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Deutscher Länderfinanzausgleich

icedtea

Jungfrau (4161m)
Weil mich gerade der Hafer (in Form von Wetterstein) gestochen hat, nun ein Extrathema zum Länderfinanzausgleich 8)
Mein erster Vorschlag (nix neues eigentlich):
Saarland kommt zu Rheinland-Pfalz
Bremen zu Niedersachsen
Hamburg zu Schleswig- Holstein
Berlin zu Brandenburg
Gleich mal 4 Länderparlamente gespart :idea: 8O
 
Und Bayern gründet einen eigenen Staat, dann müssen Sie nicht mehr jammern der größte Einzahler zu sein! Und noch ein Länderparlament weniger und an der Deutsch-bayrischen-Grenze können sie dann Hundertschaften für die Grenzkontrollen abstellen :)
 
Dass sie gerade in den 50er und 60er Jahren vom Finanzausgleich maßgeblich profitiert haben, vergessen sie leider gerne...
 
icedtea schrieb:
Weil mich gerade der Hafer (in Form von Wetterstein) gestochen hat, nun ein Extrathema zum Länderfinanzausgleich 8)
Mein erster Vorschlag (nix neues eigentlich):
Saarland kommt zu Rheinland-Pfalz
Bremen zu Niedersachsen
Hamburg zu Schleswig- Holstein
Berlin zu Brandenburg
Gleich mal 4 Länderparlamente gespart :idea: 8O
Aus finanzieller Sicht kann ich da als Zwei-Städte-Staat bewohner zustimmen. Allerdings erfüllen die Stadtstaaten in einem föderalen Land auch die wichtige Funktion die Interessen von Städten im Bundesrat zu vertreten. Auch Klein und Groß, sowohl bei Fläche als auch bei Einwohnern macht einen Unterschied. Von daher ist es eigentlich gut wie es ist.
 
Es liegt in der Natur der Sache, dass Initiativen zur Neugestaltung des Ganzen von den Geberländern ausgehen. :wink:
Das Prinzip (der stärkere gibt dem schwächeren) finde ich immer noch absolut richtig; der schwächere sollte halt versuchen, mit den zusätzlichen Mitteln etwas sinnvolles anzufangen. Bayern ist - wie schon geschrieben - ein Beispiel, dass vom Nehmer- zum Geberland geworden ist, weil man in den 60er und 70ern wohl einiges richtig gemacht hat.
Ob die klein bis kleinst Gebilde überhaupt in der Lage sind, aus den Mitteln etwas sinnvolles zu machen, daran habe ich meine Zweifel. Da ist es aus meiner Sicht auch egal, wer da jeweils gerade in der Regierung ist, ich sehe das als strukturelles Problem.
 
icedtea schrieb:
Ob die klein bis kleinst Gebilde überhaupt in der Lage sind, aus den Mitteln etwas sinnvolles zu machen, daran habe ich meine Zweifel. Da ist es aus meiner Sicht auch egal, wer da jeweils gerade in der Regierung ist, ich sehe das als strukturelles Problem.
Nun, Bremen hat pro Kopf einen höheren BIP als Bayern. Abgesehen davon gehen hier auch Millionen von bayrischen Autos nach Übersee. Davon haben wir selbst eher wenig, im Gegensazu zu den Standorten der Werke.
Da aber ein Teil der Wirtschaftsleistung von Pendlern erwirtschaftet wird, die ihre Steuern dann im Speckgürtel zahlen aber die Infrastruktur der Stadt, des anderen Bundeslandes nutzen, die dann aber andere bezahlen, haben wir eine Situation wie sie ist. Dafür hat die Stadt dann auch viele Bewohner mit geringerem Einkommen, die es sich aber eben nicht leisten können auf der grünen Wiese ein Haus zu bauen.
Das heisst nicht, dass nicht auch schlecht gewirtschaftet wird. Aber ganz so einfach ist es eben nicht.
 
Das meine ich mit "strukturellem" Problem. Ist eine Stadt (im Fall Bremen ja eigentlich zwei Städte) ein eigenes Bundesland, kann das Land diese Themen nicht aus eigenen Mitteln abdecken, da stimme ich dir zu. Integrierte man z.B. Bremen in ein größeres Bundesland, dann hätte man wahrscheinlich innerhalb des Landes mehr Möglichkeiten hier nachzuhelfen und sparte eine ganze Menge an "doppelten" Verwaltungskosten.
Nach meinem Gefühl sollte dies effizienter sein.
Das spezifisch ein Gebilde Niedersachsen/Bremen immer noch Geld aus dem Länderfinanzausgleich bekommen dürfte, bliebe davon unberührt.
 
Im Grund müsste man sich noch mehr Gedanken machen wenn die Stadtstaaten mit ihrem BIP pro Kopf nicht recht weit oben in der Liste angesiedelt wären.
Also der Vergleich hinkt irgendwie...
Zudem, weil du die Autoindustrie ansprichst. Meines Wissens ist der größte Arbeitgeber in Bremen der mit dem Stern. Der Standort genießt zudem einen sehr guten Ruf was Qualität und Kosten anbelangt.
 
eMGee schrieb:
Im Grund müsste man sich noch mehr Gedanken machen wenn die Stadtstaaten mit ihrem BIP pro Kopf nicht recht weit oben in der Liste angesiedelt wären.
Also der Vergleich hinkt irgendwie...
Na klar ist das so. Aber eine der beiden Gemeinden eine der ärmsten der Republik ist :wink:
Als niciht Eingeborener hänge ich auch nicht an der Situation.

eMGee schrieb:
Zudem, weil du die Autoindustrie ansprichst. Meines Wissens ist der größte Arbeitgeber in Bremen der mit dem Stern. Der Standort genießt zudem einen sehr guten Ruf was Qualität und Kosten anbelangt.
Deshalb schrieb ich von bayrischen Autos.
 
Alles klar :wink:
Wobei ich noch behaupten möchte, dass es sicher keine Millionen bayrische Autos sein werden, da immer mehr Fahrzeuge für Übersee auch in Übersee produziert werden. Dennoch ein Stück weit beeindruckend, wieviele Fahrzeuge da in Bremerhaven verschifft werden.
Zum Finanzausgleich: Ich halte von der Fingerzeigerei nicht viel weil sie keinem hilft, egal in welche Richtung jetzt gezeigt wird (ihr habt vor 30 Jahren kassiert, ihr dafür jetzt).
 
Wirtschaftskrise statt Klimawandel: Warum wir freitags bald ganz andere Demos sehen
Ein kleiner Blick auf den Länderfinanzausgleich ist hierbei durchaus hilfreich. Im Länderfinanzausgleich sind im vergangenen Jahr Rekordsummen geflossen. Bayern zahlte mit 6,67 Milliarden Euro den bislang höchsten Betrag, gefolgt von Baden-Württemberg mit knapp 3,1 Milliarden Euro. Berlin bekam mit gut 4,4 Milliarden Euro unter den Empfängerländern die höchste Summe.

Wie würde denn beispielsweise Berlin dastehen, und wie wäre die Stimmung im Epizentrum der realitätsfernen Politik, wenn der Geldfluss aus Baden-Württemberg und Bayern nicht mehr fließt?
:arrow: https://www.focus.de/finanzen/boerse/experten/gastbeitrag-wirtschaftskrise-statt-klimawandel-warum-wir-freitags-bald-ganz-andere-demos-sehen_id_10906968.html
 
Die rot-rot-grüne Regierung in Berlin scheint was aus der Hilfe aus dem Länderfinanzausgleich zu machen :lol:
Berlin boomt. Die Hauptstadt hat sich als Standort für Innovation und Start-ups etabliert - das ist nicht neu. Eine Auswertung der Statistikämter auf Bundesebene zeigt aber, dass dieser Trend auch Folgen für die Wirtschaftsentwicklung hat. Das Bruttoinlandsprodukt der Hauptstadt zog in den ersten sechs Monaten um 1,9 Prozent an - während in Weiten Teilen Deutschlands Flaute herrschte. Berlin wuchs damit fast fünfmal so stark, wie die deutsche Wirtschaft (plus 0,4 Prozent) insgesamt.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wirtschaftswachstum-berlin-und-hamburg-auf-der-ueberholspur-a-1288360.html
 
Jan Tenner schrieb:
Die rot-rot-grüne Regierung in Berlin scheint was aus der Hilfe aus dem Länderfinanzausgleich zu machen :lol:
Berlin boomt. Die Hauptstadt hat sich als Standort für Innovation und Start-ups etabliert - das ist nicht neu. Eine Auswertung der Statistikämter auf Bundesebene zeigt aber, dass dieser Trend auch Folgen für die Wirtschaftsentwicklung hat. Das Bruttoinlandsprodukt der Hauptstadt zog in den ersten sechs Monaten um 1,9 Prozent an - während in Weiten Teilen Deutschlands Flaute herrschte. Berlin wuchs damit fast fünfmal so stark, wie die deutsche Wirtschaft (plus 0,4 Prozent) insgesamt.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wirtschaftswachstum-berlin-und-hamburg-auf-der-ueberholspur-a-1288360.html
Die Vorhersagen über diese Entwicklung jetzt gibt es seit Jahren. Vllt bitte auch die Hintergründe dazu hinterfragen. In Berlin wächst die Population verhältnismäßig stark im Vergleich zum restlichen Deutschland, dass dann das BIP wächst, ist doch logisch. Ein Vergleich BIP/Kopf wäre da deutlich ratsamer ;) Auch von zig anderen Faktoren profitiert das Wachstum in Berlin, aber davon nun abzuleiten, dass die derzeitige Regierung sehr gut arbeitet ist ziemlicher Humbug, was wir von dir ja jedoch bereits gewohnt sind :)
 
Vergleich BIP/Kopf wäre da deutlich ratsamer
Da steht Berlin nicht so schlecht da. Trifft ziemlich genau den Bundesdurchschnitt und es gibt mehr Bundesländer, die schlechter dastehen, als welche, die besser dastehen. Völliger Humbug also? Oder diente deine Einlassung nur dazu, noch mal eben eine kleine Beleidigung mitzuschicken?
 
Jan Tenner schrieb:
Vergleich BIP/Kopf wäre da deutlich ratsamer
Da steht Berlin nicht so schlecht da. Trifft ziemlich genau den Bundesdurchschnitt und es gibt mehr Bundesländer, die schlechter dastehen, als welche, die besser dastehen. Völliger Humbug also? Oder diente deine Einlassung nur dazu, noch mal eben eine kleine Beleidigung mitzuschicken?
Die 1,4% im 1.HJ welche du nennst, sind die Entwicklung. Da steht Berlin an der Spitze. Darauf gehe ich selbstverständlich ein. Nun redest vom aktuellen Wert statt der Entwicklung. Mein Problem in vielen Threads ist einfach, dass Du nur allzu gerne zu allem etwas schreibst ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben. Alles was in deinen Populismus passt, wird eben aufgeschnappt, ohne auch nur irgendwelche Hintergründe zu kennen. Aber von derart Leuten trollen hier ja so manche rum, gleich welcher politischer Couleur.
 
Jetzt bin ich gerade highly impressed über deine Sachlichkeit und über dein messerscharfes Wissen, welche Hintergründe ich kenne und welche nicht und zu welchen Themen ich alles schreibe.
Verrätst du jetzt auch, warum (sprich, mit welchen Gegenargumenten ) du meine These widerlegst, dass die Regierung in Berlin die Mittel aus Länderfinanzausgleich jedenfalls zT gut eingesetzt hat (Ginge das vielleicht auch ohne neue persönliche Abwertungen und Unterstellungen? Ich würde mich freuen.) ?
 
bei so einer Diskussion sollte man nicht unerwähnt lassen, dass Hamburg Geberland ist. Das dürfte für
vergleichbare Großstädte wie etwa die Stadt München oder Frankfurt bei entsprechender Unabhängigkeit wohl eher nicht gelten, das weiß ich aber nicht genau.

Solche komischen Forderungen nach Reformen und Zusammenschluss der Stadtstaaten mit dem angrenzenden Flächenstaaten aus finanziellen Gründen kommen ja meist aus Bayern, ein Land, das selbst 37 Jahre lang Nehmerland war. Hamburg war schon immer freie Stadt, schon zu Zeiten als anderswo noch Bauernkriege gegen Fürsten und Könige geführt wurden. Da gibt es überhaupt keinen historischen Bezug zu Niedersachsen oder SH. Und HH als mögliche Hauptstadt eines Nordstaates will hier auch keiner.
 
Ein Hoch auf die Freie und Hansestadt :wink:

Schwer zu beziffern, was nun ein Stadtstaat 'mehr kostet'. Interessant hierzu aber vielleicht mal ein Vergleich der Pro-Kopf-Verschuldung, der liegt in HH in 2018 bei rund 18.000 Euro, in M bei 440 Euro.
 
eMGee schrieb:
Ein Hoch auf die Freie und Hansestadt :wink:

Schwer zu beziffern, was nun ein Stadtstaat 'mehr kostet'. Interessant hierzu aber vielleicht mal ein Vergleich der Pro-Kopf-Verschuldung, der liegt in HH in 2018 bei rund 18.000 Euro, in M bei 440 Euro.

Korrekt! Aber München hat dafür keine Elbphilharmonie ;-)
 
Aber dafür bald die Sanierung des Kulturzentrums Gasteig und ein paar andere Baustellen :lol:
 
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