Jens
Eiger (3970m)
Man überlegt weiter:
www.tirol.comKonzept für Bichlalmlift ist in Arbeit
Der Verhandlungspoker um den Neubau des Bichlalmlifts wird um eine Variante reicher: Kitzbühels Stadtchef sichert finanzielle Unterstützung zu.
Für den alten Bichlalmlift hat am 2. Oktober die letzte Stunde geschlagen. Doch für Susi Bachler, Tochter des Liftpioniers Andrä Bachler, ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen: "Ich werde auf die Erfüllung der vertraglich zugesicherten Betriebspflicht der Bergbahn AG Kitzbühel bis 31. Dezember bestehen." Fahrgäste wird der Einer-Sessellift aber nicht mehr befördern: "Die Lizenz läuft Anfang Dezember aus", bestätigt Bergbahnchef Georg Hechenberger.
Bachler sieht sich in ihrem Kampf um den Erhalt des Naherholungsgebiets Bichlalm bestätigt: "In einer Unterschriftenaktion haben sich 4500 Kitzbüheler für den Beibehalt des Lifts ausgesprochen", sagt Bachler. Sie will den Druck auf die Bergbahn AG verstärken: "Ich schließe auch die Gründung einer Bürgerinitiative nicht aus, sollte keine Einigung erzielt werden."
Die Verantwortlichen des Seilbahnunternehmens lassen derzeit eine neue Variante ausarbeiten, nachdem die Verlegung der Talstation nach Oberaigen keine Zustimmung unter den Grundbesitzern gefunden hat. Hechenberger: "Es wird die feuerpolizeiliche und finanzielle Machbarkeit abder bestehenden Talstation überprüft."
Mit Kündigungen ist die Schließung des alten Lifts übrigens nicht verbunden. Alle Mitarbeiter wurden innerhalb des Seilbahnunternehmens untergebracht.
Stadtchef Klaus Winkler, selbst Befürworter einer Variante Mittelstation-Stuckkogel, hofft auf eine baldige Entscheidung und sichert öffentliche Mittel zu. "An einer finanziellen Unterstützung soll das Liftprojekt nicht scheitern."
Die erfreuliche Meldung für alle Tourengeher: Pächter Hannes Kumpitsch hat einer Bewirtschaftung im kommenden Winter zugestimmt. Ob die Bergbahn AG die Präparierung der Rodelbahn und der Piste übernimmt bzw. ob eine Personenbeförderung per Pistenraupen ermöglicht wird, will Hechenberger nicht verraten. "Wir schnüren gerade ein Gesamtpaket."
Dass die Bergbahn trotz fehlender Wirtschaftlichkeit des Bichlalmlifts ernsthaft um eine Lösung bemüht ist, will Hechenberger mit Zahlen untermauern: "Im Auslastungsvergleich unserer 54 Anlagen steht der Streifalmlift an vorletzer und der Bichlalmlift an letzter Stelle."