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Coronavirus 2019-nCoV

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gfm49 schrieb:
albe-fr schrieb:
j-d-s schrieb:
Glaubst du wirklich, dass dich ein Infizierter ohne Maske, der am Bürgersteig an dir vorbeiläuft (Dauer mit weniger als 1,50 Meter Abstand: 10 Sekunden), an der frischen Luft, dich infizieren kann?
man könnte hier jetzt das wissenschaftlich dokumentierte Beispiel aus der ersten Epedemiephase bemühen, da reichte es zumindest Rücken an Rücken zu sitzen und als einzigen Blickkontakt sich den Salzstreuer zu reichen.... vermutlich auch unter 10 Sekunden.
Die saßen allerdings in einem geschlossenen Raum und sicher mehr als 10 Sekunden, wohl auch mehr als 15 Minuten in unmittelbarer Nähe beieinander (auch wenn nicht Gesicht zu Gesicht). Die damalige These der Schmierinfektion dürften wohl durch die zwischenzeitlichen Erkenntnisse bezüglich Aerosolübertragung so nicht mehr aufgestellt werden.

Meine laienhafte Theorie in dem Fall: Wenn mann Rücken an Rücken sitzt und nach einem Salzstreuer fragt und diesen dann übergibt, dreht man sich im Normalfall zueinander hin. Dabei ein paar Worte gewechselt oder auch nur Danke bei halbvollem Mund gesagt und die Tröpfchendusche ist perfekt.
 
Theo schrieb:
Aus zeitlichen Gründen nicht alles durchgelesen, nur eins. Die Uuups-Kurve da zu oberst ist wieder mal klassicches Fake-News.
Nicht dass die offizielle Zahl von heute mit 28xx schön wäre, es muss aber der Montag mit den 41xx in das Diagramm rein obwohl in CH doch alle ganz genau wissen dass das die Zahl von insgesamt 3 Tagen ist und es so also "nur" 14xx pro Tag wären.
Muss so was wirklich sein?
Nicht nur, dass Zahlen von 3 Tagen völlig ohne Grund kumuliert an einem Tag angeben werden, was ein völlig (bewusst) verzerrtes Bild ergibt, den rechten und den linken Teil der Grafik kann man seriös eigentlich gar nicht zusammen betrachten und vergleichen, da die Baseline der zugrundeliegenden Tests die Vergleichbarkeit völlig ad absurdum führt.
Ich kenne die Zahlen aus der Schweiz nicht genau, deshalb der Vergleich der verbreiteten DE Kurve. Für die Schweiz wird aber sicherlich Ähnliches gelten:

Corona Fallzahlen DE.PNG

Im März hatte man ca. 100.000 Tests pro Woche durchgeführt, im April schon ca. 300.000 Tests pro Woche und im September 1.200.000 pro Woche.
D. h. mal hat im September ca. 12 Mal so viele Tests pro Woche durchgeführt wie im März und veröffentlicht diese Grafiken immer unkommentiert, ohne diesen eklatanten Unterschied der Test-Baseline zu erwähnen. Seriös geht anderes...
 
snowflat schrieb:
Also wenn man den Medienberichten Glauben schenken darf, wird heute von der Kanzlerin verkündet, dass bereits bei 35/100000 härtere Maßnahmen greifen, diese Maßnahmen sollen wohl vorgestellt werden und wenn die Maßnahmen binnen 10 Tagen keine Wirkung zeigen, soll es einen Lockdown wie im April geben. Hoffen wir mal, dass es so nicht kommen muss.

Mein Landkreis wendet die neue Regel 35/100.000 seit heute an.

https://spweb.lra-soemmerda.de/Seiten/Allgemeinverfügung-zu-coronabedingten-Einschränkungen.aspx
 
Mt. Cervino schrieb:
Im März hatte man ca. 100.000 Tests pro Woche durchgeführt, im April schon ca. 300.000 Tests pro Woche und im September 1.200.000 pro Woche.
D. h. mal hat im September ca. 12 Mal so viele Tests pro Woche durchgeführt wie im März und veröffentlicht diese Grafiken immer unkommentiert, ohne diesen eklatanten Unterschied der Test-Baseline zu erwähnen. Seriös geht anderes...

Ist genau die gleiche Grafik von google die du auch gezeigt hast. Das der Ausschlag die Werte vom ganzen Wochenende zeigt war mir nicht klar als ich es gepostet habe. Allerdings ist das ja nach jedem Wochenende der Fall und der Anstieg ist auch im Vergleich zu den Vorwochenenden eklatant.

https://www.20min.ch/story/spital-schwyz-schlaegt-wegen-coronazahlen-alarm-291625907520

Mit einer Test Positivrate von 30-40% in gewissen Regionen bleibt es sicher spannend.
 
Theo schrieb:
Die Uuups-Kurve da zu oberst ist wieder mal klassicches Fake-News. Nicht dass die offizielle Zahl von heute mit 28xx schön wäre, es muss aber der Montag mit den 41xx in das Diagramm rein obwohl in CH doch alle ganz genau wissen dass das die Zahl von insgesamt 3 Tagen ist und es so also "nur" 14xx pro Tag wären.
Muss so was wirklich sein?
Muss ein solcher Post wirklich sein? :roll:

Ich weiss, alles ist Fake-News, damit Theo sein Weltbild behalten kann. Aber in der Schweiz schlägt das exponentielle Wachstum voll durch, mit einer Verdoppelungszeit von 5.5 Tagen. Entsprechend beginnen sich die Spitäler zu füllen.

Uups, der Begriff exponentielles Wachstum darf hier auch nicht verwendet werden, sonst ist man gleich ein Alarmist. :rolleyes:
 
Also für Tirol tippe ich auf einen lock down in spätestens 2 Wochen. Dann ist der November durch, aber Buchen würde ich für die erste Dezemberwoche. ;)
 
Pilatus schrieb:
Mt. Cervino schrieb:
Im März hatte man ca. 100.000 Tests pro Woche durchgeführt, im April schon ca. 300.000 Tests pro Woche und im September 1.200.000 pro Woche.
D. h. mal hat im September ca. 12 Mal so viele Tests pro Woche durchgeführt wie im März und veröffentlicht diese Grafiken immer unkommentiert, ohne diesen eklatanten Unterschied der Test-Baseline zu erwähnen. Seriös geht anderes...

Ist genau die gleiche Grafik von google die du auch gezeigt hast. Das der Ausschlag die Werte vom ganzen Wochenende zeigt war mir nicht klar als ich es gepostet habe. Allerdings ist das ja nach jedem Wochenende der Fall und der Anstieg ist auch im Vergleich zu den Vorwochenenden eklatant.

https://www.20min.ch/story/spital-schwyz-schlaegt-wegen-coronazahlen-alarm-291625907520

Mit einer Test Positivrate von 30-40% in gewissen Regionen bleibt es sicher spannend.

Ich empfinde tagesaktuelle Zahlen bei den meisten Quellen auch als kontraproduktiv (außer als Medienaufreger, wenn man versucht, immer mal wieder mit neuen "Rekordwerten" Klicks zu fischen). In den meisten Ländern gibt es Schwankungen im Meldeaufkommen, die mehr mit Wochenenden zu tun haben als mit tatsächlichen Infektionen.

Für die Grafiken empfehle ich die über 7 Tage geglätteten Varianten mit einer einwohnerbezogenen Basis von ourworldindata.org. Und ergänzend dazu die Testquote, auch dort auswählbar (Share of positive tests). Fehlt diese oder liegt sie über 5%, erfasst das Testen das Infektionsgeschenen nicht ausreichend.

An der exponentiellen Entwicklung vielerorts ändern allerdings auch die geglätteten Zahlen nichts.
 
Mt. Cervino schrieb:
Nicht nur, dass Zahlen von 3 Tagen völlig ohne Grund kumuliert an einem Tag angeben werden, was ein völlig (bewusst) verzerrtes Bild ergibt, den rechten und den linken Teil der Grafik kann man seriös eigentlich gar nicht zusammen betrachten und vergleichen, da die Baseline der zugrundeliegenden Tests die Vergleichbarkeit völlig ad absurdum führt.
Ich kenne die Zahlen aus der Schweiz nicht genau, deshalb der Vergleich der verbreiteten DE Kurve. Für die Schweiz wird aber sicherlich Ähnliches gelten:

Corona Fallzahlen DE.PNG
Im März hatte man ca. 100.000 Tests pro Woche durchgeführt, im April schon ca. 300.000 Tests pro Woche und im September 1.200.000 pro Woche.
D. h. mal hat im September ca. 12 Mal so viele Tests pro Woche durchgeführt wie im März und veröffentlicht diese Grafiken immer unkommentiert, ohne diesen eklatanten Unterschied der Test-Baseline zu erwähnen. Seriös geht anderes...
Die absoluten Fallzahlen sind weder unseriös noch absurd. Es sagt ja niemand, dass die aktuelle Situation heute schlimmer sei als im März/April, weil es jetzt mehr postive Tests pro Tag gibt als damals. Wir können auch das Testen einstellen, dann gibt es keine Corona-Fälle mehr. Die absolute Zahl sind eine Grösse, die richtig interpretiert werden muss. Beispielsweise zusammen mit der Positivitätsrate bei den Tests. Die ist in der Schweiz mittlerweile bei 15 Prozent, lokal bei 30-40 Prozent.
Was man aber in der aktuellen Kurve sieht ist eine beunruhigende Entwicklung, wenn die Zahlen von Woche zu Woche um den Faktor 2.5 steigen und sich diese Entwicklung zeitlich versetzt auch bei den Hospitalisierungen niederschlagen wird. Und wenn ich mir dies ansehe (https://covid-19-schweiz.bagapps.ch/de-3.html), so haben sich die Anzahl Tests eben in der Schweiz nicht verzwölffacht sondern eher verdoppelt.
 
In Tirol heute 20% positiv. So viel zum Thema "falsch positive Testungen" und "Vortestwahrscheinlichkeit".

Wenn die Zahlen der AGES stimmen, hat Tirol derzeit noch 10 freie ICU Betten.
 
WackelPudding schrieb:
Ich glaube, dass trotz der "offiziellen" Zugehörigkeit der einzelnen User zu den jeweiligen "Lagern" dennoch ein gewisser Grundtenor besteht, dass bestimmte Maßnahmen durchaus sinnvoll sind und auch nach dem Auftauchen eines Game-Changers noch bleiben werden, manche vielleicht nur temporär, manche vielleicht für immer.

DAS macht mir Angst. Dass manche ernsthaft auch nur eine einzige Maßnahme für immer beibehalten wollen.

Wobei ja die Sache jetzt eh auf "für immer" hinausläuft, weil das Coronavirus sicher nie ausgerottet sein wird, und das RKI ja höchstselbst vorschlägt, auch wenn es einen Impfstoff gibt weiter Maskenpflicht etc. zu machen.

Tyrolens schrieb:
In Tirol heute 20% positiv. So viel zum Thema "falsch positive Testungen" und "Vortestwahrscheinlichkeit".

Wenn die Zahlen der AGES stimmen, hat Tirol derzeit noch 10 freie ICU Betten.

Wo du das her hast, ist mir schleierhaft:
https://covid19-dashboard.ages.at/dashboard_Hosp.html?area=7 -> In Tirol derzeit 8 Coronapatienten auf der Intensivstation

Anfang April hatte Tirol laut diesem (https://tirol.orf.at/stories/3041890/) hier 222 Intensivbetten, von denen 120 belegt waren, davon 53 mit Coronapatienten. Wie da jetzt, bei 8 Coronapatienten auf Intensivstation, 200 Betten anderweitig belegt sein sollen, kann ich mir nicht erklären.
 
j-d-s schrieb:
DAS macht mir Angst. Dass manche ernsthaft auch nur eine einzige Maßnahme für immer beibehalten wollen.
Och, so etwas mehr Hygiene schadet sicherlich nicht- auch dauerhaft. Hände waschen muss auch dir lieber j-d-s keine Angst machen, auch wenn du die Wasserhähne auf öffentlichen Toiletten ja bekannterweise als Trinkwasserspender ansiehst :D
 
Lies eine Zeile drüber.

Warum das so ist, das ist eine gute Frage. Kann sein, dass das wirklich nur 100%ige COVID-19 Betten sind. Alle andren sind vielleicht über den regulären Betrieb voll. Dieser wurde bekanntlich beim letzten lockdown komplett herunter gefahren.

Und JAAAAAA ich wünsche mir, dass Maßnahmen von heute auch für die Zukunft erhalten bleiben. Das Händewaschen zb und der Verzicht auf Händeschütteln.
Was denkst du, warum Japan so gut durch die Krise kommt? Ich höre immer nur, dass Schweden ein Vorbild sei. Das ist Unsinn. Die Vorbilder sitzen in Asien. Taiwan, Japan, Südkorea und ev. noch Singapur.
 
Maske im Wartezimmer beim Arzt :wink:
Gibt nicht umsonst zumindest bei Kinderärzten oft extra Wartezimmer bei Verdacht auf Infektionskrankheit :idea:
Händeschütteln möchte ich nicht missen; wenn einer aus Infektionsschutzgründen nicht will, hätte ich aber kein Problem.
Händewaschen sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein :wink:
Ansonsten fällt mir aber erstmal nichts ein, was ich behalten möchte :nein:
 
Die Gratis Grippeimpfung wie in Wien ist top (wenn's denn funktionieren würde).

Und dass man an der Kassa 1,5 m Abstand hält, ist auch gut. Rammt dir keiner mehr den Einkaufswagen in die Hacken.

Und dass vieles online läuft, wofür man früher stundenlang im Auto sitzen musste.
 
j-d-s schrieb:
WackelPudding schrieb:
Ich glaube, dass trotz der "offiziellen" Zugehörigkeit der einzelnen User zu den jeweiligen "Lagern" dennoch ein gewisser Grundtenor besteht, dass bestimmte Maßnahmen durchaus sinnvoll sind und auch nach dem Auftauchen eines Game-Changers noch bleiben werden, manche vielleicht nur temporär, manche vielleicht für immer.

DAS macht mir Angst. Dass manche ernsthaft auch nur eine einzige Maßnahme für immer beibehalten wollen.

Wobei ja die Sache jetzt eh auf "für immer" hinausläuft, weil das Coronavirus sicher nie ausgerottet sein wird, und das RKI ja höchstselbst vorschlägt, auch wenn es einen Impfstoff gibt weiter Maskenpflicht etc. zu machen.

Ich bin sicher nicht für die dauerhafte Beibehaltung der Maskenpflicht oder anderem Hokus-Pokus oder das dauerhafte Abschaffen des Händeschüttelns, das ich für eine angemessene und respektvolle Umgangsform halte.
Ich nehme aber z.B. wohlwollend zur Kenntnis, dass Handhygiene wichtiger wurde oder dass im öffentlichen Raum mehr Desinfektionsspender verfügbar sind (bei so manchem öffentlichen WC hatte man ja das Gefühl davor sauberer gewesen zu sein. Außerdem ist vergrößerter Abstand in manchen Bereichen auch recht komfortabel, wobei langfristig auch wieder klar sein muss, dass "kein Abstand" auch wieder möglich sein muss (ohne Maske).

Auch ein positiver Nebeneffekt der Corona-Geschichte ist doch die erhöhte Verfügbarkeit von Homeoffice und der damit einhergehenden Verringerung des Verkehrs. Wir haben durch Corona auch jetzt die Chance, beim Thema Verkehrswende weiter zu kommen, welche wir dringend nutzen sollten.

Ich halte es für fahrlässig, aus der jetzigen Krise keine Lehren zu ziehen und die sinnvollen Dinge nicht beizubehalten. Man muss Krisen immer als Chance betrachten. Nicht alles, was "früher" war, war gut. Gleichzeitig ist nicht alles was "jetzt" ist, besser.

Also nicht immer alles schwarz malen. Vieles, was aktuell gemacht ist purer Blödsinn, aber eben nicht alles.
 
Wie viele Menschen waschen sich nach dem Toilettengang die Hände?
Oder es niest sich einer in die Hand, die wuscht er dann am Hemd ab und will dir dann die Hand schütteln.

Im Vergleich zu COVID-19 werden wir noch mit ganz anderen Infektionskrankheiten zu kämpfen haben. Die Intervalle werden kürzer.

Ab ca. 2050 werden gängige Antibiotika keine Wirkung mehr haben.

Da wartet also genug Arbeit auf uns.

Aber wie ich die Menschen so kenne: Bald gibt es eine Impfung. Die verantwortungsvollen 80% lassen sich impfen, die 20% Idioten profitieren davon und nach ein, zwei Jahren werden es alle vergessen haben.
 
Zum Thema Grippeimpfung:
bei mir im Betrieb gibt es eigentlich jedes Jahr die Möglichkeit, sich kostenlos freiwillig gegen die Grippe impfen zu lassen. Dazu steht in der Regel der 4fach-Impfstoff zur Verfügung, auch wenn von der StIKo nur der 3fach-Impfstoff empfohlen wird. Wie die letzten 2 Jahre auch habe ich mich dieses Jahr nach der Infomail darauf gemeldet, zunächst auch einen Termin für nächste Woche erhalten und heute wurde dieser schließlich abgesagt. Begründung: nicht genug Impfstoff für die Nachfrage vorhanden, es werden zuerst alle über 60 und mit begründetem Risiko geimpft, erst wenn mehr Impfstoff verfügbar ist wird das für alle anderen Interessenten nachgeholt.
Auch von Bekannten aus anderen Teilen Deutschlands höre ich ähnliches, wobei die sich nicht über die Firma, sondern beim Hausarzt impfen lassen wollten.
Herr Spahn sagt aber weiterhin, es gäbe keine Impfstoff-Knappheit und wirbt für die Impfung. Entweder hakt es hier an der Verteilung der zentral bestellten Menge an Impfdosen, es wurde zu wenig bestellt oder die Nachfrage ist punktuell zu hoch und die Lieferung erfolgt bis in den Dezember hinein, sodass bis Weihnachten doch alle geimpft werden können und sich nur gedulden müssen. Ich bin gespannt, ob die Impfung noch zeitnah nachgeholt werden kann.
 
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