GMD
Ski to the Max
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- 25. Feb. 2003
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Ich habe extra etwas übertrieben. Aber steter Tropfen höhlt eben den Stein. Wenn einem ständig immer wieder dasselbe vorgeworfen wird, geht einem das irgendwann auf die Nerven. Vor allem wenn es Dinge sind, auf die man selber keinen Einfluss hat.
Ohnehin geht mir dieses ewige rumnörgeln an der Schweiz langsam auf den Keks. Oft kommen diese Klagen von Leuten, die nicht einmal die kleinste Ahnung davon haben, wie dieses Land politisch funktioniert. Ich will damit keinesfalls die Dinge schönreden. Die hohen Preise beispielsweise. Die Schweiz ist ein Hochpreisland. Darunter leiden wir selber ja auch. Bei international tätigen Firmen ist manchmal sogar so, dass mit den Gewinnen aus dem überteuerten Schweizer Markt der Preiskampf in anderen Ländern, beispielsweise Deutschland, finanziert wird. So gesehen profitiert ihr in der EU sogar von der Hochpreisinsel Schweiz! Aktuelles Beispiel gefällig? Die Star Alliance verlangt für einen Flug nach Kanada im Februar zur Zeit in der Schweiz gut 300 Euros mehr als in Deutschland! Nach Abzug der Kosten für den Zubringerflug nach Frankfurt bleibt da immer noch ein hübscher Mehrgewinn übrig!
Die Wirtschaft hat logischerweise überhaupt kein Interesse daran, dass sich daran was ändert. Die Politik wäre also gefragt. Nur leider ist die Verfilzung zwischen Wirtschaft und Politik sehr stark. Griffige Gesetze gegen die Preistreiberei haben es darum sehr schwer. Es ist sogar schon vorgekommen, dass ein solches Gesetz, welche als Volksinitiative lanciert wurde, im Parlament dermassen verwässert wurde, dass bei der Abstimmung sogar die Initianten dagegen waren!
Bisher wurden die hohen Preise durch die ebenfalls hohen Löhne kompensiert. Aber leider sind diese, bedingt durch die in den letzen Jahren eher kriselnde Wirtschaft, weniger stark gestiegen als das Preisniveau. Mit anderen Worten: In der Schweiz findet seit einiger Zeit ein Abbau der realen Kaufkraft statt. Schon heute ist die Zahl derjenigen, denen das Salär nur knapp oder gar nicht zum überleben reicht, der sogenannten "working poor", ständig im steigen begriffen. Aber auch bei denen, die genug verdienen ist die Stimmung schlecht. Dies führt dazu, dass die Leute weniger konsumieren, sie sparen! Dieses nur allzu menschliche Verhalten ist aber Gift für die Wirtschaft. Was wiederum zu Entlassungen und Lohneinbussen führt, welches bei der Bevölkerung die Stimmung natürlich weiter in den Keller sacken lässt. Ein Teufelskreis, der nur sehr schwer zu durchbrechen ist. Die Medienmeldungen über die im Gegenzug stark angestiegenen Managerlöhne sind dann auch nicht unbedingt geeignet, die Stimmung in der Bevölkerung zu heben.
Ich weiss, diese Probleme gibt es nicht nur in der Schweiz. Aber hier treten sie in besonders ausgeprägter Form auf. Noch ist die Lage ruhig. Bereits gab es aber die ersten, noch kleineren, Streiks. Aber wenn es so weitergeht, sehe ich den Arbeitsfrieden ernsthaft gefährdet! Ein Generalstreik, wie es ihn zuletzt vor 72(!) Jahren gab, schliesse ich nicht mehr aus. Damals schlug die Armee den Streik nieder, welches um ein Haar zu einem Bürgerkrieg führte! Zugegeben, so schlimm wird es sicher nicht werden. Aber die Lunte an der Bombe brennt lichterloh! Wenn sie nicht bald gelöscht wird, wird die Schweiz politisch erbeben wie schon lange nicht mehr. Ob sich danach alles zum Guten wendet, ist mehr als fraglich...
Ohnehin geht mir dieses ewige rumnörgeln an der Schweiz langsam auf den Keks. Oft kommen diese Klagen von Leuten, die nicht einmal die kleinste Ahnung davon haben, wie dieses Land politisch funktioniert. Ich will damit keinesfalls die Dinge schönreden. Die hohen Preise beispielsweise. Die Schweiz ist ein Hochpreisland. Darunter leiden wir selber ja auch. Bei international tätigen Firmen ist manchmal sogar so, dass mit den Gewinnen aus dem überteuerten Schweizer Markt der Preiskampf in anderen Ländern, beispielsweise Deutschland, finanziert wird. So gesehen profitiert ihr in der EU sogar von der Hochpreisinsel Schweiz! Aktuelles Beispiel gefällig? Die Star Alliance verlangt für einen Flug nach Kanada im Februar zur Zeit in der Schweiz gut 300 Euros mehr als in Deutschland! Nach Abzug der Kosten für den Zubringerflug nach Frankfurt bleibt da immer noch ein hübscher Mehrgewinn übrig!
Die Wirtschaft hat logischerweise überhaupt kein Interesse daran, dass sich daran was ändert. Die Politik wäre also gefragt. Nur leider ist die Verfilzung zwischen Wirtschaft und Politik sehr stark. Griffige Gesetze gegen die Preistreiberei haben es darum sehr schwer. Es ist sogar schon vorgekommen, dass ein solches Gesetz, welche als Volksinitiative lanciert wurde, im Parlament dermassen verwässert wurde, dass bei der Abstimmung sogar die Initianten dagegen waren!
Bisher wurden die hohen Preise durch die ebenfalls hohen Löhne kompensiert. Aber leider sind diese, bedingt durch die in den letzen Jahren eher kriselnde Wirtschaft, weniger stark gestiegen als das Preisniveau. Mit anderen Worten: In der Schweiz findet seit einiger Zeit ein Abbau der realen Kaufkraft statt. Schon heute ist die Zahl derjenigen, denen das Salär nur knapp oder gar nicht zum überleben reicht, der sogenannten "working poor", ständig im steigen begriffen. Aber auch bei denen, die genug verdienen ist die Stimmung schlecht. Dies führt dazu, dass die Leute weniger konsumieren, sie sparen! Dieses nur allzu menschliche Verhalten ist aber Gift für die Wirtschaft. Was wiederum zu Entlassungen und Lohneinbussen führt, welches bei der Bevölkerung die Stimmung natürlich weiter in den Keller sacken lässt. Ein Teufelskreis, der nur sehr schwer zu durchbrechen ist. Die Medienmeldungen über die im Gegenzug stark angestiegenen Managerlöhne sind dann auch nicht unbedingt geeignet, die Stimmung in der Bevölkerung zu heben.
Ich weiss, diese Probleme gibt es nicht nur in der Schweiz. Aber hier treten sie in besonders ausgeprägter Form auf. Noch ist die Lage ruhig. Bereits gab es aber die ersten, noch kleineren, Streiks. Aber wenn es so weitergeht, sehe ich den Arbeitsfrieden ernsthaft gefährdet! Ein Generalstreik, wie es ihn zuletzt vor 72(!) Jahren gab, schliesse ich nicht mehr aus. Damals schlug die Armee den Streik nieder, welches um ein Haar zu einem Bürgerkrieg führte! Zugegeben, so schlimm wird es sicher nicht werden. Aber die Lunte an der Bombe brennt lichterloh! Wenn sie nicht bald gelöscht wird, wird die Schweiz politisch erbeben wie schon lange nicht mehr. Ob sich danach alles zum Guten wendet, ist mehr als fraglich...