skifam
Olymp (2917m)
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ThomasK schrieb:...dass die Seilbahnen den einen oder anderen Idioten auch in die Berge bringen.
judyclt schrieb:ThomasK schrieb:...dass die Seilbahnen den einen oder anderen Idioten auch in die Berge bringen.
Wahrscheinlich ebenso viele Unfähige transportieren E-Bikes an Orte, die sie per Muskelkraft nicht erreicht hätten und zu denen sie auch besser nie gekommen wären.
Brutale Höhenweg-Attacke: Mediziner soll Vernehmungsfähigkeit des Angeklagten klären
Er führte Wanderer durch die Alpen, liebte die Berge – bis ein brutaler Angriff im August 2023 auf dem Mittenwalder Höhenweg alles veränderte. Im Prozess sitzt der Bergführer seinem mutmaßlichen Angreifer gegenüber. Doch der Prozess stockt, da der Angeklagte scheinbar noch nicht vernehmungsfähig ist.
srj schrieb:Ich darf gar nicht schreiben, was man eigentlich in so einem Fall machen will.
Was da wohl in der Leere eines solchen Schädels vor sich geht...glaubt der, der Bergführer will ihm die Frau ausspannen oder was?
Dass da keiner ein Bild machen konnte glaube ich sogar - vermutlich haben sich die Gruppenmitglieder um den Bergführer gekümmert.
Die dann womöglich noch abstürzt weil wie im Beitrag ungesichert und der Bergführer sich dann noch wegen unterlassener Hilfeleistung verantworten muss weil er ja auch die Kompetenz hatte zu wissen was zur Sicherheit zu tun ist.mark13 schrieb:Habe jetzt erst den Artikel der Verhandlung gesehen. Also da gibt sich doch ein ganz anderes Bild: Der Bergführer hat sich wohl ungebeten in die Angelegenheit der Frau eingemischt, die ist Hysterisch geworden und hat dann maßlos übertrieben und schlussendlich ist der Mann dann durchgedreht.
Rechtfertigung gibt es natürlich keine aber evtl. hätte sich der Bergführer denken können, dass es nicht die beste Idee ist, ohne vorherige Zustimmung / Absprache fremden Frauen zu nahe zu kommen, selbst wenn es gut gemeint ist.
mark13 schrieb:Habe jetzt erst den Artikel der Verhandlung gesehen. Also da gibt sich doch ein ganz anderes Bild: Der Bergführer hat sich wohl ungebeten in die Angelegenheit der Frau eingemischt, die ist Hysterisch geworden und hat dann maßlos übertrieben und schlussendlich ist der Mann dann durchgedreht.
Rechtfertigung gibt es natürlich keine aber evtl. hätte sich der Bergführer denken können, dass es nicht die beste Idee ist, ohne vorherige Zustimmung / Absprache fremden Frauen zu nahe zu kommen, selbst wenn es gut gemeint ist.
Endmoräne schrieb:Davon unbenommen ist Gewalt natürlich kein legitimes Mittel der Auseinandersetzung
judyclt schrieb:Endmoräne schrieb:Davon unbenommen ist Gewalt natürlich kein legitimes Mittel der Auseinandersetzung
Und damit ist für mich alles gesagt.
Ich bin nach wie vor empört. Jemandem 1/2 Stunde hinterher zu laufen, um ihn zum Krüppel zu schlagen, ist durch nichts gerechtfertigt, egal was vorher passiert ist.Endmoräne schrieb:Das wurde leichtfertig geglaubt und hat hier eine Empörungskaskade ausgelöst.
Endmoräne schrieb:mark13 schrieb:Habe jetzt erst den Artikel der Verhandlung gesehen. Also da gibt sich doch ein ganz anderes Bild: Der Bergführer hat sich wohl ungebeten in die Angelegenheit der Frau eingemischt, die ist Hysterisch geworden und hat dann maßlos übertrieben und schlussendlich ist der Mann dann durchgedreht.
Rechtfertigung gibt es natürlich keine aber evtl. hätte sich der Bergführer denken können, dass es nicht die beste Idee ist, ohne vorherige Zustimmung / Absprache fremden Frauen zu nahe zu kommen, selbst wenn es gut gemeint ist.
Vollkommen richtig. Und ich möchte hinzufügen: Jedem, der bereit war, über eine so schier unglaubliche Meldung mal ein bisschen selber nachzudenken, war schnell klar, dass es dazu noch eine ganz andere Erzählung geben würde. Und die sieht, wie man dem Prozessbericht entnehmen darf, wohl so aus: Die beiden Gruppen sind sich, den KS in entgegengesetzten Richtungen begehend, an einer steilen Rinne begegnet. Wobei der angeklagte Ehemann wie auch der Sohn diese auch schon passiert hatten. Die Frau folgte mit etwas Abstand nach. Die beiden, also der Bergführer und die Frau trafen offensichtlich relativ zeitgleich (wer war wirklich zuerst?) an den jeweiligen Einstiegen dieser Problemstelle ein. Daraufhin hat der BF die Frau aufgefordert unten zu warten. Eingebautes Bergführervorrecht? Das hat die Frau entweder nicht verstanden oder ignoriert, jedenfalls nicht gemacht. Gut möglich, dass sie sich auch als zuerst dort wähnte oder tatsächlich auch war und sich gerade zur Begehung angeschickt hatte, als der BF Vorrang für sich und seine Gruppe reklamiert hatte. Es mag auch eine Rolle gespielt haben, dass ihr Begleiter schon voraus waren. Ganz sicher war es ein Fehler ihres Mannes, nicht oben gewartet zu haben. In dem Fall wäre die Sache nämlich klar gewesen und der BF und seine Gruppe hätten das Nachsehen gehabt.
Nun zum Ereignishergang: Sehr wenig glaubhaft erscheint mir auf Grundlage der Fakten die Samaritererzählung des Bergführers. Die Frau war offensichtlich nicht so unsicher, dass sie sich eingehängt hätte. Außerdem hat sie nachher genug gekonnt, dass sie erstens den Bergführer und seine Gruppe hat mit einholen und zweitens dann den KS weiter hat absolvieren können, bevor die Polizei dort war. Vielmehr sieht es so aus, als hätte es dem BF nicht geschmeckt, dass sie sich seiner Aufforderung widersetzt hat. Und ferner so, dass sie gegen ihren Willen von ihm in der Mitte der Rinne angepinnt worden ist, damit der BF seine Gruppe an ihr vorbeischleusen konnte. Und ganz ehrlich: Das geht auch überhaupt nicht! Und zwar beides nicht: Erstens erzwingt man keine Begegnungen in Schlüsselstellen. Auch nicht, wenn man sich im Vorrang wähnt. Sehr gut möglich auch, dass er zuerst an seinem Standplatz war, sie angewiesen hat zu warten, bis seine Gruppe beisammen war, die Frau darauf aber keinen Bock hatte und von unten eingestiegen ist. Woraufhin er verärgert war, vielleicht auch weil sie da nicht hochgeschossen kam wie Ueli Steck, und er mit seiner Gruppe von oben ebenfalls eingestiegen ist. Gerade als Bergführer sollte man da drüberstehen. Sicherheit geht immer vor! Und zweitens macht man sich nicht ungefragt und gegen den Willen des Gegenübers an dessen Sicherungsgeräten zu schaffen. Egal ob man Bergführer ist oder Träger des Piolet d'Or. Das scheidet einfach völlig aus. Wenn man gerne in den Bergen eine geballert bekommen möchte, ist das allerdings der kürzeste Weg.
Davon unbenommen ist Gewalt natürlich kein legitimes Mittel der Auseinandersetzung, die Tat somit zu verurteilen und die persönlichen Folgen sind überaus tragisch.
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