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Bayerische Wildalm || 3.-5. Januar 2004

Emilius3557

Shisha Pangma (8013m)
Anfang dieses Jahres war ich nicht skifahren, sondern per pedes im Gebirge und da nun der Bildupload wieder geht und ich einigermaßen Zeit hab möchte ich euch einige Impressionen nicht vorenthalten.

Zuerst einige Fakten:

- Wer? => Insgesamt 9 Leute (zwischen 16 und 23), davon 3 Mädels
- Wo? => Bayerische Wildalm = Selbstversorgerhütte der Sektion Oberland, 1450 m. direkt an der Grenze zwischen Bayern und Tirol gelegen. Zugang über Guffert-Hütte, d.h. von der Straße Achenkirch-Steinberg, dort Parkplatz. Von München vielleicht 1 1/4 h Anfahrt via Achenpass.
Zur Gufferthütte führt eine Forststraße, die im Winter in eine Skido-Spur übergeht. Der Weg weißt nur 500 Hm auf und ist meistens sehr flach, zieht sich aber gewaltig. Da wir SEHR schweres Gepäck hatten haben wir ohne Trödelei tatsächlich 3 H gebraucht. Von der Gufferthütte geht man noch 1/2-3/4 h hinüber zur Bayerischen Wildalm. Einen Weg gibt es dort nicht, aber meistens eine Spur, die wir am Samstag ausgezeichnet und fest vorgefunden haben.
- Wann? => Aufstieg am Samstag, den 3.1., Abstieg Montag, 5.1.
- Wetter: durchwachsen. Am Samstag an sich sonnig, nur sehr hartnäckige Nebel, am Sonntag zunächst noch gut, später Eintrübung und beginnender Schneefall, Montag Schneesturm!
 
So jetzt kommen ein paar Bilder:

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Zuerst gehts sehr flach ein Tal hinein in Richtung Gufferthütte. Alles schön verschneit, niemand außer uns unterwegs, interessante Wolkenspiele.

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Halserspitze, 1862 m., von Süden. Der höchste Berg im Tegernseer Bereich, von allen Seiten eine lange Tour, mindestens 3 1/2 h. Stand auch als Ziel zur Debatte, aber ihr werdet sehen...

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Das Ganze ohne Zoom. Die Wildalm steht ungefähr in der Einsenkung in Bildmitte. Also auch Luftlinie noch ganz schön weit...

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Wir marschieren mit großem Gepäck.

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Die einzige Seilbahn, die ich zu Gesicht bekam, musste ich natürlich knipsen (obwohl, dieses Photo, wie auch der Großteil, ist von Dominik, an dieser Stelle vielen Dank an trichmalchio)
 
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Winterwald. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Ausstieg aus dem Wald. Freie Hänge führen dann den Rest des Weges zur Gufferthütte.

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Hier ist man aus dem Wald draußen.

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Die Gufferthütte, DAV Kaufering, recht neu renoviert. Im Winter nur Weihnachten bis Dreikönig offen.

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Ankunft an der Bayerischen Wildalm.
Hier war es relativ nebelig. Später am Nachmittag wollten Dominik und ich noch den "Weg" in Richtung Halserspitze erkunden, ob das gangbar ist und ob wir da am Sonntag mit der gesamten Gruppe hinauf kommen würden, so wie vor zwei Jahren, als es ungefähr doppelt so viel Schnee hatte. Auf etwa 1630 m. kamen wir an eine sehr steile Stufe, oberhalb der wir die Sonne sahen.

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Wir überwanden die 30-35 sehr steilen Hm fast kletternd (immer mit Schneeschuhen, hier waren die Steigeisenähnlichen Zacken sehr nützlich).
Hier oben standen wir dann genau auf der Nebelgrenze.

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Hier könnt ihr die Steilheit des Hanges erahnen!

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In einem Wort, es war gigantisch! Plötzlich blauer Himmel, blutrote Abendsonne, wir waren sprachlos und ein bisschen ärgerlich. Wir konnten den Gipfelgrat schon erahnen, das steilste Stück lag hinter uns, leider war es bereits 16.15 Uhr und zu wenig Tageslicht für einen gefahrlosen Gipfelgang, schade... Dafür unersetzliche Impressionen...

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Hier sieht man hinauf zum Gipfelgrat, vielleicht noch 160-180 Hm zum Gipfel. Immer noch kirchendachsteil, aber gangbar. Vor zwei Jahren, das müsst ihr euch vorstellen, hat man hier keine EINZIGE Latschen gesehen, so hoch lag Schnee!

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@julian: Warum? Das ist doch "Alpinsport", da stehen die anderen Nicht-Ski-Berichte doch auch (siehe mein "Ötztal"-Ausflug).
 
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Im Zoom. Dieses Rot!

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Der Mond kam auch dazu. Plötzlich sank die gesamte Nebeldecke mind. 50 Hm nach unten und wir hatten vollkommen freie Sicht!

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Das Karwendel mit den höchsten Gipfeln: Birkkarspitze, 2749 m. und die drei Ödkarspitzen, 2745 m. direkt unter der Sonne.

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Ohne Zoom. Man sieht die Wolkendecke gut.

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"König" Guffert, 2196 m.

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So viele Flugzeuge über unserem Oberbayern.

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Nochmals das Hochkarwendel.

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Zoom in die andere Richtung. Die "weltalte Majestät" des Großvenedigers, 3674 m. im Abendlicht.

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Zauberhafte Abendstimmung bei der Rückkehr in Richtung Wildalm.
 
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Sonntag Morgen an der Wildalm. Man sieht den praktisch vollständig geschlossenen Kessel der Alm, man fühlt sich echt wie auf einem anderen Planeten.

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Kleine Tour am Sonntag mit der kompletten Truppe hinauf zum Joch über das man via Langenau nach Wildbadkreuth gelangen könnte. Kennen wissen, dass dieser Weg auch alles andere als kurz ist.

Hier die Halserspitze von Osten. Man sieht, das Wetter zog zu.

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Da ihr mich bisher ja noch nie via Photo zu Gesicht bekommen habt, ändern wir das mal. Das bin ich, beim Abstieg mitten durch den verschneiten Wald. War ganz schön steil und nicht wirklich viel Schnee, vor allem nicht, wenn man als letzter geht und die anderen den ganzen Schnee durch Rutsch- und Sprungaktionen weggeräumt haben... :D

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So gemütlich kann es in der Hütte sein...

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...deswegen waren es wiederum nur Dominik und Ich die noch bei dem Mistwetter (Schneefall, zunehmend) doch noch auf den Halserspitzgipfel wollten. Hier Dominik kurz unterhalb des Gipfels. Es war ganz schön anstrengend, da die Schneedecke brüchig war und man ziemlich eingesunken ist. Ich als Zweiter bin teilweise wahnsinnig zurückgerutscht. Dafür ging der Abstieg dann schnell...

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Der Beweis! Ich war am Gipfel, übrigens mittlerweile zum 4. Mal (Juli 1998, Oktober 2001, Januar 2002, Januar 2004)

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So hat es dann abends geschneit. Die "nicht-Gipfelgeher" haben eine Rodelbahn angelegt und sind auf Tüten sitzend gerodelt => Riesenspaß!

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Hier kommt jemand!

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Nachdem es ab Sonntag 14.00 Uhr durchgehend geschneit hatte, war am Montag die Spur verweht und zugeschneit - selber spuren, bei 50 cm Pulver mit Riesengepäck trotz Schneeschuhen eine Schinderei. Hatte als lange Führender drei Tage Muskelkater :D Außerdem war die Orientierung nicht wirklich einfach, die folgenden Photos werden es beweisen...

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Dieses Photo verkaufe ich an BILD: "Die Everst-Expedition kurz vor der schrecklichen Tragödie, die alle das Leben kostete" :D

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Das kann man leider nicht als Everst verkaufen, die Bäume im Hintergrund...

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Das sind die zwei Hütten der Wildalm, etwa 2 Gehminuten entfernt...

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So stark schneite es!

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Da hilft selbst ein Wegweise oft nicht mehr viel.

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Der Großteil unserer tapferen Truppe.

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Der "Weg" Wildalm-Gufferthütte bei winterlichen Verhältnissen.

Wir ihr seht, sind wir doch gut zum Parkplatz gekommen und sind dann in Bad Tölz Pizza Essen gegangen. Endlich wieder Spezi nach drei Tagen Tee mit Rum... :D
 
Wunderschöne Bilder, die auch die Atmosphäre von so einem Wochenende gut rüberbringen!

Der Abend des 3.1 war wirklich einmalig! Zum gleichen Zeitpunkt standen wir allein auf dem Gipfel des Jägerkamp (siehe Spitzingsee-Bericht).
 
War das noch vor deinem Kauf des Tourenskis? Sonst würd ich's nicht verstehen, daß du nicht mit den Tourenski gegangen bist :)
 
Mehrere Argumente gegen die Tourenski auf der Wildalm:

- nur maximal drei von ursprünglich zehn Leuten hätten welche gehabt
- der Aufstiegsweg ist über weite Strecken definitiv zu flach
- die Gegenanstiege zwischen Wildalm und Gufferthütte
- zu wenig Schnee
- Halserspitze wäre machbar gewesen, aber kein Spaß, sehr schwierig und schlecht für die Ski (lauter Latschen)
- einzig zwischen dem Einstieg Halserspitze und der Wildalm wäre vergnügliches SKifahren möglich gewesen, da habe ich die Dinger auch tatsächlich sofort vermisst, obwohl man auf den Schneeschuhen auch gut abrutschen kann und schnell bergab kommt
 
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