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Auto ...

Mich stört immer noch, dass man da für "Allrad" bezahlt, aber dann nur glorifiziertes ESP bekommt. Ich überlass doch keiner Automatik die Entscheidung, ob ich Allrad fahren will oder nicht.
 
Du nicht aber der Großteil der Autokäufer sind nunmal keine Technikfreaks und daher automatisieren die Autobauer ihre Kübel immer mehr zwecks Bequemlichkeit (man könnte es auch Faulheitsförderung nennen). Gottseidank kann man immer noch Funktionen durch Trennen von Kabelverbindungen deaktivieren - so fahr ich z. B. generell ohne ABS und Abgasrückführung, die werden nur für den TÜV kurz reaktiviert und die diesbezüglichen ODB2 - Fehler gelöscht... ;D
 
Der Ignis ist auf jeden Fall ein fetziges Auto und mit Allrad machen auch mal kleine offroad Ausflüge sicher Spaß, aber über 18000€ für die kleine Gurke finde ich schon ziemlich happig. Der neue Fiesta, der jetzt auf dem Markt kommt soll in der Titanium Ausstattung etwas über 17000€ kosten, da bekommt man mehr Auto fürs Geld und deutlich größer ist er auch noch. Gut, der Allrad fällt weg aber den habe ich bisher nie vermisst. Ist meine persönliche Meinung, Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und das ist auch gut so :D

Viele Grüße,
Tobi
 
Allerdings darf man nicht außer Acht lassen das ein Allradantrieb bei jedem Auto je nach Bauart aufgrund der zusätzlichen Bauteile zumindest an die ~ 1500,- mehr kostet. Und die Anmerkung von j-d-s der sei beim Suzuki nur ein "glorifiziertes" ESP ist schlicht falsch denn hier wurde ein einfacher Allradantrieb mit Viscokupplung (im Prinzip ein silikongefüllter Wandler der rein mechanisch die Kraftverteilung zwischen Vorder - und Hinterachse steuert) verbaut. Mit nem ESP hat das technisch rein gar nichts zu tun aber diese Variante hat gegenüber aufwendigeren Systemen den Nachteil eines höheren Spritverbrauchs weil die Antriebsteile immer mitlaufen.
 
Ja sorry, aber ein "Allradantrieb", der mal aktiv ist und mal nicht und wo man das nicht manuell beeinflussen kann, ist doch ein glorifiziertes ESP.

Im Gegenteil, es wäre sogar in Sachen Spritverbrauch besser, wenn man die Viscokupplung (bzw. vergleichbare Systeme) weglässt und Allrad an/aus komplett manuell steuert. Dann könnte ich nämlich auf der Autobahn Allrad komplett abschalten, die Viscokupplung wäre unnötig, und wenn ich eben bspw. auf Schnee fahre dann mache ich Allrad an. Und habe es dann eben durchgehend verlässlich und nicht nur dann wenn das Automatische System es für richtig hält.

Und ja, das betrifft 4Motion genauso. Nur weil heutzutage solche Schein-Allradantriebe als Allrad verkauft werden, und wohl auch verbreiteter sind als echtes Allrad, ändert das nichts an den Tatsachen.
 
Ich würde Dir mal raten Dich etwas intensiver in die Autotechnik einzulesen bevor Du solche fehlerhaften Aussagen postest :!:

ESP und Allradantrieb haben überhaupt nichts gemeinsam denn ESP kontrolliert wie das ABS primär mal nur die Räderdrehzahlen. In Folge korrigiert ABS bei größeren Abweichungen die Bremskraftansteuerung jenes Rades bzw. Räder die langsamer als die anderen werden um ein Blockieren zu verhindern. ESP reagiert genau umgekehrt sprich wird festgestellt das sich ein Rad schneller als die anderen dreht wird die Antriebsleistung zurückgefahren weil angenommen wird das dieses entweder durchdreht oder bei zu schneller Kurvenfahrt abhebt. Beide Systeme sind völlig unabhängig davon ob ein Fahrzeug zwei - oder allradgetrieben ist.

Manuell abschaltbare Allradantriebe machen nur Sinn wenn zusätzlich manuelle oder fernbedienbare Freilaufnaben vorhanden sind denn solange die zuschaltbaren Räder mechanisch mit dem Antriebstrang verbunden sind läuft der mit egal ob der Allradantrieb aktiviert ist oder nicht und erhöht den Verbrauch durch seine mechanischen Widerstände. Der große Nachteil der manuellen Naben ist, daß man die nur direkt an der Radnabe manuell zu - oder abschalten kann; wenn man die mal vergisst rechtzeitig zu aktivieren ist die Zuschaltung des Allrads funktionslos weil dann die mechanische Koppelung fehlt. Eine vom Fahrerplatz aus schaltbarer Freilauf ist aufwendig und verteuert das Fahrzeug weiter da zusätzliche Teile und Betätigungen für den Antriebsstrang erforderlich sind.
 
Na, das mit ESP bezog sich auf die Wirkung, nicht auf die Funktionsweise. Mit 4Motion und ähnlichem hat man halt nur dann Allrad, wenn die Automatik der Meinung ist, das wäre jetzt nötig. Und nicht dann, wann ich es für nötig halte.

Bzgl. der Ausführungen über manuell zuschaltbaren Allradantrieb, da gibt es sicher auch Lösungen die einfacher machbar sind als von dir beschrieben. Aber wird halt nicht oder kaum gebaut, weil die Leute aus irgendwelchen Gründen die Schein-Allradantriebe kaufen. Aber inzwischen gibts ja auch so Unfug wie Müdigkeitswarner, die im wesentlichen nur dazu da sind um die Leute zu nerven bzgl. zu versklaven (denn wenn man sich nicht an den Müdigkeitswarner hält und es gibt einen Unfall behaupten sie du seist Schuld - dass der Müdigkeitswarner u.a. stur alle 2 Stunden bimmelt, wird mal eben ignoriert).
 
j-d-s schrieb:
Bzgl. der Ausführungen über manuell zuschaltbaren Allradantrieb, da gibt es sicher auch Lösungen die einfacher machbar sind als von dir beschrieben. Aber wird halt nicht oder kaum gebaut, weil die Leute aus irgendwelchen Gründen die Schein-Allradantriebe kaufen.
Nochmal zum mitschreiben - es gibt keinen "Schein - Allradantrieb"; entweder können bzw. werden in irgendeiner Form je nach System alle Räder angetrieben oder eben nur zwei und woraus Du einen Wirkungszusammenhang zwischen ESP und Allrad herleitest ist mir nach wie vor völlig schleierhaft.
Wenn es da eine einfachere und somit preisgünstigere Lösung gäbe hätten sich diese die Autobauer schon längst zu eigen gemacht; der Triebstrang zu den Rädern ist nunmal nötig und der eben nur manuell abkoppelbar wenn man ihn aus Gründen der Spritersparnis im Normalbetrieb in den Urlaub schicken will. Die billigste Variante eines manuell zuschaltbaren Allrads ohne Viscokupplung oder Mittendifferential hat außerdem noch den großen Nachteil das diese Fahrzeuge in engeren Kurven auf rutschigem Untergrund gnadenlos über der Vorderräder schieben... :rolleyes:
Interessanter wird das dann in Zukunft bei Elektrofahrzeugen weil man für einen einfachen "Allradhilfsantrieb" eigentlich nur zwei zusätzliche Radnabenmotoren bräuchte.

Die einzige Möglichkeit allerdings nicht eines Allradantriebs sondern einer simulierten Differentialsperre wäre eine spezielle Programmierung der ESP - Steuerung sodaß sie, wenn eines der beiden Antriebsräder über ~ 20 % schneller als das andere Antriebsrad läuft, das zu schnelle auf etwa Gleichlaufwert einbremst, auf das andere dadurch mehr Drehmoment leitet und so ein einseitiges Durchdrehen verhindert. Das bringt aber nur dann einen spürbaren Traktionsgewinn wenn z. B. einer der Reifen gerade auf nem Schneestreifen durchdreht und das andere auf Asphalt läuft. Diese Technik kommt eigentlich aus dem Lokomotivbau wo früher damit durchdrehende einzelne Achsen leicht eingebremst wurden und nennt sich dort Schleuderschutzvorrichtung.

Einen Müdigkeitswarner in der von Dir beschriebenen Form halt ich auch für Unsinn, allerdings gibt es auch Systeme die die Kopfbewegungen analysieren und dann warnen wenn die Rübe z. B. nach irgendeiner Seite zuweit runterkippt.
 
Petz, noch nicht gemerkt, dass eine Diskussion mit jds keinen Sinn hat? ER hat immer recht, ist der Experte in allem und sowieso Ahnung von allem.
 
Lass mir doch die kleine Hoffnung vielleicht doch mit sachlichen Argumenten durchzudringen... ;D
 
Petz schrieb:
j-d-s schrieb:
Bzgl. der Ausführungen über manuell zuschaltbaren Allradantrieb, da gibt es sicher auch Lösungen die einfacher machbar sind als von dir beschrieben. Aber wird halt nicht oder kaum gebaut, weil die Leute aus irgendwelchen Gründen die Schein-Allradantriebe kaufen.
Nochmal zum mitschreiben - es gibt keinen "Schein - Allradantrieb"; entweder können bzw. werden in irgendeiner Form je nach System alle Räder angetrieben oder eben nur zwei und woraus Du einen Wirkungszusammenhang zwischen ESP und Allrad herleitest ist mir nach wie vor völlig schleierhaft.
Wenn es da eine einfachere und somit preisgünstigere Lösung gäbe hätten sich diese die Autobauer schon längst zu eigen gemacht; der Triebstrang zu den Rädern ist nunmal nötig und der eben nur manuell abkoppelbar wenn man ihn aus Gründen der Spritersparnis im Normalbetrieb in den Urlaub schicken will. Die billigste Variante eines manuell zuschaltbaren Allrads ohne Viscokupplung oder Mittendifferential hat außerdem noch den großen Nachteil das diese Fahrzeuge in engeren Kurven auf rutschigem Untergrund gnadenlos über der Vorderräder schieben... :rolleyes:
Interessanter wird das dann in Zukunft bei Elektrofahrzeugen weil man für einen einfachen "Allradhilfsantrieb" eigentlich nur zwei zusätzliche Radnabenmotoren bräuchte.

Die einzige Möglichkeit allerdings nicht eines Allradantriebs sondern einer simulierten Differentialsperre wäre eine spezielle Programmierung der ESP - Steuerung sodaß sie, wenn eines der beiden Antriebsräder über ~ 20 % schneller als das andere Antriebsrad läuft, das zu schnelle auf etwa Gleichlaufwert einbremst, auf das andere dadurch mehr Drehmoment leitet und so ein einseitiges Durchdrehen verhindert. Das bringt aber nur dann einen spürbaren Traktionsgewinn wenn z. B. einer der Reifen gerade auf nem Schneestreifen durchdreht und das andere auf Asphalt läuft. Diese Technik kommt eigentlich aus dem Lokomotivbau wo früher damit durchdrehende einzelne Achsen leicht eingebremst wurden und nennt sich dort Schleuderschutzvorrichtung.

Einen Müdigkeitswarner in der von Dir beschriebenen Form halt ich auch für Unsinn, allerdings gibt es auch Systeme die die Kopfbewegungen analysieren und dann warnen wenn die Rübe z. B. nach irgendeiner Seite zuweit runterkippt.


Naja, in engeren Kurven auf nassem Untergrund würde ich ja dann als Grund sehen den Allrad vorher manuell zu aktivieren... ich meine, dass man wenn man hunderte Kilometer auf der Autobahn fährt kein Allrad braucht ist sicher allen klar.

Beim Müdigkeitswarner ist mein Problem nach wie vor, dass bei der derzeitigen Rechtslage man quasi die "Warnung" befolgen muss, wenn was passiert, dann machen sie einem deswegen Ärger. Deswegen kommt mir so ein Stuss gar nicht erst ins Auto. Genauso wie Start-Stop-Automatik, die in erster Linie dazu dient um dem Hersteller gute Ersatzteilverkäufe zu bescheren. (Ich weiß, es wird behauptet, es werden da Teile verwendet die weniger verschleißen - aber diese Verschleißarmen Teile verschleißen noch weniger, wenn man den Motor nicht ständig ab- und anschaltet.)

Im Übrigen bin ich davon überzeugt, dass sich Elektrofahrzeuge (also welche mit Akku) nicht durchsetzen werden. Da kommt eher sowas wie Erdgas oder Brennstoffzellen. Also sowas, wo man Tanken kann und nicht ne halbe Stunde laden muss. (Ich find btw lustig dass man mich für völlig dämlich hält wenn ich das sage... bisher haben sich Elektroautos nicht mal im Ansatz durchgesetzt und da ist es doch eher abwegig, zu glauben, das würde passieren. Genauso Abwegig wie Horoskope und sowas.)
 
Bei Elektroautos gebe ich dir zu 50% recht... durchsetzen werden sie sich aber, und auch die "Ladeproblematik" wird sich lösen lassen. Ich gehe davon aus, dass sich entweder die Ladetechnik rapide verbessert und in zB 5 Minuten 80% Akkustand erreicht werden oder dass sich Einheitsakkus durchsetzen, die man dann nicht bei der Tanke aufladen, sondern nur austauschen muss. Zusätzlich wird auch die Reichweite erhöht werden (durch bessere Akkus und sparsamere Fahrzeuge), was das Laden weniger problematisch macht, da es häufiger zu Hause bzw. über Nacht stattfinden kann.

Nebenbei: Spannende Studie aus Arizona, die besagt, dass schon bei 5% autonomen Fahrzeugen keine Phantomstaus mehr entstehen. Sie haben auf einer 260m langen Bahn 22 Autos fahren lassen, eines konnten sie dabei entweder manuell oder automatisch fahren lassen. War es manuell unterwegs, so kam es innert kürzester Zeit zu Staus, wurde es auf automatisch umgestellt, so löste sich der Stau innert Kürze auf bzw. entstand gar nicht. Grund ist das viel regelmässigere Fahren und kürzere Reaktionszeit des automatischen Fahrzeugs. Natürlich braucht es da weitere Tests und Untersuchungen, aber interessant ist es trotzdem ;)
 
Für jemanden aus der Automobilindustrie ist die Unterhaltung hier sehr amüsant.... wenn auch zum Teil extrem schmerzhaft. :roll:
 
In Bezug worauf? Der Vergleich ESP/4Motion war wie gesagt nicht technisch, sondern von der Wirkung her gemeint und da überspitzt. Also um den Unterschied 4Motion vs. permanenter Allradantrieb herauszustreichen (bzw. permanenter, manuell abschaltbarer Allradantrieb).

Falls du bei Elektroautos dem Hype aufgesessen bist, dann liegst du falsch. Es gibt schlichtweg keine handfesten empirischen Beweise, dass es unausweichlich wäre, dass sich Elektroautos durchsetzen. (Gut, bei Vorhersagen ist das eh schwierig. Aber auf Basis der bisherigen Verkäufe von Elektroautos ist die Behauptung ja vollkommen hypothetisch.)

Wurzelsepp schrieb:
Bei Elektroautos gebe ich dir zu 50% recht... durchsetzen werden sie sich aber, und auch die "Ladeproblematik" wird sich lösen lassen. Ich gehe davon aus, dass sich entweder die Ladetechnik rapide verbessert und in zB 5 Minuten 80% Akkustand erreicht werden oder dass sich Einheitsakkus durchsetzen, die man dann nicht bei der Tanke aufladen, sondern nur austauschen muss. Zusätzlich wird auch die Reichweite erhöht werden (durch bessere Akkus und sparsamere Fahrzeuge), was das Laden weniger problematisch macht, da es häufiger zu Hause bzw. über Nacht stattfinden kann.

Das ist eben das Problem, es gibt da einfache Ideen, die aber nicht funktionieren, wenn man mal weiter denkt. (Ich weiß, das machen Umweltschützer nicht.)
-Akkus austauschen ist kaum möglich, die Dinger wiegen hunderte Kilo und das wird sich definitiv nicht ändern
-Ein Elektroauto zu Hause über Nacht aufladen kann auch nicht jeder, ich würde sogar sagen dass das bei über 2/3 der Menschen nicht geht. Denn dazu bräuchte man ja eine Garage mit Stromanschluss, das haben nicht so viele Leute, das geht im Prinzip nur mit Einfamilienhäusern, selbst bei Reihenhäusern gehts schon wieder nicht. Damit das ne Option wäre, die dem Elektroauto zum Durchbruch verhelfen kann, müsste man _jeden_einzelnen_ Parkplatz in Wohngebieten mit einer Ladestation ausrüsten. Das ist unmöglich.
-Und das Beste: Wo soll bitte der Strom herkommen? Rechne dir einfach mal aus, was die Verbrennung von Benzin an Energie erzeugt und stelle dir vor, das muss alles im Kraftwerk erzeugt werden (und bitte nicht mit dem Wirkungsgrad kommen, selbst wenn der bei Elektroautos doppelt so hoch wäre wärs immer noch extrem viel Energie). Das wird zum einen dafür sorgen, dass die Strompreise explodieren (d.h. es zahlt jeder massiv drauf für Hausstrom und Auto zusammen), zum anderen ist fraglich, wo die Energie überhaupt herkommen soll. Kohlekraft wäre zwar machbar, aber das ist ja gehupft wie gesprungen, kommen die Abgase eben nicht aus dem Auspuff sondern aus dem Schlot des Kraftwerks. Atomkraft ist böse, das geht also auch nicht. Bleiben nur die Erneuerbaren Energien, die aber noch nicht einmal die konventionellen Energien bis 2050 komplett ersetzen können, also den zusätzlichen Energiebedarf sicher nicht decken können. (Da müsste man dann jede freie Fläche mit Windrädern zupflastern und wehe wenn es mal dunkel ist, bspw. Nachts, oder der Wind nicht weht. Dann kann man eben nur Autofahren wenn man Glück hat und Strom gibts wie in der Dritten Welt nur Stundenweise.)

Und dabei haben wir den Güterverkehr noch gar nicht angesprochen. Strom-LKWs sind Utopie und Oberleitungen auf allen Autobahnen viel zu aufwändig. Also wird uns der Diesel-LKW noch auf seeehr lange Zeit erhalten bleiben.

Wurzelsepp schrieb:
Nebenbei: Spannende Studie aus Arizona, die besagt, dass schon bei 5% autonomen Fahrzeugen keine Phantomstaus mehr entstehen. Sie haben auf einer 260m langen Bahn 22 Autos fahren lassen, eines konnten sie dabei entweder manuell oder automatisch fahren lassen. War es manuell unterwegs, so kam es innert kürzester Zeit zu Staus, wurde es auf automatisch umgestellt, so löste sich der Stau innert Kürze auf bzw. entstand gar nicht. Grund ist das viel regelmässigere Fahren und kürzere Reaktionszeit des automatischen Fahrzeugs. Natürlich braucht es da weitere Tests und Untersuchungen, aber interessant ist es trotzdem ;)

Bei autonomen Fahrzeugen wären halt zwei Dinge wichtig:
-Dass man immer auch selbst fahren kann. Ich würde bei Schnee und Eis nicht dem Computer trauen.
-Dass das Auto immer für mich agiert. Denn ich habe da schon bedenkliche Pläne von Herrn Dobrindt gehört, nach denen der Computer den Sachschaden immer dem Personenschaden vorziehen soll. Dabei wurde sogar erwähnt, dass wenn Fußgänger vor dem Auto sind, das Auto gegen den Baum steuern soll.
In so ein Auto würde ich nie einsteigen, weil die Kollision mit dem Baum ist für mich Lebensgefährlich. Ich werde garantiert nicht ein Fahrzeug benutzen, das im Zweifelsfall mich tötet, um andere zu retten. (Übrigens ist es rechtlich gesehen so, dass man NIEMALS das Leben anderer über sein eigenes Stellen muss, weil Menschenleben nicht gegeneinander abgewogen werden können.)
Außerdem habe zumindest ich in der Fahrschule gelernt, dass bei Kollisionsgefahr man nur, und nur dann, ausweichen soll, wenn das absolut gefahrlos möglich ist. Sonst ist es immer besser, eben voll zu bremsen, aber geradeaus zu fahren. Denn gegen einen Baum, eine Mauer oder den Gegenverkehr zu fahren ist nahezu immer gefährlicher als eine "normale" Kollision auf der Fahrbahn.
 
tobi27 schrieb:
Der Ignis ist auf jeden Fall ein fetziges Auto und mit Allrad machen auch mal kleine offroad Ausflüge sicher Spaß, aber über 18000€ für die kleine Gurke finde ich schon ziemlich happig. Der neue Fiesta, der jetzt auf dem Markt kommt soll in der Titanium Ausstattung etwas über 17000€ kosten, da bekommt man mehr Auto fürs Geld und deutlich größer ist er auch noch.
Ich kenn zwar noch nicht den neuen Fiesta, aber der aktuelle und vorherige ist mir von der Sitzposition her viel zu tief und die Schnauze zu lang und Windschutzscheibe zu schräg, das find ich immer alles sehr unübersichtlich (generell bei den Ford, wie schon gesagt, und wohl auch viel vielen anderen). Und dass der Fiesta noch mal länger geworden ist, wäre für mich eher ein Nachteil. Ein großer Teil der längeren Länge beim aktuellen Fiesta im Vgl. zum Ignis ist nebenbei ja der längeren Motorhaube geschuldet, hinten im Kofferraum bleibt dann nicht mehr viel davon übrig. Aber wenn ich ein Auto mit Platz brauch, dann was Kastenförmiges, wie der Qubo ;-)

Petz schrieb:
Einen Müdigkeitswarner in der von Dir beschriebenen Form halt ich auch für Unsinn, allerdings gibt es auch Systeme die die Kopfbewegungen analysieren und dann warnen wenn die Rübe z. B. nach irgendeiner Seite zuweit runterkippt.
Der Müdigkeitssensor beim Ignis ist übrigens mit der Warnung "Fahrzeug schlingert" eingebaut, d.h. die Kamera merken das Schlingern des Fahrzeugs und interpretieren das als Müdigkeit. Geht aber relativ selten an (manchmal geht es an, wenn ich nicht müde bin, sondern nur andere Sachen nebenher mach; war aber auch schon mal sehr müde und bin nicht geschlingert. Sehr häufig geht bei mir aber die Spurhalte-Warnmeldung an, insb. mit den ganzen Sachen, die ich so neben dem Autofahren mach ;-) ).

Da ich ja aktuell wieder mit dem Qubo fahr: Interessanterweise ist für mich nicht die größte Umstellung Schalter/Automatik, sondern das Keyless-Entry/Start im Sinne von: Ich steig jedesmal aus und vergess, dass ich den Schlüssel jetzt wieder abziehen und mitnehmen muss ;-)
 
j-d-s schrieb:
Bei autonomen Fahrzeugen wären halt zwei Dinge wichtig:
-Dass man immer auch selbst fahren kann. Ich würde bei Schnee und Eis nicht dem Computer trauen.
-Dass das Auto immer für mich agiert. Denn ich habe da schon bedenkliche Pläne von Herrn Dobrindt gehört, nach denen der Computer den Sachschaden immer dem Personenschaden vorziehen soll. Dabei wurde sogar erwähnt, dass wenn Fußgänger vor dem Auto sind, das Auto gegen den Baum steuern soll.
In so ein Auto würde ich nie einsteigen, weil die Kollision mit dem Baum ist für mich Lebensgefährlich. Ich werde garantiert nicht ein Fahrzeug benutzen, das im Zweifelsfall mich tötet, um andere zu retten. (Übrigens ist es rechtlich gesehen so, dass man NIEMALS das Leben anderer über sein eigenes Stellen muss, weil Menschenleben nicht gegeneinander abgewogen werden können.)
Außerdem habe zumindest ich in der Fahrschule gelernt, dass bei Kollisionsgefahr man nur, und nur dann, ausweichen soll, wenn das absolut gefahrlos möglich ist. Sonst ist es immer besser, eben voll zu bremsen, aber geradeaus zu fahren. Denn gegen einen Baum, eine Mauer oder den Gegenverkehr zu fahren ist nahezu immer gefährlicher als eine "normale" Kollision auf der Fahrbahn.

Ich gebe dir Recht bis auf diesen Passus. Wenn du als Fahrer mit 10 km/h gegen ein festes Hindernis fährst dann hast du gute Karten. Der Fußgänger den du anfährst ist aber platt. Und genau so ist die Programmierung beim automatischen Ausweichen auch vorgesehen. Wenn man eine bestimmte Geschwindigkeit überschreitet wird nur die Gefahrenbremsung eingeleitet.
 
Zur "Prioritätensetzung" bei autonomen Fahrzeugen: Da wird über kurz oder lang die Politik die Zügel übernehmen (müssen), das will ich eigentlich nicht Tesla oder Google oder VW überlassen...

Es gibt ja ein ziemlich bekanntes Dilemma dazu:
Das Fahrzeug (mit nur dir drin) fährt innerorts mit den erlaubten 50km/h. Plötzlich rennt eine Gruppe Kinder auf die Strasse, so nahe vor dir, dass Bremsen unmöglich ist. Es gibt 3 Optionen:
1. Das Fahrzeug fährt links in eine Mauer: Die Kinder sind gerettet, du bist ziemlich gefährdet.
2. Das Fahrzeug bleibt in der Spur, bremst, fährt aber immer noch mit hoher Geschwindigkeit in die Kindergruppe rein. Dir passiert sicher nichts, bei den Kindern ist mit schweren Verletzungen (oder mehr) zu rechnen.
3. Das Fahrzeug weicht nach rechts auf den Bürgersteig aus, dort sind zwei Rentner unterwegs, die so kaum Überlebenschancen haben. Dir und den Kindern passiert nichts.

Was sollte das Fahrzeug machen?
Logisch wäre eigentlich 2, da es "nur" die Verursacher der Situation trifft, dafür ist der potenzielle Schaden mit Abstand am Grössten. 3 ist schwierig, da es die absolut unschuldigsten trifft, 1 ist aus Ego-Sicht unschön, dafür ist der potenzielle Schaden wohl am kleinsten...

... ich bin froh, muss ich das nicht entscheiden, da es da nur falsche Entscheidungen gibt.
 
stivo schrieb:
Für jemanden aus der Automobilindustrie ist die Unterhaltung hier sehr amüsant.... wenn auch zum Teil extrem schmerzhaft. :roll:
Das gilt in gleichem Maße auch für Skigebietsbetreiber, wenn einige User ihr "Bestes" geben :roll:
 
Wurzelsepp schrieb:
Logisch wäre eigentlich 2, da es "nur" die Verursacher der Situation trifft, dafür ist der potenzielle Schaden mit Abstand am Grössten. 3 ist schwierig, da es die absolut unschuldigsten trifft, 1 ist aus Ego-Sicht unschön, dafür ist der potenzielle Schaden wohl am kleinsten...
Wobei sich hier dann auch noch die Frage einer Modifikation des Versicherungsrechts stellte denn ich fahre (bzw. lasse fahren) sicher nicht gegen eine Mauer um Menschenleben zu retten die mich durch ihr eigenes Verschulden in die Situation bringen und darf dann nach heutigen Vorgaben auch noch den Schaden am eigenen Auto selbst bezahlen - so sicherlich nicht :!:
 
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