schmidti
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Stimmt, ich habe es lange geschafft mich an dieser oftmals belanglosen Diskussion nicht zu beteiligen, jetzt habe ich gerade aber wohl zu viel Langeweile und komme nicht mehr drum herumPancho schrieb:Ich habe wie alle anderen auch keine Ahnung. Ich habe kürzlich powdertiger geantwortet hier im Thread, dort findest Du mit Links unterlegt, die Expertenmeinungen, die mich überzeugen, in den verlinkten Artikeln findest Du warum. Ich hoffe dass sie recht haben, wie ich hoffe, dass die Seilbahn mit der ich fahre hält.
Ich gehöre zu denen, die sich hier sehr oft äußern, manchen schon zu oft, mein Standpunkt ist hier mehrfach erklärt.
Soll ich alles wiederholen?
Natürlich darfst Du einen vollkommen anderen Standpunkt haben, aber diesen hast Du deutlich weniger ausführlich begründet als ich. Was Du natürlich auch nicht musst, aber nüchtern betrachtet dürfte das interessanter sein, als meine alte Platte...![]()
Natürlich, aber wie lange soll das dauern und mit welchen Maßnahmen überhaupt gelingen (wir sprechen hier von No Covid)? Dazu werden leider mal überhaupt keine Antworten gegeben, und das soll mich jetzt überzeugen?! Kann es nicht mal ansatzweise...Pancho schrieb:Die Forderung nach tiefer Inszidenz ist keine Sackgasse der Politik, sondern Ausfluss eines kompletten Konzeptes der Mehrheit der Wissenschaft, Links dazu habe ich reichlich angegeben. Die Logik dahinter finde ich überzeugend.
Gerade tiefe Inzidenzen bedeuten mehr Normalität, nicht weniger.
300 als Inzidenz ist in meinen Augen tatsächlich auch zu hoch, zumindest zu einer Zeit geringer Immunität. Aber nur damit ich es richtig verstehe: die Toten infolge einer 50er Inzidenz sind für dich akzeptabel, alles andere zu viel? Meiner Ansicht nach muss es weiterhin oberstes Kriterium sein, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, so wie es anfangs auch immer kommuniziert wurde. Und nebenbei: vor Weihnachten wurden die Todeszahlen vielerseits als dramatisch dargestellt, am 23.12. lag der 7-Tage-Mittelwert bei 662. Heute liegt er bei 715, trotzdem hört man diesbezüglich nicht mehr viel, dieses Maß an Todeszahlen hat mittlerweile also scheinbar mehr Akzeptanz als noch vor einem Monat.Pancho schrieb:Priesemann mit ihrem Team befürworten ebenfalls tiefe Inzidenzen, und ihre Begründung ist sehr plausibel.
Was bedeuten denn die Zahlen anschaulich? 10 Punkte Unterschied in der Inzidenz sind für D 8300 Infektionen und bei einer konservativ angesetzten Sterblichkeit von 0,5% 42 Tote. Jede Woche. Plus X auf der Intensivstation, mit Langzeitfolgen, etc., wissen wir alles. Jede Woche. Das sollte man sich halt auch mal in Erinnerung rufen, man schmeißt da inzwischen einfach mal damit rum.
Deine 300 gegenüber der angepeilten 50 bedeuten halt mal lässig gute 1000 Tote jede Woche, ohne Mehrnutzen gegenüber 50, wenn die erstmal erreicht sind, sicher hunderte von schweren Fällen auf Intensivstationen
Im Artikel wird ansonsten erwähnt, dass man die Neuinfektionen nur auf etwa 1000 täglich senken müsste und dann eine verlässliche Kontaktverfolgung wieder möglich wäre. Außerdem müssten die Menschen ihre Kontakte nur noch wenig einschränken und Restaurants und Cafes könnten mit Hygienekonzepten öffnen.
Nun, zum einen gilt das gleiche wie weiter oben schon angesprochen: wie lange soll das dauern und mit welchen Maßnahmen überhaupt gelingen? Aber selbst dann bin ich skeptisch, dass die Kontaktverfolgung wirklich konsequent und verlässlich funktionieren würde. Warum? Es wird immer so dargestellt, als würde der Aufwand bei der Kontaktverfolgung nur durch die Neuinfektionszahlen bestimmt. Was fast nie erwähnt wird, ist, dass die Zahl der Kontakte natürlich auch einen bedeutenden Einfluss hat. Beispiel: aktuell darf ich mich nur mit einer Person außerhalb des Haushalts treffen, also muss auch nur dieser eine Kontakt nachverfolgt werden. Darf ich mich aber mit 10 Personen außerhalb des Haushalts treffen, müssen schon gleich viel mehr Kontakte nachverfolgt werden, plus die nächste Stufe der Kontaktpersonen, das wären dann schon 100. Arbeit, Familie, usw. jetzt mal ungeachtet.
Ich habe nicht gesagt, dass man nicht raus darf. Ich habe gesagt, man darf an einigen Orten nicht mehr Spazieren oder Rodeln gehen. War konkret auf Winterberg bezogen, wo für alle Pisten Betretungsverbote verhängt und die Hochheide (Wander- und Langlaufgebiet) komplett gesperrt wurde. Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, ob die Regelungen weiterhin gelten, der Andrang hält sich mittlerweile wetterbedingt ja in Grenzen.Pancho schrieb:Wo darf man denn in D nicht raus im Moment?
