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Nachdem zur Übernahme meines Wissens nach auch die Kooperation mit einem chinesischen Stahlbauer gehört sehe ich in der Übernahme für Bartholet die Möglichkeit zum Unterschied zu den Mitbewerbern mit deutlich kleineren Handelshemmnissen in China tätig zu werden und generell im asiatischen Raum den beiden Marktführern Paroli bieten zu können. Auch bietet die chinesische Nationalbank für Wirtschaftsbereiche die vom chinesischen Staat als entwicklungswürdig angesehen werden und entsprechend absicherbar sind (wozu sicher auch z. B. von der öffentlichen Hand oder ihr nahestehenden Gesellschaften erbaute urbane Seilbahnen zählten) als indirekte Subvention Großkundenfinanzierungen an.
Einen "Hochtechnologieexport" seh ich beim besten Willen auch nicht denn das gesamte Seilbahntechnikwissen ist bis auf den störanfälligen elektronischen Firlefanz (den die Chinis mittlerweile leider auch schon ebensogut "können" wie wir hier im Westen... ) im Prinzip bereits Jahrzehnte alt und hat daher mit Hightech überhaupt nichts zu tun. Abgesehen davon ist es logistisch auch absolut sinnvoll z. B. Standardstahlbauteile gleich beim Partner in China fertigen zu lassen anstelle sie kostenaufwendig von hier nach Fernost zu schippern.
Interessant wäre es noch zu wissen ob der Besitzer verkaufen wollte um zumindest für sich selber den Sack zu zu machen oder ob die recht agressive Expansionsstrategie mit den zahlreichen Prototypenanlagen und Anlagenverkauf mit nicht all zu grosser Gewinnmarge doch auch finanzielle Spuren hinterlassen hat und man auf neues Kapital angewiesen war?
Eine ehemalige Marketing-Mitarbeiterin von BMF erzählte mir gestern, dass die Vermutung betreffend chinesischem Markt zutreffen dürfte. Leitner und Doppelmayr seien auf dem europäischen Markt so agressiv und würden BMF möglichst viele Steine in den Weg legen, dass man schon länger die Absichten hege, sich stärker auf Asien zu konzentrieren.
Roland Bartholet relativiert: Der Fonds, der bei BMF einsteigt, ist lediglich zu 15% in chinesischer Hand. Als Türöffner nach Asien scheint er für Bartholet aber dennoch zentral zu sein. Auch der Standort Flums wird weiter ausgebaut.