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Die große Klima-Diskussion

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@noisi
Das Geld ist für die Endlagerung und den Rückbau vorgesehen und nicht für einen Gau. Die AKWs sind versichert aber die Summe reicht im Ernstfall nirgends hin.
 
Rüganer schrieb:
ist in D vorgeschrieben. Aktuell sind es 38 Milliarden € Rücklagen.
Das sind keine "Rücklagen" im Sinne des Wortes sondern Peanuts im Verhältnis zu den ohnehin nur rudimentär abzuschätzenden Kosten für eine wirklich sichere Atommüllendlagerung.
Ich bin wirklich alles andere als ein Umweltschützer aber allein schon aufgrund der praktisch nicht absehbaren Folgekosten absolut kein Atomkraftbefürworter.
Und auch den Umstieg auf erneuerbare Energieformen befürworte ich "nur" aus wirtschaftlicher Sichtweise um primär deutlich wirtschaftlich unabhängiger von den Öl - und Erdgaskartellen und der unberechenbaren politischen Situation in vielen der erdölexportierenden Länder werden zu können. Wir können es uns auch längerfristig nicht leisten weiterhin Erdöl zu "verheizen" weil wir uns die Verwendung zur Produktion von medizinischen, chemischen und technischen Produkten aufgrund mangelnder Alternativen so lang wie irgend möglich vorhalten sollten.
 
Petz schrieb:
Rüganer schrieb:
ist in D vorgeschrieben. Aktuell sind es 38 Milliarden € Rücklagen.
Das sind keine "Rücklagen" im Sinne des Wortes sondern Peanuts im Verhältnis zu den ohnehin nur rudimentär abzuschätzenden Kosten für eine wirklich sichere Atommüllendlagerung.
Ich bin wirklich alles andere als ein Umweltschützer aber allein schon aufgrund der praktisch nicht absehbaren Folgekosten absolut kein Atomkraftbefürworter.
Und auch den Umstieg auf erneuerbare Energieformen befürworte ich "nur" aus wirtschaftlicher Sichtweise um primär deutlich wirtschaftlich unabhängiger von den Öl - und Erdgaskartellen und der unberechenbaren politischen Situation in vielen der erdölexportierenden Länder werden zu können. Wir können es uns auch längerfristig nicht leisten weiterhin Erdöl zu "verheizen" weil wir uns die Verwendung zur Produktion von medizinischen, chemischen und technischen Produkten aufgrund mangelnder Alternativen so lang wie irgend möglich vorhalten sollten.
Danke, das spiegelt in weiten Teilen auch meine Meiung wieder. Die Energiewende wird zwar vordergründig als "Klimaschutz" verkauft, ist im Grunde aber ein rein wirtschaftpolitisches Thema. Der Ausstieg aus der Kernenergie ist in Summe vielleicht ein wenig abrupt, die neuen Technologien noch nicht alle völlig ausgereift und vor allem überall wirtchaftlich sinnvoll einsetzbar (wozu z.B. ein Solarkraftwerk in Wilhelmshaven???). Wenn man allerdings bedenkt, dass die Nuklearnergie in Deutschland eine Breite ablehnung erfährt, nicht nur bei den Grünen, ist der Ausstieg gesellschaftlich unausweichlich.

Wombat schrieb:
@noisi
Das Geld ist für die Endlagerung und den Rückbau vorgesehen und nicht für einen Gau. Die AKWs sind versichert aber die Summe reicht im Ernstfall nirgends hin.

Das ist mir schon klar, ich wollte damit nur die Frage aufwerfen, für welchen Zeitraum diese 38 Mia. kalkuliert sein sollen. Schließlich muss dieses Geld bis in alle Ewigkeit reichen, Stichwort Endlagerung.
 
Rüganer schrieb:
ist in D vorgeschrieben. Aktuell sind es 38 Milliarden € Rücklagen.

Jedes Jahr geben die deutschen Stromkunden 22 Milliarden € zur Subventionierung weitesgehendst überflüssigen Solar-, Wind- und sonstigem "Öko"strom aus.

Anscheinend glaubt man aber selber nicht daran, dass die 38 Mrd. reichen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/un...zerne-fordern-bad-bank-vom-bund-a-968719.html oder z.B. warum löste Vattenfall den Beherrschungsvertrag zwischen der Mutter und der Deutschland Tochter?

Die konventiollen Energieträger haben 2012 übrigens rd. 40 Mrd. € an Subventionen erhalten, das sieht man nur leider nicht, da diese nicht auf der Stromrechnung aufgeführt sind, wären ca. 10 Ct pro kWh !
 
Ja die Chinesen, oder auch beliebt, die USA, das sind schon schlimme Umweltfinger.
Bevor der Mülltrennende Spießbürger jetzt aber das T-Shirt vor Wut zerreißt empfehle ich sich einfach mal das Ruhrgebiet von vor 50 Jahren zu vergegenwärtigen.
Oder aber auch, und noch garnicht so lange her, Leuna von vor 25 Jahren.
Spätestens jetzt sollte der erhobene Zeigefinger der Scharmesröte weichen.
Bliebe dann noch die Ausbeutung der armen Arbeitskräfte.
Für ein Land in dem es letztes Jahr noch normal war eine Frisörin im Osten mit 3€ zu bezahlen oder aber Osteuropäer auf dem Gurkenflieger für ähnliche Löhne 10 Stunden am Tag über den Acker zu ziehen haben wir auch hier eine ziemlich große Klappe.

Aber eigentlich ging es ja um Klima/ Energie.
Da hätte ich dann mal eine Frage.
Wenn selbst die positivsten Schätzungen davon aus gehen, das wir mit erneuerbaren Energien maximal 50 Prozent unseres Bedarfes decken können, wo kommt dann bitte der Rest her?
Abgesehen davon das selbst von diesen 50 Prozent erneuerbaren Energien kaum etwas Grundlastfähig ist.
Also woher kommt der Rest?

Gas vom bösen Gerd/ Wladimir?
Kernenergie- will man nicht
Steinkohle- klimaböse

Dann sitzen wir alle wieder bei Wachskerzen zusammen, oder wie muß ich mir das vorstellen?

PS: es ist im übrigen sachlich falsch das Kernkraftwerke versichert wären. Das Risiko eines Gau's ist nicht versicherbar.
 
... und Uran fällt vom Himmel, oder woher kommt es?

Atomstrom ist auch nur für eine Grundlastversorgung geeignet, zur Spitzen-/Schwankungsabdeckung sind auch andere Energieformen nötig!

Die Zukunft wird sicher die Entwicklung von Speichertechnologien sein um eine gleichmäßige Verfügbarkeit von Strom zu gewährleisten. Dafür ist sicher noch einiges zu investieren. Allerdings sind die Investitionen neue Kernkraftwerke auch nicht zu unterschätzen, die aktuell bestehenden in F usw., werden auch die nächsten Jahrzehnte mal ersetzt werden müssen.

Allerdings ist bei den erneuerbaren Energien zumindest absehbar, dass diese in absehbarer Zeit auch mit geringer oder ganz ohne Förderung auskommen können. Bei der Atomkraft sehe ich ehr das Gegenteil, siehe Hinkley Point C (GB).

Was mich am Atomstrom auch stört, ist, dass eine Generation "billigen Strom" zu Lasten der nachfolgenden Generationen bekommt und diese Lasten sind noch nicht einmal absehbar oder gar kalkulierbar.

... und wenn's um den Strompreis geht, dann sollten die Profiteure der Energiewende, nämlich die Großverbraucher, die auf der einen Seite vom niedrigen Börsenstrompreis durch die erneuerbaren Energien profitieren, im Gegenzug aber von der EEG-Umlage befreit sind, auch mal einen Anteil an der EEG-Umlage zahlen, damit nicht nur der Endverbraucher und der Mittelstand die günstigen Strompreise der Großverbraucher subventionieren.
 
Sorry, bin ich anderer Meinung :twisted:
Es waren schließlich die "Wutbürger" die lauthals protestiert haben gegen die Kernenergie.
Das jetzt die den höheren Strompreis bezahlen die dies gefordert haben ist die einzige Gerechtigkeit der EEG.
Einzig der Mittelstand bleibt wie immer auf der Strecke, der muß mit den Preisen zurecht kommen.

Es gibt ein ausgezeichnetes Beispiel wie man mit solchen Protesten umzugehen hat in Schwerte.
Dort haben sich Eltern nach 10 Jahren problemlosen Betrieb einer Mobilfunksendestelle auf einem örtlichen Kindergarten beschwert das dieser Vertrag doch bitte nicht verlängert werden soll, die Gesundheit der Kinder geht schließlich vor, so die Argumentation (was immer man damit meinte).
Keine lange Diskussion, die Antenne ist abgebaut und es gibt im Umfeld des Kindergartens keinen Mobilfunk Netz mehr.
Jetzt ist das Theater natürlich groß, wie sollen die besorgten Mütter nur ihre Handykids erreichen?
Keine Antenne kein Empfang- des Menschen Wille ist sein Himmelreich.
So müßte man das mit der Stromversorgung auch handhaben!
 
Leider wird und wurde die ganze Subventionierung von Atomkraft nicht im Strompreis abgebildet. Hätte man dann noch die ganzen Rücklagen für die Endlagerung etc. einrechnen müssen, hätte sich den achso billigen Atomfstrom kein Mensch leisten können.
 
Sauerland_6_CLD schrieb:
Es ist nach wie vor so, dass an dem BIOsprossen Erreger EHAC faktisch mehr Menschen gestorben sind als an den direkten Folgen des Atomunfalles in Japan. Aber nicht sein kann was nicht sein darf :rolleyes:
Imho quatsch. Reden wir in 20 Jahren darüber, und sehen dann, wie viele Leute an Leukämie oder Schilddrüsenkrebs gestorben sind.

Petz schrieb:
Wir können es uns auch längerfristig nicht leisten weiterhin Erdöl zu "verheizen" weil wir uns die Verwendung zur Produktion von medizinischen, chemischen und technischen Produkten aufgrund mangelnder Alternativen so lang wie irgend möglich vorhalten sollten.
Im Prinzip hast Du recht. Was mich in dem Zusammenhang stört ist der Verpackungsmüll. Man ersetzt Karton, Glas, Alu und Stahl durch Kunststoffe aus Erdöl oder Gas. In Deutschland versucht man diesen Müll zu recyceln. In anderen Ländern landet das auf der Deponie oder in der KVA.(Wobei wie viel wird in D wirklich recycelt?)
Zu Erdöl gibt es schon alternativen. Man versucht ja z.B. aus Getreide Kunststoffe herzustellen. Ausserdem gibt es ja die Kohleverflüssigung und Kohle ist ja bekannter massen mehr vorhanden als Erdöl. Dieses Verfahren kann man auch bei Holz verwenden. Im Moment wird daran geforscht, wie man optimale Ergebnisse erzielt. Ausserdem kann man aus Erdgas auch diverse Kohlenwasserstoffe synthetisieren. Ob es aber Sinn macht daraus Benzin oder Diesel zu machen sei dahingestellt. Schliesslich gibt es ja auch Gasmotoren. Logischerweise kann man das auch mit Biogas machen.
 
Wombat schrieb:
Sauerland_6_CLD schrieb:
Dieses Verfahren kann man auch bei Holz verwenden. Im Moment wird daran geforscht, wie man optimale Ergebnisse erzielt.
... und im nächsten Atemzug wenden wir uns gegen die Abholzung von Wäldern :roll: :roll: - so viel kann da selbst in Plantagenwäldern nicht nachwachsen, daß das einen weltweit nennenswerten Beitrag liefern könnte.
 
Jens schrieb:
Leider wird und wurde die ganze Subventionierung von Atomkraft nicht im Strompreis abgebildet. Hätte man dann noch die ganzen Rücklagen für die Endlagerung etc. einrechnen müssen, hätte sich den achso billigen Atomfstrom kein Mensch leisten können.

Gutes Argument und auch vollkommen richtig.
Würde man jedoch zeitgemäße Wiederaufbereitung und moderne Kernreaktoren betreiben dann wäre auch die Kostenbilanz für den dann sehr viel weniger Anfallenden Atommüll endsprechend besser.
 
gfm49 schrieb:
... und im nächsten Atemzug wenden wir uns gegen die Abholzung von Wäldern :roll: :roll: - so viel kann da selbst in Plantagenwäldern nicht nachwachsen, daß das einen weltweit nennenswerten Beitrag liefern könnte.
Erstens solltest Du lernen wie man Zitiert.
Zweitens kann man dafür jede Art von Organischem Material verwenden. Also auch Stroh und Algen. Und 3 dürfte es wohl jedem klar sein, dass es ohne im Recycling nicht geht. In unserer Wegwerfgesellschaft ist es einfach zu billig Abfall zu machen.
 
Sauerland_6_CLD schrieb:
...
Würde man jedoch zeitgemäße Wiederaufbereitung und moderne Kernreaktoren betreiben dann wäre auch die Kostenbilanz für den dann sehr viel weniger Anfallenden Atommüll endsprechend besser.

Naja, wenn ich sehe wie es mit den aktuellen Neubauten bzw. Projekten zgl. Kernreaktoren in Europa ausschaut bin ich mir da nicht so sicher. Was heißt zeitgemäße Wiederaufbereitung, noch ist diese wohl nicht erfunden, ansonsten gäb's ja keine Endlagerdebatten.
Allerdings wird sich spätestens irgendeine uns folgende Generation mit dem Thema beschäftigen müssen, wie sie den Müll ihrer Ahnen wieder los wird, ähnlich der Altlasten, wie Arsen etc. um die wir uns heute kümmern müssen, nur um ein vielfaches schlimmer. Aber vielleicht profitiert diese Genaration dann aus einer günstigen Stromerzeugung aus regenerativen Energien, bis dahin sinkt oder entfällt die EEG-Umlage und man könnte an deren Stelle eine AA-Umlage (Atomaltlasten-Umlage) auf den Strompreis aufschlagen.
 
Jens schrieb:
Man könnte an deren Stelle eine AA-Umlage (Atomaltlasten-Umlage) auf den Strompreis aufschlagen.
Dagegen hätt ich was denn die EEG - Umlage dient wenigstens der Nachhaltigkeit aber eine AA - Umlage nur der indirekten Subvention von Stromkonzernen die mit der Atomkraft Gewinne gescheffelt hatten.
Daher im Falle das die Rücklagen nicht annähernd reichen (wovon ich ausgehe) Zwangsverstaatlichung und anschließende wirtschaftliche Verwertung sprich Verkauf um möglichst viel der Endlagerkosten noch irgendwie reinzubringen bevor die Konzerne und deren Aktionäre durch abstruse Firmengeflechtskonstruktionen ihre Rücklagen aus Gewinnen irgendwo verstecken oder abziehen können und der Bürger wieder mal zur Kasse gebeten wird.
 
Wombat schrieb:
Erstens solltest Du lernen wie man Zitiert.
danke für den "freundlichen" Hinweis - jeder macht mal einen Fehler, z.B. Rechtschreibfehler :lol: :lol:

Wombat schrieb:
Zweitens kann man dafür jede Art von Organischem Material verwenden. Also auch Stroh und Algen.
Bestreite ich nicht, dagegen richtet sich mein Einwand auch nicht - aber mit Holz wäre man imho wirklich auf dem Holzweg.
 
Die 97-Prozent-Falle


"97 Prozent der Wissenschaftler stimmen überein: Klimawandel ist eine Tatsache, menschengemacht und gefährlich", ließ US-Präsident Barack Obama per Twitter melden. Er berief sich auf eine mittlerweile berühmte Studie, die zu diesem Ergebnis kam - weitestgehende Einigkeit unter den Klimaforschern. Das Problem ist allerdings: Der Konsens der Wissenschaftler ist ein anderer, als Obama suggeriert.
 
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