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Coronavirus 2019-nCoV

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flamesoldier schrieb:
....
Das Ziel muss nicht sein möglichst kontrolliert zu einer natürlichen Herdenimmunität zu kommen, indem man ständig am Limit des Gesundheitssystems arbeitet, sondern die Infektionszahlen so weit zu drücken, dass man sie stets nachverfolgen kann und die Kontrolle behält.
Aber das mit der Kontrolle haben wir doch quasi schon erreicht oder seh ich das falsch?
Auch ganz ohne App genesen in Ö mehr Menschen als neu erkranken.
 
L&S schrieb:
Ich beschränke mich mal auf Ö, wobei das auch für DE+CH ähnlich gelten wird:

Und wie willst du zu einer kontrollierten Herdenimmunität kommen wenn sich keiner mehr infiziert??
Wie lange dauer es bis es in Ö ne Herdenimmunität zu erreichen bei 300 Neuansteckungen pro Tag in einem Land mit 8 Millionen.
Soll das bedeuten Traking für alle für immer?

Vielleicht hab ich das schlecht formuliert, mit den 90 % war gemeint die Kapazitäten nutzten, aber mit Puffer für Ausreißer nach oben.
Im Moment ist es ja so, dass in Ö ( in Summe gesehen, lokal sieht es anders aus) viel (auch Intensiv-)Kapazitäten ungenutzt sind, die auch was kosten..
In Österreich wartet das System auf einen Peak der (zum Glück) vorerst nicht kommt, daher auch die geplanten Lockerungen. Infektionszahlen mit Lockerungen dorthin bringen, dass möglicht wenig Tote bei kürzest möglicher Lockdown-Zeit erreicht werden können.

Eine Punkt den man noch berücksichtigen sollte:
Vielleicht will man in Ö ja auch nur abwarten bis zumindest ein Teil des Medizinischen Personal immun wird.... das ändert nämlich auch entscheidendes.

Ich stimme dir schon zu, dass es möglichst kein hin- und her geben sollte, aber wenn ich mir die Leute anschau kann ich mir mittlerweile schon vorstellen, dass man mit Masken (,wenn es sie denn gibt!) auch viel erreichen kann, ohne das Leben komplett stoppen zu müssen. Außerdem wurde das bei uns ja auch so kommuniziert, lockern ja, aber wenn es sein muss geht es auch wieder in die andere Richtung.

Du vergisst irgendwie völlig, dass man nebenbei noch versucht ein wirksames Medikament zu finden und einen Impfstoff zu entwickeln. Wenn es ein wirksames Medikament gibt kann man die Infektionszahlen auch kontrolliert ansteigen lassen, da man im Krankenhaus dann nicht mehr nur noch reine Symptombehandlung betreiben müsste.
Und sobald es eine Impfung gibt, die keine zu starken Nebenwirkungen hat, ausreichend wirksam ist und in großer Menge verfügbar ist hat sich das Thema Herdenimmunität sowieso erledigt. Wieso sollte ich mich staatlich "verordnet" jetzt mit einem noch recht unbekannten Erreger infizieren lassen, von dem nicht sicher ist ob da wirklich keine Folgeschäden bleiben, ob ich wirklich komplett risikolos bin als junger Mensch, und wo eine Behandlung im Falle eines schwereren Verlaufs definitiv Folgeschäden hinterlassen kann? Ich verzichte übrigens auch sehr gerne auf die 1-2 Wochen zu Hause ans Bett gefesselt sein durch die normale Influenza, weshalb ich mich mittlerweile jährlich im Herbst impfen lasse.
 
flamesoldier schrieb:
Du vergisst irgendwie völlig, dass man nebenbei noch versucht ein wirksames Medikament zu finden und einen Impfstoff zu entwickeln.
Nein, das hab ich schon am Schirm, aber ich glaub die WHO geht von mindestens eineinhalb Jahren aus, sagen kann man das leider nie.

Und was willst du bis zur Verfügbarkeit des Medikamentes machen?

Und was erzählst den Leuten in nem halben Jahr, wenn die Forschung doch noch nix weitergebracht haben sollte..

flamesoldier schrieb:
Wieso sollte ich mich staatlich "verordnet" jetzt mit einem noch recht unbekannten Erreger infizieren lassen
Und von staatlich verordnet kann keine Rede sein, man muss dem Meschen nur die Möglichkeit geben, dann stecken sich, langsam aber doch eh alle an.
flamesoldier schrieb:
Ich verzichte übrigens auch sehr gerne auf die 1-2 Wochen zu Hause ans Bett gefesselt sein durch die normale Influenza, weshalb ich mich mittlerweile jährlich im Herbst impfen lasse.
Dir ist aber schon, bewusst dass die Grippe-Impfung nur die wichtigsten Stämme abdeckt und nicht sicher wirkt, und du gehst trotz diese Rest-Risikos im Winter Skifahren, vielleicht sogar zu Apre-Ski?? Das heißt du nimmst ne ( nicht ganz unumstrittene) Impfung in Kauf, wärst du wegen Corona dazu bereit, weitere eineinhalb Jahre isoliert auf ein Medikament zu warten, das vielleicht nie kommt??
 
L&S schrieb:
flamesoldier schrieb:
Du vergisst irgendwie völlig, dass man nebenbei noch versucht ein wirksames Medikament zu finden und einen Impfstoff zu entwickeln.
Nein, das hab ich schon am Schirm, aber ich glaub die WHO geht von mindestens eineinhalb Jahren aus, sagen kann man das leider nie.

Und was willst du bis zur Verfügbarkeit des Medikamentes machen?

Und was erzählst den Leuten in nem halben Jahr, wenn die Forschung doch noch nix weitergebracht haben sollte..

flamesoldier schrieb:
Wieso sollte ich mich staatlich "verordnet" jetzt mit einem noch recht unbekannten Erreger infizieren lassen
Und von staatlich verordnet kann keine Rede sein, man muss dem Meschen nur die Möglichkeit geben, dann stecken sich, langsam aber doch eh alle an.
flamesoldier schrieb:
Ich verzichte übrigens auch sehr gerne auf die 1-2 Wochen zu Hause ans Bett gefesselt sein durch die normale Influenza, weshalb ich mich mittlerweile jährlich im Herbst impfen lasse.
Dir ist aber schon, bewusst dass die Grippe-Impfung nur die wichtigsten Stämme abdeckt und nicht sicher wirkt, und du gehst trotz diese Rest-Risikos im Winter Skifahren, vielleicht sogar zu Apre-Ski?? Das heißt du nimmst ne ( nicht ganz unumstrittene) Impfung in Kauf, wärst du wegen Corona dazu bereit, weitere eineinhalb Jahre isoliert auf ein Medikament zu warten, das vielleicht nie kommt??

Diese 1,5 Jahre muss man als Zeitraum annehmen, bis man alle impfen kann, ja. Wenns schneller geht, umso besser, aber drauf verlassen kann man sich nicht.
Es gibt bereits zig Dutzende Medikamente, die man derzeit mit Studien prüft. Es wäre dumm nicht zumindest erste belastbare Ergebnisse dieser Studien abzuwarten, bevor man die Pforten öffnet und die Ansteckungszahlen steigen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass im nächsten halben Jahr weltweit tausende Forscher keinen einzigen auch nur annähernd wirksamen Stoff finden sollten, geht gegen Null. Das lasse ich nicht gelten, sorry.
Natürlich ist das staatlich verordnet, denn der Staat entscheidet über die Beschleunigung oder Verlangsamung dieser Infektionswelle. Je mehr Leute sich früh anstecken, desto mehr Leute müssen ohne wirksame Behandlung der Gefahr eines schwereren Verlaufs der Infektion ausgesetzt werden.

Natürlich ist mir bewusst, dass die Vierfach-Influenza-Schutzimpfung nicht gegen jede mögliche Art der Influenza schützt. Und natürlich kann sie auch mal daneben liegen und ein anderer, nicht davon abgedeckter Stamm, setzt sich durch. Aber es wäre doch blöd sich dann einfach gar nicht impfen zu lassen, nur weil sie einmal alle paar Jahre nicht ganz so gut wirkt. Du fliegst doch auch mit dem Flugzeug obwohl du weißt, dass alle jubeljahre mal eins abstürzt. Das Risiko kann man doch trotzdem minimieren, ich steige ja auch nicht in jede klapprige Rostlaube mit Propeller ein, wenn nebenan ein erprobter Airbus steht. Bisschen Mitdenken wäre nett :roll:
Auf den restlichen Schmarrn gehe ich nicht weiter ein, das ist mir zu blöd.
 
Mit oder am Coronavirus gestorben?
https://www.addendum.org/coronavirus/todesrate-obduktionen/

Darauf lassen zumindest die Obduktionsergebnisse des Hamburger Rechtsmediziners Klaus Püschel schließen. Mit seinem Team hat er alle bisherigen COVID-19-Todesfälle in Hamburg obduziert. Das Ergebnis: Alle Verstorbenen waren schon davor schwerkrank. Und: „Es gibt nicht wenige, bei denen die Viruserkrankung keine oder nur eine geringfügige Bedeutung für den tödlichen Verlauf hatte“, sagt Püschel.

Aufgrund dieser Ergebnisse weichen die offiziellen Zahlen der Verstorbenen des Robert-Koch-Instituts (RKI) von der Hamburger Zählung ab. Letztere führte am Mittwoch acht „COVID-19-Tote“ in Hamburg an, in der offiziellen Statistik des RKI waren es dagegen 14. „Unsere Untersuchungsergebnisse zeigen, dass ‚Normalbürger‘ in medizinischer Hinsicht keinerlei Angst oder Panik bezüglich COVID-19 haben müssen“, sagt Püschel.

Sprich ich denke die Anzahl der Toten die derzeit in der Statistik fehlen - werden durch die Anzahl der schwerkranken die sowieso innerhalb von ein paar Wochen, maximal Monaten gestorben wären - gut wettgemacht. Dazu die hohe Dunkelziffer - für nicht Risikogruppen ist Covid-19 einfach viel weniger riskant als in den Medien den Leuten weißgemacht wird.

Wir brauchen Isolation - aber viel weniger als bisher. Sprich Großevents, Discos - alles wo Leute auf engem Raum sind - dass müssen wir erstmal zulassen, dazu NMS und wenn vernünftig gemacht auch Tracking per App. Auch alte müssen wir umso besser isolieren indem da mehr Schutzkleidung zum Standard wird. ABER die jungen sollten sonst nicht eingeschränkt werden. Die Folgekosten des Lockdowns sind einfach viel zu hoch. Natürlich sind ebenso jene die behaupten dass wäre rein durch die Medien aufgebauscht - und nicht mehr wie die jährliche Grippe komplett daneben - aber mit einfachen Maßnahmen sollte es locker unter Kontrolle bleiben. Dazu dann noch die Bitte an alle auch bei leichtem Kratzen im Hals oder Husten daheim zu bleiben (und dies auch ermöglichen - sich sozusagen leichter selbst krankzuschreiben). Wir müssen so schnell wie möglich zurück zu einem halbwegs normalen Leben...


Und ja - natürlich werden ein paar Unglückliche auch ohne Vorerkrankung sterben. Aber dass ist bei Autofahren, normaler Grippe usw auch so. Schreckliche Einzelfälle wird es immer geben - aber die sind so selten dass wir das wegblenden müssen.
 
albe-fr schrieb:
du hast die Zombieapokalypse vergessen... ich sehe die Situation Deutschland betreffend als wesentlich weniger bedrohend an, als bei der Wiedervereinigung.

...ich dachte, dass war damals schon die Zombieapokalypse.
:versteck: :steinigung:

:wink:
 
Eine absolute Frechheit das der Bundesrat die Massnahmen verlängert hat,einzig in den Kantonen Waadt,Genf und Tessin ist dies noch gerechtfertigt,die sind komplett Coronablind,überhaupt nicht bewusst was das für katastrophale Folgen hat.Wann sollen die Operationen in den Spitälern alle nachgeholt werden?Die Gärtnereien hätten jetzt Hochsaison verlieren 60 mio,einige werden Pleite gehen, unglaublich das solche Sachen einfach ignoriert werden.
 
mischi schrieb:
Wann sollen die Operationen in den Spitälern alle nachgeholt werden?Die Gärtnereien hätten jetzt Hochsaison verlieren 60 mio,einige werden Pleite gehen, unglaublich das solche Sachen einfach ignoriert werden.
Da sollte man sowieso mal mit einer unabhängigen Kommission ein scharfes Auge drauf werfen inwieweit die medizinisch wirklich notwendig sind, aufgrund der Fallpauschalenabrechnung bin ich nämlich überzeugt davon das ein nicht unerheblicher Teil rein medizinisch gesehen gar nicht indiziert ist. Ich hab im Laufe meines Lebens drei von vier OP´s von denen die Ärzte überzeugt waren das die unverzichtbar wären zu deren Entsetzen abgelehnt und bin damit gut gefahren. Abgesehen davon werden ja nur jene OP´s verschoben die auch als aktuell verschiebbar eingestuft werden und einen größeren Teil dieser würd ich in Richtung Klinikumsatzverbesserung sehen...:ja:

Und nachdem ich einerseits das Grünzeug sowieso nicht ausstehen kann, ich andererseits deren Produkte als Luxus einstufe sind mir die Gärtnereien und deren Schicksal ehrlich gesagt persönlich ziemlich egal. Überleben werden jene die in der Vergangenheit vernünftig gewirtschaftet und daher Reserven gebildet hatten sprich ich sehe das als unschädliche Marktbereinigung.
 
L&S schrieb:
für die die es interessiert, der Rahmen für den Schmarren den ich so von mir gebe:
https://medium.com/@tomaspueyo/coronavirus-the-hammer-and-the-dance-be9337092b56

Die blenden IMHO die Kosten des Lockdowns viel zu stark aus - dazu nehmen sie an Europäer können durch Tracing auch ohne Social Distancing das Virus unter Kontrolle halten. Seit ein paar Tagen hat sogar Taiwan nun erste echte Einschränkungen - Host/Hostess Clubs (ich nehme an Prostitution und Tabledance usw) sind gesperrt - dazu sind für viele Gegenden maximal Zahlen an Personen nun vorgegeben. Evtl wird selbst Taiwan noch strikter werden?

Europäer und Masken - das funktioniert einfach bei weitem nicht so gut wie in Ostasien. Auch sonst denke ich dass die Ostasiaten es halt auch mit weniger Regeln leichter schaffen Distanz einzuhalten.
Und dass bei langem Lockdown - eben genauso zig Leute sterben weil das Gesundheitssystem zusammenbricht - wird gar nicht betrachtet. Auch nicht Folgeschäden wenn die Leute lange nur zu Hause rumsitzen...
In China/Taiwan und Co. tragen sehr sehr viele FFP2/3 Masken.

Dass strikte Maßnahmen zu Beginn am besten gewesen wären - als tracing nicht mehr funktionierte (vor allem weil halt Italien nach überall Fälle exportiert hat) - steht denke ich außer Frage. Aber dafür waren wir zu blöd. Dazu nahm man damals an dass die Dunkelziffer viel geringer ist, bzw halt noch recht lange das jeder der das Virus verbreitet - auch Symptome zeigt (wenn auch erst evtl ein paar Tage später). Nur inzwischen sind wir halt schon viel stärker infiziert - dazu wird es in armen Ländern eh nur via Herdenimmunität gehen .
Was Indien aufführt ist eine Katastrophe IMHO - die sind viel zu arm um den Westen zu kopieren, gleichzeitig Bevölkerung so jung dass es viel weniger Sinn macht. Siehe etwa Nepal - keine Ahnung wieso aber dort sind fast alle Tests negativ. Entweder die haben nur Pseudo Tests (nicht auszuschließen) - oder warum auch immer verbreitet es sich dort nicht. In Nepal ist ja schon im Februar ein infizierter abhanden gekommen - der aus dem Krankenhaus flüchtete, dazu waren die Grenzen genauso lange offen wie in Europa - und Chinesen kamen Problemlos über Zwischenstopp rein (mit Angabe nicht aus China zu kommen - überprüft hat das niemand). Wenn Europa also nicht Herdenimmunität als Weg wählt - dann wird man zumindest ein Jahr für große Teile der Weltbevölkerung bei Ankunft 14 Tage Quarantäne brauchen...
 
flamesoldier schrieb:
Diese 1,5 Jahre muss man als Zeitraum annehmen, bis man alle impfen kann, ja. Wenns schneller geht, umso besser, aber drauf verlassen kann man sich nicht.
Es gibt bereits zig Dutzende Medikamente, die man derzeit mit Studien prüft. Es wäre dumm nicht zumindest erste belastbare Ergebnisse dieser Studien abzuwarten, bevor man die Pforten öffnet und die Ansteckungszahlen steigen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass im nächsten halben Jahr weltweit tausende Forscher keinen einzigen auch nur annähernd wirksamen Stoff finden sollten, geht gegen Null. Das lasse ich nicht gelten, sorry.


Puh. So sicher wäre ich mir in beiden Fällen nicht. Es ist ja nicht so, dass nicht an Impfungen und Medikamenten gegen SARS geforscht wurde. Gerade bei Impfungen wurde schon einiges an Ressourcen investiert.
Also wenn's halbwegs normal läuft, werden wir bis zum Ende des Jahres weder einen Impfstoff haben, noch potente Medikamente.
Wenn's blöd läuft, werden wir auch in zwei Jahren noch so la la Medikamente haben und keinen Impfstoff.

Die F&E hat vielleicht zu viel versprochen; in der aktuellen Situation sind schnelle Versprechen schnell gegeben.
 
Ich habe heute nicht wirklich mitgelesen, ist aber auch nicht so schlimm. Ich habe auch noch andere Probleme. Am meisten ist es dieses hier:
Coronakrise
Von der Leyen rät von Buchung des Sommerurlaubs ab
Maue Reisezeit: Über Ostern nutzen wegen der Coronakrise nur ein Fünftel so viele Fahrgäste die Bahn wie 2019. Und die Chefin der EU-Kommission hält es für klug, auch für den Sommer noch keine Urlaubspläne zu schmieden.

...
https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/corona-krise-von-der-leyen-raet-von-buchung-des-sommerurlaubs-ab-a-c32ba592-3d0c-4799-b94f-1f99e8f74b8a

Da steht Begeisterung bei mir auf der Stirn, das rüttelt an meinem Lebensmodel. Aber was soll es, muss man jetzt wirklich nach einer Alternative suchen.

Trotzdem, die Zahlen von heute aus Italien, bei denen wenigstens das mit den Verstorbenen nach offizieller Zählung besser wird:
In Italien sind in den vergangenen 24 Stunden 431 Personen am bzw. mit dem Coronavirus verstorben. Die Zahl der Intensivpatienten nimmt weiter ab.

In Italien sind in den letzten 24 Stunden 431 Corona-Tote zu beklagen.

Eine hohe Zahl, aber die niedrigste seit zwei Wochen!

Damit steigt die Gesamtzahl der Todesopfer auf 19.899 Personen.

Die Zahl der Toten ist also im Vergleich der letzten Tage etwas zurückgegangen – so wie auch die Zahl der Intensivpatienten, die seit Tagen sinkt. Derzeit werden 3.343 Patienten intensiv versorgt, das ist ein Minus von 38 Patienten gegenüber Ostersamstag.

Die Zahl der Intensivpatienten sinkt jetzt seit 9 Tagen – das bedeutet eine große Entlastung für die Sanitätsstrukturen.

Auch die Zahl der stationär behandelten Covid-19-Patienten sinkt. Sie liegt am Ostersonntag bei 27.847 Patienten, das ist ein Minus gegenüber Ostersamstag von 297 Patienten.

Auch die Zahl der Genesenen ist um 1.677 Patienten gestiegen – auf nun insgesamt 34.211.

Allerdings:

Die Zahl der Neuinfektionen ist mit 4.092 noch immer (zu) hoch, auch wenn man anmerken muss, dass in Italien seit Tagen mehr getestet wird als in den Wochen zuvor.

Der relativ hohe Wert der Neuinfektionen wirkt sich denn auch auf die Zahl der aktuell Positiven aus (es ist dies die Gesamtzahl der Infizierten abzüglich der Toten und der Genesenen), dieser Wert steigt am Ostersonntag um 1.984 Patienten auf 1o2.253.

https://www.tageszeitung.it/2020/04/12/431-tote-in-den-letzten-24-stunden/
 
Tyrolens schrieb:
Puh. So sicher wäre ich mir in beiden Fällen nicht. Es ist ja nicht so, dass nicht an Impfungen und Medikamenten gegen SARS geforscht wurde. Gerade bei Impfungen wurde schon einiges an Ressourcen investiert.
Also wenn's halbwegs normal läuft, werden wir bis zum Ende des Jahres weder einen Impfstoff haben, noch potente Medikamente.
Wenn's blöd läuft, werden wir auch in zwei Jahren noch so la la Medikamente haben und keinen Impfstoff.

Die F&E hat vielleicht zu viel versprochen; in der aktuellen Situation sind schnelle Versprechen schnell gegeben.

SARS-CoV-1 war damals aber einerseits keine so weitreichende Pandemie wie es SARS-CoV-2 jetzt ist, somit war das Interesse an einer schnellen Impfung deutlich weniger gegeben. Andererseits war es das erste Coronavirus, das es zu weltweiter Berühmtheit gebracht hat. Die Forschung zu SARS-CoV-2 kann somit auf der Grundlagenforschung zu SARS-CoV-1 aufbauen. Herr Drosten hat seine Expertise z.B. überwiegend durch die Forschung an diesem Virus aufgebaut.
SARS-CoV-1 hat sich damals vergleichsweise langsam ausgebreitet (was u.a. an ein paar Eigenschaften bezüglich Symptomen und Inkubationszeit und daraus folgernd dem Erfolg der Eindämmungsmaßnahmen lag) und ist mit der Zeit völlig verschwunden, somit war das Interesse an einer weltweiten stark fokussierten Forschung deutlich weniger gegeben als dies derzeit der Fall ist. SARS-CoV-2 lässt sich nicht mehr ohne weiteres ausrotten und die Kombination aus Inkubationszeit, vorzeitiger Ansteckungsfähigkeit und unspezifischen Symptomen macht es unmöglich die Verbreitung des Virus vollständig zu verhindern, wenn man nicht von unrealistischen Szenarien ausgeht nach denen man alle einzeln separiert für mind. 14 Tage in einen eigenen Raum einschweißt :rolleyes:
Viele Medikamente, die man derzeit austestet, basieren ja auf anderen Medikamenten, die teilweise ihre Wirksamkeit gegen andere behüllte RNA-Viren unter Beweis stellen konnten oder zumindest an diesen erprobt wurden. Man spart sich also viel Grundlagenforschung und fängt nicht bei Null an.


Edit: tt.com meldet jetzt die Ergebnisse der Massentestungen im Paznaun, St. Anton und Sölden. Es wurden insgesamt 2854 Tests durchgeführt in den letzten Tagen, derzeit aktiv positive nach Gemeinden:

Ischgl: 84 (1617 Einwohner -> 5,2 %)
Galtür: 32 (787 Einwohner -> 4,1 %)
Kappl: 35 (2580 Einwohner -> 1,4 %)
See: 8 (1263 Einwohner -> 0,6 %)
St. Anton am Arlberg: 134 (2358 Einwohner -> 5,7 %)
Sölden: 40 (3119 Einwohner -> 1,3 %)

Da fragt man sich schon: wie können nach 3 Wochen Quarantäne immer noch so viele aktiv positiv sein?
 
Das ist der beste Beweis dafür dass Heinquarantäne wie sie derzeit praktiziert wird nicht funktioniert.
 
Na weil man dort wohl nicht sämtliche Einwohner testet und es ist ja eine Ortsquarantäne, keine Personenquarantäne. Die Leute dürfen noch einkaufen gehen usw., d.h. sie können sich nach wie vor anstecken.

Grade MNS-Masken sind übrigens imo in der Breite eher gefährlich, weil die von vielen Menschen falsch angewandt werden, die nicht damit geschult sind. Wenn man die auf der Fläche (und nicht an den Haltebändern) anfasst holt man sich allerlei Keime direkt vor Mund und Nase, das ist der schnellste Weg zur Infektion...
 
@flamesoldier:
Zum warum fällt mir nur ein, dass sich die Leute innerhalb des Haushalts anstecken (was meiner Ansicht nach meistens passieren dürfte) oder sich die Leute innerhalb der Orte nicht ausreichend an die Abstands- und Hygienevorgaben halten :?

Edit: Die Heimquarantäne sehe ich deswegen noch nicht als falsch an; sie müsste konsequenterweise für den gesamten Haushalt gelten.
 
icedtea schrieb:
@flamesoldier:
Zum warum fällt mir nur ein, dass sich die Leute innerhalb des Haushalts anstecken (was meiner Ansicht nach meistens passieren dürfte) oder sich die Leute innerhalb der Orte nicht ausreichend an die Abstands- und Hygienevorgaben halten :?

Edit: Die Heimquarantäne sehe ich deswegen noch nicht als falsch an; sie müsste konsequenterweise für den gesamten Haushalt gelten.

Selbst wenn man davon ausgeht, dass man verstärkt auf Hygiene und Abstand halten geachtet hat, muss die Durchseuchung zuvor ja bereits immens gewesen sein. Aber wenig verwunderlich, die meisten Dorfbewohner werden ja irgendwie als Betreiber eines Hotels oder einer Pension Kontakt mit Skifahrern gehabt haben, von denen viele feiern gehen und das Virus so auch in die Unterkünfte tragen. Und wenn in einer Familie erst einmal jemand unwissentlich infiziert ist trägt er es schnell zu den anderen Mitgliedern des Haushalts.
 
flamesoldier schrieb:
SARS-CoV-1 hat sich damals vergleichsweise langsam ausgebreitet (was u.a. an ein paar Eigenschaften bezüglich Symptomen und Inkubationszeit und daraus folgernd dem Erfolg der Eindämmungsmaßnahmen lag) und ist mit der Zeit völlig verschwunden

Der Unterschied zum damaligen SARS-Cov1 : Dieses Virus konnte sich nur im Flimmerepithel der tiefen Bronchien vermehren. Was bedingt dass es erstmal diese Bereiche der Lunge erreichen musste um eine Infektion auszulösen. Die Wahrscheinlichkeit dass ein Virion dahin gelangt und dann noch durch die Schleimschicht eine Wirtszelle erreicht war recht gering. Deswegen war die Neuinfektionsrate wesentlich geringer als bei SARS CoV2. Da reicht es dem Virion den Rachenraum zu erreichen weil es auch Schleimhautzellen befallen kann.
 
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