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Devisenkurse und Tourismus

starli schrieb:
Bevor die, die daran Schuld sind, irgendwelche Einbußen haben, werden noch eher die armen Bankmanager von einem Notstandsfond bedient, wenn sie ihre Millionen hohen Provisionen nicht bekommen..
Die bösen Manager zahlen aber auch viel Steuern, 50 % des Gehalts sind da locker weg. Ist aber immer noch genug =)
starli schrieb:
.. andererseits denk ich mir, dass jemand, der viel Geld hat, auch viel Geld ausgeben kann... (was wiederum gut für die Wirtschaft ist, welche auch immer.)
Der Geiz steigt wohl mit steigendem Vermögen - jedenfalls meine Erfahrung...
 
Mit man ist meinerseits die Politik gemeint.
Mit krachen lassen ist die allgemeine Finazwelt gemeint. Wenn nicht grad irgendwo eine Naturkatastropfe war dominierten doch heute nur noch nachrichten aus dem Fianazsektor und alles hängt scheinbar auch von diesem ab. Es muss möglich sein uneinsichtige Finazinstitute zu liquidieren ohne dass der Allgemeinheit dadurch Nachteile entstehen und den Finazsektor so zurecht zu stutzen dass dieser seinen Platzt in der Weltordnung hat aber nicht mehr dominierend ist sondern auch von anderen Faktoren abhängig ist.
Mit krachen lassen ist somit in gewisser weise auch " Endlich mal Aufräumen" gemeint.
 
Rüganer schrieb:
Die bösen Manager zahlen aber auch viel Steuern, 50 % des Gehalts sind da locker weg. Ist aber immer noch genug =)

Den Manager möchte ich sehen der 50% auf sein Einkommen Steuer zahlt. Zum einen Zahlt er auf die ersten paar wenige Kiloeuronen so viel wie der Malocher auch zahlen würden. Zum anderen war und ist der Einfluss der gegenständlichen Kaste auf die Politik eine derartige, daß es stets gute Steuerspaarmodelle gibt. Je mehr Einkommen, je ausgefuchster. Vom kreativen Arbeitszimmer welches von der Steuer abgesetzt wird bis zu komplexen Konstrukten stets hart an der Grenze des Legalen bis zur Gründung von Stiftungen im Ausland usw... Voraussetzung für diese Spielarten ist Freilich ein sehr hohes Einkommen, denn alleine die nötigen Steuerberater und dann (hoffentlich) die Rechtsanwältge in Steuerfragen kosten eine Fortüne...
Rechne mal, es heisst es lägen 150Mrd. Euro aus Deutschland bei schweizer Banken...im Schnitt hat also jeder Bundesbürger in etwa 1500 Euro bei einer Schweizer Bank deponiert... In anderen Ländern liegt dann wohl auch noch einiges...
Also ich weiss nicht ob die Besteuerung in D für "Leistungsträger" zu hoch ist...sie ist m.E. zu lax (wie man kürzlich erfahren konnte bzgl. der lustigen weil äusserst Steuerschonenden Legalisierung von Schwarzgeldkonten in CH...)

Die 50% sind eine Jammerzahl, die allenfalls für ein paar wenige müde Funktionäre vor Pensionsantritt so ihre Gültigkeit hat...


Wieder ein bisschen mehr on topic:

Nicht nur der Euro fluktuiert stark gegenüber dem Franken, auch der Dollar tat dies gegenüber dem Euro:
2000 war ein Euro lediglich um die 85 Dollarcent wert, heute sind es um die 1,42:
Die Spannweite der Kursfluktuation entspricht in etwa jener des CHF-EUR verhältnisses!
 
Kris - die sogenannten Steuersparmodelle sind in den letzten Jahren hier in D fast vollständig gestrichen worden.
Auch waren diese Modelle (z. B. Immobilien im Osten, Schiffs- und Filmfonds) zum großen Teil sehr verlustträchtig....
Schwarzgeld ist natürlich was anderes, Manager sind aber oft Angestellte, da wirds schwieriger mit dem Schwarzgeld...
 
Als Manager ist man die Milchkuh der Nation, ob man das jetzt wahrhaben will oder nicht. Die haben alle einen Steuerausweis, da kann man absolut nichts auf die Seite schaffen. Und die Schweiz ist nicht unbedingt das Steuerparadies als das man es hinstellt (an diesem Mythos ist in erster Linie die Pauschalbesteuerung "schuldig", welche aber nur für Ausländer ohne Einkommen in der CH gilt - also nicht für Manager die hier arbeiten). Diese Leute zahlen sehr, sehr viel Steuern und weitere Sozialabgaben (AHV etc.). Anderst sieht das bei den Selbstständigen aus. Ein sehr gut verdienender Selbständiger kann mit ein paar Tricks sehr viel Steuern sparen. Allerdings trägt man da auch das volle Risiko selber und man hat keine Arbeitsgeberbeiträge bei AHV und anderen Sozialversicherungen etc. (man muss z.B. gleich mal 8.4% anstatt 4.2% des Einkommens für die AHV abliefern).
Es gibt m.E. keine Argumente gegen hohe Einkommen, wenn Sie unter fairen Bedinungen zu stande kommen (keine Vetternwirtschaft, klare Regeln die auch umgesetzt werden etc.). Das ist aber m.E. seit dem auftreten der Finanzkriese nicht mehr der Fall. Hier wurde eine Subventionsmaschinerie gestartet, die man mit einer libertären Einstellung nicht mehr vertreten kann. Man kann in guten Zeiten nicht die Lorbeeren für sich beanspruchen, wenn man nicht bereit ist, in schlechten Zeiten eine abzukriegen. Krisen gehören nunmal zu einer Marktwirtschaft und führen dazu, dass das System fair bleibt. Es kann ja nicht immer mehr Reiche geben. Wenn man das Durchschlagen von Kriesen wie jetzt verhindert, dann versucht man eine Güterverteilung zu konservieren, die nicht mehr unbedingt fair ist. Man macht den bösen ;) (aber an sich fairen) Kapitalismus kaputt...
M.E. hätte man es gar nie dazu kommen lassen dürfen, dass es systemrelevante Banken gibt, weil der Markt dann gar nicht mehr voll funktionnieren kann.
Der Fall UBS war m.E. eine Katastrophe. Vielleicht hat die heutige Vorgehensweise der Schweiz viel erspart, aber "ideologisch richtig" war er nicht. Die Risikoträger hätten die volle Härte der bestehenden Regeln spüren, die Aktionäre ihr Geld verlieren müssen. Sicher war der Crash für die Aktionnäre heftig (von irgend etwas um 85 CHF auf 10 CHF), aber ihnen gehört die Firma immer noch.
M.E. hätte hier, falls kein Privater Investor gefunden werden konnte, die Firma enteignet und verstaatlicht gehört, wo man den Laden rekapitalisieren und reprivatisieren hätte können. Das hätte Totalverlust für die Aktionäre bedeutet, das selbe wie in einem Konkurs der Fall gewesen wäre. Das wäre hart aber fair gewesen. Nicht 100% korrekt, aber mit absehbaren Folgen.

Man kann nicht in guten Zeiten den Staat zum Teufel jagen und in schlechten Zeiten nach Planwirtschaft lechzen. Hier hat mich die Politik schon ein bisschen enttäuscht, die springen halt schlussendlich auch alle ihren privaten Interessen hinterher. Von links bis rechts.
 
Pilatus schrieb:
M.E. hätte man es gar nie dazu kommen lassen dürfen, dass es systemrelevante Banken gibt, weil der Markt dann gar nicht mehr voll funktionnieren kann.
Der Fall UBS war m.E. eine Katastrophe.
Genau - und das gilt nicht nur für die Schweiz.

Pilatus schrieb:
M.E. hätte hier, falls kein Privater Investor gefunden werden konnte, die Firma enteignet und verstaatlicht gehört, wo man den Laden rekapitalisieren und reprivatisieren hätte können.
Dann hätte der Staat nicht nur die Verluste übernehmen müssen (was teilweise eh geschehen ist), sondern auch noch die Guthaben bei der Bank (Passiva) bedienen müssen. UBS Summe Passiva 2008 - 2.015.098 (in Millionen CHF :!: ) Alles klar soweit :lach:
 
Als Manager ist man die Milchkuh der Nation, ob man das jetzt wahrhaben will oder nicht.
Auch wenn man solch hohe Löhne ethisch und moralisch in Frage stellen kann, für den Fiskus und die Sozialwerke sind sie ein Segen.
Da fliesst deutlich mehr Geld in die Staatskasse, als wenn man diese Boni gerecht auf sämtliche Mitarbeiter des Unternehmens verteilen würde.

Man kann nicht in guten Zeiten den Staat zum Teufel jagen und in schlechten Zeiten nach Planwirtschaft lechzen.
Unbestritten. Es darf nicht sein, dass die Gewinne privatisiert werden jedoch das Risiko der Staat tragen muss. Hier sind auf jeden Fall Anpassungen erforderlich.
Andererseits darf man aber auch nicht vergessen, dass es den umgekehrten Fall auch gibt. Sobald ein Unternehmen einen Gewinn erwirtschaftet hält der Fiskus sofort die Hand hin. Aber wenn das Unternehmen Verluste schreibt, wird es vom Staat im Regen stehen gelassen oder sogar noch mit zusätzlichen Regeln und Gesetze schikaniert. (Ich spreche hier nicht von den Grossbanken. Sonder von kleineren und mittleren (Familien-)betrieben)
 
Dann hätte der Staat nicht nur die Verluste übernehmen müssen (was teilweise eh geschehen ist), sondern auch noch die Guthaben bei der Bank (Passiva) bedienen müssen. UBS Summe Passiva 2008 - 2.015.098 (in Millionen CHF :!: ) Alles klar soweit :lach:

Wie meinst du das? Ist ja eigentlich egal. Auf was ich raus wollte: Das Risiko muss für den Investor da sein, sonst macht man die Prinzipien der Marktwirtschaft kaputt.
 
Pilatus schrieb:
Dann hätte der Staat nicht nur die Verluste übernehmen müssen (was teilweise eh geschehen ist), sondern auch noch die Guthaben bei der Bank (Passiva) bedienen müssen. UBS Summe Passiva 2008 - 2.015.098 (in Millionen CHF :!: ) Alles klar soweit :lach:

Wie meinst du das? Ist ja eigentlich egal. Auf was ich raus wollte: Das Risiko muss für den Investor da sein, sonst macht man die Prinzipien der Marktwirtschaft kaputt.
Sind wir also doch wieder bei der Bankenkrise angelangt :lach:
Dagegen gibts nur ein Mittel : konsequente Trennung in "Normalbanken" mit Konten und Kreditgeschäft und Investmentbanken.
Die Investmentbanken dürfen dann gerne zocken - bei entsprechender Regulierung wie Eigenkapitalquote- und ggf. auch pleite gehen bei entsprechender Haftung der Manager. Dann ist ihr Einfluss auf das Wirtschaftsgefüge auch nicht so gross.

Übrigens- Franken schon wieder runter auf 0,9 € ..... noch ist Zermatt nicht abgesagt.....
 
Oh, wird wohl schon das ganze Schwarzgeld abgezogen :wink:
 
^^ Die Masche ist langsam durch... ;) Glaube nicht das Schwarzgeld noch eine grosse Rolle spielt, schon gar nicht aus Europa. Und aus gewissen Ländern ist schon gar nicht klar, was Schwarzgeld bzw. illegales Geld überhaupt ist, weil die Grenzen gar nicht definiert sind.


Ich muss sagen, finde das vorgehen recht sympatisch. Hoffe das Migros gleich wie Coop reagieren wird und jetzt nicht versucht, Coop durch das weiterführen der Produkte Kunden abzujagen.

http://www.20min.ch/finance/dossier/frankenboom/story/Auch-Ultimatum-der-Migros-ist-abgelaufen-15097113
 
Jetzt wieder mal zurück zum eigentlichen Thema, dem Tourismus.
Ich war heute in einem Gastrobetrieb der voll vom Tourismus abhängig ist und wo auf der Rechnung der betrag auch in Euro und USD angegeben ist.
Als ich den Kurs gesehen habe hätte es mich beinehe vom Sockel gehauen denn sowas ist für mich schon Diebstahl.
Ich weis nicht auf welchem Planeten die Betreiber leben denn begriffen was da in den letzten Wochen passiert ist scheinen die noch nicht zu haben. Ehrlich gesagt habe ich dann auch kein grosses Mitleid mit solchen Betrieben wenn sie in den Konkurs schlittern würden und die Aktionärte Totalverlust erleiden würden.
Die Wechselkurse auf den von Telecurs betriebenen Kreditartenterminals waren für heute für den Euro 1.086 und für den USD 0.774 und Telecurs hat in der Regel hundslausige Kurse da die ja auch noch was verdienen wollen.
Der genannte Gastrobetrieb rechnete für den Euro 0.95 und für den USD 0.65.
Ein Kunde wo als in diesem Gastbetrieb mit der Fremdwährung bezahlte musste also in Euro 14.3% und in USD 19.1% mehr hinblättern als wenn er mit der Kreditkarte in Eigenwährung bezahlt hätte.
Bei solchen Machenschaften sollten die Dachverbände zuerst mal ihre Mitglieder zur Vernunft und Ehrlichkeit aufrufen bevor sie MWST Erleichterungen und andere Finazhilfen verlangen.
 
Das war doch schon immer so.

Es ist ein entgegenkommen des Betriebes das man da auch mit anderen Devisen zahlen kann. Dafür sollen sie auch verdieden. Immerhin haben Sie größere Kosten durch mehrere Kassen, Wechselkursrisiken & die Bank wird die Währung wohl auch nicht zum offiziellen Kurs ankaufen.
 
In "normalen" Zeiten nimmt der Kunde das in Kauf. Jetzt aber wirds zu Kundenvergraulung.
 
@baeckerbursch:
Dass es schon immer so war stimmt teilweise. Ich kann mich an Zeiten erinnern, da haben die Sportgeschäfte in Chamonix bei den ausländischen Kunden mit den Umrfechnungskursen beinahe mehr Gewinn gemacht als mit der normalen Marge.
Aber glaubst du jetzt etwa dass die Telecurs welche die KK Abrechnungen macht was herschenkt? Die wollen auch was verdienen und kennen den Pestalozzi nicht mah vom höhrensagen. Der offizielle Mittelkurs war an dem Tag ca. 1.13. Telecurs rechnet also auch schon mit einer Differenz von 0.054, während die meisten Wechselstuben mit einer Differenz von 0.03 rechnen. Wenn aber dann ein Betrieb mit einer Differenz zum Mittelkurs von 0.18 daher kommt ist das schon eine Unverschämtheit. Leiden tun aber dann auch all die anderen fairen Dienstleister in der Region wenn die Kunden wegbleiben.
 
War heute auf dem Pilatus. Ist immernoch ein Ameisenhaufen mit vielen Asiaten, aber erstaundlicherweise auch viele Amerikaner, Deutsche und Italiener!! Ok, ist wohl einer der Touristen Hot Spots, trotzdem gut zu sehen das der Rubel immer noch rollt...
 
Abwarten. Sommer ist nicht gleich Winter! 20% Aufschlag auf eine Berg- und Talfahrt mag man ja noch in Kauf nehmen, aber 20% Aufschlag auf eine Tages- oder gar Wochenkarte...
Und außerdem bleibt die Kursentwicklung höchst spannend.
 
Naja, also im Moment kostet einmal rauf und wieder runter 60 Euro (bzw. 66 CHF), wenn man das schluckt, dann schluckt man auch eine teurere Tageskarte...
Glaub nicht das die da wirklich Probleme bekommen. In den kleinen Orten wo nur "arme" Touristen hinkommen könnte es aber schon übel werden... wir werden sehen... der Wechselkurs ist ja bereits nicht mehr so krass wie er mal war.
 
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