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Blatten / Belalp 10. März 2013

Blatten / Belalp 10. März 2013

Anfahrt: Amden - A3 Wädenswil - Hirzel - A4a - A4 - Luzern - A2 - A8 - Sarnen - Brünigpass - Interlaken - Aeschi - Frutigen - Kandersteg - Lötschbergtunnel - Visp ca. 3:45 h
Wetter: Sonnig, Quellwolken über dem Rhonetal, -1 bis +2°C
Schnee: 50-200 cm Pulver- und Feuchtschnee
Anlagen in Betrieb: Alle
Wartezeit: 0-5 min (Hohstocklift)
Gefallen: Landschaftlich einmaliges, weitläufiges Skigebiet mit phantastischem Panorama; sehr gute Pistenqualität; schöne Abfahrten; interessante Liftanlagen
Nicht gefallen: Nichts :)
Bewertung: 6 von 6 Punkten
Internet: http://www.belalp.ch/, http://www.belalpbahnen.ch/
Pistenplan: http://www.belalpbahnen.ch/data/Ressources/1355838773-Winterpanorama_2012.13_mit_KoordinatenGondelFun.jpg

Dieser Bericht ist Teil meiner Skifahrt Oberbayern-Schweiz vom 7.-10. März 2013. Die Stationen:

Aschau / Kampenwand 7. März 2013
Osterhofen / Wendelstein 7. März 2013
Oberaudorf / Hocheck 7. März 2013
Spitzingsee / Stümpfling & Taubenstein 8. März 2013
Lenggries / Brauneck 8. März 2013
Mollis / Schilt 9. März 2013
Amden / Mattstock & Arvenbüel 9. März 2013
Blatten / Belalp 10. März 2013
Rothwald / Wasenalp 10. März 2013


Der Wetterbericht irrt für den 10. März erfreulicherweise nicht. Der Oberwalliser Sonntagmorgen glänzt mit blankgeputztem Himmel. Im Alpinforum werde ich später lesen, dass es in der Nacht zum Sonntag im Allgäu und in Oberbayern tatsächlich den Schnee sämtlicher Skigebiete zerregnet hat ...

Weil ich nicht weiß, wie lange es den einzigartigen Zweiseil-Schlepplift von Küpfer auf der Belalp noch geben wird und weil ich mehr als 25 Jahre nicht mehr dort war, ist die Belalp mein Vormittagsziel für den 10. März. Der Nachmittag gehört meinem letzten fehlenden Oberwalliser Puzzlestück, dem Skigebiet Rothwald-Wasenalp an der Simplonstraße. Das stand für den vorangegangenen Winter auf dem Programm und musste spontan wegen dicker Bewölkung trotz guter Wetterprognose gestrichen werden. Freilich habe ich die Dorflifte in Goms, Binn oder Grengiols nie besucht, aber die interessieren mich zugegebenermaßen auch nicht. Und die Skilifte auf dem Simplonpass und in Simplon-Dorf gibt es nicht mehr.

Die Belalp über dem Dorf Blatten hat gegenüber den benachbarten Chaletdörfern Riederalp und Bettmeralp auf der anderen Seite des Aletschgletschers die Vorteile, nicht so hemmungslos verbaut worden zu sein und über ein ergiebigeres und in Teilen originaler erhaltenes Skigebiet zu verfügen. Angeblich gibt es an der Zubringer-Pendelbahn in Blatten an schönen Wochenenden Wartezeiten von bis zu einer Stunde, weshalb im Sommer 2013 eine parallele EUB gebaut werden soll. Wer die Bergstation der Pendelbahn auf der Belalp verlässt, muss sich zunächst auf den Ziehweg zur Zubringer-SB Kelchbach begeben, die einen Doppelschlepplift ersetzte. Sie bringt den Skigast ins Hauptskigebiet mit der 4KSB Sparrhorn, dem besagten, langen Schlepplift Hohstock und dem Schlepplift Sparrhorngrat. Die DSB Bruchegg und der SCHL Färrich haben nur Rückbringercharakter.

Die beiden Walliser Skigebiete sind die beiden einzigen meiner Skifahrt mit richtig gutem Schnee. :D Allein dafür hat sich die viele Fahrerei schon gelohnt. Die Belalp wird mit Pulverschnee über 1100 Höhenmeter zwangsläufig zum skifahrerisch lohnendsten Spot der Tour. Auf die Fahrt mit der 4KSB Sparrhorn, die 2006 den mit rund 2400 m Länge längsten Schlepplift Europas ersetzte, folgt der Hohstocklift, der wohl letzte Zweiseilschlepplift der Alpen, wenn nicht der Welt. Hier hat der Steffisburger Hersteller Küpfer 1982 ein technisches Kabinettstückchen ins Wallis gestellt. Die teils recht steile Anlage verfügt über zwei Kurven und eine vor der Bergstation "fliegend" aufgehängte Stütze und bewältigt 420 Höhenmeter. Oben hat man die Wahl zwischen zwei Direktabfahrten und dem Passieren des Skitunnels, der die wunderbare, zu Unrecht schwarz ausgewiesene Abfahrt "Tunnel Westseite" erschließt, die unten in blaue Pisten übergeht und so insgesamt rund 1000 Höhenmeter bietet - fürs Aletschgebiet viel. Der Sparrhorngratlift dagegen erschließt neben "normalen" Pisten eine ebenfalls zu Unrecht schwarz ausgewiesene Abfahrt mit einmaligem Blick auf den Aletschgletscher entlang des Grats über der Massaschlucht zum Aletschbord über dem herrlich gelegenen Hotel Belalp. Von dort geht es mit dem Färrichlift, einem kurzen Rückbringer ohne eigene Abfahrt, zurück zur 4KSB. Aus dem größten Teil des Skigebiets hat man den von der Bettmeralp und Riederalp bekannten Prachtblick aufs Simplongebiet und die Walliser Viertausender Fletschhorn, Monte Rosa, Alphubel, Mischabelgruppe mit Dom, Matterhorn, Weißhorn und (wahrscheinlich) Dent Blanche. Am Vormittag entwickelt sich bei meinem Besuch über dem Rhonetal eine kleine Quellwolkenschicht, die den Blick von der Belalp auf die Bettlihornkette verdeckt, Bettmeralp und Riederalp Schatten beschert und später vorübergehend einen Teil des Panoramas verschluckt.

Von der hübschen Belalp-Kapelle gelangt man über die zugeschneite Autofahrstraße wieder hinunter nach Blatten. Eine direkte Skiabfahrt fehlt bis heute, und so gestalten sich die rund 700 Höhenmeter nach Blatten über den mit Chalets vollgebauten Hang ziemlich langwierig.

28 Fotos:

Talstation PB Belalpbahn in Blatten.
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PB-Fahrt hinauf auf die Belalp. Allmählich öffnet sich das Panorama auf die Walliser Viertausender.
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Von der Bergstation der Pendelbahn auf der Belalp fährt man zunächst über den Dorfziehweg zur 4SB Kelchbach.
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4SB Kelchbach, hauptsächlich als Zubringer genutzt. Ersetzte 1997 einen Doppelschlepplift mit Rodeo-Trasse.
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6KSB Sparrhorn, die 2006 den längsten Schlepplift Europas ersetzte. Seit kurzem wird hier beschneit - auf über 2000 m Höhe. Keine Ahnung, was das soll. So schneearm ist die Belalp nun wirklich nicht.
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Einstieg SCHL Hohstock, letzter Zweiseilschlepplift der Alpen, wenn nicht der Welt.
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Umlenkscheibe SCHL Hohstock, erbaut von Küpfer aus Steffisburg am Thunersee.
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Erste Bananenkurve SCHL Hohstock.
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"Fliegende Stütze" des SCHL Hohstock unmittelbar vor dem Ausstieg. Ein Kuriosum. Betongewicht und Metallkonstruktion sind an Felswänden aufgehängt.
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Trasse SCHL Hohstock vor dem Riederhorn. Überm Rhonetal bilden sich Quellwolken.
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Skitunnel Hohstock auf über 3100 m Höhe.
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Schwarze Abfahrt "Tunnel Westseite" am Hohstock - einfach herrlich. 1000 Höhenmeter Speedfahren auf leerer Piste mit dem Top-Panorama der Walliser Viertausender vor Augen. Fletschhorn, Monte Rosa, Mischabelgruppe mit Dom, Matterhorn, Weißhorn, Dent Blanche. Damit bin ich als Kind in den Skiurlauben auf der Bettmeralp aufgewachsen.
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Wer Skifahren über viele Jahre mit einem solchen Anblick verbindet, kann sich für Skiurlaub beispielsweise im Ennstal nicht erwärmen. :D
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Talstation 6KSB Sparrhorn vor Rhonetal und Simplonpass.
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4SB Bruchegg, ein Zubringer für die Chaletbewohner. Sehr langsam und nicht weiter erwähnenswert. Links die Bergstation der 4SB Kelchbach.
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Sparrhorngratlift mit Fletschhorn, Monte Rosa und Mischabelgruppe. Der Lift bedient normale Beschäftigungspisten ... und die Aletschbordabfahrt, die mehrfach den Blick auf den Aletschgletscher ermöglicht.
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Blick hinüber zur Bergstation der EUB Bettmerhorn auf der benachbarten Bettmeralp, die ständig im Quellwolkenschatten lag.
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Blick von der Aletschbordabfahrt durch die Riederfurka mit der Villa Cassel zum Bettlihorn auf der anderen Rhonetalseite. Das Bettlihorn ist ein phantastischer Oberwalliser Aussichtsberg, ähnlich der Bella Tola über Chandolin. Rechts über der Riederfurka teilverdeckt die Tunetschalp, ein stillgelegtes herrliches Kleinskigebiet über Mörel. Die Liftschneise ist noch gut zu erkennen.
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Blick vom Aletschbord aufs herrlich gelegene Hotel Belalp und die benachbarte Kapelle.
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Kapelle am Hotel Belalp mit Aletschgletscher.
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Vom Hotel Belalp geht es über einen Ziehweg zum Färrichlift, der zwischen alten Chalets startet. Die reine Rückbringeranlage ins Skigebiet hat keine eigene Abfahrt.
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Blick aus der 6KSB Sparrhorn aufs Gelände des Hohstocklifts.
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Schwarze Vornerum-Abfahrt Hülsen des Hohstocklifts mit Blick zum Simplonpass und Fletschhorn.
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SCHL Hohstock mit Bergstation der 6KSB Sparrhorn. Wolkenspiele überm Rhonetal.
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An der schönen Kapelle der Belalp beginnt die Talabfahrt nach Blatten.
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Talabfahrt nach Blatten vor dem Rhonetal mit der Bettlihornkette und Monte Leone. Unten im Tal liegt Ried-Brig, darüber die Chaletsiedlung Rosswald.
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Ried-Brig, Rosswald und Monte Leone im Zoom. Unter dem breit hingestreckten Monte Leone (eigentlich unter dem Wasenhorn davor, was schlecht zu erkennen ist) befindet sich das Skigebiet Rothwald-Wasenalp, mein Nachmittagsziel.
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Blick von der Talabfahrt auf Blatten. Hier wird nach wie vor kräftig gebaut und erweitert. Als nächstes soll ein Reka-Feriendorf entstehen.
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Nächster und letzter Bericht der Fahrt: Rothwald / Wasenalp 10. März 2013
 
Der längste Schlepplift Europas steht in Zermatt mit nicht ganz 3km. :wink:

Hast Du das Gebiet im jetzigen Zustand noch erlebt. Nächstes Jahr dreht da eine 8EUB ihre Runden.
 
ATV schrieb:
Der längste Schlepplift Europas steht in Zermatt mit nicht ganz 3km. :wink:

Hast Du das Gebiet im jetzigen Zustand noch erlebt. Nächstes Jahr dreht da eine 8EUB ihre Runden.
Argghh, hast Recht, ich habe den Schlepplift auf dem Theodulgletscher vergessen! :?
Die 8EUB wird nach meinem Infostand die Pendelbahn Blatten-Belalp nicht ersetzen, sondern ergänzen. Liege ich falsch?
 
Weiter links und weiter hinauf soweit ich weis
 
Laut meinen Informationen (Betriebsmitarbeiter) soll die neue Bahn neben der Talstation der Pendelbahn starten und im Bereich der Talstation der $SB Kelchbach enden, also beim Schischulsammelplatz.
Belalp ist eines meiner Lieblingsgebiete im Wallis: viel Platz, tolles Panorama, sehr nette Abfahrten und der Zweiseilschlepper sicher als Gustostückerl, ich hoffe, der bleibt noch ein paar Jahre.
 
gerrit schrieb:
Belalp ist eines meiner Lieblingsgebiete im Wallis: viel Platz, tolles Panorama, sehr nette Abfahrten und der Zweiseilschlepper sicher als Gustostückerl, ich hoffe, der bleibt noch ein paar Jahre.
Dann wird Dir Bürchen / Unterbäch / Eischoll ebenfalls gefallen. Die Eigenschaften treffen auch auf dieses kultige Skigebiet zu ... weiß nicht, ob Du dort schon warst.
 
Zunächst vielen Dank für die Berichte der Rundtour.

Aufgrund der doch -aus meiner Sicht und nur von den Fotos abgeleiteten- recht hohen Beherbungskapazitäten, hätte ich mehr Betrieb auf der Belalp gerechnet, oder sind das viele Zweitwohnsitz-Chalets?

Eine weitere Frage noch, auch wenn ich mich damit als totalen Technik-Depp oute...
Wofür ist ein Zweiseilschlepper gut? Bei einem Schlepper kann es doch wohl nicht um Windstabilität gehen, oder?
 
skilinde schrieb:
Aufgrund der doch -aus meiner Sicht und nur von den Fotos abgeleiteten- recht hohen Beherbungskapazitäten, hätte ich mehr Betrieb auf der Belalp gerechnet, oder sind das viele Zweitwohnsitz-Chalets?
Ich bin an jenem Sonntag auf der Belalp mit diversen Nordschweizern Lift gefahren. Ein nennenswerter Anteil der Chalets dürften also Wochenendhäuser von Nordschweizern sein, die unter der Woche leer stehen. Entsprechend war der Autozug durch den Lötschbergtunnel am Sonntagabend voller Autos mit Nordschweizer Kennzeichen, vorwiegend natürlich mit Bernern.

skilinde schrieb:
Eine weitere Frage noch, auch wenn ich mich damit als totalen Technik-Depp oute...
Wofür ist ein Zweiseilschlepper gut? Bei einem Schlepper kann es doch wohl nicht um Windstabilität gehen, oder?
Das dürfte mit dem Zusammenspiel aus mehreren Kurven, der teils steilen Trasse, der nicht unerheblichen Länge und Höhendifferenz der Anlage, der Förderleistung und der Antriebsstärke zu tun haben, woraus sich insgesamt eine große Beanspruchung des Seils ergibt. Aber warum Küpfer statt eines verstärkten Seils zwei Seile verbaut hat, kann wohl nur ATV ausreichend erklären ... :D
 
Kleine Frage am Rande: Was sind "Nordschweizer"? Du meinst wohl Deutschschweizer, oder?

"Gustostückerl": In den Ohren eines Schweizers ein herrlicher Austrizismus. So auch zum ersten Mal gehört...
 
intermezzo schrieb:
Kleine Frage am Rande: Was sind "Nordschweizer"? Du meinst wohl Deutschschweizer, oder?
Nein, in diesem Fall explizit Nordschweizer, also die, die nördlich des Lötschbergtunnels wohnen, egal welcher Muttersprache. Zu den Deutschschweizern gehören ja auch Oberwalliser. Aber dass Oberwalliser aus dem Rhonetal ein Wochenendhaus auf der Belalp haben, kann ich mir schlecht vorstellen. Von da oben können die ja sozusagen in den heimischen Garten schauen, d.h. es fehlt eine Mindestdistanz zum Zuhause. Von nirgendwo im Oberwallis dürfte man länger als 30-40 Minuten nach Blatten fahren.
 
Aha, alles klar!

Also in dem Fall aus Walliser Perspektive die "Nord-Üsserschwiizer", wie alle Bewohner, die ausserhalb vom Wallis auch bezeichnet werden:-)
 
Eine weitere Frage noch, auch wenn ich mich damit als totalen Technik-Depp oute...
Wofür ist ein Zweiseilschlepper gut? Bei einem Schlepper kann es doch wohl nicht um Windstabilität gehen, oder?

Kurven bei Skiliften System Constam sind generell eine "Herausforderung", da das Seil nicht nach aussen abgelenkt werden kann (wegen der seitlich am Seil befestigten Aufhängevorrichtung). Mit schrägen Rollen liegt eine leichte Ablenkung nach aussen drin, aber riesige Winkel kriegt man damit nicht hin. Deshalb hat man zahlreiche Lösungen entwickelt um das Problem zu umgehen. Die simpelsten Varianten sind der Dreieckslift und die Zwirbelkurve. Allerdings kann ein Skilift mit diesen Kurvensystem nur Kurven auf eine Seite machen. Desshalb gibt es noch kompliziertere Systeme wie die Baco-Kurve oder eben dieses Zweiseilsystem, das Kurven auf alle Seiten erlaubt. In diesem Fall hier war das System nötig, weil der Lift zuerst eine Kurve nach links und dann eine Kurve nach rechts macht.
 
@ Harzwinter und Pilatus: Danke für die Ausführung. Wieder was gelernt heute, dann kann ich ja jetzt Feierabend machen...
 
Harzwinter schrieb:
Mit einem Poma-Stangenschlepper hätte man das Kurvenproblem viel einfacher lösen können. ;D

Ein Stangenschlepper mit fliegender Stütze habe ich aber noch nie gesehen... :wink: Bei Skiliften System Constam dagegen sind die eigentlich gar nicht so unglaublich selten...
 
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