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Coronavirus 2019-nCoV

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Jens schrieb:

Ohne das einschätzen zu können, aber mich würde mal wirklich interessieren wer sich da freiwillig beim Gesundheitsamt meldet. Rechnen die wirklich damit, dass die Leute sich selbst ausliefern?
 
MichiMedi schrieb:
Jens schrieb:

Ohne das einschätzen zu können, aber mich würde mal wirklich interessieren wer sich da freiwillig beim Gesundheitsamt meldet. Rechnen die wirklich damit, dass die Leute sich selbst ausliefern?
Lesen bildet:
Die Quarantäne wird in § 5 der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus geregelt. Dementsprechend müssen sich aus Schweden einreisende Personen unverzüglich in die eigene Wohnung oder an den gewöhnlichen Aufenthaltsort begeben. Zudem sind sie verpflichtet, sofort das zuständige Gesundheitsamt zu informieren. Abhängig vom Gesundheitszustand legt das Gesundheitsamt dann die Regeln für die Quarantäne fest. Zwingend geboten ist ein Zuhausebleiben für 14 Tage. Einkäufe und selbst kurze Aktivitäten an Orten, wo sich andere Menschen aufhalten, müssen unterbleiben. Die Auflagen des Gesundheitsamtes sind bindend.
Steht da ganz klar, unmissverständlich und deutlich drin!
Weil:
§ 12
Ordnungswidrigkeiten
(1) Verstöße gegen die §§ 1 bis 2 o und 5 bis 10 b stellen Ordnungswidrigkeiten nach
§ 73 Abs. 1 a Nr. 24 IfSG dar und werden mit Bußgeldern bis zu 25 000 Euro geahndet.
https://www.niedersachsen.de/download/155884
Ist halt so das dies sehr teuer werden kann.
 
... wird sicher dann problematisch, wenn man sich nicht meldet und das Virus doch hat und ins Krankenhaus muss oder andere ansteckt und dabei rauskommt das man in Schweden war.
 
MichiMedi schrieb:
wetterstein schrieb:
Hoffentlich löst das in der Alarmisten-Fraktion keine hypertensive Krise aus :wink:
:arrow:
Ein auffälliger Widerspruch: Der Staat verbietet zurzeit viele Veranstaltungen wegen der Corona-Abstandsregeln und lässt Gottesdienste nur unter strengen Auflagen zu. Am Samstag haben aber Zehntausende in Berlin, München und vielen anderen deutschen Städten teilweise dicht gedrängt gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article209131853/Anti-Rassismus-Demos-Gefahren-verschwinden-nicht-weil-Ziel-nobel-ist.html

Absolut wichtiger Punkt. Bis jetzt wird Corona über jedes Thema gestellt und die Leute die davon nichts mehr hören wollen werden trotzdem dauernd damit konfrontiert. Und kaum kommt da irgend ein anderes Thema aus den USA rüber, was hier in Europa eigentlich gar nichts verloren hat, interessiert die vorherigen Corona Maßnahmen Hardliner ihre eigene geforderte Strenge gar nicht mehr.

laut Polizei wurde sich bei den meisten Demonstrationen, die übrigens im Freien stattfinden und daher nicht mit Veranstaltungen innerhalb von Räumen vergleichbar sind, an Abstandregeln und MNB gehalten. Wo ist das Problem?
Und Rassismus ist ein weltweites Problem, das überall thematisiert werden sollte. Meine ehemalige Lebensgefährtin stammt aus dem Südsudan, glaub mir, ich habe mit ihr oftmals Rassismus erlebt, ja, auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Beispielsweise wurde ich mit ihr an der Grenze D/CH sehr häufig kontrolliert (sie wohnt in der Schweiz und ist auch Schweizerin), ohne sie exakt einmal...
 
maba04 schrieb:
Also dazu fehlen mir dann doch die Worte... Was mache ich, wenn mir die Zahlen nicht gefallen? Ich veröffentliche einfach keine mehr:

Die Regierung Brasiliens versucht, die Sorge vor dem sich ausbreitenden Coronavirus auf eigene Art einzudämmen: Medien sollen über das Ausmaß der Pandemie nicht mehr berichten.

Fast 1500 Corona-Tote an einem Tag, mehr als 35.000 seit Ausbruch der Pandemie. Die Zahlen aus Brasilien haben zuletzt weltweit für Bestürzung gesorgt und auch die Regierung von Präsident Jair Bolsonaro alarmiert. Diese setzt jetzt allerdings nicht auf härtere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus, sondern sie versucht, die Zahlen und ihre Verbreitung zu kontrollieren.
Quelle: Corona-Pandemie in Brasilien - Krisenbekämpfung durch Schweigen

Bin dann mal gespannt wie es in bzw. mit Brasilien so weitergeht. Mit irgendwelchen Zahlen muss man ja arbeiten. Wobei das in Brasilien dann eh fast kein Unterschied macht. Bolsonaro macht eh nichts, dann sind die Zahlen auch fast egal...
Ich finde es sehr schade, dass keine Zahlen mehr erfasst werden. Es wäre sehr spannend zu sehen, wie sich die Situation entwickelt, wenn man wie in Brasilien einfach gar nichts macht, auch wenn die Lage dort nur zum Teil mit der in Dtl. oder anderen europäischen Staaten vergleichbar ist.
Immerhin die Todeszahlen kann man erfassen und da wird man dann vermutlich eine Übersterblichkeit erkennen können.
 
Ist Bolsonaro ja offensichtlich völlig egal :naja:
Keine Zahlen, keine Übersterblichkeit, alles gut. Und störende Menschen am Amazonas...
Man kann den Eindruck gewinnen, dass Trump doch übertroffen werden kann :rolleyes:
 
MichiMedi schrieb:
wetterstein schrieb:
Hoffentlich löst das in der Alarmisten-Fraktion keine hypertensive Krise aus :wink:
:arrow:
Ein auffälliger Widerspruch: Der Staat verbietet zurzeit viele Veranstaltungen wegen der Corona-Abstandsregeln und lässt Gottesdienste nur unter strengen Auflagen zu. Am Samstag haben aber Zehntausende in Berlin, München und vielen anderen deutschen Städten teilweise dicht gedrängt gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article209131853/Anti-Rassismus-Demos-Gefahren-verschwinden-nicht-weil-Ziel-nobel-ist.html

Absolut wichtiger Punkt. Bis jetzt wird Corona über jedes Thema gestellt und die Leute die davon nichts mehr hören wollen werden trotzdem dauernd damit konfrontiert. Und kaum kommt da irgend ein anderes Thema aus den USA rüber, was hier in Europa eigentlich gar nichts verloren hat, interessiert die vorherigen Corona Maßnahmen Hardliner ihre eigene geforderte Strenge gar nicht mehr.

Absolut blödsinniger Beitrag. Wenn hunderttausende Menschen weltweit gegen Rassismus demonstrieren, dann beruhigt mich das, um ehrlich zu sein schon sehr. Denn es zeigt mir, dass die Mehrzahl meiner Artgenossen korrekterweise das Problem Rassismus als dringender einstufen als vermeintliche Grundrechts-Einschränkungen und Verschwörungstheorien rund um die Ausgangsbeschränkungen der letzten Monate.

"die Leute die davon nichts mehr hören wollen werden trotzdem dauernd damit konfrontiert" --> Könnte daran liegen, dass SARS-CoV-2 halt einfach auch noch irgendwie da ist? In der echten Welt. Nur weil ich die Augen vor etwas schließe, ist es dann weg? Das geht nur hier im Forum: "Mitglied ignorieren" oder einfach bestimmte Threads nicht mehr lesen.

"irgend ein anderes Thema aus den USA rüber, was hier in Europa eigentlich gar nichts verloren hat" --> Das Thema hat es dann wohl irgendwie durch die MichiMedi Zensurstelle für "Themen, die in Europa nix verloren haben" geschafft. Gibts da Anträge, die Themen ausfüllen müssen und Gremiensitzungen, in denen beraten wird, welches davon etwas in Europa verloren hat? Sollte "das Thema" es irgendwie vergessen haben, den Antrag auszufüllen und bei Dir abzugeben, dann übernehme ich gerne die Nachmeldung. Rassismus ist ein Problem, ich befürchte in jeder einzelnen europäischen Nation. Überall Rassisten.

"interessiert die vorherigen Corona Maßnahmen Hardliner ihre eigene geforderte Strenge gar nicht mehr" --> Noch mehr Blödisnn. Die "Corona Maßnahmen Hardliner" waren also alle demonstrieren? Oder haben die alle auf den "Genehmigen"-Knopf gedrückt? Wo sind denn die "Corona Maßnahmen Hardliner", die jetzt sagen: "Interessiert micht nicht mehr, die eigene geforderte Strenge!". Junge, Du gehst hier mit Deinem schlichten Weltbild dermaßen in die Selbstoffenbarung, ist Dir das eigentlich klar? Wissen Deine Eltern, was Du so im Internet machst?

Wie konnte ich nur meine Ignore-Liste nach der Kaunertal Action anpassen, wie konnte ich nur... wird nicht mehr passieren.
 
GIFWilli59 schrieb:
maba04 schrieb:
Also dazu fehlen mir dann doch die Worte... Was mache ich, wenn mir die Zahlen nicht gefallen? Ich veröffentliche einfach keine mehr:

Die Regierung Brasiliens versucht, die Sorge vor dem sich ausbreitenden Coronavirus auf eigene Art einzudämmen: Medien sollen über das Ausmaß der Pandemie nicht mehr berichten.

Fast 1500 Corona-Tote an einem Tag, mehr als 35.000 seit Ausbruch der Pandemie. Die Zahlen aus Brasilien haben zuletzt weltweit für Bestürzung gesorgt und auch die Regierung von Präsident Jair Bolsonaro alarmiert. Diese setzt jetzt allerdings nicht auf härtere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus, sondern sie versucht, die Zahlen und ihre Verbreitung zu kontrollieren.
Quelle: Corona-Pandemie in Brasilien - Krisenbekämpfung durch Schweigen

Bin dann mal gespannt wie es in bzw. mit Brasilien so weitergeht. Mit irgendwelchen Zahlen muss man ja arbeiten. Wobei das in Brasilien dann eh fast kein Unterschied macht. Bolsonaro macht eh nichts, dann sind die Zahlen auch fast egal...
Ich finde es sehr schade, dass keine Zahlen mehr erfasst werden. Es wäre sehr spannend zu sehen, wie sich die Situation entwickelt, wenn man wie in Brasilien einfach gar nichts macht, auch wenn die Lage dort nur zum Teil mit der in Dtl. oder anderen europäischen Staaten vergleichbar ist.
Immerhin die Todeszahlen kann man erfassen und da wird man dann vermutlich eine Übersterblichkeit erkennen können.

Dass man dort gar nichts macht ist auch nicht ganz korrekt. Auf Bundesebene wird dort aktiv verhindert und ignoriert, soweit richtig. Aber manche Bundesstaaten haben doch tatsächlich Restriktionen erlassen, teils recht strenge. Wie gut das ganze eingehalten wird weiß ich aber nicht. Wenn da überall so MichiMedis, Trumps und Bolsonaros rumlaufen wird das ein Ding der Unmöglichkeit.

À Propos Trump: Nach einem seiner Fabrikbesuche durfte die gesamte Produktion an medizinischen Wattestäbchen entsorgt werden.
https://www.welt.de/vermischtes/article209126777/Trump-besucht-Wattestaebchen-Fabrik-Tagesproduktion-muss-entsorgt-werden.html
Bei uns wäre der nicht in entsprechende Räumlichkeiten reingelassen worden. Egal wer es ist, man hat sich an die Regeln zu halten, sonst hat man dort nichts zu suchen.

Und noch was zur spanischen Vorgehensweise, die ein wenig an Berichte aus Schweden erinnert:
https://www.tagesschau.de/ausland/corona-altenheime-spanien-101.html
 
Bergwanderer schrieb:

Ich sagte ja: in den meisten Fällen (das war ein direktes Zitat aus dem Polizeibericht). Beim zweiten Foto ist der Kamerawinkel übrigens so, dass es so aussieht, als stünden die Menschen enger, als sie es tatsächlich tun (wobei du schon recht hast, dass es immer noch zu eng ist...), zumal die meisten ja eine MNB tragen.

flamesoldier schrieb:
À Propos Trump: Nach einem seiner Fabrikbesuche durfte die gesamte Produktion an medizinischen Wattestäbchen entsorgt werden.
https://www.welt.de/vermischtes/article209126777/Trump-besucht-Wattestaebchen-Fabrik-Tagesproduktion-muss-entsorgt-werden.html
Bei uns wäre der nicht in entsprechende Räumlichkeiten reingelassen worden. Egal wer es ist, man hat sich an die Regeln zu halten, sonst hat man dort nichts zu suchen.

...zumal man mit etwas Nachdenken zu dem Schluss kommen kann, dass so einen Besuch in der aktuellen Situation ohne Einhaltung der Hygieneregeln nicht tätigt. Und ich würde den meisten Politikern weltweit durchaus eine gewisse Grundintelligenz unterstellen...
 
Für so richtig ich die Demos halte, aufgrund der Thematik, es wird trotzdem interessant, wie sie sich auf die Corona Zahlen auswirken und könnte das weitere Vorgehen hinsichtlich Maßnahmen beeinflussen.
 
Christian Heinrich schrieb:
laut Polizei wurde sich bei den meisten Demonstrationen, die übrigens im Freien stattfinden und daher nicht mit Veranstaltungen innerhalb von Räumen vergleichbar sind, an Abstandregeln und MNB gehalten. Wo ist das Problem?


https://www.tagesschau.de/inland/spahn-demos-deutschland-101.html

Schau doch mal die Bilder an. MNS und Abstand sucht man vergeblich!

Um mich hier nicht falsch zu verstehen. Ich bin für die Freiheit dass jeder für oder gegen alls mögliche demonstrieren kann, solange es friedlich stattfindt (was übrigens dort auch nicht immer gegegeben war).

Trotzdem ist durch Corona ja aktuell eine Zeit, in der andere Demonstrationen aus Hygienemaßnahmen entweder verboten oder nur mit stark limitierter Teilnehmernzahl stattfinden dürfen. Und da ist es aus meiner Sicht ein Unding dass das nun bei diesen Deminstrationen nicht mehr so ist. Das ist an sich schon eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung.

Dazu kommt noch, dass das Klientel dass auf solchen Demonstrationen gegen Rassismus demonstriert empirisch eine große Schnittmenge mit den Leuten hat, die noch vor kurzem gegen jegliche Corona Lockerungen waren und es unverantwortlich fanden, wenn sich auch nur eine Hand voll Leute zum Skifahren treffen würden. Dass ist dann einfach unerträgliche Doppelmoral.

[url=https://mobile.twitter.com/beolba/status/1269309017215639554 schrieb:
Benjamin Bauer, Die Grünen[/url]" ]
Diese Bilder von #blacklivesmatterberlin sind berührend und besorgniserregend zugleich. Sollten durch die Demos neue Corona-Fälle auftreten, gehen sie aber auf die Rechnung des institutionalisierten Rassismus. Er treibt die Menschen in die Verzweiflung und auf die Straßen.

Und so abstruses Geschwurbel kommt dann dazu von einem Grünen. Das kann man sich wirklich nicht ausdenken...

Christian Heinrich schrieb:
Und Rassismus ist ein weltweites Problem, das überall thematisiert werden sollte. Meine ehemalige Lebensgefährtin stammt aus dem Südsudan, glaub mir, ich habe mit ihr oftmals Rassismus erlebt, ja, auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Beispielsweise wurde ich mit ihr an der Grenze D/CH sehr häufig kontrolliert (sie wohnt in der Schweiz und ist auch Schweizerin), ohne sie exakt einmal...

Als ich früher als kleines Kind mit meinen Eltern vom Skifahren zurück aus der Schweiz kam, habe ich bei der Grenze schon meistens nach dem anstrengenden Skitag geschlafen. Und deshalb wurden meine Eltern dann auch immer kontrolliert, einfach weil es auffällig ist. Das ist kein "Rassismus" gegen schlafende Kinder sondern einfach Polizeitaktik die auf gesammelten empirische Daten basiert. Und wenn die Polizei weiß, wen man kontrollieren muss und wen man besser durch fahren lassen kann, dann ist das genau das was sie sollen um mit möglichst wenige Verkehrsblockade die meisten Fahndungserfolge zu erreichen.
 
MichiMedi schrieb:
Als ich früher als kleines Kind mit meinen Eltern vom Skifahren zurück aus der Schweiz kam, habe ich bei der Grenze schon meistens nach dem anstrengenden Skitag geschlafen. Und deshalb wurden meine Eltern dann auch immer kontrolliert, einfach weil es auffällig ist. Das ist kein "Rassismus" gegen schlafende Kinder sondern einfach Polizeitaktik die auf gesammelten empirische Daten basiert. Und wenn die Polizei weiß, wen man kontrollieren muss und wen man besser durch fahren lassen kann, dann ist das genau das was sie sollen um mit möglichst wenige Verkehrsblockade die meisten Fahndungserfolge zu erreichen.
Dann hätte ich gerne mal die Statistik gesehen, die nachweist das der Anteil der straffälligen Personen relativ je kontrollierter Bevölkerungsgruppe auch signifikant höher ist. Dies würde ein verstärktes kontrollieren rechtfertigen, aber auch nur in dem Maße des höheren Anteils.
Menschlich, bsp. evolutionstechnisch ist es jedoch leider so das unsere Aufmerksamkeit anspringt, wenn etwas außerhalb einer Regel liegt. Das gilt auch für den Mensch in Polizeiuniform.
 
MichiMedi schrieb:
Christian Heinrich schrieb:
laut Polizei wurde sich bei den meisten Demonstrationen, die übrigens im Freien stattfinden und daher nicht mit Veranstaltungen innerhalb von Räumen vergleichbar sind, an Abstandregeln und MNB gehalten. Wo ist das Problem?
https://www.tagesschau.de/inland/spahn-demos-deutschland-101.html
Schau doch mal die Bilder an. MNS und Abstand sucht man vergeblich!
Schau genauer hin und nicht nur dieses eine Bild, das hier schon gepostet wurde und lies ggf. die Polizeiberichte...
MichiMedi schrieb:
Trotzdem ist durch Corona ja aktuell eine Zeit, in der andere Demonstrationen aus Hygienemaßnahmen entweder verboten oder nur mit stark limitierter Teilnehmernzahl stattfinden dürfen. Und da ist es aus meiner Sicht ein Unding dass das nun bei diesen Deminstrationen nicht mehr so ist. Das ist an sich schon eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung.
Die sogenannten Hygienedemos wurden erlaubt und aufgrund der aktuellen Situation reglementiert, die jetzigen Demonstrationen gegen Rassismus, bei denen sich wie gesagt in den meisten Fällen an die Regeln gehalten wurde, wurden genauso reglementiert, z.B. wurde ab einer bestimmten Anzahl an Menschen auf den Demonstrationsgeländen zugemacht und niemand mehr reingelassen. Das ist keine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung, sondern gerechtfertigte Gleichbehandlung.
MichiMedi schrieb:
Christian Heinrich schrieb:
Und Rassismus ist ein weltweites Problem, das überall thematisiert werden sollte. Meine ehemalige Lebensgefährtin stammt aus dem Südsudan, glaub mir, ich habe mit ihr oftmals Rassismus erlebt, ja, auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Beispielsweise wurde ich mit ihr an der Grenze D/CH sehr häufig kontrolliert (sie wohnt in der Schweiz und ist auch Schweizerin), ohne sie exakt einmal...
Als ich früher als kleines Kind mit meinen Eltern vom Skifahren zurück aus der Schweiz kam, habe ich bei der Grenze schon meistens nach dem anstrengenden Skitag geschlafen. Und deshalb wurden meine Eltern dann auch immer kontrolliert, einfach weil es auffällig ist. Das ist kein "Rassismus" gegen schlafende Kinder sondern einfach Polizeitaktik die auf gesammelten empirische Daten basiert. Und wenn die Polizei weiß, wen man kontrollieren muss und wen man besser durch fahren lassen kann, dann ist das genau das was sie sollen um mit möglichst wenige Verkehrsblockade die meisten Fahndungserfolge zu erreichen.
Wenn Farbige häufiger kontrolliert werden als Weiße, ist das struktureller Rassismus in Reinform, da Menschen aufgrund äußerer Merkmale anders behandelt werden. Die Reaktion der Beamten, wenn sie den Ausweis sahen (peinliches Zubodenschauen etc.), zeigte übrigens, dass sie sich dessen durchaus bewusst waren...

Btw.: Dass ausgerechnet Du etwas als "Geschwurbel" bezeichnest, ist der Witz des Tages...
 
Christian Heinrich schrieb:
..................................................
Wenn Farbige häufiger kontrolliert werden als Weiße, ist das struktureller Rassismus in Reinform, da Menschen aufgrund äußerer Merkmale anders behandelt werden. Die Reaktion der Beamten, wenn sie den Ausweis sahen (peinliches Zubodenschauen etc.), zeigte übrigens, dass sie sich dessen durchaus bewusst waren..........
Dieser Satz ist ideologisches Vorurteil in Reinform - hat mit dem Polizeialltag nix zu tun. Ein Freund von mir, Leiter einer Polizeieinheit, hat mit mir darüber gesprochen.

Stell dir vor du bist Polizist und auf Streife. Beispielsweise in einem Regionalzug der DB.
Du überblickst mit deinem geschulten Prüfblick (also falls dich dein Polizeidienst überhaupt interessiert) in einem Wagon geschätzte 25 Personen. Dieser Prüfblick gestattet es normalerweise schnell, polizeilich betrachtet, interessant von uninteressant zu trennen. Die Familie mit den 2 Kindern, die beiden jungen Damen am Laptop etc. fallen schnell als "Kontrollobjekte" weg.
Bleiben einige jungen Männer. Drei offensichtliche Einheimische, die im besten fränggisch miteinander schnattern, also sich kennen. Auf der Bank daneben ein Schwarzafrikaner.

Wen wirst du kontrollieren? Bei einigermaßen rationaler Berufsauffassung. Bei geschätzten 350.000 Illegalen in Deutschland.

Könnte jetzt die Polizisten in der Stadt anführen, der "schwarze Kundschaft" (jou, so werden die benannt) halt täglich beim verticken von Rauschgiften erleben, oder beim Taschendiebstahl, oder, oder, oder.....
 
Fab schrieb:
Wen wirst du kontrollieren?
Wenn es keinen offensichtlichen Grund gibt: Niemanden...

Stell Dir die Situation aus der anderen Perspektive vor (und so ist es uns passiert): Du willst mit dem Zug von Lörrach nach Stuttgart fahren. Am Bahnsteig stehen zwei Polizisten, 30 weitere Personen. Sofort wirst du (also meine damalige Freundin) angesprochen und musst deinen Ausweis zeigen. "Oh, Sie sind ja Schweizerin!". In Basel wird umgestiegen (obwohl Lörrach in Deutschland liegt, muss man mit dem Zug über Basel fahren). Du hast 35 Minuten Zeit, gehst deshalb raus aus dem Bahnhof, also kurz durch die Zollkontrolle (des Badische Bahnhof in Basel ist deutsches Zollgebiet). Alle werden durchgelassen, Du wirst angesprochen. Wieder musst Du Deinen Ausweis zeigen, die Beamtin murmelt "Entschuldigung". Du gehst an ein Kiosk, willst bestellen. Ehe Du etwas sagen kannst, wirst Du in betoooont laaangsaaamen Eeeenglisch aaangesprochen, was du denn willst. Du antwortest auf Baseldeutsch, erhältst wieder einen entschuldigenden Kommentar. Zurück durch die Zollkontrolle, der deutsche Zollbeamte, der die vorherige Kontrolle mitbekommen hat, schaut zu Boden, alle vorherigen Passanten hat er beobachtet. Im Zug kommt dann irgendwann der Schaffner. Alle Leute bittet er, den Fahrschein zu zeigen. Dich fragt er gaaanz laaangsam "Haben Sie einen Fahrschein?". In Karlsruhe ist am Bahnhof eine Polizeikontrolle, wohl aufgrund eines KSC-Spiels. Du wirst direkt angesprochen und nach Deiner - Zitat - Aufenthaltsgenehmigung gefragt. Du zeigst wieder Deinen Schweizer Pass, der Beamtet murmelt etwas vor sich hin. Man sehe Dir ja nicht an, dass Du Schweizerin seist. Mit liegt auf der Zunge zu sagen, man sehe ihm die Dummheit auch nicht direkt an. Ich brauche viel Selbstdiszipilin, um mir diesen Kommentar zu verkneifen. Wir erreichen den Zug. Auf dem weiteren Weg nach Stuttgart passiert dann nichts mehr. Was mich am meisten geschockt hat, war, dass sie mir am Ende sagte, ich soll mir nichts daraus machen, das sei normal...

Nochmal: Ich halte keine der Personen, der wir auf dieser Fahrt begegnet sind, für einen Rassisten. Aber trotzdem wird Dir aufgrund Deiner Hautfarbe gezeigt wird, dass Du nicht dazugehörst. Das ist STRUKTURELLER Rassismus.

---

Wir sind etwas vom Thema abgekommen: Prinzipiell finde ich es gut, dass auch andere Themen wieder mehr Beachtung finden, dabei aber Covid19 nicht außer Acht gelassen wird. Ich muss dann auch mal in die Videokonferenz, um am Hygienekonzept für den umfassenden Schulstart für nächste Woche mitzuarbeiten...
 
Christian Heinrich schrieb:
Ehe Du etwas sagen kannst, wirst Du in betoooont laaangsaaamen Eeeenglisch aaangesprochen,
...
Dich fragt er gaaanz laaangsam "Haben Sie einen Fahrschein?".
Diese beiden Fälle würde ich eher als quasi vorauseilenden Gehorsam werten. Jetzt stell Dir mal vor, Du bist tatsächlich (mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch erkennbar) Ausländer und Dein Gegenüber schnottert Dich in seinem Routinegemurmel an - ist das dann nicht eher Rassismus, weil er/sie das ignoriert und nicht einmal die Höflichkeit aufbringt, langsam zu sprechen?
 
Natürlich gibt es eben Einzelfälle, bei denen die strengeren Kontrollen unangebracht werden. Aber in den aller meisten Fällen wissen die Polizistennschon warum sie bestimmte Gruppen stärker im Blick haben müssen. Das gilt natürlich auch für Menschen die optisch beispielsweise den Eindruck vermitteln mit Drogen Probleme zu haben oder Hooligans zu sein und ist ganz sicher nicht auf die Hautfarbe beschränkt. All das sind eben nur Indizien, die eine Kontrolle aussichtsreicher machen und komischerweise stört man sich nur an dem letzt genannten Indiz. Rassistisch wäre es, würde man Schwarze bei einer gleichen Tat anders bestrafen als Weiße, aber bei Stichprobenkontroloen muss eben eine Auswahl getroffen werden, die auf Erfahrung basiert.
 
Der Austausch zw. "Christian Heinrich" u. mir zeigt schon, daß die Medaille zwei Seiten hat.

Bin ja mittlerweile ein älteres Semester - und hab so meine Schwierigkeiten mit dem Begriff Rassismus. Der wird m. E. inflationär benutzt.
Für mich ist Rassismus wenn ein Mensch wg. dem was er ist und wo er herstammt konkret diskriminiert wird, womöglich auch noch gesetzlich. Kenn das aus meiner Jugend noch. Schwarze im Bus hinten einsteigen, Strände u. Parkbänke für Weiße etc.
Es gibt halt auch schlicht die genetisch verankerte Xenophobie als Eigenschutzfunktion.

Manches Verhalten im Alltag ist auch missverständlich. "Chr.Heinrichs" Beispiel mit dem "laaaangsam" sprechen kann durchaus freundlich u. höflich gemeint sein. Wenn aber der Adressat der "Freundlichkeit" in der soundsovielten Generation hier ansässig ist, dann passt es halt nicht.

Muss jeder für sich entscheiden wie er damit umgeht.
Bin in der Anrede anderer Personen direkt u. unverkrampft, hab mir aber abgewöhnt Menschen mit offensichtlich außereuropäischer Herkunft (Hof hat einen sehr hohen Ausländeranteil) anders als deutsch anzusprechen (wenn sie es nicht können merk ichs dann schon).
Frage auch grundsätzlich niemanden nach seiner Herkunft, solange die betreffende Person dies nicht selbst zum Thema macht.

Was "Chr. H." wg. der Polizeibeamten sagt ist praxisfern. Bei der riesigen Zahl von Illegalen ist es nicht verantwortbar nicht zu kontrollieren.
 
Was Rassismus ist und was nicht hin oder her. Jedenfalls ist die Kernaussage, dass ein solches Thema hier nichts verloren hat einfach weltfremder Schwachsinn.
 
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