snowflat
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Behörde stoppt Kellerjochbahn wegen Sesselmangel
Alte Liftsessel der Kellerjochbahn können nicht ersetzt werden. Zwei Sektionen sind außer Betrieb. Eine Genehmigung soll vor Weihnachten kommen.
"Seit Jahren fehlt eine Handvoll der alten Liftsessel. Bis jetzt war das nie ein Problem. Plötzlich will die Behörde die Sessel ersetzt haben", wundert sich der Schwazer Bürgermeister Hans Lintner.
Die Folge: Bei herrlichem Neuschnee war bislang am Wochende nur die oberste Sektion der Kellkerjochbahn in Betrieb. Wegen mangelnder Zahl von Liftsesseln musste auf Behördengeheiß die Sektion 2 stillgelegt werden, damit machte auch der Betrieb der Sektion 1 von der Talstation bis zur Mittelstation keinen Sinn. Fazit: Viele Wintersportler fuhren mit dem Auto auf den Hochpillberg und verursachten ein Verkehrschaos. Um die Situation zu entschärfen, finanzierten Stadt Schwaz und Betreiber der Kellerjochbahn auch am vergangenen Wochenende Gratisbusse.
Diese Notmaßnahme ist keine Dauerlösung. Werner Kostenzer, Geschäftsführer der Kellerjochbahn, versichtert: "Wir haben alles versucht. Die alten Liftssessel sind nicht mehr zu bekommen - weder im Original noch im Nachbau." Kostenzer ärgert, dass die Behörde erst Mitte November, also kurz vor Saisonbeginn, die Sektion 2 angesichts der fehlenden Sessel stilllegte.
Für Georg Zepharovich, den Seilbahnjuristen im Amt der Tiroler Landesregierung, gilt allerdings: "Das neue Seilbahngesetz schreibt für den Bahnbetrieb den Stand der Technik vor. Die Behörde musste tätig werden." Einige fehlende Liftsessel am Tragseil könnten ein Sicherheitsrisiko bedeuten.
Eine umfassende technische Prüfung wurde in den vergangenen Wochen durchgeführt. Auch eine so genannte Seilrechnung, um zu klären, ob das Tragseil auch mit weniger als der vorgeschriebenen Sesselzahl sicher laufen kann.
Seitens der Techniker scheint es keine Einwände mehr zu geben. Was noch fehlt ist der Bescheid aus der Amtsstube: "Wir arbeiten mit Hochdruck daran. Eine Lösung zeichnet sich ab", stellte Seilbahnjurist Zepharovich am vergangenen Freitag einen Bescheid "in den nächsten Tagen" ins Aussicht.
Spätestens ab 23. Dezemeber, also mit Beginn der Weihnachtsferien, sollte die Kellerjochbahn in voller Länge wieder fahren und damit ein ungetrübtes Wintersportvergnügen auf dem Hausberg der Schwazer gesichert sein.
Quelle: Tiroler Landeszeitung