Florian86 schrieb:
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Fab schrieb:
Der deutsche Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß ist knapp unter 3%........ff ....
An sich schon ein guter Punkt, was letzten Endes wieder auf eine philosophische Ebene hindeutet: top-down oder bottom-up?...........
Ein großes Problem seh ich aber schon, die sich so ähnlich in Fabs Aussage widerspiegelt (ganz ohne Dich jetzt angreifen zu wollen!): "Warum soll Deutschland überhaupt was tun? Sollen doch erstmal die anderen... So schlecht stehen wir gar nicht da."
Diese Einstellung ist meiner Meinung nach sehr bequem. Irgendjemand muss anfangen, damit andere mitziehen. Warum sollte nicht Deutschland Vorreiter sein und allen zeigen, dass ein klimaneutraler Staat möglich ist? Nur damit wir uns in unserer bequemen, heilen, wirtschaftlich-wachsenden Welt zurück lehnen können?
Da fühle ich mich nicht angegriffen, denn es ist eine Diskussionsgrundlage.
Zu top-down/bottom-up - ist für mich kein Gegensatz, denn jeder kann für sich was tun. Damit ich nicht mistverstanden werde, auch der Staat sollte was tun, aber halt mit Sinn und Verstand.
Im Gegensatz zu manchem Nachwuchsweltretter, der zum Ausgleich seiner umweltschädlichen Skireisen mittags ein Stück Biofleisch verzehrt

, seh ich in Interessenvertretung nix verwerfliches. Wenn man mir Alterszynismus u. Abgebrühtheit vorwirft, nehm ich das grinsend hin.
Nicht unerfahren mit Konferenztischen u. Verhandlungen in Ministerien, empfehle ich zuerst die eigene Lage im Vergleich zu den Verhandlungspartnern, Mitspielern, Konkurrenten, oder wie immer man das bezeichnen will, realistisch einzuschätzen.
Ich würde grundsätzlich nicht in Vorleistung gehen. Nein - am deutschen Wesen wird die Welt nicht genesen. Die Player sind eine handvoll kontinentgroße Länder mit 3 Milliarden Einwohnern + Afrika (da hab ich schon was geschrieben).
Also Jungs - spielt euch nicht so auf
O.K. - das war das Pädoyer für deutsches Nixtun. Wo bleibt denn das Positive?
Was kann der dt. Staat sinnvoll tun? Würde es mal aufteilen für was man Geld in die Hand nimmt und was gesetzlich neu geregelt werden könnte.
Auf die Schnelle würde ich, wenn ichs bestimmen dürfte, die Autoindustrie zwingen die Betrugsdieselfahrzeuge auf eingene Kosten nachzurüsten.
Als Nächstes würde ich den Flächenverbrauch angehen.
Geld:
Viel für Forschung - auch um in Umwelttechnologie im wettbewerb die Nase mit vorne zu haben.
Es wird ja in den Medien u. in der Debatte unsererseits oft sehr von oben herab über und mit Ländern wie Brasilien, Indonesien etc. über deren Nutzung der eigenen Naturressourcen gesprochen.
Als Land, das defacto keine Naturressourcen mehr hat da alles komplett genutzt wird (wir haben keine Wälder sondern Plantagen), ist etwas Bescheidenheit angeraten - und ein offener Geldbeutel.
Wenn obengenannte Länder Natur großflächig schützen sollen, dann muss das jemand bezahlen. Da sollte sich D, im Verbund selbstverständlich, beteiligen. Da kann man mit einigen Milliarden viel anfangen.
Wenn keiner mitmacht ist es wiederum sinnfrei - dann ist D zu leichtgewichtig.
So, für jetzt muss gut sein.