Fab schrieb:a) der Einfluss von CO2 auf den Treibhauseffekt wird überschätzt oder alle Modelle haben grundsätzliche Fehler. (Hans von Storch)
Das ist allerdings für einen Wissenschaftler eine ziemlich lächerliche Aussage.
Denn: Natürlich haben alle wissenschaftlichen Modelle grundsätzliche Fehler. (egal zu welchen Thema). Ein wissenschaftliches Modell kann grundsätzlich nicht identisch sein mit der Realität, weil es immer auf Vereinfachungen und gewissen Annahmen beruht. Modelle müssen durch Messungen/Experimente überprüft werden und gegebenenfalls angepasst, gelegentlich sogar völlig verworfen werden. Das ist das übliche Vorgehen in der Wissenschaft.
Bei dem extrem komplexen System Erde und Klima ist es besonders schwer, es so zu modellieren, das präzise Vorhersagen machen zu sind. Schwierig ist zum Beispiel, alle (positiven wie negativen) Rückkopplungseffekte richtig mit einzubinden. Deswegen haben die Prognosen der seriösen Wissenschaftler über die Klimaerwärmung eine sehr große Bandbreite (zB. 1,5°C bis 4°C pro Jahrhundert)
Konsens unter allen seriösen Wissenschaftlern ist, dass die beobachtbare Klimaerwärmung zumindest teilweise anthroprogen verursacht worden.
Umstritten unter den Wissenschaftlern, wie stark der anthropogene Anteil ist. (Diese Uneinigkeit ist aber völlig normal. Sie gehört zur Wissenschaft. Wenn alle Wissenschaftler sich bei einem Thema einig wären, wäre das Thema ja abschließend geklärt und man bräuchte keine weitere Wissenschaft zu diesem Thema mehr betreiben.)
Aufgabe der Politik (oder besser gesagt: Aufgabe der Gesellschaft) ist es, zu entscheiden, was für sie auf Grundlage des aktuellen Wissenschaftlichen Kenntnisstandes mit all seinen Unsicherheiten verantwortungsvolles Handeln im Hinblick auf zukünftige Generationen ist. Eine einfache Antwort gibt es darauf sicherlich nicht.

