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Die große Klima-Diskussion

Status
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rfs schrieb:
Arlberg-Irrer schrieb:
hm, also die Freenet-Homepage halte ich für wissenschaftlich mindestens genauso fundiert wie die Bild :roll:
na ja, solange DU den vollen Durchblick hast ... :gruebel: ...

>> ich kann mir kaum vorstellen, dass du alle Artikel sorgfältig genug gelesen, bzw. von Grund auf verstanden hast >> denn eine solche Aussage lässt hinsichtlich deiner themenspezifischen Kompetenz schon arge Zweifel aufkommen ...

ich wollte Dich nicht persönlich angreifen! Derart triviale Artikel sind für den Laien sicherlich verständlicher als wissenschaftliche Abhandlungen aus Fachliteratur. Meine Kompetenz als Agrarwissenschaftler beziehe ich aus meiner Agrarmeteorologie- und einer Agrarökologievorlesung, seit damals verfolge ich teilweise die Klimadiskussion und habe schon eine Menge Leute reden hören, die irgendwann einmal erzählt haben, die Erde erwärmt sich um soundsoviel Grad in den nächsten 1.000 Jahren, 5 Jahre später liesst man von derselben Person, auf einmal sind es nur noch 50 Jahre und dann wieder 500 Jahre.
Von ehemaligen Kommilitonen der Meteorologie habe ich nur mit auf den Weg bekommen, dass man im Endeffekt gar nichts weiß! Ob das Wetter in 10 Jahren nun wärmer oder kälter ist, ob es mehr oder weniger schneit oder regnet kann man selbst nicht für das nächste Jahr vorhersagen. Die Vergangenheit hat vielen Wissenschaftlern gezeigt, dass trotz gewaltigen Einflüssen, wie z.B. El Nino, doch kein Trend vorhersehbar ist.
Ausserdem stelle ich als Naturwissenschaftler vieler Bereiche generell alle Aussagen von Gelehrten immer teilweise in Frage, denn in allen Bereichen wo ich bisher Einblick hatte stellt sich bei so vielen Publizisten mir immer die Frage, welche Ergebnisse wurden jetzt wieder so zurecht gebogen, dass man das Interesse an seiner eigenen Person auf Symposien, Konferenzen, Fachliteratur etc. auf sich lenken kann.
Ich kenne einfach zu viele Beispiele wo irgendeiner sich mit dem Beweis hingestellt hat, irgendetwas wird nächstes Jahr so und so kommen und dann war es doch ganz einfach! Simples Beispiel waren die vielen schwarz-glänzenden Rapsglanzkäfer vor zwei Jahren, die auf sämtlichen farbigen T-Shirts zu finden waren und auch den Weg in die Medien fanden (nicht wegen der Schäden für den Bauern sondern wegen der genervten Touris am Ostseestrand). Damals hat sich auch ein Oberschlauer in der Bild-Zeitung hingestellt und prognostiziert, dass jedes Weibchen der kleinen Nerver über 400 Eier ablegt und nächstes Jahr noch viel schlimmer wird. So weit alles wissenschaftlich richtig und auch durchaus nachvollziehbar, dabei kam es aber dann doch ganz anders und 2007 sah man kaum welche. Grund waren weder Fraßfeinde noch ungünstige Schlupfbedingungen sondern wahrscheinlich eine winzige Wärmeperiode im Winter, genaues weiß man nicht. Die Wissenschaft weiß einfach in so vielen noch gar nicht richtig bescheid. Wenn weiß man eher, warum etwas geschehen ist, aber nicht, wann oder ob so etwas nochmal passiert.
DAHER nerven mich Berichte von Leuten, die von ihrer wissenschaftlichen Kompetenz durchaus die Experten auf ihrem Gebiet sein können, aber trotzdem wissen wollen, was als nächstes passiert! Wie Fab schon von unterschiedlichen Diagrammen geschrieben hat, ich halte vieles davon für ausgedachten Humbug! Aber die Leute, die so etwas vor möglichst großem Publikum verbreiten können, wollen auch nur Geld verdienen oder bekannter werden. Die träumen doch alle von einer Karriere wie der Latif, dass man ständig zu irgendwelchen Kongressen als Redner eingeladen wird. Jeder Wissenschaftler oder Manager sucht ständig nach interessanten Themen oder Erkenntnissen, um diese präsentieren zu können, und da wird eine Menge an Daten zurecht geschoben! Ob ich auch derartige Methoden verwende, gebe ich hier jetzt mal nicht zu :D aber ich denke, dass jeder sich ein paar Zahlen zurechtdreht oder dramatisiert!!!
Für mich sind nur die Berichte über Sachen interessant, die bereits beobachtet wurden, z.B. Gletscherschwund, veränderte Meeresströmungen, Artensterben u.ä.
 
Wombat schrieb:
Ich habe bis jetzt noch keine Seriöse Klima-Prognose gesehen, die wirklich alle Einflüsse berücksichtigt, oder erklärt welche Einflüsse bei der Berechnung berücksichtigt wurden. Und so lange ich keinen Bericht kenne, der Fundiert ist und nicht auf Annahmen und Schätzungen beruht, kann ich genau so gut in eine Glaskugel sehen und sagen: In 10 Jahren ist das Klima anders als heute.
Wombat drückt, so verstehe ich es, seinen Unwillen darüber aus wie Modelle u. Prognosen als unumstößliche Wahrheiten verkündet werden.

Annahmen und Schätzungen
Zu Annahmen u. Schätzungen haben verschiedene Diskutanten bereits mehrmals ihre verschiedenen Standpunkte ausgetauscht.

Das in den Prognosen u. Modellen viele Parameter nicht berücksichtigt wurden (weil unbekannt) hab ich mehrmals angespochen.
Zwei aktuelle, gravierende und in den Modellen noch nicht berücksichtigte Beispiele aus den letzten 1 ½ Jahren.
Die Entdeckung der Wärme-/Kälteschaukel zw. den Polargebieten bei denen ein Gebiet abkühlt während sich das andere Gebiet erwärmt.(einen Artikel dazu habe ich ein paar Seiten vorher verlinkt)

und brandaktuell die Entdeckung der großräumigen Abkühlung des Südpolarmeeres (ebenfalls link ein paar posts vorher).
Vor ein paar Wochen las ich den Bericht über die Akühlung der Tiefsee um 3-4 hunderstel Grad im Südpolarmeer.
In meinem Unverstand hab ich die Tragweite gar nicht begriffen. Ein paar hunderstel Grad, das ist doch eigentlich keine Meldung wert, oder? So viel kälter werden die Füßchen vom Krill deswegen auch nicht, dacht ich mir.
Ein Bericht eines Forschers der „Polarstern“ (deutsches Forschungsschiff) hat mir erst die möglichen Auswirkungen vor Augen geführt.
Die Polarstern hat über einen längeren Zeitraum im Zirkumpolarstrom, der die Antarktis umkreist, Messgeräte ausgebracht und u. a. die oben beschriebenen Temperaturänderungen gemessen.
Der Forscher erklärte (entschuldigt meine laienhafte Beschreibung), daß die Wärmespeicherung der oberen 3 m des Meeres die Temperatur der Luft darüber bestimmen.
Ein Absinken der Wassertemperatur in der gesamten Wassersäule allein um 1 hunderstel Grad hat eine niedrigere Lufttemperatur von 1°C zur Folge!
Bei den riesigen Ausmaßen des Zirkumpolarstroms sind die Folgen bis jetzt unabsehbar und natürlich aktuell in keiner Prognose und keinem Modell verarbeitbar.
 
piano schrieb:
Glaubst du wirklich, Wissenschaftler sind in ihrem Fachgebiet derart unwissend?
Weist Du was ein Fachidot ist?
piano schrieb:
sind ja nicht die Oberdeppen.
Wo habe ich das Behauptet?
piano schrieb:
Man weiss, dass sich c(CO2) erhöht hat, man weiss, dass das einen Einfluss auf den Treibhauseffekt hat,
Darüber wie stark dieser Einfluss ist, gehen die Meinungen auseinander.
piano schrieb:
und man weiss, dass das theoretische Ausmass der daraus resultierenden Erwärmung die tatsächlich gemessene ziemlich genau erklärt.
Darüber wurde in diesem Tread schon Diskutiert.
piano schrieb:
Arbeiten Wissenschaftler tatsächlich mit Handgelenk-Mal-Pi-Schätzungen, wie es von Wombat suggeriert wird?
Ganz einfach. Da man nicht weis wie die Wolkenbedeckung der Erde in der Zunkuft ist, hebt man den Daumen hoch und schätzt wie gross die ist. Nur haben die Wolken einen grossen Einfluss auf das Albedo der Erde. Erst seit ca. 3 Jahren forscht man intensiver in diese Richtung. Das einzige was man bis jetzt herausgefunden hat, ist das die bisherigen Schätzungen und Anahmen nicht Haltbar sind.
piano schrieb:
Trafen darum die vor 10 Jahren gemachten Prognosen für heute ein?
Für was? Im Moment rätseln die Klimaforscher doch herum, warum die Eisschmelze am Nordpol viel größer ist, als sie berreichent haben.
piano schrieb:
Vielleicht werde ich in Zukunft aber auch das Begehen von Brücken meiden. Ich kenne ja die Berechnungen der Ingenieure nicht, und folglich "kann ich genau so gut in eine Glaskugel sehen", um zu wissen, ob sie hält.
Im Gegensatz zum Wetter ist die Statik ein Lineares-System, während das Wetter ein Chaotisches-System hat.
 
sowohl Politiker als auch Wissenschaftler sind Menschen, beide versuchen einem was zu verkaufen. Und ich behaupte jetzt mal, dass es genauso viele ehrliche Politiker und unehrliche Politiker wie bei den Wissenschaftlern gibt. Wissenschaftler können in der Vorlesung so glaubhaft rüberkommen und doch hintenrum nur ans Geld denken. Es gibt natürlich auch ehrliche und integere Menschen, aber jeder Mensch ist ab einem bestimmten Punkt verführbar und machtbesessen (und sei es, dass man die Macht genießt, dass auch nur einige wenige Menschen sich hinter einen stellen, Erich von Däneken halte ich z.B. für so jemanden).

@rfs:was der Herr Thieme da schreibt ist durchaus nachvollziehbar und für mich bereits vom physikalischen zu hoch, deshalb kann ich nicht gegen ihn argumentieren. Und sobald ich etwas von meinem Wissensstandpunkt nicht mehr nachvollziehen kann, werde ich automatisch skeptisch, weil er mir theoretisch Wissen verschweigen könnte, welches ihm selbst bewusst ist, er dem Laien aber vorenthalten kann, weil dieser eh nicht nachfragt. Ich persönlich bevorzuge aber Wissenschaftler wie diesen hier, weil er nahbarer ist! Ich denke jeder Student kennt genügend Professoren und Dozenten, mit denen man nach der Vorlesung noch eine halbe Stunde auf dem Flur quatschen kann oder die sich sofort wieder verkrümeln!
Im Endeffekt kann ich jedem raten immer nur dem zu glauben, was man auch selber schließen würde und nicht dem, was einfach nur nachvollziehbar bzw. glaubhaft ist.
Ich persönlich würde quasi nur Aussagen glauben, wenn einer schreibt: "Dieses und jenes ist passiert, wahrscheinlich hat irgendwas einen Einfluss und hatte daher dies und das zur Folge. Persönlich hält man daher dieses für möglich, aber MAN WEIß ES NICHT!"

@Vorposter: Ich gebe mal eine vorsichtige Schätzung ab: Nehmen wir mal 100 verschiedene Klimamodelle von vor 5 Jahren (vom globalen bis zur Erwärmung des Nordsee o.ä.), ich schätze, dass hiervon nicht einmal 10% annähernd so eintraten. Wenn jetzt aber 2-3 Modelle tatsächlich stimmten, dann finden wir dies morgen in der Bild wieder! Oder was weiß ich wo. Auf jeden Fall kann sich diese Person dann ganz groß hinstellen und sagen "ICH HABE ES GEWUSST"! ... während seine 5 anderen Modelle im Papierkorb landeten! Ich kenne das ja selbst, wie Professoren und Dozenten aller Naturwissenschaften sich gegenseitig sonstwas vorwerfen. Ich habe ja selbst sowas erlebt: "Wie können Sie nur Literatur von dem und dem für Ihre Recherchen verwenden, der hat doch keine Ahnung".
 
Gerade der zweite Bericht zeigt doch eindeutig, dass wir erst am Anfang der Erforschung der Ursachen für die Entwicklung des Weltklimas stehen.
Da stehen so viele Faktoren drin, von denen man verschiedene Auswirkungen vermutet, dass die ganze derzeitige Diskussion um Ursachen und Auswirkungen des CO2 Ausstoßes doch als sehr hypothetisch angesehen werden sollte.

Übrigens bin ich sicher, dass bei einer Abkühlung des Klimas mindestens genau solche Horrorszenarien verbreitet würden, wie derzeit durch die nun zweifellsos stattfindende Erwärmung.
Man bedenke die Hungesnöte, die es aufgrund verlorener Ernten etc. in der "kleinen Eiszeit" die Menschheit heimgesucht haben.
Man bedenke die von vorstoßenden Gletschern zerstörten Ansiedlungen und Almen.
Man bedenke die harten Winter etc.
Was dabei wohl heute in der (Boulevard-)Presse los wäre....

Und Behauptungen wie z.B. das allgemein von Wissenschaftlern verbreitete Ansteigen des Meeresspiegels um 50-60m, die dann, da man sich verechnet hat (man hat den Volumenschwund von Eis gegenüber Wasser schlichtweg vergessen, dabei lernt schon jedes Kind in der Schule, dass Eis zwar schwimmt und ein Teil damit über der Oberfläche herausschaut, dies jedoch exakt seine eigene Masse an Wasser verdrängt) zurücknehmen musste, lassen diese viel verbreiteten Prophezeiungen doch eher als Vermutungen dastehen.
Ein Anstieg des Meeresspiegels wird einzig und allein durch die abschmelzenden Eismassen des Festlandes passieren.
Weiteres Beispiel das angebliche Austrocknen Afrikas.
Mittlerweile hält man es eher für wahrscheinlich, dass aufgrund der stärkeren Verdunstung über dem Atlantik die Niederschläge auch ins innere des Kontinentes vordringen und es dort wesentlich feuchter werden lassen. (Angeblich gibt es jetzt schon einzelne Beobachtungen von Wasseransammlungen zu bestimmten Zeiten an Stellen, wo in dieser jahreszeit jahrzehntelang absolute Trockenheit herrschte)
Auch gibt es keinen klaren Beweis, dass das Abschmelzen der Alpengletscher einen Nachteil für das Ökosystem Alpen hat.

Ich will den Klimawandel nicht schön reden, nur wehre ich mich gegen diese Horrorprophezeiungen, die teilweise offenbar auch aus Marketinggründen verbreitet werden.

Persönlich hätte ich als begeisterter Sommerskifahrer es auch lieber kälter.
 
rfs schrieb:
>> Wenn ich nicht sowohl von der Integrität des Autors an sich als auch und VOR ALLEM von der hinter den Aussagen stehenden Physik überzeugt wäre,

ich habe mich mit den Argumenten von Herrn Thieme auseinandergesetzt. Herr Thieme kennt zwar wirksame physikalische Zusammenhänge, trotzdem ist seine Argumentation fehlerhaft.
http://krahmer.freepage.de/klima/thieme/thieme.html
Zunächst eine Kurze Erläuterung der Zusammenhänge:
Jeder Körper gibt Strahlung ab. Nach einer gewissen Zeit stellt sich zwischen Körpern ein Strahlungsgleichgewicht ein, d. h. ein Körper strahlt genauso viel Energie pro Zeit ab, wie er Energie pro Zeit erhält.
Herr Thieme argumentiert, dass von der Atmosphäre keine Energie in Form von Strahlung kommen könne, da die Temperatur der Atmosphäre nach oben hin abnähme. Diese Argumentation ist falsch.
Gegenargument 1:
Auch von einem kälteren auf einen wärmeren Körper kann Energie übertragen werden, da jeder Körper mit einer gewissen Temperatur Energie abstrahlt.
Allerdings fliesst mehr Energie vom warmen zum kalten als vom kalten zum warmen Körper, deshalb wird der warme Körper kälter.
Dies beobachten wir z. B. Nachts. Flache Autoscheiben, die direkt dem Weltraum zugewandt sind, vereisen deshalb schneller, weil sie an den Weltraum Energie abgeben und kaum etwas zurückbekommen. Die Bilanz ist besonders einseitig.
Die Lufthülle sorgt wegen ihrer höheren Temperatur als der Weltraum dafür, dass sich die Erde weniger stark auskühlt als es ohne ihre Existenz der Fall wäre. Sie schafft einen Puffer zu dem noch kälteren Weltraum.
Beispiel Mond:
"Am Tag erreicht die Temperatur eine Höhe von bis zu etwa 130 °C und fällt in der Nacht bis auf etwa −160 °C ab." (Im Mittel herrscht also auf dem Mond gemäss diesen ungefähren empirischen Angaben von eine mittlere Temperatur von etwa -15°C) (Quelle: Wikipedia Mond)

Gegenargument 2:
Mein zweites Gegenargument schliesst sich ans erste an. Dass die Lufthülle tatsächlich die Erde erwärmt, zeigt sich im Vergleich zum Mond. Die Erde hat aufgrund der Lufthülle eben nicht eine mittlere Temperatur von etwa -15°C wie der Mond (rechnerisch kommt man auf
-18°C), sondern von mehr als 14°C. Die Luft wird dabei nicht nur von der Erdoberfläche, sondern auch durch die Strahlung direkt erwärmt.
Beweis: Die eingestrahlte Leistung ist im Weltraum grösser als auf der Erde. Eine Teil der Energie bleibt in der Luft hängen, deshalb ist es auf dem Mond tagsüber heisser als auf der Erde. Jegliche Materie, die Energie in Form von Strahlung absorbiert, strahlt aber auch wieder Energie ab.
Thieme behauptet ja gerade den gegenteiligen Effekt, die Luft würde durch Konvektion Energie nach aussen transportieren. Dies würde ja ein Kühlungseffekt bedeuten, d. h. die Erde müsste nach Thieme noch kühler sein als -18°C!!!

Gegenargument 3:
Mann kann in Modellexperimenten, bei denen man einen Körper bestrahlt und dann den CO2 Gehalt der umliegenden Luft erhöht zeigen, dass die Temperatur eines Körpers mit zunehmendem CO2 Gehalt der umgebenden Luft steigt. Der Treibhauseffekt durch CO2 ist also direkt im Modell experimentell nachweisbar und keinesfalls nur Spekulation. Da kann der Herr Thieme noch so lange davon reden, dass der Treibhauseffekt angeblich aus physikalischen Gründen gar nicht möglich sei. Herr Thieme behauptet einfach, die Thermodynamik und die Quantenphysik stünden im Widerspruch zur Theorie des Treibhauseffektes durch CO2 (ohne dies substanziell zu begründen) und manch einer erstarrt in Ehrfurcht. Herr Thieme wird aber doch nicht behaupten wollen, dass die Thermodynamik und Quantenphysik im vorliegenden Fall gerade nicht gilt?

Schlussanmerkung
Es zeigt sich einmal wieder, dass wenn man irgendwelchen Laien oder teilgebildeten (hier z. T. fachfremde Ingenieure) wirklich auf den Zahn fühlt, einer eingehenden Analyse nicht gewachsen sind. Ein Wissenschaftler erhält seinen Posten nicht, weil er viel Geld verdient/verdienen will, sondern weil er seine Thesen im Vergleich zu anderen Wissenschaftlern am überzeugendsten darzustellen vermag.
Der eine oder andere Wissenschaftler mag sich einen Erfolg durch Mogelei erkaufen; langfristig ist es aber eine vielversprechendere Strategie auf saubere Argumente zu setzen. Was richtig ist bleibt richtig!
Wenn ein Laie glaubt er könnte die Argumentation von Wissenschaftlern aus den Angeln heben, so täuscht er sich in der Regel, da er viel zu wenig Zeit hat, um sich auf das selbe argumentative Niveau zu begeben.
Ein ernsthafter Wissenschaftler ist auch nicht dazu da, um alles was im Internet behauptet wird, zu kommentieren.

Ich danke rfs für die interessanten Links und bin gespannt, ob ich ihn vom Gegenteil überzeugen konnte.
 
BlauschneeSäntisälbler schrieb:

Da hab ich neulich eine Abhandlung gelesen, die eine neue Sicht auf die Gletscherveränderungen am Kilimanjaro bringt.
Die Gletscher am K. unterscheiden sich deutlich von den Gl. wie wir sie aus den Alpen kennen. Es handelt sich teilweise, speziell am oberen Kraterrand und im Krater, um sogenannte Blockgletscher. Das sind riesige, bizarre Eisblöcke, die zusammenhanglos auf dem Lavageröll liegen.
In den letzten Jahrzehnten sind diese messbar geschrumpft. Naturgemäß hat man die globale Erwärmung verantwortlich gemacht.
Diese Blockgletscher wachsen aber lt. obengenanner Untersuchung durch Kondensation auf der Eisoberfläche.
Da aber der aus den Wäldern der Bergflanken aufsteigende Wasserdampf durch Waldreduktion abgenommen hat, kann auch weniger kondensieren.
Mann wirkt auf das Volk der Chagga, das um den Killimanjaro wohnt, ein die Nutzung des Waldes auf das historische Maß zu reduzieren.
 
schneesucher schrieb:
Ich danke rfs für die interessanten Links und bin gespannt, ob ich ihn vom Gegenteil überzeugen konnte.

gluab nicht, dass dir das gelingen wird...

btw @rfs: hat thiele seine arbeit schon bei nature oder science eingereicht?

wär doch ewig schde wenn dieses wissen nicht eingang in die wissenschaft findet!
 
Zu den Gletschern am Kilimandscharo:
Mag sein das es dort Blockgletscher gibt, jedoch nehme ich mit 100% Sicherheit an, dass sich auf die richtigen Gletscher wie z.B. das nördliche oder das südliche Eisfeld bezieht.
Kilimanjaro_Glaciers.jpg

Diese ähneln sehr wohl unseren Alpengletschern, auch wenn sie sich vom äußeren Erscheinungsbild von diesen unterscheiden (sprich steile Eiswände, kein klar definitiertes Nähr- und Zehrgebiet etc.). Vielmehr handelt es sich bei den z.Z. noch vorhandenen Gletschern um reste einer einstigen Eiskappe, die den ganzen Gipfelbereich bedeckte, so wie es heute z.B. noch bei Bergen wie dem Cotopaxi in den nördlichen Anden der Fall ist.
324px-Cotopaxi_1.JPG


Klar ist außerdem, das ein Eisaubau sicherlich nicht durch einen kurzfristigen Massengewinn durch Schneeauflage zustandekommt.

Ein Blockgletscher ist im übrigen eine von Eis durchsetzte Schuttmasse, die sich langsam Talwärts bewegt. Solche "Gletscher" kommen überall dort vor wo es Permafrostboden gibt, und somit auch in den Alpen.
 
@rfs:

Ich hab nur zwei Fragen an dich:

  • Welchen Wissenshintergrund bringst eigentlich du in die Diskussion ein?
  • Warum sollte jemand den Aussagen eines Herrn Dipl.-Ing. mehr Wahrheit zusprechen als all den Wissenschaftern, die hinter den IPCC Berichten stehen?

Vielleicht hat es auch seine Gründe, dass noch kein Link zu in einschlägigen Fachmagazinen veröffentlichten Artikeln von Herrn Thieme gepostet wurde. Es muss ja nicht immer gleich Nature oder Science sein (auch wenn dort in guter Näherung eigentlich 100% aller Artikel mit den Aussagen des IPCC konform sind).
Eigentlich komisch, warum schickt Herr Thieme seine revolutionären Einsichten denn nicht gleich an Nature? Die müssten ihn doch ob seiner Kompetenzen und Einsichten mit offenen Armen empfangen!

Oder mach du dir doch die Mühe und fass all das von dir verteidigte Wissen zusammen, pack ein paar Smilies rein (die sind bekanntlich immer ein Indikator für die Qualität eines Artikels) und schick alles hin. Wirklich, die Welt muss wissen wie das mit der Physik so läuft!
 
Aber halt, du bist es ja schon Leid uns besserwisserischen Ignoranten zu belehren - wie bequem...
 
@cauchy

am besten du ignorierst rfs

hab ihn auch schon einige male aufgefordert uns zu erklären, warum thieles wissen noch nicht eingang in die "offizielle" wissenschaft gefunden hat

da gibt er keine antwort drauf...
 
Zumindest kann man erkennen, auf welch wackeligen Beinen die "Rechenmodelle" stehen.

Übrigens: Entgegen der Vorhersagen wird die Arktis 2008 doch nicht zur Gänze auftauen.
 
rfs schrieb:
Mein Wissenshintergrund? Ich wüsste nicht, was das dich angeht, cauchy!

Ganz einfach: Eine Antwort hätte mir geholfen einzuschätzen ob du selbst eine Ahnung hast (mehr als man durch ein "paar Tage/Wochen googlen" erhält) von dem was du da von dir gibst!
Ich für meinen Teil bin zu 99% mit meinem Physik Studium fertig und meine persönliche Einschätzung der Wissenschaftwelt zumindest für den Bereich Physik ist bei Weitem nicht so trist wie du es hier darzustellen versuchst. Vielleicht liege ich damit falsch und werde eines Tages Bekanntschaft mit dem unliebsamen Boden der Tatsachen machen, aber bisher hatte ich keinen Anlass anzunehmen, dass das Veröffentlichen von Artikeln medial beeinflusst wird und allgemein zweckgebunden ist.

Kennst du überhaupt die Mechanismen, die hinter der Entscheidung stehen ob etwas in der Fachpresse veröffentlicht wird?
 
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