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Bahnausbau der Zillertalbahn

Ein Ausbau zu mehr zweigleisigen Stellen und eine Elektrisierung ist ja grundsätzlich mal zu begrüßen.Ob es jetzt unbedingt ein 15 Minutentakt geben muss sei mal dahingstellt, macht aber durchaus auch Sinn.Als Skifahrer im Urlaub will ich nicht lang auf Verkehrsmittel warten und zeitlich flexibel sein. Auf eine verpasste Bahn 15 Minuten zu warten hört sich da schon besser an als dann 30 Minuten warten zu müssen.

Die Züge sind in der Hauptsaison schon recht gut ausgelastet, als ich 2014 dort war waren diese morgens auch sehr voll. Schnellere und größeres Rollmaterial würde also da schon Sinn machen.

Man muss aber immer bedenken: Die Bahn macht nur Sinn für Skifahrer die in Bahnhofsnähe wohnen, sobald man etwas außerhalb der Ortschaften wohnt ist der Bus schon die bessere Alternative. Wir sind im März auch wieder im Zillertal, allerdings werden wir keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, da unser Haus etwas außerhalb von Zell liegt und der Skibus von dort aus nur 2 mal am Tag bis zur Wiesenalm und wieder zurück fährt. Grundsätzlich ist das Zillertal aber was den öffentlichen Verkehr und das Zusammenspiel von Bus und Bahn und Bergbahn angeht sehr gut aufgestellt.
 
kaldini schrieb:
Wofür soll man die Bahn denn bis Hintertux verlängern? Pendler (glaub ich nicht)? Tourismus? einfach so um Geld zu verschwenden?
Also letzten Sommer wäre ich ziemlich sicher mit der Zillertalbahn vom Alpbachtal zum Hintertuxer Gletscher gefahren, aber so nahm ich dann doch das Auto, da zu häufiges Umsteigen mit Skischuhen, Ski, etc. einfach nicht so angenehm ist. Gut, ich spreche jetzt nicht direkt für die breite Masse, da sich die Sommerskifahrer doch sehr in Grenzen halten :wink: , aber ich denke schon, dass eine Verlängerung für Touristen sinnvoll ist.

Und den 15-Minuten-Takt sehe ich ähnlich wie whiteout, wenn er erst einmal da ist, steigen schon noch einige Touristen zusätzlich auf die Bahn um. In Alpbach schaut im Sommer jede Stunde mal ein Bus vorbei, dementsprechend wenig wird er genutzt. Auch wir waren sehr häufig mit dem Auto im Tal unterwegs, da man nach einer Wanderung nicht noch 50 Minuten auf einen Bus warten möchte. Im Kleinwalsertal fährt dagegen auf der Hauptlinie im Sommer alle 10-20 Minuten ein Bus, und auch die Nebenstrecken werden mit Ausnahme der Mittagspause meist alle 30 Minuten bedient. Das Ergebnis: Die Busse werden sehr gut angenommen und auch wir verzichteten während unserer Aufenthalte auf Fahrten mit dem Auto.
 
Können wir das Thema Ausbau Zillertalbahn vielleicht in einem anderem Topic diskutieren, da es mit den Skigebieten im Zillertal nach m.E. nicht so viel zu tun hat...
 
(1)
kaldini schrieb:
bei 2 Mio Fahrten pro Jahr sind das circa 5.500 pro Tag - dem stehen 18.000 Fahrten auf der Zillertalbundesstrasse gegenüber. So viel zur Abstimmung per Fahrkarte.


Ja, da sieht man, welches Potential da noch besteht. Rechnet man 1,5 Personen pro PKW, dann hätte ich nichts dagegen, wenn täglich 32500 Personen auf einer zweigleisigen elektrifizierten Zillertalbahn fahren, die zudem noch auf Normalspur umgebaut ist und das ganze Zillertal - so wie Zermatt - autofrei wird. :biggrin:

Jeder weiß ja, dass das Benzin aktuell nur aus tagespolitischen Gründen so spottbillig ist. Saudi-Arabien ist mit dem Iran verfeindet und weil Saudi-Arabien keinesfalls will, dass Iran die Atombombe finanzieren kann, überflutet es die Weltmärkte mit Öl, um sowohl den Iran als auch die US-Frackingindustrie kaputtzukriegen. Gerne können wir zu dieser ganzen Problematik im OT einen neuen Thread aufmachen.

Fakt ist, dass eine Eisenbahn für 100 Jahre gebaut wird und man langfristig in die Zukunft gucken muss. Ich wünsche mir ein umgekehrtes Verhältnis: 80% Marktanteil der Zillertalbahn und nur noch 20% MIV.

Wichtig ist erst einmal die nun beschlossene direkte Anbindung der Penkenbahn und Ahornbahn an die Zillertalbahn. Das ist ein absolutes Muss. Soweit ich die Verkehrsplanungsdebatte in Mayrhofen verfolgt habe, war es Konsens, dass die Verdoppelung der Kapazität der Penkenbahn auf 3840 pph verbunden ist mit der Auflage, die Zillertalbahn an die Talstation heranzuführen. Insofern ist das aktuelle Busnetz in Mayrhofen bis Dezember 2019 lediglich eine Übergangslösung. Die Penkenbahn fährt jetzt mit 3840 pph, also muss nun die Zillertalbahn nachlegen.

Ich gebe dir Recht, dass das nun vorgesehene Fahrplankonzept mit einem 30-Minuten-Takt zwischen Jenbach und Fügen sowie einem 15-Minuten-Takt zwischen Fügen und Mayrhofen Nachfragen provoziert, denn warum fährt man die letzten 9 km zwischen Jenbach und Fügen dann nicht auch noch im 15-Minuten-Takt, zumal man im Schnitt mit 2 S-Bahnen, einem REX und einem RJ/EC pro Stunde und Richtung 4 Fahrmöglichkeiten zwischen Jenbach und Innsbruck hat. Allerdings wird zwischen Jenbach und Innsbruck kein 15-Minuten-Takt gefahren, sondern ein Humpeltakt.

http://www.oebb.at/de/Reiseplanung/Fahrplanauskunft/Fahrplanbilder/Detail_300/kif300_16.pdf

Man muss sich erstmal das Fahrplankonzept der Zillertalbahn anschauen, was ab Dezember 2019 gefahren werden wird. Ich gehe aber davon aus, dass man diejenigen Züge von Mayrhofen bis Jenbach durchbinden wird, die die bestmöglichen Anschlüsse Richtung Innsbruck und Wörgl haben und die Zusatzzüge, die ohnehin keinen Anschluss in Jenbach hätten, in Fügen enden lässt. Da in Mayrhofen keine fahrplantechnische Zwänge bestehen, ist es ggf. kein Problem den gesamten Fahrplan um 15 Minuten zu drehen. In Abhängigkeit von den von Jenbach durchgebundenen Zügen lässt man dann die Busse Richtung Hintertux fahren.

Mit der Verknüpfung der Penkenbahn und Ahornbahn mit der Zillertalbahn sind dann zwei weitere Skigebiete angebunden.

Richtig ist aber, dass noch weiterer Anpassungsbedarf besteht. Denkbar wäre aus meiner Sicht z.B., dass man die Karspitzbahn in Zell am Ziller um eine weitere Sektion im Tal verlängert und an die Zillertalbahn anbindet, ggf. auch mit einem neuen Haltepunkt "Karspitzbahn" auf der Zillertalbahn. Die zusätzliche EUB-Sektion der Karspitzbahn wäre ca. 800 m lang und würde in der Ebene verlaufen. Technisch also Kindergartengeburtstag und im Hinblick auf das 150 Millionen € -Paket für die Zillertalbahn zu einem Spottpreis zu haben. Alleine durch die zusätzlichen Fahrgäste sollte sich das schon betriebswirtschaftlich amortisieren.


(2)
kaldini schrieb:
Momentan ist Wahlkampf, da gibts tolle Ideen. Wenn wirklich das ganze Steuergeld ausgegeben wird, gehe ich dann aber auch davon aus, dass der Zahler Eigentümer wird.
Wofür braucht man einen 15 Minuten Takt? Hab die Züge nie so voll gesehen, dass dies benötigt wird (denn ja, das Zillertal ist nicht Wien!).


Verkehrsplanung ist ein dynamischer Prozess. Die Verkehrsströme sind nicht statisch, sondern ergeben sich in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen, die politisch gesetzt werden. Einig sind wir uns, dass die Anbindung der Seilbahnen an die Zillertalbahn aktuell noch suboptimal ist. Die Anbindung der Ahornbahn und Penkenbahn ist notwendig, aber längst noch nicht ausreichend. Als weiteres Beispiel habe ich die Anbindung der Karspitzbahn genannt, was aber nur ein Vorschlag von mir ist; er gehört - im Gegensatz zur Anbindung der Ahornbahn und Penkenbahn - nicht in das nun beschlossene Konzept Zillertalbahn 2020+.


(3)
kaldini schrieb:
Und der Takt hilft auch nur bedingt, wenn man in Jenbach warten muss.


Ich kenne das Fahrplankonzept der Zillertalbahn, was ab Dezember 2019 gefahren werden wird, nicht. Ich gehe aber davon aus, dass die Expresszüge, die in 36 Minuten von Jenbach nach Mayrhofen fahren werden, entweder an die im 30 Minuten-Takt fahrende S-Bahn angebunden werden oder an die REX-Züge bzw. RJ/EC-Züge. Ich gehe davon aus, dass der VVT eine Untersuchung machen wird und analysieren wird, aus welchen Zügen mehr Fahrgäste umsteigen wollen. Kommt man zum Ergebnis, dass mehr aus den REX-Zügen bzw. RJ/EC-Zügen umsteigen, dann wird man hierfür einen schlanken Anschluss ermöglichen. Dann wäre man z.B. von Wörgl aus mit dem RE und der Zillertalbahn in weniger als einer Stunde an der Penkenbahntalstation. Übrigens gibt es jetzt schon die ersten vereinzelten Stimmen, die sogar eine Umspurung der Zillertalbahn auf Normalspur wollen, um umsteigefrei ab Wörgl und Innsbruck fahren zu können.

Man muss einfach mal abwarten, welches Fahrplan- und Betriebskonzept der VVT für das Zillertal aufstellen wird. Ich kenne es selbst nicht; ich kenne nur die Pressemitteilung, dass man zwischen Jenbach und Fügen alle 30 Minuten fahren wird, zwischen Fügen und Mayrhofen alle 15 Minuten und sich die Beförderungszeit auf der Zillertalbahn für die Regionalzüge zwischen Jenbach und Mayrhofen, Ahornbahn auf 45 Minuten und für die Expresszüge zwischen Jenbach und Mayrhofen, Ahornbahn auf 36 Minuten verkürzen wird.


(4)
kaldini schrieb:
Wofür soll man die Bahn denn bis Hintertux verlängern? Pendler (glaub ich nicht)? Tourismus? einfach so um Geld zu verschwenden? Eine Machbarkeitsstudie ist das eine, aber rentiert sie sich auch? Und vor allem im Vergleich zum strassengebundenen ÖPNV! Das Zillertal bietet sich als Eisenbahnstrecke noch an, ab Mayrhofen ist das aber vorbei, da gehts steiler bergauf, die Täler werden schmäler. Und viele Einwohner hats da auch nicht mehr.


Im Zuge der Klimaerwärmung wird das Skigebiet Hintertuxer Gletscher enorm an Bedeutung gewinnen, da etliche andere Skigebiete schliessen müssen. Der Hintertuxer Gletscher verträgt im Hinblick auf die Klimaerwärmung durchaus 5 Grad Temperaturerhöhung. Zwar wird dann auf dem Gletscher nur noch zwischen Dezember und April gefahren werden, aber der Verkehr muss ordentlich abgewickelt werden.


(5)
kaldini schrieb:
Gäbe da ja auch noch einige andere Täler, die man dann per Eisenbahn erschliessen müsste (Brandenberg, Alpbach, Wildschönau nur als Beispiel). Das sehe ich als Hirngespinst...


Ich war schon sehr oft im Alpbachtal und in der Wildschönau. Als Kind im Schulskilager Auffach; in den letzten Jahren habe ich Silvester sehr oft in einer Berghütte oberhalb von Oberau gefeiert und auch im Sommer bin ich oft dort. Mit Oberau meine ich selbstverständlich in diesem Posting das Oberau in der Wildschönau. Das andere Oberau bei Garmisch-Partenkirchen hat selbstverständlich eine Eisenbahn und einen Bahnhof.

Auch als Eisenbahnfan muss ich zugeben, dass sich die Wildschönau nicht für den Bau einer Eisenbahn eignet. Hier wird man also auch künftig mit dem Bus fahren; allerdings sind meiner Meinung nach zusätzliche Expressbusse notwendig, die von Wörgl aus kommend nur in Niederau, Oberau, Mühltal und Auffach halten. Neben dem Bus, der überall hält, muss zusätzlich eine bessere Verbindung Richtung Hopfgarten geschaffen werden. Auch sollte alle 30 Minuten gefahren werden und selbstverständlich bis Mitternacht. Immer wenn ich Silvester in der Berghütte in Oberau gefeiert habe, bin ich dann am Morgen des 1. Januar mit dem ersten Bus von Oberau nach Wörgl gefahren. Der erste Bus fährt erst um 8.00 Uhr und ist um 8.30 Uhr in Wörgl. Leider wird nur ein Zweistundentakt angeboten. Dass zudem die letzten Busse gegen 19.00 Uhr fahren, ist völlig indiskutabel, denn die Relation Auffach - Oberau - Wörgl ist ÖPNV! Als ich im Sommer auf den großen Beil gegangen bin, bin ich im Hinblick auf die schlechten Busanschlüsse in Auffach dann gleich zu Fuss ab Kundl und über die Kundler Klamm rauf und runter auf den großen Beil gegangen.

Auch das Alpbachtal ist für eine Eisenbahn nur bedingt geeignet. Denkbar wäre aus meiner Sicht, dass man bei der kurzen Entfernung von Brixlegg nach Alpbach und Inneralpbach einen Cable Liner baut, so wie ihn Doppelmayr in Oakland am Flughafen realisiert hat. Je nachdem, wie die Verkehrsströme sind, wäre eventuell auch von Brixlegg nach Inneralpbach der Bau einer Standseilbahn in zwei Sektionen denkbar; die erste Sektion könnte dann mit Zwischenstationen - so wie zwischen Sierre/Siders und Crans Montana - von Brixlegg nach Alpbach gebaut werden und die zweite Sektion dann von Alpbach nach Inneralpbach. Der Bus braucht eine Stunde von Brixlegg nach Inneralpbach, was völlig indiskutabel ist. Wenn man die Standseilbahn mal als RB fahren lässt und mal als Express, so wie das zwischen Sierre/Siders und Crans Montana gemacht wird, dann kann die Standseilbahn als Express die Beförderungszeit von Brixlegg bis nach Inneralpbach von heute einer Stunde im Bus auf ca. 25 Minuten verkürzen.

Da gehe ich mit dir d´accord. In der Wildschönau und im Alpachtal muss der ÖPNV ganz gewaltig auf Vordermann gebracht werden.

Die Vorschläge und Ideen müssten aber alle erst einmal genau geprüft werden. Hier ist meine Meinungsbildung noch nicht abgeschlossen. Fakt ist aber, dass man alle Hebel in Bewegung setzen muss, sich vom Auto so weit es geht, unabhängig zu machen. Richtig ist aber, dass die von dir genannten Beispiele eine ganz erhebliche Herausforderung für den ÖPNV sind. Da bedarf es eines gewaltigen politischen Kraftaktes und eines großen gesellschaftlichen Konsenses den Hebel vom Auto weg hin zum ÖPNV umzulegen. Ich sehe es bei uns in München bei den zahlreichen ÖPNV-Projekten; sowohl bei der 3S-Bahn zur Messe als auch bei einer möglichen Standseilbahn am Tierpark gibt es ganz erhebliche Diskussionen.

Das Zillertal hingegen ist für eine Standseilbahn viel zu lang. Es ist unrealistisch, von Mayrhofen nach Hintertux eine 20 km lange Standseilbahn zu bauen. Da muss eine Eisenbahn her. Es gab ja schon Überlegungen, die Bahn dann noch über den Berg mit einer Zahnstange oberhalb der Sommerbergalm bis nach Kasern und dann nach St. Jodok zu führen. Von dieser Passfahrt halte ich jedoch gar nichts. Vielmehr würde ich für die Zillertalbahn zwischen Hintertux und Schmirn einen 8 km langen Tunnel bauen und die Zillertalbahn bis zum Bahnhof St. Jodok bauen. Ob man dann die 10 km zwischen St. Joduk und Brenner mit einem Dreischienengleis ausrüstet, um die Zillertalbahn bis zum Brenner zu verlängern, damit man bereits dort die Güter, die für das Zillertal bestimmt sind, umladen kann, müsste dann eigens geprüft werden. Die Zugangszeit zum Hintertuxer Gletscher würde sich vom Süden aus gigantisch verkürzen.

Allerdings ist die Zeit noch nicht reif, so etwas öffentlich zu diskutieren. Du weißt ja, dass dann ganz schnell Leute mit dem Hirngespinnstvorwurf zur Stelle sind. :lach:


Freuen wir uns also jetzt erst einmal auf die von der Politik beschlossene erste Ausbaustufe der Zillertalbahn bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019. Halten wir also fest: Die Elektrifizierung der Zillertalbahn ist kein Hirngespinnst mehr. Seit 09.06.1927 wird ja zwischen Wörgl und Kufstein auch schon elektrisch gefahren, d.h. in 11 Jahren feiern wir 100 Jahre elektischer Betrieb Wörgl - Kufstein. :bindafür:
 
Sind wir jetzt hier endgültig im ÖPNV Fantasie Topic? Die Herren im Zillertal sind noch nicht mal fähig, die gesamte Strecke zweigleisig zu Bauen, von vernünftigen Bahnübergängen mal ganz zu schweigen.... Und jetzt träumst du vom Ausbau auf Normalspur und dem Ausbau bis Hintertux? Komm mal wieder runter... Da gibts wesentlich realistischere Bahnprojekte, die auch nicht kommen... Ich persönlich fände eher die Anbindung Vinschgau, Engadin an Landeck wichtiger...
 
eine Frage hätte ich in diesem Utopie-Ansatz betreffs der Verbindung Mayrhofen-Tux doch noch (scusi Af :wink: ): könnte einer der Protagonisten zur groben Darstellung eine (Gelände-)Karte mit eingezeichneter potenzieller Streckenführung hier zeigen?! Möglichst in einem gut erkennbarem Maßstab .. Kosten, Probleme, etc. muessen nicht
berücksichtigt sein.
 
Richie schrieb:
Können wir das Thema Ausbau Zillertalbahn vielleicht in einem anderem Topic diskutieren, da es mit den Skigebieten im Zillertal nach m.E. nicht so viel zu tun hat...

Ja bitte, bin ich auch dafür!
 
Ja, solangsam wandern wir komplett ab.Einen Interesannten Diskussionsansatz haben wir aber dennoch, evtl. die Zillertalbahndiskussion ausgliedern?
 
jbb-thr schrieb:
eine Frage hätte ich in diesem Utopie-Ansatz betreffs der Verbindung Mayrhofen-Tux doch noch (scusi Af :wink: ): könnte einer der Protagonisten zur groben Darstellung eine (Gelände-)Karte mit eingezeichneter potenzieller Streckenführung hier zeigen?! Möglichst in einem gut erkennbarem Maßstab .. Kosten, Probleme, etc. muessen nicht
berücksichtigt sein.


Ich kenne die Studie nicht, aber in diesem Artikel stehen viele interessante Details:

http://www.tt.com/home/6085673-91/bahnbrechende-visionen-im-zillertal.csp

Der Ingenieur kommt ohne Zahnstange aus und bindet nicht nur die Penkenbahn und Ahornbahn an, sondern hält auch an den Talstationen der Finkenberger Almbahn, der Rastkogelbahn in Vorderlanersbach und der Eggalmbahn in Lanersbach. Bei Juns wechselt er die Talseite von West nach Ost und fährt weiter bis nach Hintertux zur Zillertaler Gletscherbahn. Er kommt zwischen Mayrhofen und Hintertux bei einer Streckenlänge von 21 km auf eine Fahrzeit von 22 Minuten. Das wäre mehr als doppelt so schnell wie der Bus, der 45 Minuten braucht. Mit dem Expresszug wäre man dann von Jenbach aus in 58 Minuten an der Zillertaler Gletscherbahn.

Die Angaben zeigen auch, dass für den Verkehr im Zillertal selbst die Eisenbahn deutlich besser geeignet ist, als Seilbahnsysteme. Das Zillertal selbst ist viel zu lang um den Talverkehr mit Seilbahnen abzuwickeln.

Aus den vorgegebenen Angaben kann man sich in etwa ausrechnen, dass der Ingenieur mit einer maximalen Steigung von ca. 50 Promille gerechnet hat und einem minimalen Radius von ca. 300 m. Vermutlich hat er die Strecke für eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h trassiert. Im Artikel werden für die Strecke Mayrhofen - Hintertux - Tuxer Joch - Steinach Kosten von 250 Millionen € genannt. Das erscheint mir aber spürbar zu wenig; alleine für die Strecke Mayrhofen - Hintertux hätte ich jetzt mit ca. 300 Millionen € gerechnet, da etliche Teile der Bahn zweigleisig sein müssten, wenn man zwischen Mayrhofen und Hintertux alles autofrei haben will und die Züge alle 15 Minuten fahren sollen.

Wie ich aber schon vorher angemerkt habe, würde ich ggf. die Strecke nicht über das Tuxer Joch nach Steinach verlängern, sondern über einen Tunnel unter dem Tuxer Joch durch und dann in St. Jodok in die Brennerbahn einschleifen. Ggf. dann mit einem Dreischienengleis zum Brenner um die Güter, die für das Zillertal bestimmt sind, am Brenner umladen.

Von St. Jodok aus wäre man in ca. 12 Minuten in Hintertux an der Gletscherbahn.

Aber wie gesagt, eins nach dem anderen. Wichtig ist jetzt, dass die jetzt beschlossenen Ausbaumassnahmen bis 2019 realisiert werden und die 150 Millionen € dafür bereitgestellt werden. Über die anderen Dinge kann man dann in 10 Jahren reden, wenn der Liter Sprit 3 € kostet. Heute gibt´s für diese Überlegungen noch zuviel Gegenwind. :biggrin:

Insofern freue ich mich, dass die 3S-Bahn auf den Penken den Startschuss gegeben hat, in einer ersten Ausbaustufe die Zillertalbahn für 150 Millionen € auszubauen.
 
(vorab @richie. lord, whiteout .. naklar und gern ... ein mod wird das thema gern ausgliedern, damit es übersichtlicher wird)
--
@ ThomasK:
Danke und Du beziehst meine Frage sicherlich auf den Passus:
" Der damalige Student hatte dabei eine detaillierte Trassen­führung berechnet. Im Südwesten von Mayrhofen nahe der Ahornbahn-Tal­station würde die Zillertalbahn über einen durch den Berg führenden Tunnel in Richtung des Finkenberger Ortsteils Dornau geleitet. Dort ginge es weiter zur Talstation der Finkenberger Almbahnen. In einem weiteren Tunnel bis hinter Finkenberg würde die Bahn neuerlich Höhe ge­winnen und dann am Bergrücken entlang die Rastkogelbahn in Vorderlanersbach und die Eggalm in Lanersbach ansteuern. In Juns wäre geplant, dass die Trasse die Talseite Richtung Osten wechselt und weiter bis zur Hintertuxer Gletscherbahn fährt. "

unabhängig davon, dass meiner Meinung nach in Mayrhofen in den nächsten 20 Jahren nach den Investitionen der letzten Zeit auch nur ansatzweise keine Verbindung Richtung Ahornbahn etc. passiert .. mein Hauptinteresse besteht darin, zu wissen, wie die Strecke (ok, Berge sprengen oder Tunnel bauen kann auf dem Papier jeder) das Stück zwischen Mayrhofen-Ortsausgang und Vorderlanersbach-Ortseingang trassiert sein soll - danach wird es "relativ" einfacher.
Daher meine Frage nach einer Karte und den eingezeichneten Verläufen etwas konkreter gefasst.
 
Alles klar... Massive Tunnelbauwerke, Anbindung der Seilbahnstation, welche tw. Mitten im Ort liegen.... Das kommt weder kostentechnisch, noch akzeptieren das die Grundeigner... Und dann mit nem massiven Tunnel auch noch zum Brenner? Klar.... Komm mal wieder runter. Nedmal die Anbindung der Ahornbahn\Penkenbahn hat funktioniert...
@Ingenieur: Bitte nicht überbewerten. Ingenieur kann sich hier jeder mit 3 Jahren Berufserfahrung eintragen lassen, einen Diplomingenieur können HTL Schüler mit ihrer Abschlussarbeit eintragen lassen...
 
Selbst ein "richtiger" Abschluss schützt nicht vor Größenwahnsinn. Ich hab schon einen Artikel von einem Dipl. Ing. und einem Dr. Ing. gelesen der eine total an den Haaren herbeigezogene Planung enthielt. Sit dem wird die durch die Umwelt und Bahnverbände im Süd-Westen Deutschlands getragen und natürlich vollkommen unkritisch bei Wikipedia zitiert. Dabei hab ich mit meinen Grundkenntnissen Bahntrassierung schon nachweisen können, dass das technisch nicht geht.

Die Zillertalbahn bis Hintertux zu verlängern geht technisch schon, ist aber viel zu teuer. Es reicht in meinen Augen wirklich wenn die großen Gebiete direkt erschlossen werden. Was immer der Vergleich mit der Erschließung des Tals durch Seilbahnen soll verstehe ich auch nicht. Für ThomasK scheint es nur zwei Systeme zu geben, Seilbahn oder Eisenbahn. Der bus ist hier das Mittel der Wahl. Ob das jetzige Angebot ausreicht ist eine andere Frage. Man kann natürlich schon noch Expressbusse von Mayrhofen ohne Halt nach Hintertux fahren lassen, zumindest mal im Herbst wenn der Gletscherbetrieb brummt.

Eine Zillertalbahn die direkt an die drei großen Gebiete angebunden ist hat für mich vor allem zwei Vorteile. Gäste können mit den Schibussen welche zu ihrem Ortsgebiet fahren auch die Bahn erreichen und mit der dann in ein anderes Gebiet wechseln. Alternativ kann man sogar mit den Schi zum Bahnhof fahren wenn man an einem anderen Einstiegspunkt wohnt (z.B. Hochfügen oder Gerlos). Der andere Vorteil ist die Entlastung der Bundesstraße an Spitzentagen. Man schafft irgendwo P+R Plätze und wer möchte kann von dort dann den Stau mit dem Zug umfahren ohne sich nochmal in einen Bus quetschen zu müssen. Je nachdem wo man wohnt steigt natürlich auch der Anreiz gleich ganz mit der Bahn zu fahren, erhöht für manche auch den Spass beim Aprés Ski.
 
Ganz ehrlich: Wenn die 3 großen vernünftig angebunden wären und am Taleingang ein großer P+R vorhanden wäre, ich würde selbst als Tagesgast die Bahn nutzen. Die Zillertalstraße nervt mich sowieso jedes mal.
 
Klar... Bei den galoppierenden Grundpreisen verbauen wir einfach mal nen Grossen Platz zu nem Parkplatz.... Hat ja im Z noch ned genügend riesen Asphaltflächen... Was trotz so eines Parkplatzes bleibt, ist jedoch der Stau von und zu Diesem... Sogesehen, ändert sich am Taleingang nicht viel...
 
Die Autos die dann da vorne stehen, stehen weniger im Tal, von daher kann man sich im Gegenzug den Ausbau weiterer Flächen an den Talstationen sparen. Und klar kosten die Grundstücke Geld, aber das tun sie direkt am Skigebiete auch. Und meinentwegen kann man auch ne Tiefgarage bauen mit nahezu 0 Flächenverbrauch. Ob das aber günstiger ist bezweifle ich mal sehr stark.
Ich sag ja nur was die Voraussetzung wäre dass die Bahn genutzt wird. Ob sie das bauen oder nicht sei dahingestellt. Fahr ich eben weiter mit der Dose bis vor die Gondel und stell mich in den Stau. Is halt dann so. :wink:
 
Habe die Beiträge betreffend aktuelle Entwicklung sowie Vision Z-Talbahn aus dem Zillertal3000-Thread hierher verschoben. Bitte hier rege weitere Meinungen austauschen :)
 
Hoffentlich lassen sie den Blödsinn mit der Zillertalbahn und tun stattdessen mal was gegen den Dauerstau auf der Zillertalstraße, indem man sie bis Mayrhofen vierspurig baut. Das würde im Gegensatz zur Zillertalbahn den Menschen wirklich helfen, denn man reist nunmal mit dem Auto zum Skiurlaub an. Schlepp mal mit ner ganzen Familie das Gepäck durch sämtliche Umsteigebahnhöfe, und in Jenbach muss ja eh jeder umsteigen... viel Spaß! Es wird sicherlich niemand außer grünen Idealisten mit der Bahn anreisen, obwohl er ein Auto hat, selbst wenn man die Zillertalbahn ausbaut.

Nichtmal für Tagesfahrten ist die Zillertalbahn brauchbar, weil sie nirgends direkt neben der Seilbahn hält, d.h. man darf nochmal umsteigen, in den Bus. Da ist man sogar schneller, wenn man sich in den Stau stellt.

Und der Ausbau bis nach Hintertux ist sowieso grober Blödsinn, das ist so extrem teuer, dass sich nur die Schweizer sowas leisten können. Und bringen würde es auch nichts, da wäre ja ne Seilbahn von Vorderlanersbach nach Hintertux günstiger...

Ergo: Man sollte erstmal den längst überfälligen vierspurigen Ausbau der Zillertalstraße bis Mayrhofen endlich umsetzen. Danach sieht man weiter.
 
So ein Blödsinn, den du hier schreibst. Schau dir die ICE's, Railjets usw. in diesen Tagen bitte an. Die Züge sind gerammelt voll und da sind mit Sicherheit einige dabei, die auch ein Auto haben.
Ich selbst habe es schon sehr oft erlebt, dass ich schneller mit der Zillertalbahn und Pendelbus am Zielort war, als mit dem Auto. Da bin ich sicher auch nicht der einzige.
:roll: :roll: :roll:
 
Solange man kein Geld in die Eisenbahnen verpulvert, ist mir das nur Recht. Je mehr Leute Zug fahren, desto weniger fahren Auto -> ich hab freie Bahn!
 
j-d-s schrieb:
Solange man kein Geld in die Eisenbahnen verpulvert, ist mir das nur Recht. Je mehr Leute Zug fahren, desto weniger fahren Auto -> ich hab freie Bahn!

Unser Herrgott hält sich teilweise einen sehr großen Tiergarten..... :nein:
 
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