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Die große Klima-Diskussion

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noisi schrieb:
Mich würde mal interessieren wie du zu meiner obigen Interpretation der Klimadiagramme stehst.

Hab mir die von Dir angesprochenen Klimadiagramme angeschaut und stimme, was den Vergleich der 30-Jahr-Diagramme angeht zu. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.
Weniger Schneefall + Erwärmung - das Ergebnis kann man besichtigen.

Schneereiche Winter in den 70ern mit bis zu über 7 m akkumulierter Neuschneemenge:
Seh ich wohl anders als du. Die Diagramme hab ich gesehen.

War nicht einfach ein Ausreisser, sondern hat mehr als 5 Jahre gedauert.
Gebe zu bedenken. Aus den Diagrammen der 30-Jahr-Vergleiche geht ja hervor, dass in der 2. Messdekade durchschnittlich ca. 60cm p.Jahr weniger Neuschnee im Dorf gefallen sind. Summiert auf 30 Jahre sind das 18m. Unterstellt die Hauptmenge der 18m "Zusatzschneemenge" der 1. Messdekade ist in den 70ern gefallen, was ich vermute, was aber aus den Tabellen schlicht nicht ersichtlich ist, dann kommt man schnell auf die von mir zitierten Neuschneesummierungen.

Hab auch mal in den ETH-Tabellen gestöbert.
Wenn man genauer hinschaut ist das "Gletscherwachstum" viel inkonsistenter als allgemein formuliert.
Der Gornergletscher z. B. ist seit 1945 nie gewachsen, der Findelngletscher nur wenige Jahre, dabei aber oft schnell.
Ein völlig anders Bild zeigen Fee- u. Allalingletscher obwohl nur ein paar Kilometer Luftlinie von den vorher genannten entfernt .
Langanhaltende Ausdehnungsphasen kann man da erkennen.
 
Fab schrieb:
Hab mir die von Dir angesprochenen Klimadiagramme angeschaut und stimme, was den Vergleich der 30-Jahr-Diagramme angeht zu. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.
Weniger Niederschlag + Erwärmung - das Ergebnis kann man besichtigen.

Es gab allerdings nicht weniger, sondern mehr Niederschlag (wenn auch in geringem Umfang).


Fab schrieb:
Schneereiche Winter in den 70ern mit bis zu über 7 m akkumulierter Neuschneemenge:
Seh ich wohl anders als du. Die Diagramme hab ich gesehen.

War nicht einfach ein Ausreisser, sondern hat mehr als 5 Jahre gedauert.
Gebe zu bedenken. Aus den Diagrammen der 30-Jahr-Vergleiche geht ja hervor, dass in der 2. Messdekade durchschnittlich ca. 60cm p.Jahr weniger Neuschnee im Dorf gefallen sind.
Sagen wir mal so, ich halte es ja durchaus für möglich, dass es 7m Neuschnee in einer Saison gegeben hat, meinetwegen auch in 5 aufeinanderfolgenden Jahren. Allerdings bräuchte es dann um den Durchschnitt zu erreichen 5 Jahre mit praktisch keinem Schnee.

Fab schrieb:
Summiert auf 30 Jahre sind das 18m. Unterstellt die Hauptmenge der 18m "Zusatzschneemenge" der 1. Messdekade ist in den 70ern gefallen, was ich vermute, was aber aus den Tabellen schlicht nicht ersichtlich ist, dann kommt man schnell auf die von mir zitierten Neuschneesummierungen.
Mmmm aber Sachlage ist doch, dass der Zusatzschnee im ersten Zeitraum nicht auf mehr Niederschlag, sondern eher auf niedrige Temperaturen zurückzuführen ist, da die Niederschlagsmenge ansich nicht zurückgegangen ist. Es hat wohl einfach mehr geregnet und weniger geschneit.



Fab schrieb:
Hab auch mal in den ETH-Tabellen gestöbert.
Wenn man genauer hinschaut ist das "Gletscherwachstum" viel inkonsistenter als allgemein formuliert.
Der Gornergletscher z. B. ist seit 1945 nie gewachsen, der Findelngletscher nur wenige Jahre, dabei aber oft schnell.
Ein völlig anders Bild zeigen Fee- u. Allalingletscher obwohl nur ein paar Kilometer Luftlinie von den vorher genannten entfernt .
Langanhaltende Ausdehnungsphasen kann man da erkennen.
Das dürfte vor allem an der unterschiedlichen Größe und Lage der Gletscher liegen. Bei jedem Gletscher dauert es unterschiedlich lang, bis ein Massenüberschuss aus dem Nährgebiet das Zungenende erreicht. Bei großen. flachen Gletschern, wie dem Gorner, entsprechend länger als bei kleinen. Dieser Massenüberschuss ist beim Gornergletscher garnicht erst am Zungenende angekommen, sondern wurde vemutlich, bevor es dieses erreicht hat wieder von wärmeren Temperaturen aufgezehrt.
 
Es gab allerdings nicht weniger, sondern mehr Niederschlag (wenn auch in geringem Umfang).
Hab Schneefall gemeint und oben ausgebessert.

.....Allerdings bräuchte es dann um den Durchschnitt zu erreichen 5 Jahre mit praktisch keinem Schnee.....
Nö - wenn die Statistik obsiegt wie meist :D und es im Messzeitaum 1 , bis auf die genannten 70er, ähnliche durchschnittliche Schneefälle gegeben hätte, dann würden die zusätzlichen 18 m die kumulierten Schneefälle pro Jahr in den 70ern praktisch verdoppeln.

Mmmm aber Sachlage ist doch, dass der Zusatzschnee im ersten Zeitraum nicht auf mehr Niederschlag, sondern eher auf niedrige Temperaturen zurückzuführen ist, da die Niederschlagsmenge ansich nicht zurückgegangen ist. Es hat wohl einfach mehr geregnet und weniger geschneit.
Der durchschnittliche Jahresniederschlag ist da nicht so aussagekräftig. Für den Messzeitraum 1 waren jedenfalls selbst die Niederschläge in den Wintermonaten höher obgleich in der Jahresmessung der Messzeitraum 2 die Nase vorn hat..
 
Fab schrieb:
.....Allerdings bräuchte es dann um den Durchschnitt zu erreichen 5 Jahre mit praktisch keinem Schnee.....
Nö - wenn die Statistik obsiegt wie meist :D und es im Messzeitaum 1 , bis auf die genannten 70er, ähnliche durchschnittliche Schneefälle gegeben hätte, dann würden die zusätzlichen 18 m die kumulierten Schneefälle pro Jahr in den 70ern praktisch verdoppeln.
Beide Zeiträume überlappen sich um 10 Jahre, was die Sache zusätzlich verkompliziert ;-).
Stimme aber zu, das es zu deiner Aussage passt, dass vor allem die 70er Schneereich gewesen sein könnten.

Fab schrieb:
Mmmm aber Sachlage ist doch, dass der Zusatzschnee im ersten Zeitraum nicht auf mehr Niederschlag, sondern eher auf niedrige Temperaturen zurückzuführen ist, da die Niederschlagsmenge ansich nicht zurückgegangen ist. Es hat wohl einfach mehr geregnet und weniger geschneit.
Der durchschnittliche Jahresniederschlag ist da nicht so aussagekräftig. Für den Messzeitraum 1 waren jedenfalls selbst die Niederschläge in den Wintermonaten höher obgleich in der Jahresmessung der Messzeitraum 2 die Nase vorn hat..

Was mir noch aufgefallen ist, allein 30cm Neuschnee fehlen, pro Jahr gesehen, also auf 20 Jahre gesehen schon die Hälfte der 12m, in den Monaten März-Juni. Ich deute das so, dass die Schneedecke im ersten Zeitraum länger Lag, also mehr Zeit zum akkumulieren hatte, heute aber früher flüssiger Niederschlag fäl
 
Der durchschnittliche Jahresniederschlag ist da nicht so aussagekräftig. Für den Messzeitraum 1 waren jedenfalls selbst die Niederschläge in den Wintermonaten höher obgleich in der Jahresmessung der Messzeitraum 2 die Nase vorn hat..

Einer Meinung
 
Wir haben hier im Januar nun fast 15 C(!). Dabei denke ich eher ans Freibad als an Winter / Schnee. Das ist doch alles nicht mehr normal... :|
 
Wiede schrieb:
Wir haben hier im Januar nun fast 15 C(!). Dabei denke ich eher ans Freibad als an Winter / Schnee. Das ist doch alles nicht mehr normal... :|
Dann frag mal die Amerikaner, die sich grad bei -30° oder noch kälter den A.... abfrieren, wie die das sehen mit dem aktuellen Winter :D
Offensichtlich wurde die Kälte diesmal recht einseitig verteilt...
 
Jo, die Ironie dabei ja, dass gerade die Amis die Affenkälte abbekommen haben, welchen das Wort Gebäudedämmung ziemlich unbekannt sein dürfte... :roll:

Etwas besser hätte die Wetterfee die Kälte schon verteilen können bzw. uns zumindest soviel davon abgeben, dass man wenigstens beschneien könnte... :|
 
Etwas Nachhilfe in Geographie könnt Fr. Holle im Moment nicht schaden :ja: :mrgreen: aber wenn die generelle Wetterströmung nicht wie kurz zu Anfang Dezember auch mal auf Nord dreht kriegen wir nunmal nur die relativ milde Atlantik - oder bei Föhn noch schlimmer Mittelmeerluft und solange wird´s dann eben nix mit der weißen Beflockung in niederen Lagen.
 
Gehöre ja nicht zu den Klimahysterikern. Aber gegen die Versuchung der Rosinenpickerei ist niemand gefeit ;D

Zu Rahmstorf hab ich schon genug geschreiben.
Nach Karl Marx
Das Sein bestimmt das Bewusstsein
 
Hitze-Jahr 1540: Wetterdaten enthüllen Europas größte Naturkatastrophe

Ich hoffe das ich so eine Wetterlage nie erlebe das gäbe eine saftige Preissteigerung bei den noch verfügbaren Lebensmitteln selbst der Strom würde mangelware. Allen Thermischen Kraftwerke würde das Wasser für den Kühlprozess langsam zu neige gehen wie auch den Flusskraftwerke.

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/...trophe-in-europa-im-mittelalter-a-978654.html
 
Naja, dieses Jahr dürfte auch recht trocken werden. Zumindest hier auf der Schwäbischen Ostalb. Gerade mal im Mai und an 2 Tagen im Juni gab es Regen. Ansonsten ist an uns seit Ende Februar alles vorbei gegangen.

Dafür hat es NRW ja erst vor kurzem recht übel erwischt....
 
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