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Coronavirus 2019-nCoV

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starli schrieb:
Bei quasi allem, was man momentan außerhalb der eigenen 4 Wände machen will, muss man sich fragen, was man wegen den Coronamaßnahmen bedenken muss. Wenn das keine komplette "Unterordnung" ist, weiß ich nicht?! "Normal leben" geht anders.

Genau das ist auch das, was mir so gehörig gegen den Strich geht.
Bei so gut wie allem, was man nicht daheim machen will, muss man beachten, inwieweit und falls ja, mit welchen Einschränkungen, das gemacht werden kann/darf und wie die Regeln im Zielgebiet sind, etc.
Außerdem ist der soziale Druck auch da, nichts zu machen, was eigentlich ganz normal ist, aber aktuell ganz böse ist. Bin da z. B wegen des Skifahrens allgemein (im Sommer, völlig unabhängig von den letzten Skitagen im Sommer und Herbst) auch schon sehr böse angemacht worden, dabei gehe ich schon immer in Ferienwohnungen und mache nie Apres Ski.

Da man für so gut wie alle Aktivitäten irgendwelche Corona - Regeln beachten muss ordnen wir aktuell m. E wirklich so gut wie alles Corona unter oder warum muss quasi jede Institution, selbst für die normalsten Dinge ein Corona-Konzept vorlegen?
Am manchen Stellen mag das sinnvoll sein, häufiger aber auch nicht.
 
ski-chrigel schrieb:
Mt. Cervino schrieb:
simmonelli schrieb:
Danke für das Teilen. Fasst gut zusammen, was man auch in den Zeitungen so lesen konnte (OK - kann ich nur für die Stuttgarter und Süddeutsche beurteilen). Aber warum wundert Dich so etwas in der ARD läuft? Zeigt nur dass diese ganzen Unterstellungen von Propaganda falsch sind und zu kurz greifen ...
Ich freue mich ja, aber so deutlich und nüchtern dargestellt habe ich das selten in der ARD gesehen. Meist ist es ja eher die andere Richtung (exponentielles Wachstum, bald 20000 Fälle, reiner Fokus auf Infiziertenzahlen etc.) die bei derartigen Berichten im Vordergrund stehen.
Genau. Ich fand diese Sendung endlich mal vernünftig und faktenbasiert und eben nicht von Panik oder Schlagzeilen getrieben wie sonst. Deshalb habe ich sie ja auch verlinkt. Andere gibt es zu Hauf.

[Ironie an]
Endlich mal eine Sendung mit "alternativen Fakten" und das von Öffentlich-Rechtlichen. Schön einseitig in der Auswahl der Meinungsbeiträge (Streek sinngemäß "Zahlen sind unwichtig, solange nicht schwere Verläufe in den Krankenhäusern landen" – ergo: was morgen draus wird, interessiert mich doch heute nicht).
[Ironie aus]

Nun war das eine tendenziöse Unterhaltungssendung, meinungsstark und faktenarm. Da sieht man, dass sich Medien, auch Öffentlich-Rechtliche, treiben lassen von der Aufgeregtheit der Verharmloser. Und sie sind bequem, greifen gern auf die weniger qualifizierten, aber öffentlichkeits-aktiven Wissenschaftler zurück.
 
Oliver.O schrieb:
ski-chrigel schrieb:
Mt. Cervino schrieb:
Ich freue mich ja, aber so deutlich und nüchtern dargestellt habe ich das selten in der ARD gesehen. Meist ist es ja eher die andere Richtung (exponentielles Wachstum, bald 20000 Fälle, reiner Fokus auf Infiziertenzahlen etc.) die bei derartigen Berichten im Vordergrund stehen.
Genau. Ich fand diese Sendung endlich mal vernünftig und faktenbasiert und eben nicht von Panik oder Schlagzeilen getrieben wie sonst. Deshalb habe ich sie ja auch verlinkt. Andere gibt es zu Hauf.

[Ironie an]
Endlich mal eine Sendung mit "alternativen Fakten" und das von Öffentlich-Rechtlichen. Schön einseitig in der Auswahl der Meinungsbeiträge (Streek sinngemäß "Zahlen sind unwichtig, solange nicht schwere Verläufe in den Krankenhäusern landen" – ergo: was morgen draus wird, interessiert mich doch heute nicht).
[Ironie aus]

Nun war das eine tendenziöse Unterhaltungssendung, meinungsstark und faktenarm. Da sieht man, dass sich Medien, auch Öffentlich-Rechtliche, treiben lassen von der Aufgeregtheit der Verharmloser. Und sie sind bequem, greifen gern auf die weniger qualifizierten, aber öffentlichkeits-aktiven Wissenschaftler zurück.

Dann ist ja gut, dass Dorsten so ein öffentlichkeits-scheuer Wissenschaftler ist, der keine eigenen Podcasts oder so produziert [Ironie off]

Sorry, aber über die Öffentlichkeitsaffinität eines Wissenschaftlers auf seine Fähigkeiten zu schließen ist schlicht und ergreifend falsch. Es gibt auf beiden "Seiten" solche und solche.
 
Tja, auch diese Polemik passt nicht zu den Fakten. Den Podcast produziert die Wissenschaftsredaktion des NDR, und nur noch alle 2 Wochen mit Drosten, weil der auch noch anderweitig gebraucht wird. Streek hingegen war derjenige, der eine PR-Agentur genutzt hat, um qualitativ nicht so dolle Studienergebnisse zu pushen. Und er ist derjenige, der häufig in der Öffentlichkeit mit markigen Meinungsäußerungen zu fachfremden Themen präsent ist.

Einer bietet halt Qualität und ist entsprechend gefragt, der Andere drängt sich auf.

EDIT: Nachtrag

Sorry, aber über die Öffentlichkeitsaffinität eines Wissenschaftlers auf seine Fähigkeiten zu schließen ist schlicht und ergreifend falsch. Es gibt auf beiden "Seiten" solche und solche.

Da stimme ich dir zu. Etwas Anderes habe ich allerdings auch gar nicht behauptet, sondern mich zur Bequemlichkeit mancher Medien geäußert.
 
Oliver.O schrieb:
Tja, auch diese Polemik passt nicht zu den Fakten. Den Podcast produziert die Wissenschaftsredaktion des NDR, und nur noch alle 2 Wochen mit Drosten, weil der auch noch anderweitig gebraucht wird. Streek hingegen war derjenige, der eine PR-Agentur genutzt hat, um qualitativ nicht so dolle Studienergebnisse zu pushen. Und er ist derjenige, der häufig in der Öffentlichkeit mit markigen Meinungsäußerungen zu fachfremden Themen präsent ist.

Einer bietet halt Qualität und ist entsprechend gefragt, der Andere drängt sich auf.

EDIT: Nachtrag

Sorry, aber über die Öffentlichkeitsaffinität eines Wissenschaftlers auf seine Fähigkeiten zu schließen ist schlicht und ergreifend falsch. Es gibt auf beiden "Seiten" solche und solche.

Da stimme ich dir zu. Etwas Anderes habe ich allerdings auch gar nicht behauptet, sondern mich zur Bequemlichkeit mancher Medien geäußert.

Achso, weil jemand eine PR-Agentur hat der also Unrecht??!
Ich möchte hier nicht darüber diskutieren, wie gut oder schlecht jetzt einzelne Studien waren, ich verstehe die Logik dahinter einfach nicht.

Unabhängig davon ist Drosten z.B. ja auch sehr, sehr selten in der Öffentlichkeit präsent [Ironie off] - PR-Agentur hin, NDR her.
Ich gehe davon aus, dass Drosten sich seiner "Macht" sehr wohl bewusst ist und es ihm sehr wohl klar ist, dass er es mit Aussagen leicht auf die Titelseite schafft. Ob ihm das gefällt oder nicht, will ich nicht beurteilen - genauso wenig wie bei Streeck. Das hat aber grundsätzlich mit deren wissenschaftlichen Arbeit auch nichts zu tun.

Ich verstehe hier deinen Punkt einfach nicht. Um bei Drosten und Streeck zu bleiben. Beides sind Wissenschaftler, die viel in den Medien präsent sind und sehr wohl wissen, wie sie ihre Meinung platzieren. Das muss man nicht gut finden, verwerflich ist das Vorgehen der Beiden aber nicht.
 
Oliver.O schrieb:
ski-chrigel schrieb:
Mt. Cervino schrieb:
Ich freue mich ja, aber so deutlich und nüchtern dargestellt habe ich das selten in der ARD gesehen. Meist ist es ja eher die andere Richtung (exponentielles Wachstum, bald 20000 Fälle, reiner Fokus auf Infiziertenzahlen etc.) die bei derartigen Berichten im Vordergrund stehen.
Genau. Ich fand diese Sendung endlich mal vernünftig und faktenbasiert und eben nicht von Panik oder Schlagzeilen getrieben wie sonst. Deshalb habe ich sie ja auch verlinkt. Andere gibt es zu Hauf.

[Ironie an]
Endlich mal eine Sendung mit "alternativen Fakten" und das von Öffentlich-Rechtlichen. Schön einseitig in der Auswahl der Meinungsbeiträge (Streek sinngemäß "Zahlen sind unwichtig, solange nicht schwere Verläufe in den Krankenhäusern landen" – ergo: was morgen draus wird, interessiert mich doch heute nicht).
[Ironie aus]

Nun war das eine tendenziöse Unterhaltungssendung, meinungsstark und faktenarm. Da sieht man, dass sich Medien, auch Öffentlich-Rechtliche, treiben lassen von der Aufgeregtheit der Verharmloser. Und sie sind bequem, greifen gern auf die weniger qualifizierten, aber öffentlichkeits-aktiven Wissenschaftler zurück.
Von mir aus kannst du alles vergessen was in der Sendung gesagt und gezeigt wurde. Außer der Grafik am Ende bzgl. Infektionszahlen, Hospitalisierung, Toten und dem Vergleich der Coronatoten mit den normalen Sterbefällen.
Wenn diese Zusammenstellung nicht faktenbasiert und aufschlussreich war, dann weiß ich es auch nicht. Und auf diese Quintessenz der Sendung wollte ich hinweisen.
 
Und täglich grüßt das Corona-Murmeltier.
Ich lass es mal unkommentiert habe aber den ganzen Artikel, der unter der Rubrik "Meinung" veröffentlich wurde, hier reinkopiert, weil er nur für Abonnenten komplett sichtbar ist:

Kopierten Artikel entfernt. Bitte die Medienregeln beachten! Insbesondere bei nur für Abonennten sichtbaren Artikeln ist doch selbsterklärend dass diese Beschränkung nicht ohne Grund vom jeweiligen Medium gewählt wurde. :nein: /Mod. David93

https://www.welt.de/kultur/plus217317742/Christian-Drosten-Ausnahmezustand-fuer-immer.html
 
WackelPudding schrieb:
Achso, weil jemand eine PR-Agentur hat der also Unrecht??!
Wenn jemand eine PR-Agentur mit der Ergebnisvermittlung seiner wissenschaftlichen Arbeit betraut und diese Agentur die Ergebnisse publiziert und vermarktet, bevor die Studie abgeschlossen ist, ist das schon ein bisschen was anderes, als wenn jemand anderes einen selbstverantworteten Podcast betreibt und aus diesem heraus immer wieder von anderen Medien zitiert wird.
Über die wissenschaftliche Qualität der einen oder anderen Arbeit sagt das aber nichts aus.
 
Mt. Cervino schrieb:
Und täglich grüßt das Corona-Murmeltier.
Ich lass es mal unkommentiert habe aber den ganzen Artikel, der unter der Rubrik "Meinung" veröffentlich wurde, hier reinkopiert, weil er nur für Abonnenten komplett sichtbar ist:

Ausnahmezustand für immer

Sperrstunden, Reisebeschränkungen, Kontaktbeschränkungen – wie lange soll das alles so weitergehen? Und was, wenn die Impfung nicht kommt? Die deutsche Politik bleibt die Antwort auf diese existenzielle Frage schuldig. Christian Drosten hat sie nun gegeben.
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Bis die Impfung kommt – dieses Mantra wird seit dem Frühjahr aufgesagt, wenn es um die Frage geht, wie lange denn der Corona-Ausnahmezustand noch andauern soll, in dem wir uns eingerichtet haben. Reisebeschränkungen, Sperrstunden, Kontaktbeschränkungen, Versammlungsverbote: Alles schlimm, schon klar, aber damit müssen wir nun einmal leben, bis die Impfung kommt.

Die Formel ist zumindest ein Selbstbetrug. Denn in ihr verbirgt sich, unausgesprochen, eine andere, brutalere Aussage: Wenn keine Impfung kommt und das Coronavirus nicht verschwindet, dann müssen wir für immer so leben.

Es ist höchste Zeit, dass auch die deutsche Politik sich traut, den Bürgern ihre Antwort auf diese existenzielle Frage mitzuteilen.
https://www.welt.de/kultur/plus217317742/Christian-Drosten-Ausnahmezustand-fuer-immer.html

In einer solchen Welt würde ich nicht dauerhaft leben wollen.

Und das gilt denke ich für die Mehrheit. Und diese würde dies über kurz oder lang durchsetzen.
 
WackelPudding schrieb:
Achso, weil jemand eine PR-Agentur hat der also Unrecht??!
Nö, natürlich nicht. Habe ich auch nicht behauptet. Die Vorgehensweise von Streek war nicht nur wissenschaftlich unseriös, sondern selbst die PR-Agentur wurde vom PR-Rat "wegen der Rufschädigung des Berufsstands durch unprofessionelles Verhalten" gerügt:
Es entstehe der Eindruck, dass es sich bei der Arbeit von Storymachine „nicht um eine begleitende Dokumentation gehandelt hat, sondern vielmehr um eine Maßnahme mit dem Ziel, ein vorformuliertes Narrativ in der Öffentlichkeit zu platzieren“: Im Dokumentationskonzept seien „Botschaften enthalten, die ‚Sondersituation in Heinsberg‘ so zu vermitteln, dass sie ‚repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ist‘“.
Quelle

Weiter im Text:
WackelPudding schrieb:
Ich verstehe hier deinen Punkt einfach nicht. Um bei Drosten und Streeck zu bleiben. Beides sind Wissenschaftler, die viel in den Medien präsent sind und sehr wohl wissen, wie sie ihre Meinung platzieren. Das muss man nicht gut finden, verwerflich ist das Vorgehen der Beiden aber nicht.

Es ist OK, wenn sich Wissenschaftler in der Öffentlichkeit äußern und auch wünschenswert. Auf die Motivation und die Qualität der Aussagen kommt es an. Um mal bei den beiden zu bleiben: Streek äußert sich zu allem Möglichen auch außerhalb seines Fachgebiets, ohne dabei zwischen persönlicher Meinung als Fachfremder und Expertenrat zu differenzieren. Wenn Drosten seine Meinung außerhalb seines Fachgebiets beisteuert, betont er das in der Regel ausdrücklich und räumt auch gern ein, mal falsch liegen zu können. Und immer wieder erklärt er, dass letztlich Politiker Abwägungen treffen müssen zwischen Infektionsschutz und anderen gesellschaftlichen Bedürfnissen, wie Bildung und Teilhabe.

Meine Eindrücke basieren übrigens jeweils auf O-Ton der beiden Personen. Darstellungen in den Medien waren oft zu verkürzt und teils komplett irreführend.

Mt. Cervino schrieb:
Von mir aus kannst du alles vergessen was in der Sendung gesagt und gezeigt wurde. Außer der Grafik am Ende bzgl. Infektionszahlen, Hospitalisierung, Toten und dem Vergleich der Coronatoten mit den normalen Sterbefällen.
Wenn diese Zusammenstellung nicht faktenbasiert und aufschlussreich war, dann weiß ich es auch nicht. Und auf diese Quintessenz der Sendung wollte ich hinweisen.

Naja, halbe Fakten sind halt auch keine ganze Wahrheit: Komplett unerwähnt blieb, dass die Sterblichkeit anfangs in D gering gehalten werden konnte wegen der Maßnahmen und im Moment gering ist wegen der jüngeren Altersgruppen. Diese Ignoranz von Fakten hätte man mit einer einfachen Recherche oder Rückfrage ausräumen können, wenn man denn gewollt hätte. Das ist es, was ich mit tendenziös meine.

EDIT: Quelle ergänzt
 
Oliver.O schrieb:
Naja, halbe Fakten sind halt auch keine ganze Wahrheit: Komplett unerwähnt blieb, dass die Sterblichkeit anfangs in D gering gehalten werden konnte wegen der Maßnahmen und im Moment gering ist wegen der jüngeren Altersgruppen. Diese Ignoranz von Fakten hätte man mit einer einfachen Recherche oder Rückfrage ausräumen können, wenn man denn gewollt hätte. Das ist es, was ich mit tendenziös meine.

EDIT: Quelle ergänzt
Du meinst durch solchen Maßnahmen wie Maskentragen (was wir am Anfang der Pandemie monatelang nicht gemacht) haben oder durch wirksame medikamentöse Behandlung (die es Anfangs der Pandemie kaum oder nur unzureichend gab, weil die Ärzte keine wirksamen Medikamente hatten oder deren (Un-)Wirksamkeit nicht kannten).
Bei diesen Punkten sind wir doch jetzt viel weiter als noch Anfangs der Pandemie. Und genau das hilft auch die Infektionen zu begrenzen bzw. die Verläufe der Krankheit milder auszugestalten.
 
Hier mal das ganze Drosten-Interview in der Zeit:

https://www.zeit.de/wissen/2020-10/christian-drosten-corona-massnahmen-neuinfektionen-herbst-winter-covid-19/komplettansicht

Ich möchte den Punkt von eben nur kurz aufgreifen: "Was ist, wenn wir keinen Impfstoff bekommen?!?"

Wir setzen momentan alles auf eine Karte, nur Plan A, kein (auf jeden Fall kein gangbarer) Plan B.
Wie lange wird an einem Impfstoff gegen HIV oder sonstigem geforscht und er ist nach Jahrzehnten noch nicht da. Was ist, wenn es hier auch so ist?

Sorry, aber der Belastung einer freiheitlich liberalen Gesellschaft sind Grenzen gesetzt. In Diktaturen, absolutistischen Staaten mag das ja mit Unterdrückung noch funktionieren, aber hier?

Ich bin ganz ehrlich, die Hoffnung auf eine baldige Impfung lässt viele Menschen die Einschränkungen ertragen, aber wie lange? WANN muss WER die Entscheidung treffen "Sorry, impfen ist nicht. Freiheit mit Durchseuchung und ggf. vielen Toten, oder nahezu unendliche Einschränkung?"

Ich bin stolz, dass große Teile unserer Gesellschaft die Grund- und Menschenrechte hochhalten, auch wenn sie diese im Moment mehr oder weniger bereitwillig eingeschränken lassen, aber wie lange?

Dann sind wir wieder da, wo ich vor vielen Seiten schonmal die Frage gestellt habe: "Was ist uns mehr wert?"
 
Zur Impfung:

Nachdem man die Risikogruppen (jedenfalls Anfangs) nicht impfen kann, müssten die nicht Risikogruppen geimpft werden um die Risikogruppen zu schützen.

Nachdem das Virus für Nicht Risikogruppen nicht sehr riskant ist, gibt es dadurch 2 Probleme:

- Wie will man die Menschen dazu bringen, sich impfen zu lassen?

- Wie will man nachweisen, das die Impfung überhaupt funktioniert?

IMHO wird das nicht funktionieren, weshalb alles auf "ein Leben" mit und Medikament hinauslaufen wird.
 
Mt. Cervino schrieb:
Du meinst durch solchen Maßnahmen wie Maskentragen (was wir am Anfang der Pandemie monatelang nicht gemacht) haben oder durch wirksame medikamentöse Behandlung (die es Anfangs der Pandemie kaum oder nur unzureichend gab, weil die Ärzte keine wirksamen Medikamente hatten oder deren (Un-)Wirksamkeit nicht kannten).
Bei diesen Punkten sind wir doch jetzt viel weiter als noch Anfangs der Pandemie. Und genau das hilft auch die Infektionen zu begrenzen bzw. die Verläufe der Krankheit milder auszugestalten.

Ganz genau. Wir sind weiter, weil wir wissen dass (selbst einfache) Masken als Fremdschutz funktionieren. Und wir wissen um das Aerosolproblem und haben deshalb immer noch Einschränkungen (die Veranstaltungs- und Kulturbranche ist immer noch hart getroffen). Auswirkungen verbesserter Medikation sehen wir bei den Zahlen in D wohl eher (noch) nicht, wenn ich es richtig verstanden habe.

Wir sind sicher weiter, wissen aber immer noch nicht, wie wir die Älteren (und andere vulnerable Gruppen) dauerhaft schützen können. Die ARD lässt nun eine ehemalige Bedienstete des Gesundheitswesens behaupten, dies sei kein Problem. Kritische Rückfrage, wie das denn gehen soll, wo es bisher noch nirgends funktioniert hat? Fehlanzeige. Seriös geht anders.
 
baeckerbursch schrieb:
Zur Impfung:

Nachdem man die Risikogruppen (jedenfalls Anfangs) nicht impfen kann, müssten die nicht Risikogruppen geimpft werden um die Risikogruppen zu schützen.

Nachdem das Virus für Nicht Risikogruppen nicht sehr riskant ist, gibt es dadurch 2 Probleme:

- Wie will man die Menschen dazu bringen, sich impfen zu lassen?

- Wie will man nachweisen, das die Impfung überhaupt funktioniert?

IMHO wird das nicht funktionieren, weshalb alles auf "ein Leben" mit und Medikament hinauslaufen wird.

Korrekt. Ich gehöre zu keiner Risikogruppe. Sehe daher die Nebenwirkungen als äquivalent oder gefährlicher als eine Infektion an. Ergo werde ich mich erstmal nicht impfen lassen. Und so denken sehr viele.
 
christopher91 schrieb:
Ich gehöre zu keiner Risikogruppe. Sehe daher die Nebenwirkungen als äquivalent oder gefährlicher als eine Infektion an. Ergo werde ich mich erstmal nicht impfen lassen. Und so denken sehr viele.
Die Nebenwirkungen eines Impfstoffes, den es noch nicht gibt, kennst du also schon, so dass du weißt, dass sie gefährlicher sind als irgendwas?
 
Jan Tenner schrieb:
christopher91 schrieb:
Ich gehöre zu keiner Risikogruppe. Sehe daher die Nebenwirkungen als äquivalent oder gefährlicher als eine Infektion an. Ergo werde ich mich erstmal nicht impfen lassen. Und so denken sehr viele.
Die Nebenwirkungen eines Impfstoffes, den es noch nicht gibt, kennst du also schon, so dass du weißt, dass sie gefährlicher sind als irgendwas?

Einen Impfstoff der in Rekordtempo entwickelt wurde und damit gar nicht den normalen Standards entsprechen kann, sehe ich von möglichen nicht erforschten Nebenwirkungen als gefährlicher Ja!
 
Jan Tenner schrieb:
christopher91 schrieb:
Ich gehöre zu keiner Risikogruppe. Sehe daher die Nebenwirkungen als äquivalent oder gefährlicher als eine Infektion an. Ergo werde ich mich erstmal nicht impfen lassen. Und so denken sehr viele.
Die Nebenwirkungen eines Impfstoffes, den es noch nicht gibt, kennst du also schon, so dass du weißt, dass sie gefährlicher sind als irgendwas?

Die Nebenwirkung eines Impfstoffs, den es noch gar nicht gibt, kann keiner kennen.
Was wir aber (zum Teil) kennen sind die Gefahren von Covid-19.
Und ich kann da Christopher grundsätzlich schon verstehen, dass für ihn persönlich die Covid-19-Risiken akzeptabel sind und er deshalb kein völlig unbekanntes Risiko eingehen will. Es gibt ja zahlreiche (Wirtschafts-)Theorien, in denen man lieber das bekannte (bei Covid-19 wohl eher zutreffend "bekanntere") Risiko wählt, als ein Unkalkulierbares.
Das schließt aber natürlich nicht aus, dass der Corona-Impfstoff super ist und keine nennenswerten Nebenwirkungen hat. Kann sein, es kann aber auch genau umgekehrt sein. Für beide Fälle gibt es genügend Beispiele.
 
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