• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Daten einer 3S Bahn

Schmittenfan#1 schrieb:
Es sind doch pro spur 2Tragseile und ein Zugseil, oder? Warum nimmt man dann nicht zur kapazitätssteigerung noch ein Zugseil?

Weil es keiner braucht (und bezahlen kann)... Technisch wäre das sicher machbar - aber wozu?
Auch so kommt man ja schon auf 4000 Personen/Stunde.

Ausserdem wäre dass dann wieder eine Spezialkonstruktion, die wahrscheinlich teuer als 2 unabhängige Bahnen wäre. Man hat wieder die gleichlaufprobleme wie beim Funitel, die doppelte Klemmen-Anzahl, ...
Was man auch immer bedenken muss:
Einstiegsbereich / Ausstiegsbereich.
Bei deutlich über 4000 Personen / Stunde bräuchte man wahrscheinlich auch hier ein "double embarquement".

Zusammenfassend: Ich denke, dass das teuer wird als einfach 2 Bahnen parallel zu bauen.

Generell: Technisch findet sich für fast alles Lösungen - man kann theoretisch sicher Seilbahnen mit Kapazitäten von mehr als 10.000 Peronsen / Stunde bauen - aber es ist einfach nicht wirtschaftlich sinnvoll.
 
Also ich glaub mich zu erinnern, das DM die Maximalkapazität einer 3S mit 6000 Pers/h angibt. Realisiert wurde sowas natürlich noch nicht, aber aus der Luft gegriffen wird es auch nicht sein.
 
Auch andere Bahntypen könnten theoretisch wesentlich höhere Kapazitäten haben - man könnte technisch gesehen auch einen 10er Sessel mit 3-Fach Einstieg konstruieren und würde so auch auch Kapazitäten > 10.000 Personen / Stunde kommen.

Man kann sich theoretisch sicher auch eine 500er PB vorstellen (wenn man sich die Tragfähigkeiten mancher Materialbahnen anschaut...)

Das man eine 3S Bahn wählt hat oft andere Gründe, unten anderem die Windstabilität, aber auch der Bodenabstand und die maximale möglichen Spannfelder.
Eine 3S Bahn kann wesentlich grössere Spannfelder haben als eine EUB - es gibt somit Routen, die man mit einer EUB gar nicht realisieren könnte.

Beispiel: Der geplante Neubau der Paradatschgrat-Bahn in Ischgl: Die bisherige EUB brauchte eine Mittelstation, da ein "Knick" notwendig ist. Mit einer 3S hingegen ist der direkte weg möglich.
Auch Bahnen wie der Safari-Express in Kitzbühl oder die Peak-to-Peak Gondel in Whistler gegen nicht als EUB (Spannfeld, Bodenabstand).

Die grossen Spannfelder der 3S-Bahnen haben aber auch noch weitere Vorteile:
1) Es kann z.B. im Gletscherbereich evtl. der komplette Gletscher überspannt werden - somit braucht es keine Aufwendigen Gletscherstützen.
2) Der Bau vom Stützen im Hochgebirge ist sehr aufwendig (und teuer) - eine 3S Bahn braucht weniger

Interessant ist auch die Gaislachkogelbahn in Sölden:
Früher beide Sektionen DUB
Neu: Untere Sektion: Normale EUB, obere Sektion 3s.

Ein 3S-Bahn (oder auch ein Funitel) wird daher nur gebaut werden, wenn einer der Faktoren (Windstabilität, Gelände) das notwendig machen. Die Kapazität ist kein Grund für eine 3S (bisher zumindest).
 
Thema gründlichst von dem ganzen OT-Schund befreit!
Von nun an wird wieder einfach alles gelöscht was nicht dazu passt.

Eine Warnung an User Schmittenfan#1, und ich bin sicher, dass du das liest:
70% der gelöschten Beiträge, pardon, sinnlose Wortkonstrukte waren von dir !
Das hier ist kein Chat, schalte deine Hirnzellen ein, bevor du hier wieder so einen Mist postest. Man muss ja nicht jeden Käse 5 mal beantworten bis du es geschnallt hast, das hier ist keine Kindertagesstätte! Ein bisschen Eigenständligkeit (Stichwort Google) darf man doch erwarten.
Sollte es trotzdem so weitergehen fliegst du schneller hier raus wie du schauen kannst :!:

Jack90, Moderator alpinforum.com
 
jens.f schrieb:
Die grossen Spannfelder der 3S-Bahnen haben aber auch noch weitere Vorteile:
1) Es kann z.B. im Gletscherbereich evtl. der komplette Gletscher überspannt werden - somit braucht es keine Aufwendigen Gletscherstützen.
2) Der Bau vom Stützen im Hochgebirge ist sehr aufwendig (und teuer) - eine 3S Bahn braucht weniger

......

Ein 3S-Bahn (oder auch ein Funitel) wird daher nur gebaut werden, wenn einer der Faktoren (Windstabilität, Gelände) das notwendig machen.
Das kann man alles mit einer Pendelbahn machen. Was auch günstiger wäre, als mit einer 3S.

jens.f schrieb:
Die Kapazität ist kein Grund für eine 3S (bisher zumindest).
Eine 3S wird also dann gebaut, wenn die Kapazität einer PB nicht mehr reicht. Oder Bau mal eine PB mit 2050P/h wie in Whistler.
 
Wombat schrieb:
Das kann man alles mit einer Pendelbahn machen. Was auch günstiger wäre, als mit einer 3S.
Klar, eine PB geht auch fast immer - ist halt nur wesentlich Kunden unfreundlicher (Wartezeiten, Enges stehen).

Wombat schrieb:
Eine 3S wird also dann gebaut, wenn die Kapazität einer PB nicht mehr reicht. Oder Bau mal eine PB mit 2050P/h wie in Whistler.

Kein Probleme, siehe z.B.
http://www.seilbahntechnik.net/de/lifts/3210/datas.htm
 
Die Bahn in Whistler ist aber über 4 Kilometer lang, da schaffst du das nicht mehr.
Trotzdem ist die Leistungsfähigkeit nicht der alleinige Grund. Berg-Berg Bahnen wie in Whistler müsste man den Antrieb viel größer dimensionieren, weil er beide Kabinen gleichzeitig d bergauf ziehen können muss, das ist bei einer 3 S anders. Die verbrauchen daher auch weniger Strom.
 
Weniger Strom als was?
Wie hast du das berechnet?
 
jens.f schrieb:
Das ist ein Theoretischer wert. Der erreicht wird, wenn beim Einsteigen alle vorwärts machen. Im Verhältnis dazu wird der Fühlungsgrad bei einer Zeta besser sein.

Seilbahnjunkie schrieb:
Die Bahn in Whistler ist aber über 4 Kilometer lang, da schaffst du das nicht mehr.
Trotzdem ist die Leistungsfähigkeit nicht der alleinige Grund. Berg-Berg Bahnen wie in Whistler müsste man den Antrieb viel größer dimensionieren, weil er beide Kabinen gleichzeitig d bergauf ziehen können muss, das ist bei einer 3 S anders. Die verbrauchen daher auch weniger Strom.
Wie Kommst du den Da drauf?
Eine Zeta wiegt schätzungsweise 500 kg + 30p *80 =2900kg Bei 10 Gondeln sind das dann 29T !!
Eine 200er Gondel ist doch ein Exot. Nehmen wir 140. Die Gondel wiegt wohl zwischen 2000-3000kg. 140p * 80kg + 2500kg =13.7 T Also muss die der Antrieb einer 3S Deutlich stärker ausgelegt sein. Wenn ich mich nicht irre, stehen die Eckdaten von Whistler und Sölden im Doppelmayr Magazin.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Die Bahn in Whistler ist aber über 4 Kilometer lang, da schaffst du das nicht mehr.
Trotzdem ist die Leistungsfähigkeit nicht der alleinige Grund. Berg-Berg Bahnen wie in Whistler müsste man den Antrieb viel größer dimensionieren, weil er beide Kabinen gleichzeitig d bergauf ziehen können muss, das ist bei einer 3 S anders. Die verbrauchen daher auch weniger Strom.

Seilbahnjunkie hat recht. Eine Pendelbahn mit Gegensteigung benötigt zum Anfahren eine enorme Antriebsleistung, da im ungünstigsten Fall beide Kabinen am Tiefpunkt des Seilfeldes gleichzeitig "bergwärts" fahren müssen. Besonders gut sehen kann man das an der Antriebsleistung der Klein Matterhornbahn in Zermatt. Die Nennleistung des Antriebs beträgt 740 kW. Zum Anfahren stehen aber als Spitzenleistung 1.700 kW zur Verfügung! Dazu ist erstmal ein entsprechendes Versorgungsnetz erforderlich. Dies war u. a. der Grund, warum in Kitzbühel keine Pendeölbahn in Frage kam.
 
Wombat schrieb:
jens.f schrieb:
Das ist ein Theoretischer wert. Der erreicht wird, wenn beim Einsteigen alle vorwärts machen. Im Verhältnis dazu wird der Fühlungsgrad bei einer Zeta besser sein.

Nein.
Bei Pendelahnen wird ja idr. an der Schranke gezählt - d.h. es kommen (wenn genug Andrang ist) genau die eingestellte Anzahl in die Gondel. Somit sind die Gondel wirklich voll (wobei teilweise die Betreiber ein paar weniger einstellen, da es dann im Endeffekt schneller geht). Die Gondel fährt ja erst los, wenn alle abgezählten Passagiere eingestiegen sind!

Somit ist der Füllungsgrad bei Pendelbahnen idr. wesentlich höher als bei Umlaufbahnen!

Aber wir kommen schon wieder vom Thema ab...
 
jens.f schrieb:
Wombat schrieb:
jens.f schrieb:
Das ist ein Theoretischer wert. Der erreicht wird, wenn beim Einsteigen alle vorwärts machen. Im Verhältnis dazu wird der Fühlungsgrad bei einer Zeta besser sein.

Nein.
Bei Pendelahnen wird ja idr. an der Schranke gezählt - d.h. es kommen (wenn genug Andrang ist) genau die eingestellte Anzahl in die Gondel. Somit sind die Gondel wirklich voll (wobei teilweise die Betreiber ein paar weniger einstellen, da es dann im Endeffekt schneller geht). Die Gondel fährt ja erst los, wenn alle abgezählten Passagiere eingestiegen sind!

Somit ist der Füllungsgrad bei Pendelbahnen idr. wesentlich höher als bei Umlaufbahnen!

Aber wir kommen schon wieder vom Thema ab...
Kannst Du lesen?
wenn beim Einsteigen alle vorwärts machen.
Will heissen das die Leute zügig einsteigen. Ich sehe es doch dauernd in Engelberg, wie lahmaschig die Leute sind.
 
Ihr habt beide Recht, die Auswirkungen von langsamen Fahrgästen sind einfach andere. Bei Umlaufbahnen sinkt der Füllgrad unter das theoretische Maximum, während bei PBs das Einsteigen länger dauert und dadurch weniger Fahrten pro Stunde durchgeführt werden können als vorgesehen. Der Füllgrad von PBs liegt bei hoher Auslastung also in der Regel sehr nahe an 100%, aber das gilt eben nicht unbedingt auch für die Kapazität.
 
jack90 schrieb:
Irgendwie habe ich im Kopf, dass der Tragseilabstand 1m beträgt, ist jetzt aber kein garantierter Wert.
Spur ist meines Wissens unterschiedlich, bei der Peak to Peak wird der zum großen Spannfeld hin noch breiter als in der Station.

Inzwischen bin ich in meinen Unterlagen bezüglich Spurweite zwischen den beiden Tragseilen einer Fahrbahn fündig geworden:
Von Roll - 900 mm (Saas Fee)
Leitner - 1000 m (Bozen)
 
Wombat schrieb:
Eine Zeta wiegt schätzungsweise 500 kg + 30p *80 =2900kg Bei 10 Gondeln sind das dann 29T !!
Eine 200er Gondel ist doch ein Exot. Nehmen wir 140. Die Gondel wiegt wohl zwischen 2000-3000kg. 140p * 80kg + 2500kg =13.7 T Also muss die der Antrieb einer 3S Deutlich stärker ausgelegt sein. Wenn ich mich nicht irre, stehen die Eckdaten von Whistler und Sölden im Doppelmayr Magazin.

:D hab mir mal erlaubt das bild von k2k aus der versenkung zu holen! :wink:

Laufwerk 450kg, Gehänge 1,2t, Zeta 1,35t und Nutzlast 2,4t..... summasummarum 5,4t
 
Zurück
Oben