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Die große Klima-Diskussion

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zonk schrieb:
Nun, das stimmt mit Sicherheit nicht.
Es ist mittlerweile erwiesen, dass sich klimatische veränderungen auch früher in einigen wenigen Jahrzehnten zutragen können.
Der Mensch war nur nicht schuld daran, was er heute nun mal.zum grossen Teil ist.

War das dann auch global oder auf eine bestimmte Region begrenzt?

/edit: In dem einen Link steht außerdem noch "Der Übergang von der Kalt- in die Warmzeit erfolgte jedoch nicht kontinuierlich. Er war von starken Schwankungen, welche oft innerhalb von wenigen Jahrhunderten von statten gingen, geprägt" ...ist ja dann auch ein kleiner Unterschied zu Jahrzehnten. Oder sind das zwei verschiedene Vorgänge gewesen?
 
wmenn schrieb:
Nach meinem Kenntnisstand gab es diese schnellen Erwärmungen immer nur in den Kaltzeiten, nie in den Warmzeiten!
[....]
Das kann also in unserer aktuellen Situation unmöglich der Grund für die extreme Erwärmung sein.

Warum? Eine Eiszeit definiert sich dadurch, dass eine oder beide Polkappen mit Eis bedeckt sind. Dies ist meines Wissens nach noch immer der Fall.
 
Richtig, gegenwärtig haben wir ein Eiszeitalter/Kaltzeit, innerhalb dessen ein Interglazial (Zwischeneiszeit). Von einer Warmzeit (wobei selbst die weit von dem Weltuntergangsszenario entfernt wäre, was manche aufmalen) spricht man wissenschaftlich erst dann, wenn auf der Erde natürlicherweise kein Eis mehr vorkommt.
 
NeusserGletscher schrieb:
Auf dieser Simulation der ETH Zürich erkennst Du bei Minute 2:03, dass der Bereich um Ötzis Fundstelle auch vor 2000 Jahren mit Eis bedeckt war. Ich kann Dir nicht sagen, wie genau die Simulation tatsächlich ist. Aber es scheint so, dass auch in den wärmeren Phasen der Vergangenheit einige Kälteinseln existierten, in denen das Eis nie vollständig verschwand. Wenn man sich die ganze Simulation anschaut, dann realisiert man auch, dass der heute Zustand oder selbst der vor ein paar hundert Jahren nur noch die letzten Zuckungen der ausgehenden Eiszeit sind.
Tolle Simulation, die eindrücklich die Veränderung der Alpen-Gletscher visualisiert und die sich jeder mal anschauen sollte, der immer noch glaubt, wir könnten das Klima im Staus quo konstant erhalten.

Ich stelle mir gerade vor, was passiert wenn es mal wieder kälter wird... und auch das wird passieren, trotz Klimawandel... Weil sich das Klima ständig und immer über die Zeit wandelt. Von wem auch immer verursacht...
Wenn wir mal wieder in so eine Zeit kommen wie vor ca. 25.000 Jahren haben wir ganz andere Probleme als aktuell:
Die ganzen Alpen lagen damals unter einem dicken Eispanzer! Genf, Bern, Zürich, Innsbruck, Salzburg, Bozen, Trento, Aosta waren komplett eisbedeckt. Die Gletscherzungen endeten erst kurz vor München, Turin und Ljubljana. Alle größeren Seen der Alpen waren ebenfalls unter einem Eispanzer gefangen bis auf den Neuenburger See in der Schweiz, sowie im Süden der Gardasee und der Comer See.
Aber das erleben wir alle nicht mehr... :wink:
 
@NeusserGletscher , @j-d-s
Vielleicht hätte ich statt "Warmzeit" besser "Interglazial" geschrieben, weil wir uns ja in einem Eiszeitalter befinden, aber falsch ist "Warmzeit" jedenfalls nicht:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Warmzeit
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kaltzeit

Damit sich die globale Temperatur innerhalb kurzer Zeit stark erwärmen kann, braucht es außergewöhnliche Ereignisse - dies wurde bisher nur in den Kaltzeiten beobachtet: Kollabieren von Eisbarrieren, Änderung von Meeresströmungen, usw. Im Holozän war die Temperatur (und auch der CO2 Gehalt) ziemlich stabil. Der Mensch hat den CO2 Gehalt in kurzer Zeit von knapp 300 ppm auf momentan über 420 ppm gebracht, soviel wie seit über eine Millionen Jahren nicht mehr - das ist das außergewöhnliche Ereignis... Es gibt keine natürliche Erklärung :(
 
lesenswert
https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/news/klimaerwaermung-verschaerft-grossflaechigen-starkregen-in-mitteleuropa
25.09.2024
Klimaerwärmung verschärft großflächigen Starkregen in Mitteleuropa

©GeoSphere Austria

Spezielle Wetterlagen wie beim Hochwasser Mitte September bringen durch die menschlich verursachte Klimaerwärmung mittlerweile durchschnittlich sieben Prozent mehr Regen als in vorindustrieller Zeit, und in Zukunft ist eine weitere Zunahme um zumindest fünf Prozent zu erwarten.

Das zeigt eine erste Zuordnungsstudie der wissenschaftlichen Organisation World Weather Attribution unter Mitarbeit der GeoSphere Austria.

bzw.
https://www.worldweatherattribution.org/climate-change-and-high-exposure-increased-costs-and-disruption-to-lives-and-livelihoods-from-flooding-associated-with-exceptionally-heavy-rainfall-in-central-europe/
 
Das interpretiert aber auch jeder so wie er es braucht für seine Argumentation.
Ich erinnern mich noch an die Zeit vor 3 oder 4 Jahren, als nach ein paar Jahren eher trockener Sommer und Winter in ganz Europa die Versteppung ausgerufen wurde.
Wie schnell ein paar Starkregen- und Hochwasserereignisse doch die Meinung drehen können.
Das zeigt das ganze klein klein und kurzfristige Denken vieler Wissenschaftler, die Prozesse, die großer Unsicherheit unterliegen, kurzfristig vorhersagen wollen, die sich realistisch aber nur in der langfristigen Betrachtung analysieren ableiten lassen.
 
Hast du diese Artikel auch gelesen?

Da steht doch nicht, dass der Gesamtjahresniederschlag zunimmt, sondern dass bei Starkregenereignisse die Mengen größer werden. Als Betroffener der Ereignisse von 2002, 2013 und 2024 mit 40 Jahren Wetterbeobachtung inkl. 30 Jahren Wetteraufzeichnung im eigenen Garten mit dutzenden Sensoren, habe ich das mitbekommen. Der Jahresniederschlag bleibt gleich oder wird sogar geringer, die Starkregenereignisse wurden heftiger. Wir hatten einige aride Jahre im Osten Österreichs! Beispielsweise droht auch die Austrocknung des Neusiedlersees.
 
Mt. Cervino schrieb:
Das interpretiert aber auch jeder so wie er es braucht für seine Argumentation.
Ich erinnern mich noch an die Zeit vor 3 oder 4 Jahren, als nach ein paar Jahren eher trockener Sommer und Winter in ganz Europa die Versteppung ausgerufen wurde.
Wie schnell ein paar Starkregen- und Hochwasserereignisse doch die Meinung drehen können.
Das zeigt das ganze klein klein und kurzfristige Denken vieler Wissenschaftler, die Prozesse, die großer Unsicherheit unterliegen, kurzfristig vorhersagen wollen, die sich realistisch aber nur in der langfristigen Betrachtung analysieren ableiten lassen.

Es wurde schon mehrmals hier im Thread thematisiert, dass als Folge der Klimaänderung die Großwetterlagen tendenziell stabiler werden. Deshalb ist besteht zwischen den Aussagen, der Klimawandel führt zu trockeneren Sommern und der Klimawandel führt zu mehr Hochwassereignissen, überhaupt kein Widerspruch. Und beides sind auch keine neuen Erkenntnisse, sondern sind schon seit Jahrzehnten bekannt.
 
Grund ist der langsamer gewordene Polarfrontjetstream.

Auch die Starkregenzunahme ist physikalisch schnell erklärt.
Bei 1°C höherer Lufttemperatur kann ein beliebiger Rauminhalt Luft 6% mehr Wasser aufnehmen.
 
Fab schrieb:
Bei 1°C höherer Lufttemperatur kann ein beliebiger Rauminhalt Luft 6% mehr Wasser aufnehmen.

Eigentlich ist es noch schlimmer weil die Taupunktkurve der Luft annähernd quadratisch mit der Temperatur steigt. Deshalb hat ein °C mehr Temperatur im sowieso schon warmen Sommer eine viel größere Auswirkung auf die Wasserdampfaufnahmekapazität hat als im Winter, anders herum verursacht dann das eine °C Abkühlung unter den Taupunkt viel stärkere Niederschläge, das bedingt auch dass die Wahrscheinlichkeit für extreme Niederschlagsereignisse nicht bloß linear mit einem mittleren Temperaturanstieg zunimmt.
 
Man darf bei der Analyse auch nicht außer Acht lassen wie schnell sich eine Niederschlagsfront oder ein Tiefdruckgebiet bewegt. Geschieht das relativ rasch verteilen sich selbst große Niederschlagsmengen auf größere Gebiete so das nur geringe Schäden auftreten, bleiben diese im schlimmsten Fall eine längere Zeit fast ortsfest ist die Katastrophe vorprogrammiert. Daher stellt sich auch die Frage inwieweit die Klimaerwärmung auch die Fortbewegungsgeschwindigkeiten beeinflußte.
 
Petz schrieb:
Man darf bei der Analyse auch nicht außer Acht lassen wie schnell sich eine Niederschlagsfront oder ein Tiefdruckgebiet bewegt. Geschieht das relativ rasch verteilen sich selbst große Niederschlagsmengen auf größere Gebiete so das nur geringe Schäden auftreten, bleiben diese im schlimmsten Fall eine längere Zeit fast ortsfest ist die Katastrophe vorprogrammiert. Daher stellt sich auch die Frage inwieweit die Klimaerwärmung auch die Fortbewegungsgeschwindigkeiten beeinflußte.

Da spielt auch der Jetstream mit rein. Der mäandert derzeit nicht mehr so wie in früheren Jahrzehnten. Deswegen gibt es diese ausgeprägte Neigung zu zementierten Wetterlagen.
 
wmenn schrieb:
Der Mensch hat den CO2 Gehalt in kurzer Zeit von knapp 300 ppm auf momentan über 420 ppm gebracht, soviel wie seit über eine Millionen Jahren nicht mehr - das ist das außergewöhnliche Ereignis... Es gibt keine natürliche Erklärung :(
Blödsinn - schon vor 100Jahren waren wir auf 400ppm aka 0,04% Co2 - kann man in Aufzeichnungen und genauen Messungen nachlesen - und komm' mir nicht mit correctiv und ähnlichen Fakenews Schleudern.
 
biofleisch schrieb:
wmenn schrieb:
Der Mensch hat den CO2 Gehalt in kurzer Zeit von knapp 300 ppm auf momentan über 420 ppm gebracht, soviel wie seit über eine Millionen Jahren nicht mehr - das ist das außergewöhnliche Ereignis... Es gibt keine natürliche Erklärung :(
Blödsinn - schon vor 100Jahren waren wir auf 400ppm aka 0,04% Co2 - kann man in Aufzeichnungen und genauen Messungen nachlesen - und komm' mir nicht mit correctiv und ähnlichen Fakenews Schleudern.
wo in deinem link findet man "Aufzeichnungen" bzw. "genaue Messungen"?!
 
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