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Bergeeinrichtung System Lagalb

seilreiter

Großer Müggelberg (115m)
Vor 14 (!) Jahren war ich mal in St Moritz zum Skifahren,
da fiel mir in der Lagalb-Bahn folgendes auf -
untypisch für CH -Betrieb ohne Personal in der Kabine
und in einem Eck eine Art Winde oder so, abgetrennt vom übrigen
Kabinenraum - wie gesagt schon lange her.

Weiß jmd. genaueres über dieses Bergungssystem?
Gibt es das noch in anderen Bahnen?
Wie läuft das genau ab, irgendwie muss das Ding ja fernsteuerbar
sein?
 
Mit dem Gerät kann im Bedarfsfall ein Bahnmitarbeiter die Kabine erreichen. Es handelt sich um ein Seilfahrgerät (Selbstfahrer) mit einem Verbrennungsmotor, dass über Funk aktiviert werden kann. In der MiS und in der Garaventa-Gazette war 1994 ein Bericht über den Umbau der Lagalb-Bahn und über diese Möglichkeit, die Kabine zu erreichen.
Weitere Voraussetzung für den "schaffnerlosen" Betrieb der Bahn war eine besonders große Pendelfreiheit an den Stützen. Daher die extrem große Spurweite der Fahrbahnen von (ich meine, mich zu erinnern) 11 m.
 
Tausend Dank Christoph :D

Genau das hab ich gemeint.
Sieht übrigens lustig aus wie der Typ auf seinem Seilbahnmoped sitzt.

Gefällt mir. Seilbahntechnik typisch Schweiz:
hoher James-Bond-Faktor 8)
 
Der dank dieses Gerätes führerlose Betrieb und die darurch mögliche Kosteneinsparung wurde damals stoltz angepriesen, sind aber auch nicht mehr als ein guter Gag.
Die Bergstation muss bei dieser Betriebsart nämlich immer besetzt sein. Wenn man da sämtliche Betriebsabläufe und das Personal rechnet hat man eine ersparnis von annähernd 0.
Voraussetzung für den Einsatz dieses System ist natürlich auch ein entsprechendes Terrain unterhalb der Bahn. Es dürfte auf der Welt nur sehr wenige Pendelbahnen geben wo jeder Punt unterhalb der Bahn jederzeit problem - und gefahrlos erreicht werden kann.
 
Theo schrieb:
Der dank dieses Gerätes führerlose Betrieb und die darurch mögliche Kosteneinsparung wurde damals stoltz angepriesen, sind aber auch nicht mehr als ein guter Gag.
Stimme ich voll und ganz zu. Wage zu behaupten dass man überhaupt kein Personal einspart.
Jetzt stehen die "Kabinenbegleiter" einfach je einer in der Tal- und Bergstation auf dem Perron und stehen vor einem roten Kästchen und drücken den Knopf wenn die Türen geöffnet werden müssen, statt in der Kabine ;-)
Einzige Einsparung besteht vielleicht darin, dass der "Kabinenbegleiter" in der Talstation in frequenzarmen Zeiten vielleicht die Kasse und die Kabinen(-türen) in der Berg- und Talstation per Fernsteuerung bedienen kann.
 
Toll erklärt, der hat das echt drauf! Mit Fotos und allem drum und dran. Allerdings bin ich kein Fan von nicht-besetzten Pendelbahnen. Bei der Menge an Leuten weiß ich jetzt nicht ob es da im Notfall nicht doch sehr problematisch wird. Meines achtens gibt es doch unten Personal, dass auf die Anzahl der einsteigenden Personen und die Tür achtet, oder irre ich mich jetzt :?:
 
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