Mt. Cervino schrieb:
Eine große PV-Anlage (mit Speicher und alles anderen macht wenig Sinn) rentiert sich für die meisten Käufer leider finanziell (sofern keine E-Auto vorhanden) aufgrund der aktuell geringen Einspeisevergütung immer noch kaum und ist oftmals erst nach 15-20 Jahren amortisiert.
Die PV-Anlage sollte natürlich auch einigermaßen von der Größe auf den Bedarf zugeschnitten sein. Eine überdimensionale PV-Anlage für den Privatgebraucht macht in der Tat keinen sein, weil für 8ct/Kwh für die Einspeisung in der Tat nichts bei rum kommt. Die Zeiten sind längst vorbei, wo man sich mit der Einspeisung eine goldene Nase verdient hat. Glück hat der, der noch einen Altvertrag hat. Daher macht es absolut keinen Sinn eine PV-Anlage nur wegen der Einspeisung zu bauen. Deswegen ist die Aussage auch falsch, dass sich wegen der geringen Einspeisevergütung eine PV-Anlage nicht rentiert. Klar ging es früher deutlich schneller, auch wenn die Leistung der Module deutlich schlechter war als heute. Die Rendite einer PV-Anlage kommt vielmehr durch den Eigenverbrauch des produzierten Stroms, also den Strom, den man nicht zu den hohen Preisen extern beziehen muss. Eine hohe Eigenverbrauchsquote und ein hoher Autarkiegrad sind also das Erfolgsrezept für eine möglichst kurze Amortisierung.
Nicht zu vergessen ist die letzte Änderung hinsichtlich der Anschaffung von PV-Anlagen, welche nun auch als Privatperson zum Nettopreis erworben werden können. Das ganze Steuerwirrwarr mit Kleinstunternehmerregelung etc. ist Geschichte. Eigentlich könnte man nun denken, dass alles einfacher ist ... aber wir sind ja in Deutschland. Da wird leider aus der sehr gut gemeinten Erleicherung ein neues Bürokratiemonter gemacht. Die Erfahrung mache ich gerade ...
Wir haben unsere Anlage auf dem Dach (Ost- und Westausrichtung) jetzt seit Mitte März in Betrieb und haben uns auch einen Speicher gegönnt, um etwas autarker zu sein. An zwei Tagen gelang uns eine 100%ige Autarkie, aber das kann gerne mal an einigen Tage so sein, sollte aber kein Dauerzustand oder Ziel sein. Denn das ist wirtschaftlich nicht gesund, da man dafür eine sehr große Anlage + Speicher benötigt. Das kostet natürlich und verlängert die Amortisation doch erheblich, so dass es unwirtschaftlich wird.
Also bisher ist es natürlich zu kurzfristig für ein Fazit, aber die Zahlen sehen schon recht gut aus bei uns hinsichtlich des Verältnisses von Ertrag zu Investition

Daher kann ich nicht unterschreiben, dass sich ein Invest in einen Speicher nicht lohnt!