegen müssen, die manche Änderungen erforderlich machen.