Die Freunde der Bundesgartenschau Koblenz 2011 sammeln seit gut zehn Wochen Unterschriften, um für den Kampf um den Erhalt der Seilbahn ein wichtiges Argument zu haben: den großen Rückhalt in der Bevölkerung. Am Montagnachmittag übergab der Verein mehrere Ordner mit insgesamt rund 51 000 Unterschriften an den Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig.
Trotz des großen Erfolges mahnte Vorsitzender Hans-Dieter Gassen, in der Auseinandersetzung moderate Töne anzustimmen. Er distanzierte sich damit auch von der mitunter aggressiv formulierten Kritik an der Denkmalpflege des Bistums Trier. "Wir nehmen die Argumente der Gegner sehr ernst", betonte der Vorsitzende der Buga-Freunde, gab aber auch zu bedenken, dass die Seilbahn einen wichtigen Beitrag leiste, den Buga-Geist zu bewahren, indem gerade die historischen Bereiche von Koblenz aufgewertet werden.
Das sieht der Oberbürgermeister, der zu den ersten Unterzeichnern gehörte, ganz ähnlich - auch wenn er auf das Hauptproblem der Denkmalschützer hinwies: Für sie liegt die Talstation einfach zu nahe an der Basilika St. Kastor.
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Er betonte auch, dass die Stadt aus Respekt vor den Denkmalschützern eine mehrstufige Strategie verfolge. Das heißt: vorübergehende Verlängerung bis 2015, um allen Seiten eine intensive Auseinandersetzung zu ermöglichen. Auch wenn im Juni 2013 eine Entscheidung für die Seilbahn fallen sollte, wird es nicht um eine Dauerlösung gehen. Die Betriebsdauer kann dann noch einmal um zehn Jahre verlängert werden - danach müsste die Seilbahn ersetzt werden.
Joachim Hofmann-Göttig deutete aber auch an, dass auch beim Betreiber selbst Überzeugungsarbeit zu leisten war: Nach dem unerwartet großen Erfolg der Buga hätte die Firma Doppelmayr Ende 2013 auch abbauen und durch den Weiterverkauf der Seilbahn richtig Kasse machen können. Dass sich die Österreicher letztendlich anders entschieden, führt der OB auch auf das Engagement der Buga-Freunde zurück, die die Seilbahn zu einer Bürgerbewegung gemacht haben.