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Coronavirus 2019-nCoV

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Mir ist soeben aufgefallen, dass das Dashboard der John Hopkins University um einige interessante Funktionen ergänzt worden ist für alle Länder mit Infizierten:
  • Infiziertenrate pro 100.000 Einwohner und Sterblichkeitsrate
  • Nur für die USA: Anzahl Tests insgesamt und pro 100.000 Einwohner, Anzahl der Covid-19-Krankenhausaufenthalte in Prozent von den Infizierten
 
Ich hatte die Leopoldina so verstanden, daß mit den 4.Klassen Grundschule und der Sekundarstufe 1 angefangen werden sollte.
Kiga und Grundschule 1-3 aus den genannten Gründen vorrangig noch nicht.
Auch die Älteren ( Oberstufe und FHR) müssen sich noch etwas in online Learning üben.
Also selbstverständlich können nicht ALLE Schüler sofort im Normalbetrieb in die Schule...
 
Das gesamte Paper der Leopoldina findet man hier
https://www.welt.de/bin/Leopoldina-Corona-Krise_bn-207230477.pdf

Und da fordert keiner, jetzt mit dem Hochfahren zu beginnen.
Das öffentliche Leben kann schrittweise unter folgenden Voraussetzungen wieder normalisiert werden: a) die Neuinfektionen stabilisieren sich auf niedrigem Niveau, b) es werden notwendige klinische Reservekapazitäten aufgebaut und die Versorgung der anderen Patienten wieder regulär aufgenommen, c) die bekannten Schutzmaßnahmen (Hygienemaßnahmen, Mund- Nasen-Schutz, Distanzregeln, zunehmende Identifikation von Infizierten) werden diszipliniert eingehalten.

Das ist nicht jetzt und auch nicht übermorgen.

Wobei das mit dem Mund-Nasen-Schutz halt ziemlicher Murks ist. Es gibt ja nichtmal genügend. Und die selbstgebastelten sind bestenfalls was, um mal eben durch den Supermarkt zu gehen. (Oder sie sind so durchlässig, dass man sie auch weglassen kann.)

@Florian Bei der Idee mit dem Plexiglasschutz frage ich mich ja, wie du (und natürlich andere) dir Unterricht vorstellst.
So wie vor 100 Jahren? Wie eine Vorlesung in der Uni?
 
Schusseligkite schrieb:
Sauerland_6_CLD schrieb:
Das hätte Verstand, schließlich ist hier die am wenigsten gefährdete Gruppe unterwegs.

Ja, klar, totaaal vernünftig. Wenn man ausblendet, dass weder Abstand halten noch das Einhalten von Hygienemaßnahmen in Schulen funktioniert.

Dass unter Schülern und deren Elten kaum Menschen aus Risikogruppen seien, hat neulich schon ein Hamburger Arzt behauptet. Das ist einfach falsch! Allein aus meiner Klasse weiß ich von drei Eltern mit erhöhtem Risiko. Von nur 12 Kindern. In der Parallelklasse (14 Kinder) wären allein zwei Kinder betroffen.
Lehrer hatte der Arzt gar nicht erst erwähnt. :roll: Ich gehe aber davon aus, dass Schule durchaus mit Lehrern stattfinden soll. Und da dürfte in einigen Schulen fast alle schon aufgrund des Alters zur Risikigruppe gehören.
Mein Kollegium ist ausgesprochen jung, Vorerkrankungen haben da trotzdem einige. Auf Anhieb fallen mir 6 ein, inklusive Schulleitung.
Ich selbst habe keine relevanten Vorerkrankungen, aber mein Mann gehört zu einer Risikogruppe.
Hätte ich noch schulpflichtige Kinder, würde ich die zum Schutz meines Mannes zu Hause lassen.
Was ich mit mir selbst mache, weiß ich noch nicht. Ich hoffe auf die Vernunft der Beteiligten der Kultusministerkonferenz oder auf die meiner Landesregierung.

Ich habe auch ganz stark den Eindruck, dass es überhaupt nicht ums Lernen der Schüler geht. Sondern schlicht um Betreuung. Da müssten dann die, die nicht allein zu Hause bleiben können, zuerst wieder beschult werden. Also die Kleinen, Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten, Schüler mit Behinderungen. Also die, wo das mit Hygiene und Abstand am wenigsten klappt. (Und bei den Schülern mit Behinderungen gibt es deutlich mehr mit erhöhtem Risiko.)

Wer der Meinung ist, Unterricht könne ja mit Masken laufen, setzt sich so ein Ding mal mehrere Stunden auf.

Man sollte sich natürlich von vornherein darüber im klaren sein, dass das wiederanfahren des öffentlichen Lebens nicht vollkommen risikolos sein wird. Wieso sollte nicht das was in anderen Lebensbereichen aktuell wie selbstverständlich funktioniert nicht auch in Schulen funktionieren?
Das ist eine Frage der Organisation!
Dann müssen eben mehr Busse für die Kids eingesetzt werden, dann kommt eben erst morgens die eine Hälfte zum Unterricht und später die andere Hälfte um das Ganze ein wenig zu entzerren.
Ein bisschen Kreativität ist natürlich nötig, davon brauchen andere Berufsbereiche nämlich gerade auch eine ganze Menge- schlicht um wirtschaftlich zu überleben!
Das man einfach vom Sofa aufsteht und sein altes Leben einfach so wiederbekommt halte ich für ziemlich unwahrscheinlich!
 
Die haben scheinbar auch nur den Chinesischen Plan abgeschrieben.
 
Man sieht zwar heutzutage immer mal wieder Grafiken und Zahlen, und doch vermisst man manchmal etwas. Und mit "man" mein ich mich selbst. ;-) Gerade in Deutschland hatte ich das Gefühl, dass am Wochenende immer besonders wenige Neuinfektionen gemeldet wurden, bzw. streng genommen Sonntag und Montag, während an den anderen Tagen die Neuinfektionen deutlich höher waren. Insofern finde ichs auch gut, dass das GIS-Tool vom RKI die gemeldeten Infektionen auf die vergangenen Tage aufteilt. Dafür kann man wiederum nur die Zahlen von vor 4 - 5 Tagen als einigermaßen endgültig ansehen. Aber auch hier ist meistens an den Sonntagen ein Minimum in den Daten zu erkennen, wohl weil sonntags einfach weniger getestet wird.

Letzten Endes haben diese Zahlenreihen bei mir dazu geführt, dass ich immer die tagesaktuellen Zahlen mit den Zahlen von der Woche vorher desselben Tages verglichen hab. Dazu hab ich jetzt ein paar ganz einfache Grafiken erstellt, und möchte diese sehr gerne hier präsentieren. Die Zahlen selbst hab ich von Worldometers abgetippt (hoffentlich ohne Tippfehler), und können aus den Grafiken dieser Website ausgelesen werden. Zugegebenermaßen ist das auch nur eine "Sekundärquelle", die diese die Daten auch von woanders, z.B. RKI, Zeit, Tagesspiegel herholt, dennoch bekommt man meiner Meinung nach einen ganz guten Eindruck von der Entwicklung - und ein bisschen Hoffnung. :-)

neuinfektionenbalkenq4jho.png

neuinfektionenlinienatk8o.png

Die täglich gemeldeten Neuinfektionen (nicht die "Änderung" der aktuell als positiv geltenden!) als Balken- und als Liniendiagramm. Die Farben und verschiedenen Symbole stehen für die unterschiedlichen Kalenderwochen.

neuinfektionentabellec9j2o.jpg

Zusätzlich ein Screenshot der Datenbasis mit Wochensumme und Durchschnittswert pro Tag (v.a. dann interessant, wenn die Woche noch nicht vollendet ist).

Zu berücksichtigen ist natürlich, dass diese Woche noch Ostern war, und über die Feiertage die gemeldeten Zahlen "erwartbar niedriger" sind. Spannend wird dann tatsächlich die darauffolgende Woche. In dem Zusammenhang ist vielleicht noch zu erwähnen, dass für eine "gute Interpretation" u.a. die Anzahl der Tests pro Tag natürlich auch noch eine entscheidende Rolle spielen würde.

coronatotebalkenf8kjm.png

coronatotelinien4mjxn.png

Die täglich, neu gemeldeten Todeszahlen als Balken und als Liniendiagramm. Die Farben und verschiedenen Symbole stehen für die unterschiedlichen Kalenderwochen.

coronatotetabellec3jlc.jpg

Auch hier zu die Datenbasis mit Wochensumme und Durchschnittswert pro Tag.

Wie zu erwarten hinkt die Entwicklung der Zahl der Toten der Zahl der Neuinfektionen hinterher.

Und weil es hier mal erwähnt wurde, bzw. diskutiert wurde, ob es eine Korrelation zwischen Arbeitslosigkeit, Selbstmorden und Drogentoten gibt, hab ich dazu auch mal ne Grafik erstellt - mit den hier im Alpinforum präsentierten, jährlichen Zahlen von Statista (einige Seiten zurück innerhalb dieses Fadens...).
toteg2k7u.png

Für die Grafik zu beachten: Drogentote sind der reale Wert, die Arbeitslosenzahl ist für die Grafik durch 10000 geteilt, die Anzahl der Selbstmorde durch 10. Ob die Werte korrelieren hab ich nicht berechnet, es schaut aber meiner Meinung nach nicht so aus.
 
Schusseligkite schrieb:
@Florian Bei der Idee mit dem Plexiglasschutz frage ich mich ja, wie du (und natürlich andere) dir Unterricht vorstellst.
So wie vor 100 Jahren? Wie eine Vorlesung in der Uni?

Ja, wenn es sein muss. Vielleicht bin ich da weltfremd, aber würde schon sagen: klassischer Frontalunterricht ist immer noch besser als gar kein Unterricht. Schöner ist natürlich schon Interaktion, abwechslungsreiche Lehrmethoden, etc. Aber zumindest Plexiglasschutz ums Pult rum, und Abstand Lehrer - Schüler einhalten sollte doch machbar sein, z.B. mit Linie auf dem Boden, die von den Schülern nicht übertreten werden darf. Auch "enge Einzelgespräche" darf es dann natürlich nicht geben. Das ist natürlich alles hart, aber zu Hause bleiben ist auch verdammt hart. Die Frage ist natürlich, wie der Kontakt zwischen den Schülern minimiert wird, bzw. ob das überhaupt praktisch mögich ist.

Ich finde, dass auch nichts gegen "Remote-Unterricht" spricht. Die technischen Möglichkeiten gäbe es sicher, aber wir als Land sind da natürlich 0 drauf vorbereitet, die Familien ebenso wenig. An sich: der/die LehrerIn erklärt frontal etwas und die Schüler können fragen stellen - egal ob remote oder physisch im Klassenzimer - ist doch allemal besser, als wenn sich (Grund)Schüler ihren Stoff komplett selbst erarbeiten müssen.

Oder man beschließt halt tatsächlich: das jetzige Schuljahr zählt gar nicht, was aber die "fitten" Schüler, die selbst lernen können, zurückwerfen würde. Was auch fragwürdig ist: den gewünschten Stoff in kurzer Zeit durchzupeitschen, da würden auch einige Schüler auf der Strecke bleiben.

Mir ist klar, dass es keine 100%ig zufriedenstellende Lösung gibt, aber ich würde auch sagen: alles andere kann nur besser sein als es jetzt ist. Und die Maßnahmen/Änderungen müssen in den staatlichen Gesamtplan passen. Dafür müsste es den aber auch erstmal geben... Nachjustieren muss ebenfalls immer möglich sein.
 
flamesoldier schrieb:
https://www.unibw.de/lrt7/bericht_atemschutzmaske_unibw_lrt7_06_04_2020.pdf

Vielleicht in dem Zusammenhang ganz interessant. Ob bald alle Staubsaugerbeutel hamstern?
Allerbesten Dank für diese Dokument.

Was interessantes, leider hab ich mit all dem Hintegrundrauschen dieser Forumdiskussion grosse Mühe, die Posts wieder zu finden.
An Staubsaugerbeutel hätte ich nicht gedacht, obwohl die z.T. ja angeblich auch Pollen Zurückhalten (nur vermute ich, dass dann nicht das Beutelmaterial die Schwachstelle darstellt, sondern irgendwo eine Leckage beim der Beutelaufnahme des Staubsaugers).
Zusammenfassend betrachtet sieht es eher schlecht für gebastelte Atemschutzmasken aus, sofern man mindesten eine FFP2 Äquivalenten Reduktionsfaktor der durchgelassenen Partikel erreichen will. Zudem wäre sogar, rein IMO, nicht objektiv, in gewissen Fällen FFP3 wünschenswert.

Sehr Interessant ist das "aerodynamische" Verhalten der Partikel, wäre eher davon ausgegangen, dass wie in der finnischen CFD Modelisierung, wesentlich weiter in Suspension bleiben. Irgendwie gehe ich immer noch davon aus, dass die Ansteckbarkeit höher ist als vermutet (d.h. die aktuellen Barrieremassnahmen betrachte nach wie vor als ungenügend, weshalb genau formal betrachtet weiss ich jedoch nicht. Vermute eine Kombination der Risiken (Kontaiminierung über Aerosole sowie über berührte inerte Flächen).

Hoffentlich werden noch Stoffe (Textilien) untersucht, vermute dass die meisten kaum Filterwirkung zeigen, zwar reine Vermutung, kann mir nicht so gut vorstellen, dass ein Bedtuch besser als Kaffeefilter sein sollte, kann mich jedoch täuschen.

In Frankreich wil lein Firma Schutzmasken aus gefaltetem Papier herstellen... Als nächstes wird dann noch Zeitungspapier vorgeschlagen. Die Medien in FR berichten ohnehin miserabel unsachlich. Einzig eine Diskussion zum Thema Blutverdünner war interessant (Rede war davon, dass man eher Blutverdünner zusammen mit Azithromycin frühzeitg einsetzt und nicht unbeding aggressiv beatmet, zudem war angeblich noch irgendeine Impfung vorteilhaft). Versuche den Namen des Forschers später zu posten. Stell dies lediglich als Info hier rein, bin nicht in der Lage zu beurteilen, was man davon halten soll. Im Human-Medizinbereich habe ich keine berufliche Erfahrung (im Gegensatz zu gewissen PSA und Sicherheitsregeln und deren Umstetzung in der Praxis).
 
Die Leopoldina gibt auf Seite 14 sehr wohl einen schnellstmöglich Weg vor und hält diesen auch für machbar. Beispiele sind dabei wie Klassengrösse etc.
Ich kann nur betonen, daß dieser Weg machbar ist.....es gibt ganz viele Bereiche wo man als Schlüsselfunktionsträger immer wieder improvisieren muss, weil vorrangig der Job getan werden muss.
Diese Improvisation wird sicherlich auch an Schulen möglich sein. An der Schule von meinem jüngeren Sohn hat man da schon klasse vorgearbeitet....ist allerdings keine staatliche Schule. Bei der Uni von meinem Grossen läuft alles problemlos online. Bei ihm klappt das Homeoffice als Werkstudent nicht bei einem renomierten Autobauer.
Ich will damit sagen, natürlich bedeutet Lockerung auch neue Gefahr, aber dieser Gefahr sind viele jetzt schon ständig ausgesetzt und weiter komplett einschliessen geht aus vielen Gründen einfach nicht.
Dies hat auch nichts damit zu tun, daß ich mein altes Leben zurückwill, sondern ich sehe vielzuviele Probleme bezüglich psychischen Störungen,Kindswohlgefährdungen und natürlich abgehängte Schüler, welche nicht online lernen können, weil Vattern zocken muss.
Ist leider so!
 
Bezüglich der Schulen frage ich mich für Bayern und Baden-Württemberg, warum man nicht einfach die Pfingstferien vorzieht und direkt an die Osterferien anhängt. Damit hätte man unproblematisch zwei Wochen gewonnen und könnte danach weitersehen.
 
Schusseligkite schrieb:
Das gesamte Paper der Leopoldina findet man hier
https://www.welt.de/bin/Leopoldina-Corona-Krise_bn-207230477.pdf

Und da fordert keiner, jetzt mit dem Hochfahren zu beginnen.
Das öffentliche Leben kann schrittweise unter folgenden Voraussetzungen wieder normalisiert werden: a) die Neuinfektionen stabilisieren sich auf niedrigem Niveau, b) es werden notwendige klinische Reservekapazitäten aufgebaut und die Versorgung der anderen Patienten wieder regulär aufgenommen, c) die bekannten Schutzmaßnahmen (Hygienemaßnahmen, Mund- Nasen-Schutz, Distanzregeln, zunehmende Identifikation von Infizierten) werden diszipliniert eingehalten.

Das ist nicht jetzt und auch nicht übermorgen.

Wobei das mit dem Mund-Nasen-Schutz halt ziemlicher Murks ist. Es gibt ja nichtmal genügend. Und die selbstgebastelten sind bestenfalls was, um mal eben durch den Supermarkt zu gehen. (Oder sie sind so durchlässig, dass man sie auch weglassen kann.)

@Florian Bei der Idee mit dem Plexiglasschutz frage ich mich ja, wie du (und natürlich andere) dir Unterricht vorstellst.
So wie vor 100 Jahren? Wie eine Vorlesung in der Uni?

Aus dem Papier der Leopoldina:
Staatliche Maßnahmen, die nach dem Abklingen der Pandemie wirtschaftliche Tätigkeit wieder anstoßen,
sollten daher die Kriterien der Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellen. Mit einer nachhaltigen Ausrichtung
der jetzt getätigten Investitionen und Programme entstünde die Freiheit der Beteiligten, die notwendigen
Änderungen auf eine den jeweiligen lokalen und zeitlichen Gegebenheiten angemessene Weise umzusetzen,
dringend nötige Technologieoffenheit beispielsweise bei der Energiewende herzustellen, regionale
und globale Stoffkreisläufe zu schließen etc.

Hier will man offenbar quasi im Windschatten der "Corona-Krise" gleich mal Gesellschaft und Wirtschaft komplett umkrempeln. Man hat jetzt ja massivste Einschränkungen, die faktisch die Abschaffung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung bedeuten, und gibt dann nur Scheibchenweise die Freiheiten, auf die wir ein Recht haben, zurück. Manche dann aber gar nicht mehr, denn dei "Klima-Krise" gibt es ja immer noch und nachdem die ja angeblich sogar schlimmer ist, sind solche Einschränkungen dafür dann erst recht geboten.

Hoffentlich legen die Gerichte sehr bald diesem Treiben das Handwerk, dass man offenbar die Freiheit gar nicht komplett wiederherstellen will, sondern eine Art dauerhaften Krisenzustand möchte, jetzt eben "Corona-Krise", bald aber dauerhaft eben wegen "Klima-Krise"...
 
albe-fr schrieb:
Bezüglich der Schulen frage ich mich für Bayern und Baden-Württemberg, warum man nicht einfach die Pfingstferien vorzieht und direkt an die Osterferien anhängt. Damit hätte man unproblematisch zwei Wochen gewonnen und könnte danach weitersehen.

Ich gehe davon aus, daß
1.die Pfingstferien als Puffer gelten sollen, falls wieder herunter gefahren werden muss. Das geht bei zwei Wochen Ferien dann ganz unaufgeregt oder
2.die Pfingstferien ganz ausfallen da Abitur oder FHR geschrieben werden sollte. Diese Ansage kann aber erst erfolgen wenn man geklärt hat was mit diesen Prüfungen sein wird oder...
3.die Sommerferien entsprechend neu gesetzt werden müssen, dann benötigt man die Pfingstferien evtl. auch als Puffer....
 
albe-fr schrieb:
Bezüglich der Schulen frage ich mich für Bayern und Baden-Württemberg, warum man nicht einfach die Pfingstferien vorzieht und direkt an die Osterferien anhängt. Damit hätte man unproblematisch zwei Wochen gewonnen und könnte danach weitersehen.

Weil das mit dem Abitur dann so auch nicht mehr funktioniert?
Meines Wissens sind die Termine eh schon angepasst worden, noch weiter nach hinten schieben würde auch andere Probleme nach sich ziehen. Aber wer weiß, in der Not muss man natürlich auch da Kompromisse finden und machen.
 
Menja schrieb:
Die Leopoldina gibt auf Seite 14 sehr wohl einen schnellstmöglich Weg vor und hält diesen auch für machbar.
na ja:
"sobald wie irgend möglich"
unter den Prämissen:
" Einhaltung der Vorgaben zu Hygiene, Abstand, Mund-Nasen-Schutz, Testung "

und von dem, was die eingangs zur Testung schreiben, sind wir noch Lichtjahre entfernt.

Außerdem:
"wäre möglich, wenn entsprechend große Klassenräume zur Verfügung stehen"
und wenn nicht?
 
Zur Schule:
Ich würde 8-12 und 13-17 Uhr unterrichten, in zwei Schichten. In der Grundschule z.B. Klasse 1 und 3 in einer Schicht und 2 und 4 in einer.

So wären die Kids auch in der Freizeit getrennt, die Hälfte ist ja in der Schule. Die Schichten sollten aus nicht benachbarten Jahgrängen bestehen, so erhoffe ich mir weniger Interaktion in den Pausen.

Die jeweilige Schicht macht die Pausen versetzt, also Klasse 1 z.B. nach der 2. Stunde, Klasse 3. nach der 3. Stunde.

Es werden nur Kernfächer unterrichtet. In der Grundschule machen ja oft die meisten Lehrer alles irgendwie.

Physische Trennung Lehrer/Schüler ist IMHO unmöglich, v.a. in der Grundschule. Daher müssten Lehrer aus der Risikogruppe zuhause bleiben.

Evtl. misst die Lehrkraft jeden Morgen Fieber. Bringt evtl. psychologisch was, damit Eltern keine hustenden Kinder schicken.

Mittelfristig vielleicht ein wenig mehr "Gesundheitserziehung" in den Lehrplan aufnehmen.

Wird eine ordentliche Bastelei. Aber wenn eine Gesellschaft Hilfskrankenhäuser einrichtet, kriegt sie vielleicht auch sowas hin?
 
Dann weniger Kinder und auf Schichten verteilen. Natürlich muss man schauen wie gross Zimmer, welche und wieviele Lehrkräfte, wieviel Unterricht an wieviel Tagen evtl.kombiniert mit Home schooling. Es ist nicht einfach, aber es geht um einen vorsichtigen Anfang.
 
Xtream schrieb:
gestern sagte einer im radio das der shutdown in deutschland max. 500 leben gerettet hat!
Na dann kann das ja nur stimmen, wenn der das sogar im Radio gesagt hat. Da stelle ich mir doch die Frage, weshalb rechnen Wissenschaftler, forschen mit dem Virus, betrachten sich Zahlen aus anderen Ländern etc., wenn man eigentlich nur auf die eine wahre Stimme aus dem Radio hören muss?! Danke für diese Erleuchtung, xtream.

Schulen öffnen macht sicherlich Sinn, allerdings nur stark eingeschränkt, sprich tatsächlich nur einzelne Klassen aufgeteilt auf mehrere Räume, alles andere wäre Wahnsinn. Klar würde der Virus den Kids nicht viel anhaben, aber sie würde ihn genau deshalb unerkannt viel weiter verbreiten.
 
albe-fr schrieb:
Bezüglich der Schulen frage ich mich für Bayern und Baden-Württemberg, warum man nicht einfach die Pfingstferien vorzieht und direkt an die Osterferien anhängt. Damit hätte man unproblematisch zwei Wochen gewonnen und könnte danach weitersehen.

Hilft vielleicht den Schulen, aber vielen Eltern halt auch nicht. In Hessen könnte man ohnehin nur die Sommerferien vorziehen :naja:
 
Tobi-DE schrieb:
Zur Schule:
Ich würde 8-12 und 13-17 Uhr unterrichten, in zwei Schichten. In der Grundschule z.B. Klasse 1 und 3 in einer Schicht und 2 und 4 in einer.
Super Idee. Am besten sofort und überall umsetzen. Dann könnten auch einige Teilzeitkräfte im Arbeitsleben besser in Schichten arbeiten und dort die Entzerrung erleichtern.
 
Ich würde 8-12 und 13-17 Uhr unterrichten, in zwei Schichten. In der Grundschule z.B. Klasse 1 und 3 in einer Schicht und 2 und 4 in einer.
Na, ich weiß nicht...
Mich würde schon mal interessieren, wie in der
Grundschule ein Unterrichtsentwurf aussehen soll...

... Aus einem Plexiglasverschlag heraus sicherstellt, dass die Schüler alle an ihrem Platz bleiben.
... Dafür sorgt, dass alle Kinder einen Mundschutz tragen
... Die Schüler davon abhält, ihre Spielkameraden, die sie seit 6 Wochen nicht gesehen, nur aus der Ferne zu kontaktieren
... mit hoher Wahrscheinlichkeit fachfremd ist

Und dazu dann Unterricht geben von 8-17 Uhr, um den Schichtdienst sicherzustellen. Da ist dann noch kein Unterricht ausgearbeitet und vorbereitet und noch keine Leistungskontrolle (Korrigieren) enthalten.
ICH würde diesen Lehrerjob nicht machen können.

Und für die Betreuungsfunktion, damit die Eltern arbeiten gehen können, mit höchst fragwürdigem Ergebnis. Denn bei den paar Stunden in wechselnden Schichten bringt die Kinderbetreuung de facto gar nichts. Vor allen, wen man ggf mehr als ein Kind in der Schule hat.
 
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