Davos / 10.04.08 / Jakobshorn
Die Saison ist zu Ende? Nicht für mich. Für mich fängt sie gerade erst richtig an. Nachdem es letzte Woche nach Flims ging, wollte ich diese Woche auf jeden Fall auch mindestens einen Tagesausflug in die Schweiz machen. Und da mir die Wetterprognosen für den Donnerstag am besten erschienen, ging es gestern mit einem Kumpel nach Davos. Da stellte sich natürlich die Frage: „In welchem der 5 Einzelgebiete sollen wir unsere Spuren ziehen?“ Zunächst war das Parsenn-Gebiet unser Favorit, doch eine Freundin empfahl uns das Jakobshorn. Beide Alternativen würden für mich ein neues Skigebiet darstellen. Wir nahmen den Tipp an, es war wohl nicht die schlechteste Entscheidung.
Die Tatsache, dass unser Skitag hinter die Osterferien und auf einen Donnerstag fiel, ließ uns zwar schon vermuten, dass wenig los sein würde im Skigebiet, so leere Pisten wie gestern hatte ich aber die ganze Saison noch nicht erlebt. Und das änderte auch ein schweizer Skilehrermeeting nicht. Wenngleich der Großteil der Besucher am Jakobshorn eben aus diesen Skilehrern bestand.
Unseren Einstieg ins Skigebiet fanden wir mit der Jakobshornbahn. Dass es noch einen zweiten Zubringer, die DSB Fuxägufer, gibt haben wir erst später bemerkt. Also ging es mit der Pendelbahn erstmal rasch auf den 2590m hohen Jakobshorn Gipfel, von wo aus man einen sehr schönen Blick auf die umliegende Bergwelt und in das Tal von Davos hat. Ins Auge fiel, nach dem Ausstieg aus der Jakobshornbahn, neben dem Bergpanorama aber natürlich die kleine Guggelbahn. Man ist schon ein wenig überrascht von der Bahn, speziell wenn man sich vorher nur aufgrund des Pistenplanes seine eigenen Vorstellungen gemacht hat. Es handelt sich dabei nämlich eigentlich nur um eine sehr kurze Zubringerbahn mit nur einer Kabine. Das Ganze wirkt eher rustikal bis veraltet und wird unterstrichen von dem dekorativen Sponsoring einer großen amerikanischen Trinkbrausen-Marke.
Die Hauptbeschäftigungsanlagen im Skigebiet, drei an der Zahl, machten dagegen schon einen weitaus moderneren Eindruck. Drei KSB’s erschließen die schönen Hänge rechts neben der Jakobshornbahn. Links der Pendelbahn gibt es noch einen Schlepplift, der gestern aber leider geschlossen war. Hinweise zu dessen Schließung fanden wir später am Tag. Der eine geschlossene Lift trübte die Stimmung aber nicht. Die Hänge am Jatz Quattro, Clavadeler Bubble und Usser Isch bieten besonders Boardern und Carvern schöne Abfahrten. Die Pisten waren nahezu den ganzen Tag in einem sehr guten Zustand, auch als es zum Nachmittag aufgrund föniger Temperaturen etwas weicheren Schnee gab. Die geringe Frequentation der Pisten hat dazu sicherlich ihren Teil beigetragen. Auch die Wartezeiten an den Liften waren, wie man sich denken kann, zu vernachlässigen.
Langsam war dann aber auch Brotzeit angesagt. Wir fanden auf der „überfüllten“ Terrasse des urig wirkenden Chalet Güggels, direkt an der Talstation der kleinen Guggelbahn, einen Platz. Empfehlenswert ist dort besonders das Speckrösti. Wenn man in der Laune ist, kann man sich dort allerdings auch einen Champagner an seinen Liegestuhl ordern. Hier merkte man, dass man dann doch in Davos ist. Rösti und Champagner schließen sich in dieser Hütte aber nicht aus, sondern bildeten in der Mischung eher ein nettes Zusammenspiel. Nach einer Weile auf der Hütte und ein paar weiteren Abfahrten an den Hängen unterhalb des Jakobshorns nahmen wir aber die Talabfahrt nach Davos. Auf halbem Weg an der Mittelstation der Jakobshornbahn fiel mir aber schon von weitem auf, dass der Brämabüel Schlepplift doch lief. Es keimte Hoffnung auf , jedoch wurden wir enttäuscht, denn es hing eine Art Wartungskabine an dem Seil. Wahrscheinlich hatte der Lift schon Revision. Schade war es aber trotzdem, vor allem um die ebenfalls geschlossenen Pisten, die nicht unbedingt nur von diesem Lift bedient worden wären. So wurde uns die Entscheidung leicht gemacht, denn es war schon relativ spät, und wir setzten die Talabfahrt nach Davos fort. Die blaue Nr. 3 ist dabei aber nicht mehr als ein kleiner Forstweg. Besonders die ersten Spitzkehren hatten es in sich. Man kann nicht behaupten, dass die Talabfahrt massentauglich ist. Wir waren die einzigen auf der Abfahrt. So fand der Skitag im Tal des immer noch verschneiten Davos und auf deutlich aufgesulzten Pisten um ca. 16.00 Uhr sein Ende und wir machten uns auf den Rückweg nach Konstanz.
Anfahrt:
Konstanz-St.Margrethen-Landquart-Davos in ca. 2 Std. problemlos.
Wetter:
Wechselhaft aber meist bedeckt.
Temperatur:
Tal: Bis 7°C
Berg: um 0°C
Schneehöhe:
Tal: ~20cm
Berg: ~240cm
Schneezustand:
Tal: Sulz
Mitte: Firn
Berg: Pulver
Anlagenstatus:
Jakobshornbahn I-II
Sl Brämabüel
4KSB Usser Isch
6KSB Clavadeler Bubble
4KSB Jatz Quattro
Güggelbahn
DSB Fuxägufer
Pistenstatus:
1 Bräma
2 Bräma
3 Waldabfahrt
4 Traverse
5 Jakobshorn Nord
6 Usser Isch
7 Usser Isch
8 Jakobshorn Standard
9 Clavadeler
10 Talabfahrt Gämpen
11 Jatz
13 Müli
14 Teufli
Wartezeiten:
Keine
Gefallen:
- Gut präparierte Pisten
- Gemütliche Gastronomie
Nicht gefallen:
- Geschlossener Sl Brämabüel
- Sehr enge Talabfahrten
Fazit:
1/2 von 6 Maximalen.
Pistenplan mit guter Übersicht über die geöffneten und geschlossenen Anlagen.
Gegen 10.00 Uhr waren wir an der Talstation der Jakobshornbahn. Schon der recht leere Parkplatz ließ uns vermuten, dass es auch im Skigebiet nicht gerade überfüllt sein würde.
Eine Stütze der Jakobshornbahn.
An der Mittelstation hieß es in die zweite Sektion umsteigen.
Ein Fahrbetriebsmittel der 2. Sektion.
Vor beeindruckender Bergwelt.
Die Bergstation der Jakobshornbahn.
Aussicht von der Bergstation.
Der Blick runter auf die höchste Stadt der Alpen.
Auf der gegenüberliegenden Talseite die Parsennbahn.
Nochmals Davos. Rechts im Bild kann man die Schatzalpbahn erkennen.
Das Rinerhorn-Gebiet. Gibt es hier eigentlich Pläne die beiden Skigebiete Jakobshorn und Rinerhorn in ferner Zukunft zu verbinden? Die Hänge würden sich meiner Meinung nach dafür sehr gut eignen.
Die kleine Güggelbahn.
Die Talstation der Güggelbahn.
Retro-Pistenraupe an der Bergstation. Wozu steht die dort? Nur Fotomotiv oder auch in Betrieb?
Am Fuxägufer dann eine ganze Retro-Bully-Parade.
Ein moderneres Modell habe ich dann aber doch noch gefunden.
Vorbildliche Beschneiung im Skigebiet.
Der Jatz Quattro.
Dessen Talstation.
In der 6KSB Clavadeler Bubble.
Blick aus der 4KSB Usser Isch rüber zum Fuxägufer.
Hier sieht man die Veranstaltung des angesprochenen Skilehrertreffens.
Die Sonne gab nur selten ein Gastspiel.
Bergstation Usser Isch Express.
Es war Zeit für eine kleine Stärkung. Jedoch nicht auf der Fuxägufer Hütte.
Sondern im Chalet Güggel.
Nochmals der Blick zum Gipfel.
Von der Talabfahrt hat man einen Schönen Blick auf den Mittelstationskomplex an der Ischalp.
Hier sind mir auch die Arbeiten am Schlepplift Brämabüel aufgefallen.
Die Talstation der Fuxäguderbahn.
Schilderwald.
Bergstation Fuxägufer.
Die Talabfahrt die nicht mehr ist als ein besserer Forstweg.
Schön anzusehen ist Davos nicht gerade. Hier auf dem letzten Stück der Talabfahrt. Hier ist es wieder ein wenig breiter.
Die Saison ist zu Ende? Nicht für mich. Für mich fängt sie gerade erst richtig an. Nachdem es letzte Woche nach Flims ging, wollte ich diese Woche auf jeden Fall auch mindestens einen Tagesausflug in die Schweiz machen. Und da mir die Wetterprognosen für den Donnerstag am besten erschienen, ging es gestern mit einem Kumpel nach Davos. Da stellte sich natürlich die Frage: „In welchem der 5 Einzelgebiete sollen wir unsere Spuren ziehen?“ Zunächst war das Parsenn-Gebiet unser Favorit, doch eine Freundin empfahl uns das Jakobshorn. Beide Alternativen würden für mich ein neues Skigebiet darstellen. Wir nahmen den Tipp an, es war wohl nicht die schlechteste Entscheidung.
Die Tatsache, dass unser Skitag hinter die Osterferien und auf einen Donnerstag fiel, ließ uns zwar schon vermuten, dass wenig los sein würde im Skigebiet, so leere Pisten wie gestern hatte ich aber die ganze Saison noch nicht erlebt. Und das änderte auch ein schweizer Skilehrermeeting nicht. Wenngleich der Großteil der Besucher am Jakobshorn eben aus diesen Skilehrern bestand.
Unseren Einstieg ins Skigebiet fanden wir mit der Jakobshornbahn. Dass es noch einen zweiten Zubringer, die DSB Fuxägufer, gibt haben wir erst später bemerkt. Also ging es mit der Pendelbahn erstmal rasch auf den 2590m hohen Jakobshorn Gipfel, von wo aus man einen sehr schönen Blick auf die umliegende Bergwelt und in das Tal von Davos hat. Ins Auge fiel, nach dem Ausstieg aus der Jakobshornbahn, neben dem Bergpanorama aber natürlich die kleine Guggelbahn. Man ist schon ein wenig überrascht von der Bahn, speziell wenn man sich vorher nur aufgrund des Pistenplanes seine eigenen Vorstellungen gemacht hat. Es handelt sich dabei nämlich eigentlich nur um eine sehr kurze Zubringerbahn mit nur einer Kabine. Das Ganze wirkt eher rustikal bis veraltet und wird unterstrichen von dem dekorativen Sponsoring einer großen amerikanischen Trinkbrausen-Marke.
Die Hauptbeschäftigungsanlagen im Skigebiet, drei an der Zahl, machten dagegen schon einen weitaus moderneren Eindruck. Drei KSB’s erschließen die schönen Hänge rechts neben der Jakobshornbahn. Links der Pendelbahn gibt es noch einen Schlepplift, der gestern aber leider geschlossen war. Hinweise zu dessen Schließung fanden wir später am Tag. Der eine geschlossene Lift trübte die Stimmung aber nicht. Die Hänge am Jatz Quattro, Clavadeler Bubble und Usser Isch bieten besonders Boardern und Carvern schöne Abfahrten. Die Pisten waren nahezu den ganzen Tag in einem sehr guten Zustand, auch als es zum Nachmittag aufgrund föniger Temperaturen etwas weicheren Schnee gab. Die geringe Frequentation der Pisten hat dazu sicherlich ihren Teil beigetragen. Auch die Wartezeiten an den Liften waren, wie man sich denken kann, zu vernachlässigen.
Langsam war dann aber auch Brotzeit angesagt. Wir fanden auf der „überfüllten“ Terrasse des urig wirkenden Chalet Güggels, direkt an der Talstation der kleinen Guggelbahn, einen Platz. Empfehlenswert ist dort besonders das Speckrösti. Wenn man in der Laune ist, kann man sich dort allerdings auch einen Champagner an seinen Liegestuhl ordern. Hier merkte man, dass man dann doch in Davos ist. Rösti und Champagner schließen sich in dieser Hütte aber nicht aus, sondern bildeten in der Mischung eher ein nettes Zusammenspiel. Nach einer Weile auf der Hütte und ein paar weiteren Abfahrten an den Hängen unterhalb des Jakobshorns nahmen wir aber die Talabfahrt nach Davos. Auf halbem Weg an der Mittelstation der Jakobshornbahn fiel mir aber schon von weitem auf, dass der Brämabüel Schlepplift doch lief. Es keimte Hoffnung auf , jedoch wurden wir enttäuscht, denn es hing eine Art Wartungskabine an dem Seil. Wahrscheinlich hatte der Lift schon Revision. Schade war es aber trotzdem, vor allem um die ebenfalls geschlossenen Pisten, die nicht unbedingt nur von diesem Lift bedient worden wären. So wurde uns die Entscheidung leicht gemacht, denn es war schon relativ spät, und wir setzten die Talabfahrt nach Davos fort. Die blaue Nr. 3 ist dabei aber nicht mehr als ein kleiner Forstweg. Besonders die ersten Spitzkehren hatten es in sich. Man kann nicht behaupten, dass die Talabfahrt massentauglich ist. Wir waren die einzigen auf der Abfahrt. So fand der Skitag im Tal des immer noch verschneiten Davos und auf deutlich aufgesulzten Pisten um ca. 16.00 Uhr sein Ende und wir machten uns auf den Rückweg nach Konstanz.
Anfahrt:
Konstanz-St.Margrethen-Landquart-Davos in ca. 2 Std. problemlos.
Wetter:
Wechselhaft aber meist bedeckt.
Temperatur:
Tal: Bis 7°C
Berg: um 0°C
Schneehöhe:
Tal: ~20cm
Berg: ~240cm
Schneezustand:
Tal: Sulz
Mitte: Firn
Berg: Pulver
Anlagenstatus:
Jakobshornbahn I-II
Sl Brämabüel
4KSB Usser Isch
6KSB Clavadeler Bubble
4KSB Jatz Quattro
Güggelbahn
DSB Fuxägufer
Pistenstatus:
1 Bräma
2 Bräma
3 Waldabfahrt
4 Traverse
5 Jakobshorn Nord
6 Usser Isch
7 Usser Isch
8 Jakobshorn Standard
9 Clavadeler
10 Talabfahrt Gämpen
11 Jatz
13 Müli
14 Teufli
Wartezeiten:
Keine
Gefallen:
- Gut präparierte Pisten
- Gemütliche Gastronomie
Nicht gefallen:
- Geschlossener Sl Brämabüel
- Sehr enge Talabfahrten
Fazit:
Pistenplan mit guter Übersicht über die geöffneten und geschlossenen Anlagen.
Gegen 10.00 Uhr waren wir an der Talstation der Jakobshornbahn. Schon der recht leere Parkplatz ließ uns vermuten, dass es auch im Skigebiet nicht gerade überfüllt sein würde.
Eine Stütze der Jakobshornbahn.
An der Mittelstation hieß es in die zweite Sektion umsteigen.
Ein Fahrbetriebsmittel der 2. Sektion.
Vor beeindruckender Bergwelt.
Die Bergstation der Jakobshornbahn.
Aussicht von der Bergstation.
Der Blick runter auf die höchste Stadt der Alpen.
Auf der gegenüberliegenden Talseite die Parsennbahn.
Nochmals Davos. Rechts im Bild kann man die Schatzalpbahn erkennen.
Das Rinerhorn-Gebiet. Gibt es hier eigentlich Pläne die beiden Skigebiete Jakobshorn und Rinerhorn in ferner Zukunft zu verbinden? Die Hänge würden sich meiner Meinung nach dafür sehr gut eignen.
Die kleine Güggelbahn.
Die Talstation der Güggelbahn.
Retro-Pistenraupe an der Bergstation. Wozu steht die dort? Nur Fotomotiv oder auch in Betrieb?
Am Fuxägufer dann eine ganze Retro-Bully-Parade.
Ein moderneres Modell habe ich dann aber doch noch gefunden.
Vorbildliche Beschneiung im Skigebiet.
Der Jatz Quattro.
Dessen Talstation.
In der 6KSB Clavadeler Bubble.
Blick aus der 4KSB Usser Isch rüber zum Fuxägufer.
Hier sieht man die Veranstaltung des angesprochenen Skilehrertreffens.
Die Sonne gab nur selten ein Gastspiel.
Bergstation Usser Isch Express.
Es war Zeit für eine kleine Stärkung. Jedoch nicht auf der Fuxägufer Hütte.
Sondern im Chalet Güggel.
Nochmals der Blick zum Gipfel.
Von der Talabfahrt hat man einen Schönen Blick auf den Mittelstationskomplex an der Ischalp.
Hier sind mir auch die Arbeiten am Schlepplift Brämabüel aufgefallen.
Die Talstation der Fuxäguderbahn.
Schilderwald.
Bergstation Fuxägufer.
Die Talabfahrt die nicht mehr ist als ein besserer Forstweg.
Schön anzusehen ist Davos nicht gerade. Hier auf dem letzten Stück der Talabfahrt. Hier ist es wieder ein wenig breiter.