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Die große Klima-Diskussion

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Chlosterdörfler schrieb:
Leider werden dadurch in der Gegenwart viele bewohnte Atoll Insel unbewohnbar werden. :tear:
Hierzu nochmals mein Posting vom 21.07.
https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=187&t=22965&p=5365592&hilit=Tuvalu#p5365592

*

Neusser Gletscher schrieb:
........Umweltpolitk wir meiner Ansicht nach viel zu wenig von Fachleuten und viel zu sehr von Lobbyisten und Leuten betrieben, die zu wenig Ahnung von der Materie haben. ............
Stimmt.
Hab erst gestern oder heute einen Artikel über den bewusst irreführenden en Einsatz der Variante RCP 8.5 (extremstes, aber auch unwahrscheinlichstes Klimawandelszenario) gelesen.
 
Fab schrieb:
Chlosterdörfler schrieb:
Leider werden dadurch in der Gegenwart viele bewohnte Atoll Insel unbewohnbar werden. :tear:
Hierzu nochmals mein Posting vom 21.07.
https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=187&t=22965&p=5365592&hilit=Tuvalu#p5365592

Taro lat. Name: Colocasia esculenta

Die Taro-Pflanze, die zu den Aronstabgewächsen gehört, ist eine ausdauernde, mehrjährige und bis zu >1 Meter hohe Sumpfpflanze, die feuchtwarmes, subtropisches Klima sowie Süßwasser benötigt. Die Pflanze stammt usprünglich aus Burma und Assam, von wo sie über Hinterindien (dort seit 2000 Jahren angebaut) bis nach Polynesien verbreitet wurde. Dort kennt man einige hundert Sorten.

Taro benötigt für optimales Wachstum Tropenklima mit gleichmäßigem Regen; ca. 2000mm/ Jahr und wird bis zu einer Maximalen Seehöhe von 2700m (Papua Neuguinea). Dort ist Taro sogar ähnlich frosttolerant wie die Süßkartoffel. Manche Sorten vertragen einen beträchtlichen Salzgehalt des Bodens.

Gegessen werden können die Knollen und die Blattstiele; die Knollen dienen der Ernährung von Mensch und Vieh und sind analog zu unserer Kartoffel reich an Stärke (Stärkegehalt der frischen Taroknolle 70%). Außerdem sind Schleimstoffe und Bündel von sehr hautreizenden Kalziumoxalatkristallen/ -nadeln (ruft Kratzen im Hals und sogar Verdauungsstörungen hervor) in den Knollen enthalten - deshalb muß beim Kochen das Wasser mindestens ein mal gewechselt werden. Blätter und Stiele werden auch gerne als Gemüse gegessen. Taroknollenpüree ist eine leicht zu verdauende hypoallergene Babynahrung. In Java gibt es Taro-Konfekt mit Zucker und Kokosnußraspeln; frittierte Chips, etc.

In Teilen Polynesiens wird "Poi" hergestellt - die Knollen werden zerstampft und ähnlich unserem Sauerkraut fermentiert - eine Möglichkeit, die Zeit zwischen Ernte/ ggf. Noternte und Verzehr zu verlängern.

Wie können die Pflanzen jedoch überhaupt auf Inseln angebaut werden, wenn diese über keine Süßwasser-Flüsse und -Bäche verfügen und dazu häufig nur aus einer Anschwemmung von Sand und allenfalls porösem Korallenkalk bestehen?

Der Trick ist folgender:

Es gibt im Inneren dieser Inseln eine sogenannte Süßwasser-Linse. Diese hat tatsächlich annähernd Linsengestalt, wird von oben durch Niederschläge erhalten und von unten bzw. von den Seiten durch Meerwasser "angeriffen" - und bei Überschwemmung (Tsunamis, Stürme) sogar durch das salzige Meerwasser so stark "verunreinigt", daß sie für einige Zeit nur Brackwasser "liefert". Das hat zur Folge, daß die Früchte beispielsweise der ebenfalls auf Süßwasser angewiesenen Brotfruchtbäume schleunigst abgeerntet werden müssen, weil die Bäume ihre Blätter und Früchte bei solcher Gelegenheit rasch abwerfen oder gar ganz zugrunde gehen können...

Grundlage über Süsswasserlinsen: Trinkbares Wasser finden in Meernähe gibt es hier: https://ousuca.com/suesswasserlinsen/

Das die Bewohner auf einer Atoll Koralleninsel selbständig Leben können. Sind sie darauf angewiesen das sie auch genug Anpflanzen können wie auch ernten. Der Anstieg vom Meeresspiegel hat auch immer einen Effekt auf die Wellenhöhe bei Stürme. Ob ein Korallenriffe am Leben bleibt, hängt von der vorkommenden Art ab. Wie auch von der Wasserqualität (Säuregrad) vor Ort.

Quelle: http://www.windmusik.com/html/kitplante/taro.htm
abgerufen am 07.11.2022

PS: Einige diesen Atoll Insel wurde vom Home Sapiens erst nach dem Römerzeit Klimaoptimum entdeckt und dauerhaft besiedelt. Somit werden diese Insel leider auch als erstens wieder aufgegeben werden. Damit verschwindet auch ihre Lebenskultur für immer.
 
Das mit den Süßwasserlinsen kann ich bestätigen. Möchte noch ergänzen, daß es eine gewise Mindestgröße einer Koralleninsel bedarf, um eine Linse auszubilden.

Just vor einigen Tagen war in mehreren Zeitungen ein Artikel "50 Jahre Tourismus Malediven".
Im Jahr 1972 wurde das Resort "Kurumba Village" (junge Kokusnuss) eröffnet. Ich selbst war 77 erstmals da.
Eigentlich heißt die Insel "Vihamanafushi" (Insel des schlechten Wassers).
Alle maledivischen Touristenresorts sind auf unbewohnbaren Inseln entstanden (keine Linse!). Alle bewohnbaren Inseln (200+), mit Süßwasser im Untergrund, sind seit Jahrhunderten besiedelt.

Beim Taro möchte ich noch anfügen, daß der fermentierte Tarobrei auf entlegenen Südseeinseln in Blätter eingewickelt wird und als Notreserve vergraben wird. So hat man auch nach evtl. Verwüstungen durch Zyklone, Tsunamis o. Vulkanausbrüchen Nahrungsmittel parat.
 
Surface air temperature for October 2022

Europe had its warmest October in the record, with temperatures nearly 2°C above the 1991-2020 reference period. In western Europe a warm spell brought record daily temperatures and it was a record-warm October for Austria, Switzerland and France, as well as for large parts of Italy and Spain.

https://climate.copernicus.eu/surface-air-temperature-october-2022
 
Die Fachleute befürchten, dass ihre Beobachtungen nicht nur für Nordostgrönland, sondern auch für andere Bereiche der riesigen Insel gelten. Sollte das zutreffen, dann müssen aber auch die IPCC-Prognosen zum Meeresspiegelanstieg bis zum Ende des Jahrhunderts nach oben korrigiert werden. Im günstigsten Fall liegen diese aktuell bei 26 Zentimetern und im ungünstigsten bei knapp einem Meter.

Selbes trifft auch auf die Antarktis zu. Da schmelzen auch Gletscher schneller als gedacht.
Und das wird garantiert nicht die letzte böse Überraschung gewesen sein.

Ich bin dafür dass man bei den Prognosen überhaupt nur noch den Worst Case als Richtwert nimmt,
sonst machen sich manche Leute falsche Hoffnungen.
 
burgi83 schrieb:
wmenn schrieb:
Das produzieren von E-Fuels ist energieintensiv, und diese dann in herkömmlichen Verbrennungsmotoren zu nutzen wäre von der Effizienz extrem schlecht.
Nach meinen Informationen gibt es aus wissenschaftlicher und auch aus wirtschaftlicher Sicht wohl eine übereinstimmende Meinung, dass die Elektromobilität mit BEV am sinnvollsten ist. Der PKW wird im Durchschnitt eine Stunde am Tag gebraucht und steht ansonsten irgendwo rum, wo er im Prinzip geladen werden kann. Bei Flugzeugen oder Schiffen, die tausende Kilometer ohne nachtanken zurück legen müssen, sieht das schon anderes aus, hier ist Wasserstoff oder E-Fuel wohl unverzichtbar. Auch in der Chemie, bei der Düngemittelproduktion etc...

Es gibt eine schöne Grafik auf Wikipedia von Michael Liebreich (Bloomberg), wo der Einsatzbereich von sauberem Wasserstoff von "alternativlos" bis "unwirtschaftlich" aufgelistet wird:
https://upload.wikimedia.org/wikipe...10px-Einsatzbereiche_sauberen_Wasserstoff.png
PKW stehen dort ganz unten auf der Liste.

Mehr Infos zu E-Fuels auf Wikipedia:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/E-Fuel
Ja E-Fuells sind energieintensiv aber die einzige Möglichkeit um den Lebensstandard zu halten. Elektroautos sind ohne die Subventionen doch auch unwirtschaftlich. Wie schon geschrieben wir haben genügend Energie in unserer Atmosphäre die den Energiehunger der gesamten Weltbevölkerung zu decken.

Auf der eine Seite wird hier andauernd gefordert das die Politik mehr der Wissenschaft folgen sollte und gleichzeitig werden Ergebnisse von Fachleuten einfach ignoriert...
E-Fuels sind NICHT die Lösung für individuelle Mobilität. Nun glaubt es halt endlich oder zeigt auf, das alle bisherigen Untersuchungen darüber falsch waren!
Es ist energetisch / kostenmässig der Wahnsinn und würde die Mobilität viel mehr verteuern als es die Elektromobilität tun wird.
Aber das ist vielen egal, Hauptsache sie müssen nichts an Ihrem Tun ändern.

Das ist der einzige Grund vieler Diskussionen hier. Die Verweigerung persönlich etwas zu ändern.

Allein wenn ich die Prämisse höre "ohne den Lebensstandart zu gefährden" bekomme ich das Grausen. Alle andern sollen was tun aber bloß ich nicht.
Ist Euch wirklich so egal was mit unserer Umwelt geschieht das Ihr es nicht mal schafft auch mal ein Elektrokabel (zukünftig Zuhause!) anstelle eines Tankrüssels (Unterwegs) in Eure Karre zu stecken?
Offensichtlich ja, hier in dem Forum gibt es auschliesslich Vorschläge was andere tun sollten und kein Einziges mal ein Eingeständnis auch etwas dazu beitragen zu wollen. Wenn wirklich alle so denken na dann gute Nacht.
Und jeder der sich jetzt getriezt fühlt und einen Shitstorm lostreten möchte den möchte ich bitten zuerst zu sagen was ER beitragen möchte.
Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass sich der Klimawandel/das Artensterben/die Umweltverschmutzung bekämpfen lassen ohne das wir etwas dazu beitragen??

Und ja - das wird etwas kosten und es wird unbequemer.
 
ralleycorse schrieb:
auch mal ein Elektrokabel (zukünftig Zuhause!) anstelle eines Tankrüssels (Unterwegs) in Eure Karre zu stecken?

Zuhause würde ich gerne, kann und darf ich jedoch nicht. Und irgendwo in mehreren km Entfernung von zuhause laden (müssen) ist keine Alternative, es sei denn, es dauert von leer bis voll maximal so lange wie mit dem Tankrüssel.
 
Mal ehrlich.
Wie viel Km fährst Du im normalen Alltag?
Das kann man auch ohne Probleme an einer ganz normalen Schuko laden!
Die Karre steht doch in der Regel ca. 10h rum. Moderne Ladegeräte laden meist mit ca. 2,5kW (aus Sicherheitsgründen nicht den max. möglichen 3,6kW, das es auch bei schlechten Hausleitungen kein Problem gibt). Abzüglich Ladeverluste landen da konservativ gerechnet 20kWh in der Batterie. Das ist selbst bei einer miesen Karre und Winter mind. 100km. Und in der Regel steht die Kiste länger als 10h Zuhause rum.
Und da hast Du weder beim Einkaufen, noch im Kino oder beim Stopp in der Stadt zwischengeladen und das ist eher der Regelfall. Wieso nicht laden wenn man eh irgendwo parkt?
Und selbst wenn Du in einer Wohnung lebst ohne direkten Zugang zur Strasse, es geht auch ganz ohne.
Ich bin 2 Jahre I3 gefahren ohne eigene Wallbox. und dreimal darfst Du raten wie oft ich ihn Zuhause an der Schuko angesteckt habe?
1x - und da auch nicht weil er leer war, sondern weil ich eine Langstrecke vor hatte die gerade eben so ohne Ladestopp geht, wenn die Kiste zu 100% voll ist. Das hätte ich mir mit einer kurzen Pippipause am Schnelllader auch locker laden können.
 
ralleycorse schrieb:
Abzüglich Ladeverluste landen da konservativ gerechnet 20kWh in der Batterie. Das ist selbst bei einer miesen Karre und Winter mind. 100km.
das ist jetzt aber optimistisch, ich fahre zwar nur unregelmaessig E-Autos aber ich lag vom Verbrauch her noch nie unter 20 kwh/100km, eher so bei 28.
 
mein I3 hatte auch im Winter selten über 18kWh/100km :ja:
Deutlich mehr ist entweder ein besch... Konzept oder reine Autobahn mit mehr als 130km/h

Über die 2 Jahre hatte ich einen Schnitt von 16,8 kWh/100km und das war ein I3s mit viel Fahrspass :mrgreen:
 
ich nutze E-Autos meist nur auf der BAB und dann fahr ich meist auch >200 km/h soweit das geht.
 
nun ja...
Wir reden von der Elektromobilität in der Regel aufgrund CO2/Klima/Nachhaltigkeit.
Mit einigen BEVs ist natürlich >200km/h zwar technisch möglich konterkariert aber den Grundgedanken komplett.
Auch ich bin kein 80 km/h Schleicher auf der Autobahn, aber >200km/h ist dann doch eine energetisch extrem unvernünftige Fahrweise. Zudem bringt es nur einen marginalen Zeitvorteil.
 
ralleycorse schrieb:
Wir reden von der Elektromobilität in der Regel aufgrund CO2/Klima/Nachhaltigkeit.
das sehe ich jetzt unabhängig von E-/oder nicht E-Auto, un dim Prinzip wäre ich für ein Tempolimit von 100 auf BABs... aber solange es halt geht nutze ich's dann doch...
ralleycorse schrieb:
Mit einigen BEVs ist natürlich >200km/h zwar technisch möglich konterkariert aber den Grundgedanken komplett.
mit welchen denn nicht? ich fahr im Zweifel nur Taycan, weil ich darauf kostenlos Zugriff habe.
ralleycorse schrieb:
Auch ich bin kein 80 km/h Schleicher auf der Autobahn, aber >200km/h ist dann doch eine energetisch extrem unvernünftige Fahrweise. Zudem bringt es nur einen marginalen Zeitvorteil.

nun, ich bin zuletzt Sonntags morgens 400 km in 2:25 gefahren, abends hab ich dann auf dem Rückweg fast 3 Stunden gebraucht. Wenn man auf der Strecke unter 200 faehrt, dann handelt man sich schon einen enormen Zeitnachteil ein
 
Wahnsinn!!!!
 
scratch schrieb:
Sind eigentlich jds und albe die selben Trolle in verschiedenen Rollen, welche sie manchmal vertauschen? :gruebel:

Das ist mal ein interessante Theorie👍😎😉
 
albe-fr schrieb:
ralleycorse schrieb:
Wir reden von der Elektromobilität in der Regel aufgrund CO2/Klima/Nachhaltigkeit.
das sehe ich jetzt unabhängig von E-/oder nicht E-Auto, un dim Prinzip wäre ich für ein Tempolimit von 100 auf BABs... aber solange es halt geht nutze ich's dann doch...
ralleycorse schrieb:
Mit einigen BEVs ist natürlich >200km/h zwar technisch möglich konterkariert aber den Grundgedanken komplett.
mit welchen denn nicht? ich fahr im Zweifel nur Taycan, weil ich darauf kostenlos Zugriff habe.
ralleycorse schrieb:
Auch ich bin kein 80 km/h Schleicher auf der Autobahn, aber >200km/h ist dann doch eine energetisch extrem unvernünftige Fahrweise. Zudem bringt es nur einen marginalen Zeitvorteil.

nun, ich bin zuletzt Sonntags morgens 400 km in 2:25 gefahren, abends hab ich dann auf dem Rückweg fast 3 Stunden gebraucht. Wenn man auf der Strecke unter 200 faehrt, dann handelt man sich schon einen enormen Zeitnachteil ein

Ist das nicht asozial, wenn man mehr Energie verbraucht als man müsste? Mit 100 bis 120 km/h würde weniger verbraucht werden.
 
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