Pancho schrieb:
Nein, die Wahrheit findet sich nicht immer in der Mitte.
Das hätten manche gerne, weil sie dann mit jedem Mist die Mitte verschieben könnten.
Es gibt Mist, den man komplett verwerfen muss.
Siehe mein Beispiel mit 1+2=?
Wenn der eine 3 und der andere 5 sagt, ist 4 zwar die Mitte, aber Blödsinn.
Auch wenn dein Beispiel grundsätzlich natürlich richtig ist, ist es in dem Punkt leider nicht ganz zutreffend.
Es ging ja ursprünglich darum, dass es die Aufgabe der Politik ist, aus den verschiedenen Fachgebieten der Wissenschaft und deren Bedürfnissen einen für die Gesamtgesellschaft bestmöglichen Weg zu gestalten.
Für die jeweiligen Fachbereiche ist dein Beispiel richtig, gesamthaft gesehen aber in meinen Augen nicht.
Nehmen wir doch mal folgendes Beispiel an:
Die Virologen sagen 1, die Wirtschaftswissenschaftler 3 und die Soziologen 5, usw.
So hat wahrscheinlich jede Wissenschaft für ihr Teilgebiet (unter Berücksichtigung einer gewissen Schwankung und Bandbreite jeweils) absolut recht.
Es ist dann aber die Aufgabe der Politik die einzelnen Felder abzuwägen, ggf. zu gewichten und anschließend einen gangbaren Mittelweg zu finden.
Die Corona-Krise im Speziellen ist ja z. B auch nicht nur eine medizinische Krise, sondern sie hat ja auch handfeste Auswirkungen in anderen Disziplinen.
So habe ich zumindest den Ausgangspost zu deinem Kommentar verstanden und ich glaube, man kann durchaus darüber streiten, ob diese Abwägung durch die Politik in jedem Fall so stattgefunden hat, wie sie hätte stattfinden sollen.