miki
Chimborazo (6310m)
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@Emilius3557: vielen Dank für die Links, ich werde das ganze mal bei Gelegenheit gründlich durchlesen (dabei werde ich den Gedanken nicht los dass wir eine Bahn zum Triglav schon längst hätten, würde die K.u.K. Monarchie noch mindestens 10 weitere Jahre überleben ... IMO trotz allen Fehlern das beste politische System das wir in unseren Breitengraden seit dem Zerfall des römischen Imperiums hatten
).
. Der Hauptgrund war eher historisch - politisch: in den späten 60ern / frühen 70ern war die Parteispitze in Slowenien (und noch stärker in Kroatien, vgl. z. B. https://de.wikipedia.org/wiki/Kroatischer_Frühling) eher liberal gestellt, man wollte eine gewisse Autonomie von Belgrad erzielen und dabei hat man viel auf den Tourismus gesetzt. Es tut mir heute noch leid dass diese Strömung nur ein paar Jahre lang dauerte: damals wurde in SLO mit dem Autobahnbau begonnen (und zwar in der Richtung Maribor - Ljubljana - Koper, nicht in der 'jugoslawischen' Achse Karawanken - Ljubljana - Zagreb) und viele touristische Projekte geplant, einige davon auch umgesetzt (Portorož) oder wenigstens tlw. umgesetzt (Kanin). Klar, die damals Regierenden waren keine Demokraten, aber wenigstens 'aufgeklärte Absolutisten', würden die noch 10 Jahre an der Macht bleiben würde vieles in Slowenien anders aussehen, weil Wiederstand gegen offizielle Projekte war damals - auch unter den 'liberalen' Kommunisten - ja undenkbar. Leider wurden die liberalen Kommunisten in den 70ern durch Hardliner ersetzt, die haben dann wieder dem Ausbau der schweren Industrie etc. den Vorrang gegeben (berühmte Rede eines Hardliners aus den 70ern: 'es gab reaktionäre Elemente, die aus unserem stolzen Proletarier einen Hoteldiener und aus unseren stolzen Arbeiterin ein Zimmermädchen machen wollten'
). Was danach passierte: der Ausbau von Kanin wurde, nachdem maximal 20% des ursprünglich geplanten umgesetzt wurde, gestoppt (Folge: das Skigebiet ist bis heute im aktuellen Zustand nicht überlebensfähig), die Autobahnen blieben 20 Jahre lang unvollendet bzw. in nicht miteinander verbundenen Teilstücken eröffnet und wurden erst im selbstständigen SLO fertig, und damit keiner wieder auf den Gedanken kommen würde am Triglav, Komna oder Krn - auch dort waren Skigebite ernsthaft projektiert - irgendwelche Lifte zu bauen (und damit aus unserem stolzen Proletarier einen Hoteldiener und aus unseren stolzen Arbeiterin ein Zimmermädchen machen) wurde 1981 der Triglav - Nationalpark erkälrt. Da stand kein Umweltgedanken dahinter, sondern Politik pur. Kein Wunder dass z. B. in Bohinj der Nationalpark niemals richtig akzeptiert wurde, sondern als etwas von aussen dirigirtes empfunden wird ...
Genau, auf keiner der Skizzen ist der Gletscherschlepplift eingezeichnet, warum auch immer. Und ja, der ehemalige Gletscher liegt im Bereich wo 'Zeleni Sneg' steht. BTW, der Name ('Zeleni Sneg' = grüner Schnee) lässt schliessen dass der 'Gletscher' bereits anno dazumal alles andere als weiss gewesen ist ... Das ganze 'Gletscherskigebiet' wäre noch am ehesten mit dem Zugspitzplatt vergleichbar, bis Ende der 80er wäre dort IMO ein Sommerbetrieb noch denkbar, heute gibts unter dem Triglav nur noch kleine (und immer kleiner werdende) Firnfelder.Zur Kartenskizze von 1966 noch eine Verständnisfrage: der geplante Gletscher-Schlepplift ist hier aber nicht eingezeichnet, oder? Der Triglav-Gletscher befindet sich der nordwestlich der Kredarica, in dem Bereich "Zeleni sneg"?
Hmm, das könnte mal wieder ne längere Antwort werdenHaben denn diese Erschließungspläne des Triglavs deiner Meinung nach dazu beigetragen, dass man das gesamte Gebiet dann 1981 zum Nationalpark erklärt wurde?
). Was danach passierte: der Ausbau von Kanin wurde, nachdem maximal 20% des ursprünglich geplanten umgesetzt wurde, gestoppt (Folge: das Skigebiet ist bis heute im aktuellen Zustand nicht überlebensfähig), die Autobahnen blieben 20 Jahre lang unvollendet bzw. in nicht miteinander verbundenen Teilstücken eröffnet und wurden erst im selbstständigen SLO fertig, und damit keiner wieder auf den Gedanken kommen würde am Triglav, Komna oder Krn - auch dort waren Skigebite ernsthaft projektiert - irgendwelche Lifte zu bauen (und damit aus unserem stolzen Proletarier einen Hoteldiener und aus unseren stolzen Arbeiterin ein Zimmermädchen machen) wurde 1981 der Triglav - Nationalpark erkälrt. Da stand kein Umweltgedanken dahinter, sondern Politik pur. Kein Wunder dass z. B. in Bohinj der Nationalpark niemals richtig akzeptiert wurde, sondern als etwas von aussen dirigirtes empfunden wird ...