veterano96
Großer Müggelberg (115m)
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Ich bin momentan auf Auslandssemester in Kolumbien, genauer gesagt in Cartagena de Indias an der Karibikküste und bin bei der Lektüre eines Reiseführers auf folgende interessante Stelle gestoßen:
CABLE AÉREO:
" Zu Beginn dieses Jahrhunderts suchte die aufblühende Kaffeestadt Manizales einen Zugang zu den internationalen Märkten. Die zentrale Wasserstraße des Landes, der Magdalenafluss, war durch den Vulkan Nevado del Ruiz con Manizales abgeschnitten. In jener Zeit grenzenloser Technikbegeisterung verfiel man auf die phantastische Idee, Manizales mittels einer Seilbahn mit dem 117 Kilometer entfernten Mariquita am Magdalena zu verbinden. Mit dem Bau wurde 1912 begonnen.
Die Fahrt von Manizales nach Mariquita dauerte mit Pausen an den Stationen 48 Stunden. Die Seilbahn lief über 376 Türme aus Eisen, die per Schiff aus London angeliefert wurden. Das Schiff, das den Turm Nr. 20 transportierte, kam nie an. Es wurde im 1. Weltkrieg durch ein deutsches U-Boot versenkt. Der leitende Ingenieur James Lindsay beschloss daraufhin, als Ersatz einen Turm aus Edelhölzern zu errichten.
Der Holzturm ist der Torre de Herveo, der in den 1980er Jahren von der Tiefebene des Magdalena, wo er als Feuerholz zu enden drohte, nach Manizales gebracht wurde. Die Stadt hat damit neben der Kathedrale ein weiteres Wahrzeichen erhalten. Der Turm leuchtet nachts wie ein Christbaum. Av. Santander Calle 65.
Die Estación El Cable liegt direkt gegenüber und ist heute die Architektur Fakultät der Universität Nacional. Die Kabelbahn wurde von 40 PS-Dampfmotoren angetrieben. Sie hatte 800 Gondeln, mit denen täglich zehn Tonnen Kaffee, Bananen, Gold und Tabak nach Mariquita transportiert wurden. Die Gondeln beförderten auch Passagiere. Es muss eine abenteuerliche Reise gewesen sein!
Von Manizales erreichte man den höchsten Punkt bei 3800 Meter über dem Páramo mit einem grandiosen Blick auf die Schneegipfel der Vulkane. Dann ging es hinab in die stickig-schwülen Sümpfe des Magdalenatales. 1961 wurde das Transportmittel eingestellt. Die Straße hatte es überflüssig gemacht."
QUELLE: Semper, F. (2001): Nah dran: Kolumbien; 2. Aufl., Sebra Verlag, Fulda
CABLE AÉREO:
" Zu Beginn dieses Jahrhunderts suchte die aufblühende Kaffeestadt Manizales einen Zugang zu den internationalen Märkten. Die zentrale Wasserstraße des Landes, der Magdalenafluss, war durch den Vulkan Nevado del Ruiz con Manizales abgeschnitten. In jener Zeit grenzenloser Technikbegeisterung verfiel man auf die phantastische Idee, Manizales mittels einer Seilbahn mit dem 117 Kilometer entfernten Mariquita am Magdalena zu verbinden. Mit dem Bau wurde 1912 begonnen.
Die Fahrt von Manizales nach Mariquita dauerte mit Pausen an den Stationen 48 Stunden. Die Seilbahn lief über 376 Türme aus Eisen, die per Schiff aus London angeliefert wurden. Das Schiff, das den Turm Nr. 20 transportierte, kam nie an. Es wurde im 1. Weltkrieg durch ein deutsches U-Boot versenkt. Der leitende Ingenieur James Lindsay beschloss daraufhin, als Ersatz einen Turm aus Edelhölzern zu errichten.
Der Holzturm ist der Torre de Herveo, der in den 1980er Jahren von der Tiefebene des Magdalena, wo er als Feuerholz zu enden drohte, nach Manizales gebracht wurde. Die Stadt hat damit neben der Kathedrale ein weiteres Wahrzeichen erhalten. Der Turm leuchtet nachts wie ein Christbaum. Av. Santander Calle 65.
Die Estación El Cable liegt direkt gegenüber und ist heute die Architektur Fakultät der Universität Nacional. Die Kabelbahn wurde von 40 PS-Dampfmotoren angetrieben. Sie hatte 800 Gondeln, mit denen täglich zehn Tonnen Kaffee, Bananen, Gold und Tabak nach Mariquita transportiert wurden. Die Gondeln beförderten auch Passagiere. Es muss eine abenteuerliche Reise gewesen sein!
Von Manizales erreichte man den höchsten Punkt bei 3800 Meter über dem Páramo mit einem grandiosen Blick auf die Schneegipfel der Vulkane. Dann ging es hinab in die stickig-schwülen Sümpfe des Magdalenatales. 1961 wurde das Transportmittel eingestellt. Die Straße hatte es überflüssig gemacht."
QUELLE: Semper, F. (2001): Nah dran: Kolumbien; 2. Aufl., Sebra Verlag, Fulda
