NeusserGletscher schrieb:
biofleisch schrieb:
Schlimmer noch: du Verwendest ein "Argumentationsmuster", welches überwiegend unter AIDS-Leugnern, Impfgegnern, Engelsgläubigen und ähnlichen Personen verwendet wird.
Dieses Argumentationsmuster ist allerdings auch keinen Deut besser. Auch, wenn es zusammen mit "Verschwörungstheoretiker", "Populisten", "Alternativen Fakten" und anderen Kampfbegriffen derzeit hoch im Kurs steht, wenn es darum geht, ohne Inhalte und Argumente in der Sache jemanden mundtot zu machen.
Es ist insofern besser, als dass es im Kern zutrifft. Irrtümer der Wissenschaft aus der Vergangenheit aufzuzählen, widerlegt in dem hier konkreten Fall gar nix, sowie es nichts belegt (Nebenbei bemerkt war die Schädlichkeit des Passivrauchens bei unabhängigen Wissenschaftlern nie ernsthaft im Zweifel). Es ist Stimmungsmache und auch aus meiner Sicht eines angeblichen Wissenschaftlers unwürdig. Zu der Sache selber ist inhaltlich noch gar nichts gesagt, kann man vielleicht in letzter Instanz wirklich nicht - meine Tendenz hab ich beschrieben - zu der Art der Argumentation kann man hingegen schon ein eindeutiges Urteil treffen.
Was kann jemand dafür, dass sich bevorzugt Verschwörungstheorethiker und Populisten dieser Technik bedienen? Es bleibt ihnen ja nur diese "Schaumschlägerei", da die Argumantationskette nur ein aufgeblasener Ballon ist, in sich nicht schlüssig und nicht sattelfest aufgebaut, Beweise werden regelmäßig schuldig geblieben, die Beweislast möchte man ständig gerne umkehren...
Und wenn das so ist, ist es doch gut, dass es aufgezeigt wird?
Ich finde es tatsächlich auch bedauerlich, dass das so hoch im Kurs steht - desto genauer muss man hinschauen und die "Nadelprobe" mit diesen ganzen Ballons machen. Wenn sie dann platzen, kann ich das nicht schlecht finden. Echte Argumente lassen sich nicht mundtot machen. Der wissenschaftliche Diskurs ist eine Art Darwinismus der Thesen. Sie werden ausgewildert und müssen sich im kritischen Umfeld nach wissenschaftlichen Regeln behaupten, und das ist gut so. Wenn viele der Thesen von Populisten das nicht tun, sollte man nicht den Mechanismus angreifen, denn dieser hat sich bewährt, sondern an der Qualität der eigenen Thesen arbeiten. So wird ein Schuh draus.
Gegen den Mainstream schwimmen an sich ist kein Verdienst. Manche brauchen auch nur die Aufmerksamkeit, die jeder Geisterfahrer auch bekommt.
Der Vorwurf des "mundtot" machens, ist nicht stichhaltig. Das ist ein typisches "Tu quoque"-Argument:
https://de.wikipedia.org/wiki/Tu_quoque