Dann melde ich mich auch mal zu Wort. Habe mich in meiner Zulassungsarbeit ausgiebig mit dem Klimawandel, seinen Befürwortern und Gegnern, beschäftigt (allerdings schon vor 1 Jahr, das schreib ich jetzt aus dem Kopf hin

)
Die Fakten sind zuerst einmal:
- Der CO2 Gehalt in der Atmosphäre ist stark angestiegen. Er wird seit den 1950ern gemessen (Hawaii). Zudem ist natürlicher CO2 Gehalt und anthropogener unterscheidbar. Der anthropogene (aus fossilen Energieträgern) ist dabei sehr stark angestiegen.
- die anderen klimawirksamen Treibhausgase (Folgen: Absorption; Treibhauseffekt) sind ebenfalls stark angestiegen (Methan, FCKW,...)
- die Temperatur globale Temperatur ist angestiegen (vgl. Klimadaten des DWD usw.) und steigt so stark wie seit Beginn der Messungen nicht in so einem kurzen Zeitraum (Zeitraum = 100-200 Jahre). Außerdem ist ein guter Zusammenhang zu erkennen zwischen CO2 und Temperaturkurve
- der Meeresspiegel ist angestiegen (vgl. Messwerte)
- die Sonnenaktivität hat sich kaum verändert, jedoch nicht verstärkt. Damit scheidet die Sonne aus als Ursache eine Erwärmung aus (auch das ist gemessen worden). Sogar der "Spiegel" musste sich korrigeren Anfang 2000.
- die Gletscher gehen weltweit zurück bis auf ein, zwei Gletscher, die sehr hoch liegen und von stärkeren Niederschlägen profitieren.
- schon vor 200 Jahren hat Arrhenius vorausgesagt, dass sich die globale Durchschnittstemperatur bei einer CO2-Verdoppelung um 2-4°C erwärmen wird (Arrhenius: On the influence of carbonic acid in the air upon the temperature of the ground. The London, Edinburgh and Dublin Philosophical Magazine and Journal of Science 5, 237–276 (1896)). Das ist gerade dabei wahr zu werden.
- Arrhenius ist nicht der einzige der Voraussagen gemacht hat, die Jahrzehnte später eingetreten waren.
- Die Klimaforscher / Wissenschaftler sind sich einig, dass die globale Erwärmung durch den Menschen (mit-)verursacht wird. Gestritten wird lediglich darum, wie groß der Einfluss des Menschen (und die damit verbundene Erwärmung) ist!
bedeutende Unsicherheitsfaktoren u. a.:
- Wasserdampf und seine Wirkung (Wolken ->Abschattung)
- Die Meeresströmungen
zu den Skeptikern: Stefan Rahmstorf hat auf seiner Seite am PIK zahlreiche PDFs, die sehr gut und wissenschaftlich fundiert sind, sich auf das IPCC und Forschungseinrichtungen stützen (habe ich überprüft). Außerdem habe ich auch Arbeiten der Skeptiker gelesen. Viele von ihnen wurden revidiert von den Autoren als ihnen das Gegenteil bewiesen wurde. Außerdem sind sehr viele Mitglieder von Interessensvertretungen der Regierungen, vor allem der der USA oder es handelt sich gar nicht um Klimaforscher / Physiker sondern um Meteorologen oder Moderatoren die sonst nur den Wetterbericht ablesen. Ich bitte hier auch diese Quellen zu prüfen und deren Richtigkeit.
Quellen: IPCC, jegliche klassische (korrekte) Meteorologie, z. B. Weischet und Phyiskgrundlagen u. a.
Nicht nur ich sehe Parallelen zum Ozonloch. Als die ersten Wissenschaftler das Ozonloch als Problem erkannt haben, wollte es die Allgemeinheit nicht wahr haben und leugnete es. Bis die Folgen sichtbar wurden (höhere UV-Strahlung und die Folgen (extrem in Australien). Seit dem wurden die Ozonlochtreiber (FCKW u. a.) fast "abgeschafft" bzw. verboten.
Für mich ist klar, der Mensch hat seine Mitschuld an der (verstärkten) Erwärmung. Und selbst wenn er diese nicht hätte, würde es uns nicht schaden, wenn wir Energie sparen würden. Zumindest der Geldbeutel und unsere Umgebung (auch die Berge, die wir alle lieben) könnte geschützt und erhalten werden (weitere Stauseen, Windräder verändern das Panorama nicht wirklich immer zum positiven neben einem weiteren Raubbau an unseren fossilen Brennstoffen).