Oha - da habe ich ja glatt ein Thema verpasst.
Also - ich habe mich schon bestimmt ein halbes Jahr nicht mehr mit Durchlichteinheiten beschäftigt - es gibt preiswerte Durchlichtaufsätze - zumeist aber nur für aktuelle Scannermodelle. Historische Modelle werden meist nicht mehr geliefert - aber das musst Du beim Hersteller erfragen. Canon hat eine sehr umfangreiche Homepage, ansonsten ist das Fotogeschäft der nächste Ansprechpartner. Ich würde allerdings ein Fotofachgeschäft wählen. Die sind nicht teuerer, als Saturn oder Mediamarkt, aber kompetenter. Einen Verkäufer beim Medimarkt brauchst Du nichts zu fragen - er hat keine Ahnung.
Stellt sich nun die Frage, was Du machen willst. Wenn Du nur die Dias einscannen willst und in Zukunft nichts mehr, dann rate ich von einem Kauf ab. Durchlichteinheiten taugen entweder nichts, oder sind recht teuer. Diascanner sind wieder ein separates Gerät und (im Vergleich zu einem Flachbattscanner) unverhältnismäßig teuer. Wenn Du keine weitere Verwendung anstrebst, dann ist der Kauf eines Scanners Blödsinn. Also doch wieder zum Fotohändler gehen und die Bilder scannen lassen.
Das Qualitätsproblem von Christoph verstehe ich - kommt eben drauf an, was man erwartet. Mein Diascanner macht die Bildpunkte von Kodachrome 200 sichtbar - der dürfte etwa gleich mit dem Elitechrome liegen - evtl. etwas drüber. Das Korn kann man auf den Scans problemlos erkennen. Unter ungünstigen Bedingungen sieht man es sogar beim Provia 100 noch. Bei Kodachrome 64 dagegen muß man schon extrem vergrößern, um das Korn sichtbar zu machen. Den Velvia 50 teste ich gerade.
Allerdings kann ich meinen Scanner (Canoscan FS4000US) für das schnelle Einscannen größerer Diamengen nicht empfehlen. Zwar habe ich an der Qualität absolut nichts auszusetzen, doch ist bei höchster Auflösung der Scanner mit einem Bild 15min beschäftigt und erzeugt dann eine Datei von bis zu 120MB.
Von Reflecta gibt es einen Scanner, der sieht aus, wie ein Diaprojektor (gleiches Gehäuse, wie die Braun Paximat-Projektoren) und scannt ein ganzes Magazin durch. Qualitativ kann ich nichts dazu sagen - ich habe noch kein Bild aus diesem Gerät gesehen. Allerdings ist er für größere Mengen sicher praktischer als der sehr langsame Canon, der nur 4 Dias auf einmal einzieht. Allerdings kann der Canon auch Negative (von Papierbildern) scannen. Das Ergebnis ist erheblich besser, als ein Scan vom Papier mit Flachbettscanner. Und - das ist selten - er scannt auch APS-Film in der Filmpatrone. Habe ich zwar noch nie gebraucht, ist aber dabei gewesen - für denjenigen, der noch APS herumliegen hat, ist das ein großer Vorteil. Die ganze Patrone in den Scanner legen - er fädelt automatisch aus - scannt den ganzen Film ab - und fädelt wieder zurück. Dann kann man die geschlossene Patrone wieder herausnehmen.