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Jetzt kommt es zu skurilen Situationen...
Schöneben sperrt zu/muss zusperren, und in Nauders 5 Kilometer weiter ist alles offen.
 
das wird doch eigentlich von Zermatt/Cervinia noch getoppt....

...wobei ich derzeit nicht darauf wetten wuerde, dass in .at die Saison flächendeckend regulär zu Ende gebracht wird.
 
Seilbahnfreund schrieb:
Jetzt kommt es zu skurilen Situationen...
Schöneben sperrt zu/muss zusperren, und in Nauders 5 Kilometer weiter ist alles offen.

Für Nauders wird das doch auch nicht zu halten sein. Da fährt doch auch keiner mehr hin, wenn 5km weiter alles mit viel Tamtam zumacht. Im Endeffekt sollte es jetzt ein Ende mit Schrecken geben, alles in den Alpen zumachen und in 4 Wochen ist der Spuk vorbei. Das ist doch auch keinem Reisewilligen zuzumuten...wo kann ich noch buchen? Wo ist noch offen? Machen die nächste Woche auch zu? Ist irgendwo nur teilweise auf? Und da wo noch auf ist hats dann eine komplette Überlastung...nee, das macht alles keinen Sinn
 
Die Skisaison in Südtirol hat in diesem Jahr eine Dauer durchschnittliche Dauer von ca. 19 Wochen (gerechnet von der zweiten Dezemberwoche bis inkl. Osterwoche), je nach Gebiet evtl. noch eine Woche länger, eher ein bis zwei Wochen kürzer.

Wenn wir davon ausgehen, dass die Buchungszahlen bis inkl. letzter Woche noch einigermaßen stabil waren, reden wir von sechs Wochen, um die die Saison gekürzt werden musste, also grob einem Drittel.
In Hinblick auf die letzten Jahre wissen wir alle, dass die nun kommenden Wochen zu den leersten der Saison zählen. Seit vielen Jahren fahren wir daher Anfang Dezember und Mitte/Ende März zu längeren Skiurlauben, auch in die Dolomiten.

Dies führt mich in meinen Überlegungen zu der Frage, wie groß der wirtschaftliche Schaden für die Bergbahnen und Hoteliers bzw. der Gastronomie tatsächlich sein mag?
In der Weihnachts-/Silvesterwoche bzw. in den Ferienwochen im Februar wird ein Großteil der Umsätze erzielt. Ich gehe also davon aus, dass in den kommenden Wochen vielleicht noch 15 – 20% des Saisonumsatzes erzielt wird (auch in Hinblick auf deutlich niedrigeren Preise in der Hotellerie).

Das Forum kann mit Sicherheit nicht als repräsentativ für die Situation gesehen werden, wir befinden uns in einer „Stockstarre“, da es eine solche Situation noch nicht gab. Es fallen eine Vielzahl an tollen Skitagen weg bzw. müssen umgeplant werden.
Aber wie groß ist der wirtschaftliche mittel- und langfristige Schaden tatsächlich? Aus meiner Sicht muss ein „gesundes“ Unternehmen, egal ob Bergbahn, Hotel oder Gastronomie eine solche Situation überleben.

Ich behaupte viele Unternehmen z.B. in der deutschen Automobilzulieferindustrie oder im Maschinenbau würden bei Umsatzrückgängen von 20% direkt zusagen.
 
Skuril, ich würde eher sagen absurd, ist das Ganze doch schon lange:

Das Champions-League-Spiel PSG - BVB findet als Geisterspiel statt, also ohne Zuschauer. Ok, kann man nachvollziehen, wenn man die Schließung der Skigebiete berücksichtigt.

Aber jetzt kommt es: alle Interviews nach dem Spiel mit Spielern und Trainern sind verboten worden! :wall: :wall: :wall:
Denen ist doch der Himmel auf den Kopf gefallen!

Da erübrigt sich jeder weitere Kommentar dazu.
 
old17 schrieb:
Im Endeffekt sollte es jetzt ein Ende mit Schrecken geben, alles in den Alpen zumachen und in 4 Wochen ist der Spuk vorbei. Das ist doch auch keinem Reisewilligen zuzumuten...wo kann ich noch buchen? Wo ist noch offen? Machen die nächste Woche auch zu? Ist irgendwo nur teilweise auf? Und da wo noch auf ist hats dann eine komplette Überlastung...nee, das macht alles keinen Sinn
Keine Zustimmung!
 
albe-fr schrieb:
das wird doch eigentlich von Zermatt/Cervinia noch getoppt....
na ja, von Ort zu Ort ist man da schon etwas länger unterwegs als von Nauders nach Schöneben. Und die "Hauptrichtung", aus der die Besucher kommen, ist bei Zermatt und Cervinia auch ein wenig unterschiedlich.
 
old17 schrieb:
Seilbahnfreund schrieb:
Jetzt kommt es zu skurilen Situationen...
Schöneben sperrt zu/muss zusperren, und in Nauders 5 Kilometer weiter ist alles offen.

Für Nauders wird das doch auch nicht zu halten sein. Da fährt doch auch keiner mehr hin, wenn 5km weiter alles mit viel Tamtam zumacht. Im Endeffekt sollte es jetzt ein Ende mit Schrecken geben, alles in den Alpen zumachen und in 4 Wochen ist der Spuk vorbei. Das ist doch auch keinem Reisewilligen zuzumuten...wo kann ich noch buchen? Wo ist noch offen? Machen die nächste Woche auch zu? Ist irgendwo nur teilweise auf? Und da wo noch auf ist hats dann eine komplette Überlastung...nee, das macht alles keinen Sinn

Also wenn bis dahin alles normal weiter läuft, werde ich nächste Woche, wenn ich im Tiroler Oberland bin, einen Tag in Nauders einlegen. Wo soll man denn die Grenze ziehen? Samnaun und Fiss sind vom Reschen ja auch nicht weit.

Ich hab da keine Angst.
 
extremecarver schrieb:
starli schrieb:
extremecarver schrieb:
2-3 Wochen an Vorräten sollte man zu Hause haben.
Also etwa 15 Rollen Klopapier pro Person Reserve

15 Rollen Klopapier reichen mir, keine Ahnung, vielleicht ein halbes Jahr und du rechnest mit fast einer Rolle pro Tag??

Falls ich Durchfall bekomme oder Erkältung dann mit Pech ja (benutze immer Klopapier und keine Taschentücher - finde das viel angenehmer). Eine 10er Packung reicht mir sonst etwa 1 Monat. Küchenpapier nehme ich auch selten - da auch eher Klopapier.... Aber einmal starker Schnupfen und dann sind bei mir schnell 5 Rollen weg. Und erst recht bei italienischenm Klopapier - die Standard Rollen haben da maximal die halbe "Kapazität" von DE/AT Klopapier. Dafür gibt es die 4er Packungen mit extra dichtem Klopapier - die halten deutlich länger. Generell im Vergleich zu DE/AT Klopapier in Italien doppelt so teuer - sollte da evtl mal mehr Küchenpapier usw nutzen dass kostet dasselbe wie nördlich der Alpen.

Damit wäre das auch geklärt... :D
 
carverboy schrieb:
Die Skisaison in Südtirol hat in diesem Jahr eine Dauer durchschnittliche Dauer von ca. 19 Wochen (gerechnet von der zweiten Dezemberwoche bis inkl. Osterwoche), je nach Gebiet evtl. noch eine Woche länger, eher ein bis zwei Wochen kürzer.

Wenn wir davon ausgehen, dass die Buchungszahlen bis inkl. letzter Woche noch einigermaßen stabil waren, reden wir von sechs Wochen, um die die Saison gekürzt werden musste, also grob einem Drittel.
In Hinblick auf die letzten Jahre wissen wir alle, dass die nun kommenden Wochen zu den leersten der Saison zählen. Seit vielen Jahren fahren wir daher Anfang Dezember und Mitte/Ende März zu längeren Skiurlauben, auch in die Dolomiten.

Dies führt mich in meinen Überlegungen zu der Frage, wie groß der wirtschaftliche Schaden für die Bergbahnen und Hoteliers bzw. der Gastronomie tatsächlich sein mag?
In der Weihnachts-/Silvesterwoche bzw. in den Ferienwochen im Februar wird ein Großteil der Umsätze erzielt. Ich gehe also davon aus, dass in den kommenden Wochen vielleicht noch 15 – 20% des Saisonumsatzes erzielt wird (auch in Hinblick auf deutlich niedrigeren Preise in der Hotellerie).

Das Forum kann mit Sicherheit nicht als repräsentativ für die Situation gesehen werden, wir befinden uns in einer „Stockstarre“, da es eine solche Situation noch nicht gab. Es fallen eine Vielzahl an tollen Skitagen weg bzw. müssen umgeplant werden.
Aber wie groß ist der wirtschaftliche mittel- und langfristige Schaden tatsächlich? Aus meiner Sicht muss ein „gesundes“ Unternehmen, egal ob Bergbahn, Hotel oder Gastronomie eine solche Situation überleben.

Ich behaupte viele Unternehmen z.B. in der deutschen Automobilzulieferindustrie oder im Maschinenbau würden bei Umsatzrückgängen von 20% direkt zusagen.

Sehe ich ähnlich wie du, da ich mich in der letzten Betriebswoche öfters schon gefragt habe, ob da überhaupt die Kosten des Liftbetriebs noch reinkommen. Insofern würde ich den Schaden durch den Ausfall auf höchstens 15 % schätzen, eher sogar nur 10 %. Aber natürlich will man hohe Ausgleichszahlungen, am besten von der EU, und dazu muss man natürlich lautstark lamentieren wie schlimm alles ist.

Nicht falsch verstehen, in Einzelfällen kann das natürlich existenzbedrohend sein, das will ich gar nicht anzweifeln, aber insgesamt sollte es keine katastrophalen Auswirkungen haben. Anders sähe es natürlich aus, wenn auch der Beginn der Sommersaison verschoben werden müsste.
 
Das ist aber genau meine Befürchtung - das dieses Jahr als Katalysator der Entwicklung fungiert, die Saisonzeiten immer ökonomischer zu betrachten und immer weniger als Freizeitangebot von November bis Mai in hohen LAgen (Dez-April, niedrigere Höhen). Dezember, März (außerhalb Ferien) und die Zeit ab Mitte April sind soooo schön weil sie soooo leer sind. Aber alles Haareraufen hilft grad nix :?
 
Bin jetzt echt gespannt wie sich diese Dynamik fortsetzt.
Ab mittwoch bin ich drei Tage in Sölden und hoffe nicht, dass das die letzten Skitage der Saison werden. :?
 
Ich kann nur hoffen, dass sich der Virus in Ö nicht so stark oder schnell ausbreitet. Im Januar bin ich dieses Jahr leider nicht weggekommen.
Für Mitte/Ende April sieht es im Augenblick nicht gut aus. Und Freude von mir haben schon gebucht.
 
Es macht denke ich in der aktuellen Lage keinen Sinn jetzt schon für Ostern oder Ende März genau zu planen. Klar wenn gebucht ist, dann natürlich erstmal abwarten. Aber frisch buchen dürfte dann doch zu riskant sein.

Ich selbst gehe am Wochenende noch einmal 4 Tage nach Ischgl und hoffe dort noch auf ein paar schöne Tage und dass ich da noch hinfahren kann.

Ende März würde es ins Zillertal gehen (bereits im Sommer gebucht), aber dafür habe ich leider wenig Hoffnung.
 
Es geht nicht um die Liftbetreiber, um die musst man sich keine Sorgen machen.
Betroffen sind die Hotels. Ich habe null Ahnung wie die finanzielle Situation der schön groß ausgebauten Hotels im Dolomitisuperski-Gebiet aussieht, aber die aktuelle Situation in Dolomitisuperski umgemünzt auf ein spezielles Gebiet im Pinzgau, würde ich schätzen Daumen mal Pi, dass dort 1/3 der großen Hotels Insolvenz anmelden müssten, trotz des niedrigen Zinsniveaus. Der Verschuldungsgrad ist aufgrund all der ausufernden Wellnesszubauten einfach viel zu hoch. Ich würde vermuten, dass das im Dolomitisuperskigebiet nicht viel anders ist als in Österreich.

Ein Referenzwert dazu:
Die Verschuldung pro Zimmer in Österreich für Hotels der 4 und 5 Sterne Kategorie lag 2018 bei rd 78.000 Euro. Quelle ist die österr. Tourismusbank.
 
Jip - man wird genug Unterkünfte bekommen. Die meisten fahren ja eh per Auto zum Skigebiet - also flexibel bleiben. Um die Jahreszeit ist das eh das beste erst 1-2 Tage vorher zu buchen, mit Coronavirus nun umso mehr.
Flüge sind derzeit eh auch spotbillig - da würde ich auch nicht zu lange im voraus buchen. Gibt derzeit bei den Budget Airlines innerhalb Europas eigentlich fast jede Verbindung um 19 bis 25€ (ohne Gepäck). Ich hoffe jetzt mal dass der Flughafen Wien noch 10 Tage offen bleibt - aber mir schaut es mal danach aus.
Bzw dass die Airlines alles versuchen müssen um einen retour zu bringen wenn sie Flug canceln - denn offiziell verboten werden Flüge derzeit ja kaum (bzw halt dass man dann die EU Kompensation bekommt). Wer aus der EU raus fliegt - sollte nur EU Airlines nehmen - außer es 500-600€ teurer.
 
Diese Woche denke ich bleibt alles in AT und CH offen. Dann wird man sehen wie es weitergeht. Ich denke gut möglich dass nach dem Wochenende die nächste Well an Schließungen kommt. Bleibt der Großteil in AT noch 13 Tage offen? Das sehe ich als Maximum an. in 2 Wochen wird IMHO der Großteil der Gebiete zu sein.
 
extremecarver schrieb:
Flüge sind derzeit eh auch spotbillig - da würde ich auch nicht zu lange im voraus buchen. Gibt derzeit bei den Budget Airlines innerhalb Europas eigentlich fast jede Verbindung um 19 bis 25€ (ohne Gepäck).

Ich weis zwar nicht wo Du solche Flüge findest, ich jedenfalls nirgends. Eher wird eine Gesellschaft den Flu canceln, ehe er mit 100 Personenn a 25,-€ irgendwo hin fliegt :roll:
 
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