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Börsianer im AF

Dieses Sommer wollte ich in Immobilien in Budapest investieren, und jetzt hätte ich gern etwas wissen: was ist das bestes Plan, alles in Immobilien zu investieren, oder mit einen Teil meines Kapitals auch Börseaktionen zu kaufen? Ich bin leider kein Börseprofi, und kenne ich nur den Immobilienmarkt.
 
Einzelne Immobilien wären mir zu unsicher, noch dazu in osteuropäischen oder südeuropäischen Ländern; genauso wie einzelne Aktien.
Immobilienfonds, meinetwegen, aber dann lieber Aktienfonds oder Indexfonds/ETF
 
Soll man bei Coinbase heute direkt kaufen, oder noch paar Tage abwarten? Eher mal nur einen kleinen Testbetrag investieren oder gleich etwas mehr?
 
Wie seht ihr die aktuelle Lage?
meine Logik sagt mir eigentlich, dass das alles maßlos übertrieben ist und eine Korrektur fällig wäre, die zeichnet sich aber sowas von gar nicht ab?
wir stehen jetzt irgendwo um die 30% höher als Ende 2019. Das wäre ohne Corona schon viel aber woher dieser gnadenlose Optimismus?
 
br403 schrieb:
Die gab es doch schon vor ein paar Wochen. Und wie immer: Langfristig anlegen...
ja klar langfristig ist gut und recht, aber wenn man bisher nicht groß investiert ist und überlegt zum Start auch ein bisschen mehr zu setzen muss man ne Korrektur nicht unbedingt mitnehmen. So der Gedanke...
Leider war ich letztes Jahr zu langsam und habe mit so einer krassen Erholung nicht gerechnet...
 
Tja, Grundprobleme des Aktienmarktes: du findest erst im Nachhinein heraus wann der richtige Zeitpunkt zum Kauf/Verkauf gewesen ist und wer von denen, die behaupten es zu wissen richtig lag.

Und immer daran denken: einen Rat wie sich die Zukunft entwickeln wird bekommst du immer nur von denen, die in Vergangenheit zumindest so schlecht beraten haben, das sie aktuell immer noch beraten müssen und sich noch nicht nur noch um die schöneren Dinge im Leben kümmern müssen.
 
Wenn es nicht um Einzelwerte geht sondern um den Aktienmarkt als gesamtes, also in Form von irgendwelchen Indexfonds oder ETFs wie MSCI World oder sowas habe ich die Erfahrung gemacht dass es mehr bringt einfach regelmäßig einzuzahlen, d. h. monatlich mit einer festen Summe, praktischerweise als Sparplan. Einen optimalen Zeitpunkt abwarten kann man machen, ist aber recht schwer, wie meine Vorredner schon schrieben. Der beschriebene Weg ist allemal besser als jetzt ewig mit dem Einstieg zu warten und auf eine große Korrektur zu spekulieren. Klar kann die kommen, kann aber auch sein dass es noch eine ganze Zeit lang bergauf geht, und der Kurs nach Korrektur dann immer noch höher ist als der heutige. Dann hat man nichts gewonnen mit der Warterei.

Wenn dann tatsächlich mal ein Punkt kommt mit einem extrem guten Kaufkurs kann man immer noch eine größere Summe X reinstecken, oben drauf auf den Sparplan. Hab ich auch so gemacht bei dem Einbruch zu Beginn der Corona-Krise. Hätte ich gewusst was danach kommt, dann wäre diese Summe X natürlich um ein vielfaches größer ausgefallen, aber so ist das halt. :wink:

Bei Aktien als Einzelwerten kanns schon eher Sinn machen einen guten Punkt zum Kaufen abzupassen (Anhand von Chartanalyse, der Nachrichtenlage, relevanten Terminen,...). Aber auch da kann sowas sehr schwierig sein.
 
molotov schrieb:
Wie seht ihr die aktuelle Lage?
meine Logik sagt mir eigentlich, dass das alles maßlos übertrieben ist und eine Korrektur fällig wäre, die zeichnet sich aber sowas von gar nicht ab?
wir stehen jetzt irgendwo um die 30% höher als Ende 2019. Das wäre ohne Corona schon viel aber woher dieser gnadenlose Optimismus?
Die Gründe für die rasche Erholung und die sehr gute Entwicklung des Aktienmarktes nach dem Corona-Tief lässt sich einfach zusammenfassen:
Mangelnde Anlagealternativen und billiges Geld im Überfluss.
Wo, wenn nicht in Aktien sollen aktuell institutionelle und private Anleger investieren?
Die Niedrigzinspolitik der Notenbanken macht alternative Anlageformen aktuell völlig unattraktiv und so bleiben vor allem Aktien als Investment, plus ein paar hochspekulative Anlageformen, die der normale Anleger nicht wählen sollte, wenn er nicht mit einem Totalverlust seines investierten Kapitals leben kann.
Diese Kombination pusht den Markt nach oben.
Generell sind aber die meisten europäischen Aktien nach wie vor realistisch bewertet, was man bei Hypeaktien wie Tesla nicht mehr sagen kann.
 
Mt. Cervino schrieb:
Die Gründe für die rasche Erholung und die sehr gute Entwicklung des Aktienmarktes nach dem Corona-Tief lässt sich einfach zusammenfassen:
Mangelnde Anlagealternativen und billiges Geld im Überfluss.
Wo, wenn nicht in Aktien sollen aktuell institutionelle und private Anleger investieren?
Die Niedrigzinspolitik der Notenbanken macht alternative Anlageformen aktuell völlig unattraktiv und so bleiben vor allem Aktien als Investment, plus ein paar hochspekulative Anlageformen, die der normale Anleger nicht wählen sollte, wenn er nicht mit einem Totalverlust seines investierten Kapitals leben kann.
Diese Kombination pusht den Markt nach oben.
Generell sind aber die meisten europäischen Aktien nach wie vor realistisch bewertet, was man bei Hypeaktien wie Tesla nicht mehr sagen kann.

Neben dem Mangel an Anlagealternativen spielt bei Privatleuten wahrscheinlich auch die Ausgabensituation eine gewisse Rolle. Persönlich ists bei mir z.B. so, dass ich normalerweise einiges Geld in (Ski-)Urlaube und Kurzausflüge gesteckt hätte. Das ist - bis auf letzten Sommer - fast kompett weggefallen. Da liegt es halt dann doch nahe, einen Teil des überschüssigen Geldes hoffentlich gewinnbringend anzulegen. Gilt jetzt natürlich nur für mich als Kleinanleger, aber ich bin sicher nicht der Einzige, dem das so geht.

Ansonsten stimm ich David93 zu: das mit den Sparplänen halte ich durchaus für sehr sinnvoll - hab 6 verschiedene Fonds und zahl da je nach Sparplan monatlich 1 - 2 mal was rein. Zusätzlich hab ich Mitte März 2020 glücklicherweise einen etwas größeren Betrag zum Start eingezahlt, da waren die Kurse ja sehr niedrig. Ein großer Vorteil ist auch, dass man nicht so viel Zeit investieren muss, wie bei Investitionen in Aktien, bei denen man den Markt - je nach Aktie natürlich - recht intensiv beobachten sollte.

Aktien von einzelnen Firmen gibts dann noch on top, aber eher kleinere Beträge, da gehts dann eher bisschen um die Freude am Spiel. Ich denk aber, dass man auch da eigentlich immer mit Gewinnen rausgehen kann, wenn man die Aktien nur lange genug liegen lässt (und damit mein ich auch mal 10 Jahre und mehr). Das muss man sich natürlich auch leisten können. Und das Unternehmen selbst darf natürlich nicht komplett pleite gehen oder betrügerisch handeln...
 
Langfristig ist die eine Seite, Zocken die andere. Ich mache beides :mrgreen:
Beim Zocken muß man halt nur darauf achten, die Stops richtig zu setzen und auch anzupassen.
 
Spannend ist ja nun erst mal die Inflationsentwicklung.
Ich finde das teils schon lustig, wie hier die sich selbst erfüllende Prophezeiung rein haut.
Für uns wird mit 2% gerechnet. Wenn ich mich umhöre, hört sich das aber mehr nach 20% an.
Der Traum vom Eigenheim wurde 2021 jedenfalls deutlich teurer; sofern man überhaupt noch an Baumaterial ran kommt.
Ich habe mein Projekt schon mal verschoben. Vielleicht bricht doch mal die Auftragslage ein.

Die Aktienkurse stabilisieren sich ja nun wirklich in vielen Branchen. Ich kann mir schon vorstellen, dass das die ersten Anzeichen einer Konjunkturabschwächung sind. Klingt zwar komisch, weil ja die Staaten enorme Summen investieren, aber ich denke, der Markt hat ein wenig Schluckauf und hat sich ein wenig überheizt.
Das wäre nicht das erste mal, dass die Staaten die Konjunktur abwürgen. Ist doch so ein klassischer Kritikpunkt am Sozialismus.
 
Denkt ihr denn, es lohnt sich als vollkommen Unerfahrener jetzt noch einzusteigen? Besonders was Bitcoins angeht, bin ich sehr interessiert, bin mir aber nicht so richtig sicher, ob das langfristig als Anlage sinnvoll ist.
 
Nein,Nein,Nein, außer du hast Spielgeld was dir hinterher nicht weh tut.

Ältere, wie ich ,können sich noch an T-Aktie, Newdax, etc erinnern.

Der nächste Crash kommt bestimmt, danach kannst du anfangen, solange besser Pulver trocken halten
 
alpenpaula schrieb:
Denkt ihr denn, es lohnt sich als vollkommen Unerfahrener jetzt noch einzusteigen? Besonders was Bitcoins angeht, bin ich sehr interessiert, bin mir aber nicht so richtig sicher, ob das langfristig als Anlage sinnvoll ist.
Lies Dir mal den Artikel hier durch. Sollte er noch hinter der Paywall sein, so dürften sich die paar EURO für den Erkenntnisgewinn lohnen:

https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/margin-debt-auf-rekord-party-auf-pump-in-den-usa-steigt-mit-den-aktienkursen-das-risiko-fuer-eine-grosse-korrektur/27147642.html?ticket=ST-4194796-FDIZ3Gb2cfhxEIDSOOfn-ap3
 
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