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Der Arlberg und der Schnee...

Quasi genau den gleichen Beitrag von Aigner zur Winterentwicklung in den Alpen hat snowflat im Klima Topic verlinkt.
Dass man die Daten kritisch hinterfragen muss steht außer Frage, komisch ist dann doch aber, dass er für den Südalpenbereich sehr wohl von einer deutlichen "Verschlechterung" der Winter spricht.
Ich stecke da jetzt zu wenig drin, aber warum sollte man die Ergebnisse für die Nordalpen geziehlt lenken, für die Südalpen allerdings nicht?

Auf der anderen Seite würde selbst ich mit meinem noch jungen Alter sagen, dass ich insbesondere in Lagen unter 1500m vor 15 Jahren regelmäßig deutlich mehr Schnee in Erinnerung habe (Kann aber auch der Kindheit geschuldet sein :lol: ). Von daher wirkt die Statistik schon irgendwie suspekt :?:
 
Die Frage ist ja wohl eh nur, ob man zu Weihnachten das Skigebiet öffnen kann und dann bis Ostern betreiben.
Hat jemand Daten dazu?
Und dann sollte man noch eine Statistik zu den idealen Skitagen (Sonnenschein und sagen mir mal -5°C) machen inkl. der Abweichungen davon.


Das wäre jedenfalls das, was mir als Skigebietsbetreiber wichtig wäre.

Die Sache mit der Beschneiung hat ja ganz andere Hintergründe: Die Skigebiete leben von der Auslastung und deren Finanzierung basiert darauf. Wer gibt Geld, wenn man immer bangen muss, dass vor Weihnachten Schnee kommt? Da geht's um Risikominimierung und Terminkosten.
 
Herr Aigner hat übrigens Sportwissenschaft und Wirtschaftspädagogik studiert, und arbeitete nach seiner Unizeit im Marketing, bevor er dann im Anschluss nicht ganz unschlau zum zum Klimaforscher (nebst vielem anderen) wurde. Vielleicht ist er mittlerweile auch Virologe?

https://www.zukunft-skisport.at/biografie/
 
Oha, eine Academy hats da auch gleich schon wieder...

Mal abgesehen davon, dass der Titel auch "Lech ist toll" heißen könnte und eine gewisse Nähe (im nicht-geografischen Kontext) zu Destinationen und dort maßgeblichen Persönlichkeiten nur schwer abzustreiten ist (weswegen er nicht falsch liegen muss), würde mich immer noch interessieren, wie die Kritik hier:

Kapi schrieb:
"Spektrum" fasst das noch einmal hübsch zusammen, was vor ziemlich genau einem Jahr auf Aigner einprasselte. Ich wusste, dass ich das damals gelesen hatte und habe lange auf meinem Rechner herumgewühlt, um es zu finden. Et violá:

https://www.spektrum.de/news/bleiben-die-alpen-auch-zukuenftig-weiss/1619300

K.

Und der Widerspruch dazu:

Pancho schrieb:
Danke für diese Daten. Das SLF kommt zu folgenden Schlussfolgerungen ihre eigenen Datenreihen betreffend:
Der Trend zu schneearmen Wintern ist an den meisten Stationen unterhalb 1300 m ü. M. statistisch signifikant. Die Veränderungen werden umso deutlicher, je niedriger eine Station gelegen ist. Oberhalb 2000 m zeigen die Schneehöhen im Hochwinter (Dezember bis Februar) hingegen keinen klaren Trend. Anders die Dauer der Schneebedeckung: Die grosse Mehrheit der Stationen zeigt einen klaren Rückgang der Tage mit schneebedecktem Boden, unabhängig von ihrer Höhenlage oder ihrem Standort.

Quelle:
https://www.slf.ch/de/schnee/schnee-und-klimawandel.html

Wie kommt es, dass der Arlberg scheinbar auch was die Länge der Schneeabdeckung angeht, sich bisher vom Klimawandel unbeeindruckt zeigt? Gibt es dafür eine Erklärung?

aufgelöst werden...?

Es ist ja nichts neues, was er da bringt, es sind seine alten Vorträge neu aufbereitet...?
 
Laienhafte Erklärung ohne jegliche statistische Evidenz: Wärmere Winter bedeutet tendenziell mehr W und NW-Anströmungen, oft mit Sturm verbunden. Davon profitieren die Staulagen am und rund um den Arlberg. Der letzte Winter war doch das Paradebeispiel. So war z.B. auch am Allgäuer Hauptkamm und im hinteren Kleinwalsertal - was schon zum Arlbergstau zählt - die Schneelage den ganzen Winter über nur leicht unterdurchschnittlich oder sogar durchschnittlich (infolge des eher kühlen Frühjahres und Frühsommers später überdurchschnittlich). Am Arlberg selber habe ich es nicht genau verfolgt, aber dort sollte es ähnlich gewesen sein.

Wer dabei leer ausgeht sind die sonstigen Nordalpen weiter östlich, die nur vom N-Stau profitieren würden (zB Kitzbühler) und auch die vorgelagerten Hügel (insb. Bregenzerwald, Allgäuer Voralpen wie insb. Nagelfluhkette) im NW-Stau, die traditionell zwar viel abbekommen, wo es aber letzten Winter a) oft direkt reingeregnet hat; b) Niederschlag oft mit Sturm und da wurden diese Lagen einfach übersprungen.

Könnte es sein, dass zumindest gefühlt auch die S-Staus in den letzten Jahren zunehmen? Auch von denen bekommt der Arlberg noch relativ viel ab, zumindest wenn es wie zuletzt mit Sturm verbunden ist.
 
Arlbergfan schrieb:
Günter Aigner ist vlt. dem ein oder anderen Touristiker als auch den österreichischen Meteorologen ein Begriff. Er betreibt als Meteorologe ein eigenes Unternehmen, stellt Klimastudien und vor allem Schneemessreihen auf und wird nicht ungern von den Bergbahnen instrumentalisiert, um gegen die negative Berichterstattung in den Medien über die immer kürzer werdenden Winter und der daraus resultierenden Zukunftsdiskussion entgegenzuwirken.

Inzwischen ist er wohl „Skitourismus-Forscher“ und zwar der einzige, weil er den Beruf kurzerhand erfunden hat. Damit auch zwangsläufig der Beste.

Quelle:
https://youtu.be/YVBI6CaIa-Y

Ich mag sowas... :D

Scheinbar kauft man jetzt auch Sendezeit bei einschlägigen Influenzern. Startet die Skitourismus-Branche jetzt ihre eigene Nebelkerze zum Klimathema? Ist das nicht PR-technisch sehr riskant? :wink:

Kennst Du ernst zu nehmende wirkliche Studien von Aigner, die wissenschaftlichen Mindeststandards genügen (Peer Review)?
 
Mal eine ernstgemeinte Frage zu den Daten von EIKE.
Ich hab mich noch nie wirklich mit der Seite beschäftigt, immer nur gelesen, dass die Infos von dort ziemlicher Humbug sind.

Woher kommen denn die Daten, die in den Diagrammen gezeigt werden?
Sind die völlig falsch und einfach erfunden, hat man gezielt die Daten rausgesucht die einem irgendwie ins Schema passen oder was hat es damit überhaupt auf sich?
 
Julian96 schrieb:
Sind die völlig falsch und einfach erfunden, hat man gezielt die Daten rausgesucht die einem irgendwie ins Schema passen oder was hat es damit überhaupt auf sich?

Die Quellen sind (größtenteils...) valide, dann kommt der BIAS und es wird so angeordnet, dass es in den Erwartungs- und "Erwünschungshorizont" passt. Damit ist EIKE seit Jahren am Start.

K.
 
Julian96 schrieb:
Ok alles klar :lol:

Irgendwie schon. Und ich frage mich, ob man das wollen kann, dass bei einem Link aus diesem Sumpf das Skigebiet Lech prominent zu Tage tritt? 8O :roll:

Monitor gibt’s immer noch, Berichte über Skigebiete sind „in“...
 
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