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Bindung einstellen: Tibia- oder Gewichtsmethode?

Powderhausen

Massada (5m)
Wie lasst ihr den Z-Wert ermitteln um eure Skibindung korrekt einzustellen: nach der Tibia- oder Gewichtsmethode?

Also nach Messung des Knies (Stärke des Schienbeinknochens am Tibia-Kopf) oder nur durch Angabe des Gewichts, Körpergröße und Fahrkönnen? Für beide Messmethoden sind imho Geschlecht, Alter und Schuhsohlenlänge noch wichtig.

Bei beiden Methoden kann doch auch ein unterschiedlicher Z-Wert rauskommen, oder?
Was ist besser, genauer – wie wird´s korrekt gemacht?

Und ist es wirklich zwingend notwenig, mit beiden Skischuhen die Bindung einzustellen/testen? Also dann auch die links-recht-Aufkleber auf den Ski zu haben und sich vor allem daran zu halten?

Danke für Antworten.

Hintergrund: meine Skibindung wurde vor 3 Jahren nach dem Skikauf im Fachgeschäft mit der "Gewichtsmethode" eingestellt.
Diese Einstellungen sollte man ja von Zeit zur Zeit prüfen lassen...und mein aktueller "Ski-Service-Mann" stellt diese jetzt aber nach der Tibia-Methode ein, sein lt. ihm genauer.
 
Ich persönlich gehe da inzwischen nach eigenen Erfahrungswerten, da ich genug Stürze hatte, um abschätzen zu können, in welchem Bereich sich die Einstellung befinden muss.

Grundsätzlich sind beide Methoden i.d.R. sicher und somit auch empfehlenswert. Ich schätze mal, dass die Gewichtsmethode inzwischen verlässlichere und umfangreichere Statistiken vorweisen kann. Das ist sicher auch ein Grund, weshalb man sie in fast jedem Sportgeschäft antrifft.
 
Der Meinung bin ich nicht! Die Gewichtsmethode ist IMHO die einfachere und schnellere Methode für die Geschäfte!
Kniefreundlicher ist schon die Tibia-Methode. Also zumindest für den Normalfahrer.
 
In "meinem" Sportfachgeschäft in Hof wurde die Bindung nach der Tibia-Methode eingestellt. Hat immer tadellos funktioniert.

Seit Jahren leihe ich jetzt meine Ski in Z bei "Slalom-Sport". Dort wird nach Alter und Gewicht eingestellt. Die Bindung hat noch nie zu früh und bei den wenigen Stürzen die ich fabriziere, immer gut ausgelöst.
 
Bei mir ist es so, dass ich nach Tibia Methode einen Z Wert von 8 habe und nach der Gewichtsmethode kommt 7 dabei raus.

Und ja es ist wichtig das jede Bindung mit Schuh am Prüfgerät eingestellt wird. Denn die Werte die man auf der Bindung ablesen kann sind nur anhaltswerte. An der Prüfmaschine wird tatsächlich gemessen wann die Bindung auslöst. Bei meinem nigel nagel neuen Ski ist es z.B. so: Der einzustellende Z Wert ist 8, also würde man denken dass man die Bindung auch auf 8 einstellen muss. Doch bei meiner Bindung ist es so dass diese auf 9 stehen muss, damit sie mit den Werten auslöst die für Z=8 gelten.
 
"Mein" Sportfachgeschäft in Muc (Bittl) stellte meine Bindungen bisher nach der Gewichtsmethode ein. Hab mir da auch nie Gedanken darüber gemacht. Kapitale Stürze mit Auslösung sind bei mir zum Glück relativ selten, so dass ich mir auch kein Urteil über die Qualität der Einstellung erlauben kann. Bisher wurden dann auch nur Körperteile verletzt die nichts mit der Bindungseinstellung zu tun hatten.
Kürzlich wollte ich aber eine Dynafit-Bindung einstellen lassen und da meinte man, dass sie diese Bindung aus irgendwelchen TÜV-rechtlichen Gründen (keine Ahnung warum genau) nicht einstellen dürfen. Ich soll den z-Wert meiner anderen Ski entnehmen und selbst einstellen...
 
Modern und aktuell wird eigentlich nurnoch die Gewichtsmethode verwendet. Sicher ist es vollkommen egal ob jetz ein Z-Wert +/- 1 rauskommt, da die Federvorspannungen eh unterschiedlich sind. Nichtmal alle Federn einer Bindungsreihe haben die gleichen Federkonstanten. Von da her ist es schlichtweg egal ob nun 7 oder 8 dabei rauskommt. Die Hersteller bzw. Messmethoden haben natürlich auch einen Sicherheitsfaktor inklusive. Keiner will sich wegen nem gebrochenen Bein vor Gericht verantworten müssen. :wink:

Den sobald man sich im Skisport ausßerhalb der regulären Pisten aufhält: Rennlauf, Freeride, Park&Pipe wird eh nach "Skill" und grob nach Gewicht eingestellt. Dort sind z-Werte von 14+ keine Seltenheit. Der Ski soll ja nur in der absoluten Extremsituation vom Schuh loskommen. ;)
 
Bei der Gelegenheit eine kurze Zusatzfrage:

Mir wurde mal gesagt, dass eine nagelneue Bindung beim erstmaligen Auslösen dies bis zu 20% später tut und es daher sinnvoll sei, neue Bindungen einmal "von Hand" auszulösen.

Kann das jemand bestätigen oder hat mir da einer Mumpitz erzählt?
 
TDi1904 schrieb:
Mir wurde mal gesagt, dass eine nagelneue Bindung beim erstmaligen Auslösen dies bis zu 20% später tut und es daher sinnvoll sei, neue Bindungen einmal "von Hand" auszulösen.

Kann das jemand bestätigen oder hat mir da einer Mumpitz erzählt?

Das wird ja normalerweise schon beim Einstellen der Bindung erledigt, oder?
 
Naja prinzipiell eigentlich nicht! ;) Federvorspannung und Konstante verändern sich definitv nicht durch ein einmaliges Auslösen der Bindung.
 
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