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Fab schrieb:
Daß es nicht schon wärmer war seit Ende der Eiszeit bezweifle ich - aber im Grunde ist es egal, da vorbei.
Versteh gar nicht warum man sich ein Glaubensbekenntnis draus macht. Jedenfalls war das Gornertal im Hochmittelalter eisfrei.
Kürzere Gletscher sind kein Argument, wir haben heute mit fossilen Eismassen zu tun, die weit davon entfernt sind mit dem aktuellen Klima im Gleichgewicht zu stehen. Bedenke auch, dass "Ötzi" 5.000 Jahre im Eis lag, an einer Stelle die nun seit 30 Jahren eisfrei ist.
Was heisst hier fossil. Klar, es gibt einen "Überhang" aus der kleinen Eiszeit. Kann man aber auch so interpretieren, daß aktuell immer noch ein Übermaß an Eis vorhanden ist. Jedenfalls waren die Gletschertäler vor 600 Jahren eisfrei. In Findeln 2000m wurde Wein angebaut. Soll heißen - es war lang warm.
Fab schrieb:
War ja früher viel in den Tropen unterwegs. Da kann man um einige alte Korallenstöcke herumschnorcheln, die geschätzt 5m+ aus dem Meer ragen. Da kann man sogar noch die alte Uferlinie erkennen. Und nein - die wurden nicht von den Verschönerungsvereinen der Archipele Palau oder Vavau zur Freude der Besucher aufgestellt.
Es gibt sogar Korallenriffe, ganze Atolle, die ragen noch Höher aus dem Meer. Was sagt uns das?
Das sagt uns, daß du zweierlei durcheinander wirfst
Was du anführst, nennt man Makatea. Da wurden Korallenriffstrukturen durch tektonische Prozesse in geologischen Zeiträumen über den Meeresspiegel gehoben. Klassische Beispiele sind Palau, Rennell (Salomonen) und Niue, ein berüchtigtes Steuerparadies im Südpazifik - und äh die Dolomiten. Kein Insel- aber auch ein Steuerparadies
Ein bisschen Spaß darf sein.
Wovon ich geschrieben habe, betrifft Meeresspiegelveränderungen die in den letzten paar tausend Jahren, besonders gut in Makateas, ablesbar sind.
Fab schrieb:
Deine Tschadsee-Argumentation ist für mich nicht nachvollziehbar. 50000 Jahre sind geologisch nix.
Die tiefste Stelle des Beckens ist die ausgetrocknete Bodelè-Depression, ca. 500km nördlich vom aktuellen See entfernt, die schon voll in der Sahara ist.
Wollte nur aufzeigen wie wandelbar in kurzer Zeit dies alles ist.
Der Tschadsee würde bei einem Wasserstand von etwa 325m, über den Benue, in Richtung Atlantik entwässern. Höhere Wasserstände und damit eine größere Wasserfläche sind nicht möglich. Das war vor der letzten Eiszeit (vielleicht) noch anders. Die Ausdehung würde dann die Bodelè-Depression mit einschließen.
Schau dir einfach mal die Höhenkarte an,
https://maps-for-free.com/. Wo willst du allein im Tschadseebecken einen See unterbringen, der die 5-fache größe des Kaspischen Meeres hat? Ohne geologische Veränderungen?
Da bist du auf dem Holzweg. Aber bei Einschätzungen von Flächen liegt man schnell daneben.
Bei einer maximalen Wasserhöchststand von 325m, hätte der See eine Ausdehnung von knapp 2 Mio Km2 (Kaspisee aktuel ca. 371000Km2)