trincerone
Jungfrau (4161m)
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Nun, ich teile mcmafs außenpolitische Ansichten in diesen Punkten zwar überhaupt nicht, aber würd sie jetzt auch nicht zum Anlass nehmen, polemisch zu werden....
Na na. Also, das ist schon ein bisschen komplizierter. Also Begin kannst Su in seiner politischen Ausrichtung mit Sharon vergleichen, eher sogar nochmehr ultra. Warum also der Frieden damals? Um die Anzahl der Fronten zu bregrenzen! Damals waren die Palästinenser militärisch viel stärker als heute in der Form, dass sie eher verschiedene Arten Guerilla-Armeen hatten, die als solche israelische Militärstrukturen in den besetzen Gebieten angegriffen haben. Diese Selbstmordattentate sind ein Ergebnis der jüngsten Geschichte und erst in Zusammenhang mit der Radikalisierung von Teilen der islamischen Bevölkerung möglich geworden (wobei Israel übrigens die Radikalislamistischen Bewegungen ursprünglich massif unterstützt hat, weil diese sich damals nicht in Arafats Guerillabewegung eingereiht haben und ihr eigenes Süppchen gekocht haben. So dachte man könnte man einen Keil in die Palästinenser treieben, was zu einem gewissen Grad ja auch funktioniert hat, jedoch das Problem wie man sieht eher verschärft und ansonsten verlagert hat).
Die verschiedenen palästinensischen Guerillabewegungen operierten urspünglich von Jordanien aus, vor allem nach dem die West Bank 1967 im israelischen Expansionskrieg an Israel gefallen war. Nun ist Jordanien aberzum einen ein recht beduinisch geprägtes Land und aufgrund der Heirat zwischen dem damaligen König Hussein mit einer Amerikanerin recht westlich orientiert und insbesondere Amerika fixiert gewesen (für einen arabischen Staat jedenfalls). Die Zunahme an palästinensischem Einfluss gefiel der jordanischen Fürhung (die beduinisch ist) überhaupt nicht, was schließlich zum sogenannten schwarzen September führte 1970 führte, einer Art kurzem Bürgerkrieg, in Verlauf dessen, die palästinensischen Gruppierungen mit Waffengewalt aus dem Land getrieben wurden. Ihr neuer Standort war danach der Libanon (Syrien war schon Standort der eher kommunistisch angehauchten Teile palästinensischer Widerstandbewegungen, die sich traditionell mit den ideologisch ziemlich unabhängigen Anhängern Arafats nicht so verstanden - außerdem wollte man sich nicht dem EInfluss von Assad aussetzen).
Als also in der zweiten Hälfte der 70er Jahre Friedensverhandlungen mit Sadat geführt wurden, war die Situation für Israel noch viel bedrohlicher als heute. Der Yom-Kippurkrieg war erst wenige Jahre her und hatte deutlich gemacht, dass Israel - wollte es bei dem Einsatz konventioneller Waffen bleiben - seine Fronten begrenzen musste. Zu dieser Zeit führten israelische guerillaähnlich Einheiten regelmäßig Attentate im Libanon aus, wo politische Führungskräfte der Palästinenser, einflussreiche Künstler und militärische Führer liquidiert wurden. Diese vorgehensweise unterschied sich nicht sonderlich, von dem was wir als Terrorrismus bezeichnen, zumal dafür regelmäßi in einen souveränen Staat eingedrungen wurde. Erst in den 80ern maschierte Sharon dann mit der Armee in den Libanon ein (übrigens ursprünglich ohne politische Ermächtigung), was 1982 dann mit den beiden berüchtigten Massakern in den palästinensischen Flüchtlingslagern endete, aber auch die palästinensische Führung erfolgreich ein weiteres Mal vertrieb.
Ohne auf weitere Details dieser ziemlich komplexen Historie eingehen zu wollen: Es gab damals schlicht keine Chance für israelisch-palästinensischen Frieden, die Arafat hätte nutzen können. Der Begin-Sadat Frieden hatte taktische Gründe und wenig mit der Versöhnungsbereitschaft eines friedlieben Begin zu tun (der übringens ursprünglich selbst Guerillaführer war, genau wie auch Arafat, un eine Menge Kommandoaktionen vor 1948 im damals noch palästinensischen Israel ausgeführt hat, mit dem Ziel dieses Land einzunehmen!) .
. Er hat einfach auch viele Chancen verstreichen lassen, z.B. 1977-1979 auf Sadats und Begins Friedenszug mitaufzuspringen, was natürlich nicht allein seine Schuld ist.
Na na. Also, das ist schon ein bisschen komplizierter. Also Begin kannst Su in seiner politischen Ausrichtung mit Sharon vergleichen, eher sogar nochmehr ultra. Warum also der Frieden damals? Um die Anzahl der Fronten zu bregrenzen! Damals waren die Palästinenser militärisch viel stärker als heute in der Form, dass sie eher verschiedene Arten Guerilla-Armeen hatten, die als solche israelische Militärstrukturen in den besetzen Gebieten angegriffen haben. Diese Selbstmordattentate sind ein Ergebnis der jüngsten Geschichte und erst in Zusammenhang mit der Radikalisierung von Teilen der islamischen Bevölkerung möglich geworden (wobei Israel übrigens die Radikalislamistischen Bewegungen ursprünglich massif unterstützt hat, weil diese sich damals nicht in Arafats Guerillabewegung eingereiht haben und ihr eigenes Süppchen gekocht haben. So dachte man könnte man einen Keil in die Palästinenser treieben, was zu einem gewissen Grad ja auch funktioniert hat, jedoch das Problem wie man sieht eher verschärft und ansonsten verlagert hat).
Die verschiedenen palästinensischen Guerillabewegungen operierten urspünglich von Jordanien aus, vor allem nach dem die West Bank 1967 im israelischen Expansionskrieg an Israel gefallen war. Nun ist Jordanien aberzum einen ein recht beduinisch geprägtes Land und aufgrund der Heirat zwischen dem damaligen König Hussein mit einer Amerikanerin recht westlich orientiert und insbesondere Amerika fixiert gewesen (für einen arabischen Staat jedenfalls). Die Zunahme an palästinensischem Einfluss gefiel der jordanischen Fürhung (die beduinisch ist) überhaupt nicht, was schließlich zum sogenannten schwarzen September führte 1970 führte, einer Art kurzem Bürgerkrieg, in Verlauf dessen, die palästinensischen Gruppierungen mit Waffengewalt aus dem Land getrieben wurden. Ihr neuer Standort war danach der Libanon (Syrien war schon Standort der eher kommunistisch angehauchten Teile palästinensischer Widerstandbewegungen, die sich traditionell mit den ideologisch ziemlich unabhängigen Anhängern Arafats nicht so verstanden - außerdem wollte man sich nicht dem EInfluss von Assad aussetzen).
Als also in der zweiten Hälfte der 70er Jahre Friedensverhandlungen mit Sadat geführt wurden, war die Situation für Israel noch viel bedrohlicher als heute. Der Yom-Kippurkrieg war erst wenige Jahre her und hatte deutlich gemacht, dass Israel - wollte es bei dem Einsatz konventioneller Waffen bleiben - seine Fronten begrenzen musste. Zu dieser Zeit führten israelische guerillaähnlich Einheiten regelmäßig Attentate im Libanon aus, wo politische Führungskräfte der Palästinenser, einflussreiche Künstler und militärische Führer liquidiert wurden. Diese vorgehensweise unterschied sich nicht sonderlich, von dem was wir als Terrorrismus bezeichnen, zumal dafür regelmäßi in einen souveränen Staat eingedrungen wurde. Erst in den 80ern maschierte Sharon dann mit der Armee in den Libanon ein (übrigens ursprünglich ohne politische Ermächtigung), was 1982 dann mit den beiden berüchtigten Massakern in den palästinensischen Flüchtlingslagern endete, aber auch die palästinensische Führung erfolgreich ein weiteres Mal vertrieb.
Ohne auf weitere Details dieser ziemlich komplexen Historie eingehen zu wollen: Es gab damals schlicht keine Chance für israelisch-palästinensischen Frieden, die Arafat hätte nutzen können. Der Begin-Sadat Frieden hatte taktische Gründe und wenig mit der Versöhnungsbereitschaft eines friedlieben Begin zu tun (der übringens ursprünglich selbst Guerillaführer war, genau wie auch Arafat, un eine Menge Kommandoaktionen vor 1948 im damals noch palästinensischen Israel ausgeführt hat, mit dem Ziel dieses Land einzunehmen!) .