snowflat
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In Deutschland warens die Tickets der Bahn bei "Lidl", in Österreich die Skipässe beim "MPreis":
Quelle: Tiroler Tageszeitung
Billig-Liftkarten im Supermarkt bringen Seilbahner zum Kochen
Die Kritik der obersten Seilbahner an der Billig-Liftkarten-Aktion lässt die Lebensmittelkette MPreis kalt. Tiroler sollen nicht in den Genuss von wirklich preiswertem Skivergnügen kommen.
"Halbpreisaktionen sind für die gesamte Seilbahnbranche kontraproduktiv, unterminieren die im internationalen Vergleich niedrigen Preise der Tiroler Skigebiete und sind insofern strikt abzulehnen."
So stuft Tirols oberster Seilbahner Ingo Karl den Verkauf günstiger Tageskarten in MPreis-Märkten ein. "Ich wundere mich, dass Bergbahnen einerseits mit Dumpingpreisen Besucherdefizite bekämpfen, und gleichzeitig im Skigebiet erweitern wollen". Karl kritisiert auch, dass die von der Lebensmittelkette gebotene Marketing-Gegenleistung für die Skigebiete bei Tageskartenmengen bis zu 10.000 Stück völlig ins Leere geht.
Diese Vorwürfe lässt MPreis-Sprecherin Ingrid Huter nicht gelten. "Wir haben täglich 100.000 Kunden, die in unseren Geschäften und über unsere Werbung auf die Skigebiete aufmerksam gemacht werden", ist Huter davon überzeugt, dass die an der Aktion teilnehmenden Bergbahnen zusätzliche Umsätze erzielten.
Jedenfalls würden bei MPreis auch künftig preiswerte Tageskarten verkauft und auch weitere für Supermärkte bislang unübliche Produkte wie Wellness-Tage oder FC-Tirol-Karten zum halben Preis in das Sortiment aufgenommen.
Die Kritik Karls stößt auch bei so manchem Tiroler Seilbahnern auf wenig Gegenliebe. Ein Oberländer Anbieter versteht die Argumente des Fachgruppenobmanns jedenfalls nicht: "Da hat uns die Aussage von Ingo Karl, als er Geld von Tourengehern wollte, viel mehr geschadet."
Quelle: Tiroler Tageszeitung