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Axamer Lizum 1. März 2014

Axamer Lizum 1. März 2014

Anfahrt: Mieminger Plateau - Inntal - Axams - Lizum ca. 0:50 h
Wetter: Heiter bis wolkig, -2°C bis +10°C
Schnee: geschätzt 50 - 100 cm teils griffiger, teils nasser Altschnee
Anlagen in Betrieb: Alle außer SB Hoadl I und SCHL Götzner Grube
Wartezeit: Keine (außer auf die Abfahrt der Olympiabahn)
Gefallen: Pistenzustand, landschaftliche Impression
Internet: http://www.axamer-lizum.at/


(Leider erschient dieser Bericht mit einem Monat Verspätung, da ich zwischenzeitlich entweder Ski gefahren bin oder beruflich viel zu tun hatte - sorry dafür.)

Auf der Anreise in den Faschingsskiurlaub übernachtet Familie Harzwinter traditionell hinter dem jeweiligen Stau-Flaschenhals. Bei Urlauben in Tirol ist das für uns der Fernpass. Also fuhren wir bereits am Freitag los und übernachteten auf dem Mieminger Plateau. Am Anreisesamstag bot sich der Besuch eines der Innsbrucker Skigebiete an. Gern wäre ich mit der Familie zum Patscherkofel, Glungezer oder Kellerjoch gefahren, aber die schwache Schneesituation im Inntal und die hohen Temperaturen ließen ein möglichst hoch gelegenes Gebiet ratsam erscheinen, also wurde es die Axamer Lizum, Austragungsort olympischer Winterspiele 1964 und 1976 in allen Alpinskidisziplinen.

Die Axamer Lizum auf rund 1550 m ist bequem per gut ausgebauter Straße von Axams aus zu erreichen. Der Besucher sieht zunächst den sehr großzügig bemessenen Parkplatz - die Lizum ist halt ein Tagesskigebiet. Das Skigebiet besteht aus den Kaserwald-Übungsliften im Talkessel, der isolierten DSB Birgitzköpfl am Westhang mit ausschließlich schwarzer Piste oder Skiroute und dem Hauptskigebiet mit Standseilbahn und Sesselbahnen am Hoadl. Letzteres steuerten wir denn auch an. Für den Tagesgast erschließt vom Parkplatz aus die 4KSB Schönbodenbahn das Skigebiet. Oben entscheidet man sich für den Schwenk nach rechts zu den Pisten der Karleiten- und der Pleisen-Sesselbahn oder nach links zum Hoadl. Das war's denn auch schon; das Skigebiet Axamer Lizum ist nicht groß. Die Abfahrten der Karleitenbahn und der Pleisenbahn sind nett zu fahren, aber der Abwechslungsreichtum hält sich spürbar in Grenzen, zumal seit Ersatz des Karleitenlifts durch eine Sesselbahn im Hauptbeschäftigungsgebiet Schlepplifte fehlen. An Schönboden und Pleisen zählt der weite Ausblick ins Inntal und die benachbarten Skigebiete. Interessanter ist die olympische Damenabfahrt unter den Wänden der Kalkkögel, hinter denen das Stubaier Skigebiet Schlick liegt. Warum sie blau eingestuft ist und die anderen Pisten rot, haben wir nicht verstanden; eigentlich haben alle Abfahrten ein und den selben Schwierigkeitsgrad. Klein Harzwinter fand die Fahrt mit der Olympia-Standseilbahn zum Hoadl am besten, auch wenn man darin ganz schön beengt steht. Aber wo kann man schon Standseilbahn fahren ... es gibt nicht viele in den Alpen.

Unsere paar Skistunden in der Axamer Lizum vergingen schnell. Für einen Solo-Abstecher zum Birgitzköpfl hat die Zeit leider nicht gereicht, und der Familie wollte ich die sichtbaren Buckelpisten lieber nicht zumuten. :D Auf einem älteren Pistenplan habe ich eine blaue Abfahrt als Projekt eingetragen gefunden. Sie scheint nie realisiert worden zu sein.

Nachdem wir die beiden vom Parkplatz aus erreichbaren Restaurants in der Lizum geschlossen bzw. für Hotelgäste reserviert vorfanden, gab es einen Kilometer unterhalb der Axamer Lizum im Adelshof leckeres und preiswertes Essen. Vielleicht sollte man die beiden parkplatznächsten Restaurantsymbole aus dem Pistenplan entfernen, um dem Besucher unnötige Wege zu ersparen. -

Für die Axamer Lizum ist der Zusammenschluss mit dem direkt benachbarten Skigebiet Mutterer Alm geplant, der technisch wohl nicht schwierig zu realisieren ist. Ein konkretes Datum für den benötigten Verbindungslift ist mir nicht bekannt. Ebenfalls wird eine Verbindung über die Kalkkögel ins Stubaier Skigebiet Schlick 2000 diskutiert, das aber nur aus einer Verbindungsbahn ohne Pisten bestehen soll.

32 Fotos:

Großer Parkplatz Axamer Lizum. In Bildmitte das Olympiahotel, wohl eine ehemalige Athletenunterkunft, deren Schönheit der von französischen Retortenbauten kaum nachsteht.
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Kassenbereich Schönbodenbahn, der ersten Bahn für alle motorisierten Ankömmlinge. Die Standseilbahn startet deutlich weiter hinten/oben; da läuft niemand hin.
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4KSB Schönbodenbahn.
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4KSB Schönbodenbahn; allmählich kommt das Skigebiet in Sicht.
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Skischulgruppe. Das Wetter machte auf.
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Piste Schönbodenbahn.
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Dito etwas weiter unten; schön zu fahren.
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4SB Karleitenbahn. Ersetzte einen Schlepplift, dessen Bergstationsbunker noch am Hang steht. Rechts sieht man schon ...
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... die DSB Pleisenbahn. Alle Pisten und Beförderungsanlagen befinden sich näher beieinander, als der Pistenplan vermuten lässt.
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DSB Pleisenbahn.
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Am Ausstieg der Pleisenbahn. Weiter Blick ins Inntal.
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Schöne Abfahrt der Pleisenbahn.
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Querung von der Pleisenbahn zur Karleitenbahn. Hinten die markanten Kalkkögel, hinter denen sich das Stubaier Skigebiet Schlick befindet.
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Karleitenbahn.
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Piste der Karleitenbahn.
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Blick von der Karleitenpiste hinüber auf die Buckelpisten der DSB Birgitzköpfl. Leider hat die Zeit für eine Solo-Fahrt dort nicht gereicht.
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Wir wechselten mit der DSB ins Teilgebiet des Hoadl.
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Schienentrasse der Olympia-Standseilbahn mit Talstationsgebäude der früheren oberen Hoadl-Bahn (war wohl ein ESL).
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DSB Hoadl II.
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Olympia-Standseilbahn.
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Abfahrt 1 (ehem. Olympia-Damenabfahrt) vom Hoadl gegen die Kalkkögel.
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Olympia-Damenabfahrt, eine schöne "Hintenrum"-Abfahrt.
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Olympia-Damenabfahrt.
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Ende Olympia-Damenabfahrt mit Infrastruktur der Lizum.
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Und wieder hoch mit der Olympia-Standseilbahn. Klein Harzwinter war von der Bahn begeistert.
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Trasse der DSB Hoadl II vom Hoadl gesehen.
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Blick vom Hoadl zum Skigebiet Rangger Köpfl (in Bildmitte), wo in diesem Winter verdammt wenig Schnee lag. Dahinter das Inntal.
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Abfahrt vom Hoadl zur Karleitenbahn.
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Abfahrt vom Hoadl zur Karleitenbahn mit weitem Blick ins Inntal.
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Gesamtblick auf Innsbruck mit dem Skigebiet Nordkette oben links.
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Zoom übers Inntal ins Innsbrucker Hausskigebiet Nordkette. Links der Bildmitte die Station Seegrube. Ziemlich genau darüber auf dem vorderen Grat die Bergstation Hafelekar.
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"Talabfahrt" zum Parkplatz in der Axamer Lizum. Die "richtige" Talabfahrt nach Axams war schneemangelbedingt gesperrt.
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Schön mal einen Bericht von der Axamer Lizum zu lesen, der nicht von einem Innsbrucker stammt. Fasst alles gut und trefflich zusammen. Danke!
 
War heuer zum ersten Mal in der Axamer Lizum, hat mir eigentlich recht gut gefallen, insbesondere die steilen und pulvrigen Buckelpisten am Hoadl bzw. südlich der Damen-Olympia-Strecke. Die Buckel gegenüber am Birgitzköpfel sind meist vereist und wesentlich unangenehmer zu fahren, aber sehr interessant, dass es in Österreich überhaupt einen Lift mit als Abfahrt (und nicht als Route) bezeichneter Piste zur Talstation gibt, die aber nie präpariert wird. Der Zusammenschluss mit Mutters bzw. Götzens ist seit den 70-er Jahren als Projekt bestehend.....
Die Abfahrten nach Mutters und Götzens sind nett und gemütlich.
 
Dankeschön, sieht nett aus. Ich hab das Gefühl, das ist der erste Axamer Lizum-Bericht ohne Gemecker über Steine und schlechte Pisten... mmmh...doch mal hinfahren?
 
Danke fürs Feedback!

@Skihase: Von Steinen und schlechten Pisten konnte bei unserem Besuch in der Lizum nicht die Rede sein - ganz im Gegenteil: Die Pisten waren tadellos präpariert.
 
Ich war am 14.2. in der Lizum, beste Verhältnisse, keine Steine, nix ;) auch im Gelände...

Hat eigentlich was, die Anfahrt nervt etwas da ganz hoch zu gondeln mitm Auto oder Bus...
 
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