Pancho schrieb:
baeckerbursch schrieb:
Weil eine Krankheit, die 99.5 aller infizierten am Leben lässt, die töten überhalb der statistischen Lebenserwartung liegen, und vor allem die alten und kranken betrifft, als nicht so schlimm angesehen wird, bzw man sich nicht jahrelang dem unterordnet.
Das ist alles längst widerlegter Unsinn, was du da behauptest. Bhakti hat dich verarscht, hart aber wahr. Das ist zwischen den Zeilen immernoch der „es ist eine Grippe“-Blödsinn.
Laut
RKI liegt seit KW37 der Altersmedian der in Zusammenhang mit Corona Verstorbenen bei 84. Für Deutschland haben wir AFAIK keine verlässlichen Zahlen zur IFR, weil wir die Dunkelziffer nicht kennen. Und die Dunkelziffer kennen wir nicht, weil die seit März versprochene flächendeckende Studie bislang meines Wissens nach noch immer nicht durchgeführt wurde. Die Ergebnisse globaler Meta-Studien sind nur bedingt auf Deutschland übertragbar, weil dort Studien aus Ländern mit unterschiedlichsten Voraussetzungen, etwa bei der medizinischen Versorgung, bunt zusammen gemischt werden und zudem meist sich auf die erste Welle ab März 2020 beziehen, bei der am Anfang viele Fehler gemacht wurden.
Man kann aus den Zahlen seit dem 1.7. die CFR ausrechnen (alle Daten aus den
Tagesberichten des RKI):
Stand 14.02.2021: 2.334.561 positiv Getestete, 64.960 Verstorbene
Stand 01.07.2020: 194.725 positiv Getestete, 8.985 Verstorbene
Entwicklung seit 1.7.: 2.139.836 positiv Getestete, 55.975 Verstorbene
=> CFR seit 1.7.: 2,62%
Am 1.7. hat das RKI noch die CFR mit 4,6% angegeben. Seit dem wurde aber auch die Zahl der Tests ausgeweitet und mehr in die Dunkelziffern hinein getestet.
Je nach dem, ob man nun die Dunkelziffer mit 2 oder 5 ansetzt, ergibt sich eine IFR zwischen 0,523% und 1,31%. Du liegst mit Deiner despektierlichen Einordnung falsch, anhand der aktuellen Zahlen ist eine IFR von 0,5% im Bereich des Möglichen.
Aber das ist natürlich nur die habe Wahrheit. Zu einer Gesamtbetrachtung gehört selbstverständlich auch die absolute Zahl der Fälle, die Sterblichkeit in den jeweiligen Altersgruppen, auch in Relation zu früheren schweren Grippewellen, die lange Verweildauer auf Intensivstationen sowie langfristige Komplikationen. Das ist aber die Aufgabe des RKI, hier die Zahlen zu liefern.